Thema Selbstheilung: Lilly Gebert mit „Heiler, heile Dich selbst“
Ein Kommentar von Remo Maßat
Einen durchaus interessanten Beitrag liefert Lilly Gebert bei „Die Freien“ bzw. Manova in der Zweitpublikation.
Sie kritisiert den Glauben, daß Heilung von außen kommen müsse und führt dazu wertvolle und lesenswerte Gedanken aus.
Was sie allerdings bei dem Mantra „Heilung muß von innen kommen“ wegläßt, sind Situationen wie z. B. die nach einem Unfall oder Sturz bei welchem etwa ein Bein operiert werden muß nach einem Beinbruch, um ein ganz einfaches Beispiel zu nennen.
Während Leute mit einem Beinbruch noch vor über 100 Jahren lebenslänglich oftmals Krüppel blieben kann sowas heutzutage operiert werden und die Chancen sind sehr gut, daß man später wieder normal laufen kann.
Allerdings, diese Heilung kommt nicht ohne Hilfe von außen aus. Sie bedarf der Hilfe von außen.
Das Absolute „Heilung muß von innen kommen“-Mantra, wie es im Beitrag von Lilly Gebert vorgetragen wird, ist also – wie das einfache obige Beispiel deutlich erhellt – falsch.
Heilung: Alles von sich selbst, von innen kommend?
Es kommt eben nicht alles nur von innen aus dem Selbst heraus, auch das Außen hat Einfluß.
Genauso wie es falsch wäre, materialistisch zu glauben, nur das Äußere (Geld, Besitz, Macht, Beziehungen und andere materielle, „äußere“ Dinge) bestimme, ist es falsch, zu glauben, nur das Innere (Seele, Sinnhaftigkeit, Geist und andere nicht-materielle, „innere“ Dinge) sei allein bestimmend.
Lesenswert und anregend
Nichtsdestotrotz ist ihre Beitrag sehr lesenswert, liefert viele wertvolle (Denk)-Anstöße und Gedanken. Denn tatsächlich rennen heutzutage viele Leute unnötig zu Ärzten und in Spitäler, zu Heilpraktikern und anderen Leuten. Und dies bei Dingen, die sie selbst viel besser heilen könnten, indem sie Dinge in ihrem Leben änderten. Sei es im Beruf, der nicht befriedigt, sei es bei der Ernährung, beim Wohnort (Gracian: „Der Mensch ist kein Baum…“), sei es beim Umgang wie dem privaten Umfeld und vielem anderen mehr.
Auch zweifelsohne anregende Gedanken schreibt sie wie diesen:
„Drohen also manche Schulmediziner heutzutage sogar mit Behandlungsabbruch, sollte sich „ihr“ Patient parallel in alternativmedizinische Hände begeben, warfen Köpfe wie Michel Foucault oder Ivan Illich die Frage auf, welchen Unsicherheiten die modernen Mediziner eigentlich unterliegen, daß sie — die sich selbst zu Göttern erhoben — keine Wege abseits der ihrigen ertragen können.“
Etwas schwurbelig hingegen wird doch es bei einigen Sätzen wie diesem:
„Sein Konzept der „Salutogenese“ beruhte schließlich auf der These, daß allein das Zusammenspiel von Verstehbarkeit, Sinnhaftigkeit und Handhabbarkeit als grundlegendes Kohärenzgefühl und Erleben des Menschen als gestaltendes Subjekt seines eigenen Lebens diesem zu lebenslanger Gesundheit verhelfe. „
Hä?
Den Satz kann man x-mal lesen und man fragt sich immer noch, was damit denn eigentlich gesagt werden soll. Ganz schön schwurbelig, wobei dieses Wort ja inzwischen einseitig als Schimpfwort für Leute etikettiert ist, die sich ihres eigenen Kopfes bedienen und sich etwa keiner experimentellen Corona-„Impfung“ unterziehen wollten. So ist es allerdings hier nicht gemeint, sondern bezogen auf die schwurbelige Schreibe.
Klar ausgedrückt hingegen der von ihr zitierte Thomas Mayer: „Seit Jahrzehnten und verstärkt seit der Coronakrise werden wir Menschen vom Staat und den Medien mit einem materialistischen Krankheitsverständnis bedrängt. Gesundheit sei kein natürlicher Zustand, sondern Gesundheit gäbe es nur mit über 50 Impfungen und ständigen Medikamenten. Seele und Geist und ein ganzheitliches Gesundheitsverständnis gibt es in der öffentlichen Diskussion fast nicht mehr. Wir werden als Menschen ausradiert. So etabliert sich die materialistisch-transhumanistische Weltreligion. … /…“
Den ganzen lesenswerten Beitrag finden Sie hier:
https://www.manova.news/artikel/heiler-heile-dich-selbst
Archivbild: Foto im Spital nach Beinbruch