Größter Geldgeber der Ukraine: Deutschland und die Waffengeschäfte

Größter Geldgeber der Ukraine: Deutschland und die Waffengeschäfte

Deutschland leistet die wohl größte Unterstützungshilfe für die Ukraine pro Kopf. Die baltischen Staaten und Polen am meisten gemessen am BIP-Anteil. Dies besagen Daten des Kieler Instituts für Weltwirtschaft.

An der Spitze steht die EU mit fast 85 Milliarden, danach folgen die USA, die bis zum 31. Oktober 2023 über 71,4 Milliarden Euro bezahlt haben allerdings wieder in ihre eigene Rüstungswirtschaft zurückfließen lassen wie jüngst der US-Außenminister erklärte als es darum ging, den US-Kongreß zu weiteren Milliarden zu bewegen. Antony Blinken hatte auf der Jahresabschlußpressekonferenz im Dezember in Washington wörtlich geäußert:

„90 Prozent der Hilfsgelder, die wir der Ukraine zur Verfügung gestellt haben, wurden hier in den USA ausgegeben und kamen amerikanischen Unternehmen, Arbeitern und Gemeinden zugute und stärkten die Rüstungsindustrie unseres Landes.“

Wobei auch die Gelder aus Deutschland zu großen Teilen wieder in den USA bzw. der Rüstungsinstrier der USA landen, weil Deutschland ebenfalls viele Rüstungsgüter in den USA kauft.

In der Statistik folgen schließlich nach EU, Deutschland und USA schließlcih auch Großbritannien, Norwegen und Japan sowi Kanada, Polen, Holland und Dänemark.

Jedoch sagen diese Zahlen noch wenig aus. Denn:
1.: Man müßte es pro Kopf oder nach Kaufkraft pro Kopf / BIP ausrechnen. Deutschland hat schließlich weniger Einwohner als die USA. Und für ein Land wie Griechenland ist eine Milliarde mehr als für ein Land wie Island.
2.:  Außerdem: Wenn die EU noch vor den USA der größte Geldgeber der umstrittenen Ukraine-Regierung ist, dann müßte man auch die EU-Gelder nach pro Kopf  / BIP pro Kopf auf die EU-Länder bzw. ihre Einwohner verteilen, wobei auch dies wiederrum nicht reicht:
3.: Denn es gibt bekanntermaßen Nettoempfänger und Nettozahler in der EU. Also auch hier wieder Deutschland an der Spitze.

In den obigen Zahlen auch noch nicht enthalten sind die Kosten für die Aufnahme von Ukraine-Flüchtlingen. Immerhin sollen sich von ehemals über 40 Millionen Ukrainern nur noch um die 20 Millionen im eigenen Land aufhalten.

Bei solchen Betrachtungen sind dann die baltischen Staaten und Polen ganz oben in der Statistik. Man kann hierbei bloß hoffen, daß das Institut besser mit Zahlen umgehen kann als mit Sprache, denn in den Statistiken wimmelt es von Rechtschreibfehlern, nicht einmal das Wort BIP-Anteil kann der Autor offenbar richtig schreiben.

Genauere Zahlen erhält man beim Institut für Weltwirtschaft in Kiel:
https://www.ifw-kiel.de/de/themendossiers/krieg-gegen-die-ukraine/ukraine-support-tracker/

(rm)

admin

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