US-Doppelmoral: Liegen die meisten russischen Gelder anonym in den USA?
Daß man im US-Bundesstaat Delaware dessen jahrzehntelanger Senator Joe Biden war, anonym Gelder verstecken kann ohne sie zu versteuern, darauf wies schon die Weltwoche vor rund einem Jahrzehnt hin.
Und das interessiert niemanden, vor allen Dingen nicht „Saubermann“ USA, der sich seit Jahrzehnten als Vorkämpfer bzw. angeblicher Vorkämpfer gegen solche Praktiken geriert.
Die USA interessieren sich für solche Praktiken nur dann, wenn das Geld nicht in die USA fließt und sie selbst nicht profitieren.
René Zeyer schreibt auf Inside Paradeplatz.ch (kursiv):
Über viele Jahre hinweg war das Geld von reichen Russen, aus unerfindlichen Gründen Oligarchen genannt, im ganzen Westen hochwillkommen. Die reichen Russen befeuerten den Bau von Superjachten, kauften teuerste Immobilien an bester Lage und verstauten ihr Geld auf westlichen Bankkonten.
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Deshalb gibt es nur Schätzungen. Eine aus dem Jahr 2017 geht davon aus, daß reiche Russen rund 800 Milliarden Dollar auf Banken in England, Zypern, der Schweiz und Offshore-Paradiesen gelagert haben.
Natürlich sind damit nur Gelder gemeint, die mehr oder minder direkt mit einem solchen reichen Russen in Verbindung gebracht werden können. Die meisten dieser Superreichen sind zwar stinkreich, aber leider auch furzdumm.
Denn sie glaubten an Dinge wie Eigentumsgarantie, Rechtsstaatlichkeit und daran, daß man zwar in Russland einfach enteignet werden kann, aber doch nicht in zivilisierten, westlichen Staaten.
Geschickter waren schon die, die ihr Geld im sichersten Ort auf Erden für alle Arten von dunklen Geldflüssen investierten. In den USA natürlich.
(rm)