Bundesrätin Sommaruga und US-Sonderbeauftragter Kerry führten bilaterales Gespräch
Thema Klima-Industrie:
Bundesrätin Simonetta Sommaruga hat sich am 5. August 2021 mit John Kerry ausgetauscht, dem von US-Präsident Joe Biden ernannten Sonderbeauftragten für Klima. Im Zentrum des virtuellen Gesprächs stand der globale Klimaschutz. Für beide Länder ist ein internationaler Effort gegen die fortschreitende Klimaerwärmung elementar.
Der US-Sonderbeauftragte John Kerry und Bundesrätin Simonetta Sommaruga haben im bilateralen Gespräch die Bedeutung eines wirksamen Klimaschutzes betont.
Dazu brauche es eine gemeinsame Anstrengung von allen Staaten rund um den Globus so die beiden.
Sowohl die Schweiz als auch die USA engagieren sich auf internationaler Ebene für einen ambitionierten Klimaschutz. Wobei die USA vor allen Dingen ihre Wirtschaftsinteressen voran-stellen. Zum Beispiel, indem sie die Pipeline North stream 2 bekämpfen, damit sie ihr teureres (und umweltschädlicheres) Fracking-Gas in Europa verkaufen können.
Worte und Taten im Kontrast
John Kerry unterstrich im Kontrast zu derartigem Handeln der USA, daß insbesondere die G20-Länder mit ambitionierten Emissionsreduktionen vorangehen sollten. Er forderte ferner einen raschen Ausstieg aus Kohleenergie und daß diese klimaschädliche Energie nicht mehr finanziert wird. Auch die Schweiz setzt sich im Rahmen der internationalen Institutionen dafür ein, dass keine neuen Kohlekraftwerke mehr finanziert werden.
Kerry und Sommaruga wollen mehr Regulierung
Im Hinblick auf die in knapp 3 Monaten in Glasgow stattfindende COP26 waren sich der US-Sonderbeauftragte Kerry und Bundesrätin Sommaruga einig, daß es robuste Regeln für die Anrechenbarkeit für im Ausland erzielte Emissionsreduktionen braucht. Treibhausgasemissionen, die ein Land in einem anderen vermindert, sollen nicht in beiden Ländern angerechnet werden können, zudem soll auch die Umwelt nicht belastet werden.
Stärkere Einflußnahme der USA in sogenannten Entwicklungsländern
John Kerry informierte Bundesrätin Sommaruga darüber, daß die USA ihre finanzielle Unterstützung für die Klimapolitik der Entwicklungsländer massiv erhöhen wird.
Die stärkere wirtschaftliche Einflußnahme über die Klimaschiene wird offiziell so formuliert: „Beide waren sich einig, daß die finanzielle Unterstützung gestärkt werden muß, daß dafür aber die Geberbasis verbreitert werden muß: Auch wohlhabendere Schwellenländer müssen die ärmsten Ländern bei ihren Anstrengungen unterstützen.“