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Saturday November 25th 2017

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VSPB kritisiert Urteil

Gemäß einer Meldung in der heutigen Ausgabe von „20 Minuten“ hat das Bezirksgericht Zürich einen  Winterthurer Sozialpädagogen, der einen Polizisten aufs übelste beschimpft hatte und handgreiflich wurde, teilweise freigesprochen. Die unglaubliche Begründung: Die drohenden Äußerungen des Angeklagten seien zu wenig intensiv ausgefallen. Verbale Kraftausdrücke an einem Freitagabend an der Langstraße seien notorisch. „Was bitte, müssen wir uns im Dienst eigentlich alles gefallen lassen?“ fragt sich Heinz Buttauer, Präsident des Verbandes Schweizerischer Polizei-Beamter (VSPB).

VSPB-Präsident Heinz Buttauer anläßlich der Delegiertenversammlung 2010 in Luzern (Foto: Polizeibericht.ch)

„Solche Urteile sind ein Schlag ins Gesicht jedes Polizisten!“, so Heinz Buttauer, Präsident des Verbandes Schweizerischer Polizei-Beamter (VSPB). „Verbale Attacken und Übergriffe gegen die Polizei richten sich immer auch gegen den Staat. Es darf nicht sein, daß Delikte gegen Polizeibeamte bagatellisiert werden!“

Gewalt gegen Polizisten steigt alarmierend
Bereits seit mehreren Jahren nehmen verbale Attacken und Gewalt gegen die Polizei stark zu. Die Zahlen sind beunruhigend: 2009 wurden täglich zk. 6,5 Polizistinnen und Polizisten bei ihrer Arbeit Opfer von Gewalt und Drohungen, Tendenz stark steigend! „Solche Urteile animieren geradezu zu Ausfälligkeiten, weil erfahrene Polizisten das akzeptieren müssen – dagegen wehren wir uns entschieden!“ sagt Buttauer und meint weiter „schließlich setzen sich tagtäglich rund 16’000 Polizistinnen und Polizisten dafür ein, daß sich die Einwohner sicher und beschützt fühlen können. Wir hoffen, daß die Staatsanwaltschaft des Kantons Zürich das Urteil weiter zieht, und das Obergericht es entsprechend korrigiert!“.

(Quelle: Polizeibericht.ch)