| Die Schweizer Zeitung
Wednesday November 22nd 2017

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Vogelgrippe-Fälle am Bodensee

Vogelgrippe in der Schweiz (Bild: toter Vogel gefunden im Domleschg am Schauenberg in Summaprada)

Vogelgrippe in der Schweiz (Bild: toter Vogel gefunden im Domleschg am Schauenberg in Summaprada)

In den letzten Tagen sind am Bodensee tote Wildvögel aufgefunden worden. Todesursache war gemäß den bisherigen Laborbefunden ein Vogelgrippe-Virus.

Die Schweiz, Deutschland und Österreich treffen in Kürze koordinierte Maßnahmen, um die weitere Verbreitung des Virus zu verhindern.

Seit vergangenem Freitag werden rund um den Bodensee verendete Wildvögel gemeldet. Es handelt sich dabei in erster Linie um Reiherenten. Endgültige Ergebnisse zur Todesursache stehen noch aus, aber alle bereits durchgeführten Untersuchungen weisen auf die Vogelgrippe (aviäre Influenza) hin. Konkret dürfte es sich um den Subtyp H5N8 handeln.

Da die toten Tiere sowohl auf Schweizer wie auch auf deutschem und österreichischem Gebiet gefunden wurden, stehen die zuständigen Behörden der drei Länder in engem Kontakt. Nach Vorliegen der definitiven Laborresultate sollen am Donnerstag gegenseitig abgesprochene Entscheide für Massnahmen fallen.

Zu denken ist beispielsweise an Schutzzonen rund um den Bodensee sowie verstärkte Kontrollen. Personen, welche auf Kadaver stoßen, sind vorsichtshalber gebeten, diese nicht zu berühren und sich an eine Polizeistelle oder Wildhüter zu wenden.

Bislang keine Menschen angesteckt

Bislang gibt es keine Hinweise darauf, daß die Vogelgrippe vom Subtyp H5N8 auf Menschen übertragen wird.

Sobald neue Erkenntnisse bzw. Beschlüsse für Maßnahmen vorliegen, wird das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) die Öffentlichkeit wieder informieren.