Vermessung von fünf Weltraum-Blitzen +++ Zusammenarbeit von Schweiz – China – Polen

Während die EU noch heftig streitet, ob man überhaupt mit China zusammenarbeiten darf, gibt es zwischen der Schweiz und China nicht nur ein Freihandelsabkommen sondern auch wissenschaftliche Zusammenarbeit:

Ein am PSI (Paul Scherrer-Institut) entwickelter Detektor namens POLAR hat vom Weltall aus Daten gesammelt. Im September 2016 war das Gerät an Bord der jüngsten chinesischen Raumstation in den Orbit der Erde befördert worden. Von dort hat POLAR sogenannte Gammablitze, die in großer Ferne im Universum aufblitzen, aufgenommen.

Gammablitze sind Ausbrüche extrem energiereichen Lichtes, die jedoch Forscher noch immer ein großes Rätsel sind.

Senden Schwarze Löcher Gammablitze?

Unter anderem ist nicht geklärt, was ihr Ursprung ist; womöglich werden die Lichtblitze bei der Entstehung Schwarzer Löcher ausgesandt.

Um Gammablitze besser zu verstehen, vermaß POLAR eine bestimmte Eigenschaft ihres Lichtes: die sogenannte Polarisation.

Den Forschern gelang die Aufnahme von mehreren dutzend Gammablitzen, von denen sie nun fünf genau ausgewertet haben.

Dabei zeigte sich:

Das Licht der Gammablitze hat einen niedrigen Polarisationsgrad.

Demnach können nun diejenigen Theorien zu Gammablitzen, die von einem hohen Polarisationsgrad ausgehen, als weniger wahrscheinlich gelten.

POLAR wurde gemeinsam mit Forschern der Universität Genf sowie mit Wissenschaftlern in China und Polen realisiert.

Ihre Auswertung der fünf Gammablitze veröffentlichten die Forscher nun in der Fachzeitschrift namens „Nature Astronomy“.