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Monday November 20th 2017

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Über 3‘200 Unterschriften gegen das Tram Erlenmatt eingereicht

Über 3‘200 Unterschriften gegen das Tram Erlenmatt

Über 3‘200 Unterschriften gegen das Tram Erlenmatt

Das überparteiliche Referendumskomitee „NEIN zum Tram Erlenmatt!“ hat heute über 3‘200 Unterschriften gegen das 68 Millionen Franken teure Projekt einer 1.2 km-Tramlinie eingereicht. Damit kann die Stimmbevölkerung entscheiden, ob dieses Vorhaben, welches aus Kosten-Nutzen-Sicht nicht sinnvoll ist, realisiert werden soll.

Nach der Beschlußannahme des Großen Rates betreffend „Verkehrsdrehscheibe Badischer Bahnhof – Tram Erlenmatt und Vorplatz Badischer Bahnhof“ haben die bürgerlichen Parteien CVP, FDP, LDP und SVP gemeinsam beschloßen das Referendum zu ergreifen und sich im Komitee „NEIN zum Tram Erlenmatt!“ zusammenzuschließen. Diesem ist es innert kürzester Zeit gelungen über 3‘200 Unterschriften zu sammeln und diese heute im Rathaus zu übergeben.

Somit wird der Stimmbevölkerung ermöglicht zu entscheiden, ob ein Tramausbau (Tram Erlenmatt) in diesem Bereich sinnvoll ist und ob die dadurch entstehenden Kosten von 68 Millionen Franken für lediglich 1.2 km Tramlinie investiert werden sollen.

Aus Sicht des Komitees stehen die besagten ausserordentlich hohen Kosten für die Realisierung einer Tramverbindung Badischer Bahnhof – Riehenring in keinem Verhältnis zu einem vernünftigen Angebotsausbau im Öffentlichen Verkehr. Die Kostendeckung des Trams Erlenmatt würde lediglich 11% ohne und maximal 17% mit Schoppping Zentrum betragen, was im Vergleich zum 60%-Kostenertrag über das gesamte BVB-Liniennetz betriebswirtschaftlich unsinnig ist. Die Erschließung des Erlenmattquartiers kann problemlos mit Bussen wesentlich kostengünstiger gewährleistet werden. Diese niedrige Rentabilität steht auch in klarem Widerspruch zur Vorgabe im neuen ÖV-Gesetz, denn dieses verlangt die Berücksichtigung der Wirtschaftlichkeit bei der Planung einer neuen Tramlinie.

Das Referendumskomitee erachtet daher diese Luxuslösung beim Tramausbau auf besagtem kurzem Teilstück für absolut falsch, zumal das Erlenmattquartier schon heute sehr gut an den ÖV angeschloßen ist. Das Tram Erlenmatt würde im Übrigen keine neuen Haltestellen mit sich bringen. Es ist gleichzeitig unbestritten, daß ein Bus aus betrieblichen Gründen dort eingesetzt werden muß, wo die Kosten für eine Tramverbindung unverhältnismäßig hoch sind und die Fahrgastfrequenzen mit einem Bus abgedeckt werden können. Gemäß den BVB sind die Busse auf dem Abschnitt Mattenstraße-Erlenmatt durchschnittlich mit lediglich 15 Fahrgästen besetzt, die jetzige Busverbindung für besagte Strecke ist also adäquat und richtig.