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Friday November 24th 2017

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Trotz Wirtschaftskrise: Einwanderung aus EU steigt sogar noch um 3,1 Prozent

Schengen und Freizügigkeit lassen grüßen:

Ende August 2010 lebten insgesamt 1’702’446 Ausländer in der Schweiz. Die meisten in der Schweiz lebenden Ausländer stammen aus den EU-27/EFTA-Staaten (1’085’833).

Der Einwanderungstrend hält trotz Wirtschaftskrise an: Besonders EU-Ausländer nutzen die Personenfreizügigkeit

Bei den EU-27/EFTA-Staatsangehörigen stieg der Bestand um 3.1 Prozent an. Das ist eine geringere Zunahme als in der vorgehenden Vergleichsperiode, als die Zunahme 4.6 Prozent betrug.

Die Zahl der Personen aus den übrigen Ländern betrug Ende August 2010 616’613 Personen und hat gegenüber dem Vorjahr um 0.4 Prozent zugenommen.

Am stärksten angestiegen ist in der Periode vom 1. September 2009 bis 30. August 2010 die Zahl der Staatsangehörigen aus Kosovo (+ 34’750), Deutschland (+ 13’262), Portugal (+ 7’548), Frankreich (+ 4’458) und Eritrea (+ 2’228). Die Zunahme der kosovarischen Staatsangehörigen ist primär darauf zurückzuführen, daß Kosovo seit dem 17. Februar 2008 ein unabhängiger Staat ist und sich in der Folge viele in der Schweiz ansäßige Kosovaren neu unter der kosovarischen Staatsbürgerschaft eintragen ließen (ehemals serbische Staatsangehörige).

Die Bevölkerungszahl von Staatsangehörigen aus Serbien (- 38’520), Bosnien-Herzegowina (- 1’632), Kroatien (- 1’279), Sri Lanka (- 1’274), und Italien (- 1’068) ist hingegen rückläufig. Dies entspricht dem Trend der letzten Jahre. Der Rückgang der serbischen Staatsangehörigen ist primär darauf zurückzuführen, daß Kosovo seit dem 17. Februar 2008 ein unabhängiger Staat ist und sich in der Folge viele in der Schweiz ansäßige Kosovaren neu unter der kosovarischen Staatsbürgerschaft eintragen ließen (ehemals serbische Staatsangehörige).