Wahlen Thurgau: BDP-Verluste und Hermann Lei Hauptthemen

Resultat der Wahlen im Thurgau vom heutigen 10. April:

Die Resulatate der Wahlen im Thurgau sind bekannt

Die Resulatate der Wahlen im Thurgau sind bekannt

Die SVP geht gestärkt aus den Wahlen hervor.

Während alle anderen großen Parteien wie FDP, CVP und SP zwischen 10 und 15 Prozent liegen, hat die SVP weit über 30 Prozent Stimmenanteil.

SVP, FDP und GLP haben bei den Thurgauer Großratswahlen Sitze dazu-gewonnen.

Die GLP gewann trotz Wählerverlusten einen Sitz.

Verloren haben hingegen CVP, SP, EDU und BDP.

Die EDU verlor hierbei trotz gleichbleibendem Wähleranteil einen Sitz.

Kleinparteien können sich konsolidieren: Ausnahme BDP Thurgau

Kleinparteien können sich gut konsolidieren. Die Grünen halten Sitzzahl. Gar ein Mandat zulegen kann die GLP trotz weniger Wähleranteil wegen dem Proporzwahl-System im Thurgau.

Die EVP und die EDU können ihren Wähleranteil halten. Die EVP mit leichtem Zuwachs, die EDU bei gleich bleibendem Stimmenanteil. Letzere büßt dabei einen Sitz ein.

Widmer-Schlumpf-Partei verliert massiv

Die BDP Thurgau verliert mehr als ein Drittel ihrer Wählerschaft.

Bei den Kantonsratswahlen im Nachbarkanton St. Gallen war die BDP völlig aus dem Kantonsparlament rausgeflogen.

Die BDP hat in den beiden größten Ostschweizer Kantonen 4 ihrer bisherigen 7 Kantonsratssitze eingebüßt.

Wähler stärken Hermann Lei

Wahlen Thurgau 2016: Hermann Lei (SVP) kann sich freuen; Die Wähler haben dem einzigen thurgauer Kantonsrat mit schweizweiter Ausstrahlung den Rücken gestärkt.

Wahlen Thurgau 2016: Hermann Lei (SVP) kann sich freuen; Die Wähler haben dem einzigen thurgauer Kantonsrat mit schweizweiter Ausstrahlung den Rücken gestärkt.

Lei, der durch seinen Einsatz gegen Mauscheleien mehrfach schweizweite Schlagzeilen bekam, wurde durch die Wähler gestärkt.

Er verbesserte sich auf den sechsten Platz von elf Gewählten der SVP-Liste.

Hermann Lei wurde unter anderem bekannt durch das Aufdecken der illegalen Aktien- und Devisenspekulationen des im Anschluß zurückgetretenen SNB-Chefs Philipp Hildebrand, einem früherem EU-Politologen und Hedgefondsverwalter.

Auch durch seinen Einsatz für gute Integration und gegen Extremismus machte er sich einen Namen. So setzte er sich immer wieder gegen importierten religiösen Extremismus ein.

Zuletzt kam er abermals in die Schlagzeilen durch einen Angriff des umstrittenen Anwalts David Gibor. Die NZZ etwa schrieb hinsichtlich Gibors Vorgehen gegen Lei von einem „bizzarrem“ Rechtsstreit, das St. Galler Tagblatt von „Skurrilität(en)“. Gibors Anwalt Daniel Kettiger  mußte schließlich für den angezettelten Streit schließlich fast 10.000 Franken zahlen.

Lei ist nicht zuletzt aufgrund zahlreicher, z. T. massiver Medienattacken linksorientierter oder linksaußenstehender Journalisten (Carlos Hanimann, WOZ) der einzige thurgauische Großrat mit einer schweizweiten Bekanntheit.

Offenbar haben die Medienattacken und Verleumdungen (eine linke Zeitung, die Tageswoche mußte sogar 5.000 Franken zahlen und eine Richtigstellung veröffentlichtlichen) nicht geschadet, sondern die Wähler wissen seinen Einsatz zu schätzen.

Zusammenfassung Resultate Wahlen Thurgau 2016

Die neue Sitzverteilung im Thurgauer Grossen Rat sieht gegenüber dem Ergebnis im Jahr 2012 wie folgt aus: SVP 44 Sitze (plus 3), FDP 20 Sitze (plus 2), CVP 20 Sitze (minus 1), SP 17 Sitze (minus 2), Grüne 9 (wie bisher), GLP 7 (plus 1), EDU 5 (minus 1), EVP 5 (wie bisher) und BDP 3 (minus 2).

Die Wahlbeteiligung liegt bei 30,4 Prozent (2012: 30,8 Prozent).

Wahlen im Thurgau

Wahlen im Thurgau

Die schweizerische Nationalbank: Vom goldenen zum europäischen Zeitalter

Großrat Hermann Lei jun.: Zum Glück gibt es noch Politiker, welche die Sachlage nüchtern beurteilen können

Die 27 Länder der europäischen Union sind im Jahre 2010, konsolidiert betrachtet, bankrott. Ihre Verschuldung wird nach etablierten Berechnungsmethoden nie mehr zu bewältigen sein, sondern dürfte nur noch über eine Inflation, d.h. einer fortlaufenden Geld- und somit Schuldenentwertung, “gelöst“ und einigermaßen verwaltet werden können.

Genau diesen Weg hat die EU deutlicher denn je eingeschlagen, seit ihrem Beschluß über ein Rettungspaket von 750 Milliarden Euro. Alle wissen das, selbst wenn es öffentlich geleugnet wird.

Wasser bis zum Hals – und über dem Kopf

Klar ist auch, dass mindestens Griechenland und die anderen PIIGS-Länder (Portugal, Italien, Irland, Griechenland und Spanien) nicht oder kaum in der Lage sind, ihren Beitrag zum Rettungspaket netto zu leisten, da ihre eigenen Probleme Überhand genommen haben und ihnen das Wasser nicht nur bis zum Hals, sondern meterhoch über dem Kopf steht.

Doch nur das zweitjüngste und -ärmste Mitglied der Euro-Zone, die Slowakei, spricht dank einer konservativen Mehrheit Klartext:

Es lehnte vor kurzem als erstes Land der EU milliardenhohe Bürgschaften und direkte bilaterale Darlehen an die erwähnten Schweine-Länder ab. Euroland ist also abgebrannt, eine wertlose Währung steht vor dem Zerfall und kein Land in Europa ist gewillt und fähig, das zu verhindern.

Die schweizerische Nationalbank – der neuzeitliche Asterix

Ganz Europa? Nein, ein kleines helvetisches Land leistet Widerstand gegen den Zerfall des europäischen Imperiums, dessen Teil es zwar nicht ist, dessen Zentralbank aber gerne tragende Säule im krachenden Euro-Gebälk spielt. Die schweizerische Nationalbank sah sich nämlich während Monaten verpflichtet, den Euro und seinen politischen Hintergrund von außen zu „retten“, was unmöglich ist.

In einer historisch beispiellosen Stützungsaktion kaufte sie zu diesem Zweck in den letzten 7 Monaten Euros für über 100 Milliarden Schweizer Franken – und zerstörte damit ihre Bilanz. Und das hat, bei Analyse der Ursachen, natürlich weniger mit Asterix zu tun, als viel mehr mit einem offensichtlich linkslastigen SNB-Bankrat und einem Präsidenten, welcher als ehemaliger Hedgefonds-Verwalter vielleicht auch das Spekulieren nicht ganz lassen kann.

Gold raus, Euro rein

Sind diese Stützungskäufe also politisch bedingte, versteckte „Tributzahlungen“ an die EU? Erkauft sich der Nationalbankpräsident damit höhere – internationale – Weihen? Wir wissen es nicht, beides ist möglich. Sicher ist nur: Das Verhältnis der fünf größten Devisenpositionen der SNB (inkl. Gold, gerechnet mit einem Durchschnittskurs von Fr. 29’000.- / Kg.) hat sich zwischen Juli 2000 und Juli 2010 ins destabilisierende Gegenteil verkehrt.

Sicherte im Juli 2000 also eine langfristig inflationsresistente Position von 2’600 Tonnen Gold die Schweizer Währung, so übernimmt im 2010 ein Haufen von 120 Milliarden Papier-Euro diese Funktion (und dies ergibt, nur um die Dimensionen einmal deutlich zu machen, einen Anteil im Gegenwert von Fr. 20’000 pro Schweizer Einwohner).

Und in anderen Worten: Der Gold-Anteil sank in den letzten 10 Jahren im erwähnten Verhältnis von 63 auf 12 Prozent, der Euro-Anteil stieg von 18 auf 63 Prozent. Und dies obwohl das gelbe Edelmetall sich historisch und auch in der aktuellen Finanzkrise erwiesenermassen als sicherer Hafen bewährte, und das im Vergleich zu allen Währungen, und im Speziellen zur im Eiltempo zerfallenden grosseuropäischen Einheitsvaluta.

Natürlich konnte sich die Nationalbank ihrer internationalen Verantwortung in Folge der Finanzkrise jedoch nicht ganz entziehen, und mußte so auch im Jahre 2010 ihren Anteil an der Euro-Rettung leisten.

Dagegen ist ebenso wenig einzuwenden, wie gegen eine vernünftige Währungspolitik im Sinne der Schweizer Exportindustrie. Sich als SNB im Jahre 2010 aber in keinem Verhältnis zur Größe unseres Landes und gegen den erklärten Volkswillen so für ein primär politisches finanziell zu exponieren und sich mit schweizerischer Zuverlässigkeit den falschen internationalen Ideen zu widmen, ist nicht nur fahrlässig sondern schlicht verantwortungslos. Die Nationalbank hat damit ihre jahrzehntelange Glaubwürdigkeit aufs Spiel gesetzt, und nachhaltig verloren. Sie ist heute praktisch handlungsunfähig.

SNB im Bett mit der classe politique – höhere Zinsen als Nachwuchs?

Sollte der Euro aktuell noch weiter sinken und sich in Regionen von Fr. 1.20 pro Einheit begeben, sind die Verluste für die Nationalbank auf ihrer Devisenposition voraussichtlich im zweistelligen Milliardenbereich.

Dann werden nicht nur die Zahlungen an die Kantone ausfallen, nein, dann wird vielleicht sogar in wenigen Quartalen eine bis heute nicht vorstellbare Kapitalerhöhung fällig. Zudem wird (und hier schließt sich der unheilige Kreis mit der EU) der Franken bei diesem Kursniveau noch mehr massiv geflutet werden, um ihn parallel zu dem bezüglich der Geldmenge heute schon ausufernden Euro ebenfalls an Wert verlieren zu lassen. Dies wiederum wird höhere Zinsen zur Folge haben, mit welchen die aufkommende Inflation bekämpft werden muß.

Und diese Zeche werden die Schweizer Bürger (und niemand anders!) zu zahlen haben, obwohl sie immer richtig abstimmten, richtig wählten und wirtschaftlich nichts falsch machten. Allein dem politischen “Entgegenkommen gegenüber der EU“ unserer Classe Politique, mit der SNB im Schlepptau (bzw. im öffentlich-ehelichen Doppelbett), ist es anzulasten, sollte dieses schlechte, aktuell leider nicht ganz von der Hand zu weisende Szenario eintreten.

EU-philie der Eliten

Es gilt zu erkennen: Das Verhalten der überwiegend linken helvetischen Entscheidungsträger erinnert zusehends an die Vorkommnisse in der sozialistisch geprägten europäischen Union. Auch dort zählt der Bürger nichts und die Institutionen alles und zweitere bestimmen, während erstere bezahlen. Problematisch sind nicht die Spekulanten, welche überwiegend Fehlbewertungen aufdecken, sondern die Vertreter in Brüssel, Frankfurt und den Chefetagen unserer nationalen Politik und Bank.

Letztere verschleuderten unser Gold und finanzieren damit Europa (obwohl sie dessen Untergang damit nur hinausschieben, aber nicht verhindern können). Für die eingegangenen Risiken haften schlußendlich nicht sie, sondern das Volk, welches laufend für die EUphilie seiner Eliten aufkommen muss. Um diese Mißstände zu beseitigen sollten wir deshalb spätestens im Herbst 2011 noch mehr als bisher die rechten und richtigen bestellen.

Hermann Lei, Rechtsanwalt und SVP-Kantonsrat

Hermann Lei Präsident der Einbürgerungskommission Frauenfeld

Der Frauenfelder Gemeinderat hat Kantonsrat Lei, der sich in der Vergangenheit einen Namen in punkto Migrationsfragen gemacht hatte, in ein neues Amt gewählt.

SVP-Großrat Hermann Lei ist zum Präsident der Einbürgerungskommission Frauenfeld gewählt worden. Dies stieß jedoch inbesondere bei der Linken auf Mißbilligung, daher war das Ergebnis knapp.

Hermann Lei

Denn Lei hatte sich in der Vergangenheit dafür eingesetzt, daß ein gewisses Mindestmaß an Integration bei einer Einbürgerung gegeben sein muß. Zudem hat er sich auch inbesondere durch großes Fachwissen und Kompetenz in Ausländerfragen hervorgetan.

Er setzt sich zwar für eine wohlwollende Prüfung jedes Einbürgerungsgesuches auf den aktuellen gesetzlichen Grundlagen ein, ist aber eben auch bekannt dafür, daß er sich hinsichtlich nicht-tragbaren Einbürgerungsgesuchen für dessen Ablehnung einsetzt.

Großrat Hermann Lei hat sich daher für sachgerechtes Vorgehen bei Einbürgerungen ausgesprochen und sich auch gegen nicht-tragbare Einbürgerungen gewehrt. Dies brachte ihm Kritik der Linken ein, welche generell für ein möglichst großzügiges Verfahren bei Einbürgerungsgesuchen steht.

Lei selbst schreibt auf seinem Blog allerdings, daß er sich für eine „wohlwollende Prüfung“ jeden Einbürgerungsgesuches stark machen wird. Die Skepsis der Linken scheint daher wohl unbegründet.

Letzte Woche wurde ich zum Präsidenten der Einbürgerungskommission Frauenfeld gewählt. Ich bin mir der Verantwortung gegenüber den Bürgern bewußt und werde dafür Sorge tragen, daß jedes Gesuch wohlwollend aber an den Maßstäben des geltenden Rechts geprüft werden wird. Gefälligkeitseinbürgerungen darf es nicht geben. Es muß eine Grundintegration vorhanden sein. Dazu gehört etwa, daß die Gesetze der Schweiz respektiert werden und daß die Sprache des Kantons (Deutsch) beherrscht wird. Ich danke den Personen, die mich gewählt haben für das Vertrauen.