Industrieorientierung der armasuisse

Die armasuisse führte die Industrieorientierung in Bern durch. (Symbolbild)

Die armasuisse führte die Industrieorientierung in Bern durch. (Symbolbild)

Die diesjährige von armasuisse durchgeführte Industrieorientierung fand am 5. November 2015 in Bern statt. «Sicherheit in einer vernetzten Welt» – zu diesem Titel referierten verschiedene Exponenten aus Verwaltung und Wirtschaft. Prof. Dr. Gabi Dreo Rodosek von der Universität der Bundeswehr in München wurde als Gastreferentin eingeladen. Mit über 200 Vertreterinnen und Vertreter der Schweizer Industrie und dem VBS stiess die Veranstaltung einmal mehr auf grosses Interesse.

Am 5. November 2015 fand in der Mannschaftskaserne in Bern die traditionelle Industrieorientierung der armasuisse statt. Passend zum Titel der Veranstaltung «Sicherheit in einer vernetzten Welt» referierten Martin Sonderegger, Rüstungschef, Korpskommandant André Blattmann, Chef der Armee und Dr. Markus Seiler, Direktor des Nachrichtendienstes des Bundes.

Die Referenten beleuchteten das Thema Sicherheit aus unterschiedlichen Blickwinkeln: Martin Sonderegger fokussierte auf die fortlaufenden Konsolidierungsprozesse in der Rüstungsindustrie. Korpskommandant André Blattmann stellte Sicherheit als Gesamtsystem dar und zeigte die Rolle der Schweizer Armee von heute und morgen auf. Dr. Markus Seiler referierte zum Thema «Was bedroht die Schweiz 2015/2016?» und ging konkret auf die sicherheitspolitische Lage der Schweiz ein.

Der Nachmittag wird jeweils von der Schweizerischen Gesellschaft Technik und Armee (STA) bestritten. Programm-Schwerpunkt war die Podiumsdiskussion mit namhaften Persönlichkeiten aus der Lehre, Verwaltung und Wirtschaft. Nebst dem Rüstungschef diskutierten Prof. Dr. Gabi Dreo Rodosek, Lehrstuhlinhaberin für Kommunikationssysteme und Netzsicherheit an der Universität der Bundeswehr München, André Duvillard, Delegierter Sicherheitsverbund Schweiz (SVS), Divisionär Hans-Peter Walser, in Vertretung des Chefs der Armee, und Dr. Fritz Gantert, Präsident STA, über die aktuelle Bedrohungslage der Schweiz und stellten sich den kritischen Fragen aus dem Plenum.

Einsatzübung für Radioaktivitätsspezialisten im VBS

Auf dem Militärflugplatz Locarno trainieren sie die Abläufe für einen Ereignisfall. (Symbolbild)

Auf dem Militärflugplatz Locarno trainieren sie die Abläufe für einen Ereignisfall. (Symbolbild)

Radioaktivitätsfachleute des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz BABS sowie der Armee sind heute Morgen zu einer Einsatzübung aufgeboten worden. Auf dem Militärflugplatz Locarno trainieren sie die Abläufe für einen Ereignisfall.

Das Eidg. Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport VBS verfügt über eine Einsatzequipe im Bereich Radioaktivität (A-EEVBS). Es handelt sich um ein Team von Spezialisten, welches bei ausserordentlichen Ereignissen mit radioaktiven Stoffen notfallmässig eingesetzt werden kann. Gebildet wird die A-EEVBS aus den Spezialisten des LABOR SPIEZ im Bundesamt für Bevölkerungsschutz BABS sowie des Kompetenzzentrums ABC-KAMIR im Führungsstab der Armee.

Im Rahmen der heutigen Übung werden die Abläufe für den Einsatz der A-EEVBS umfassend und realitätsnah geübt und überprüft. Die Einsatzübung umfasst die Alarmierung der A-EEVBS durch die Nationale Alarmzentrale NAZ, die rasche Bereitstellung von Team und Material der A-EEVBS, die Verschiebung der A-EEVBS mit Lufttransportmitteln der Armee, den eigentlichen Übungseinsatz der A-EEVBS auf dem supponierten Schadenplatz sowie den Transport der vor Ort erhobenen Proben in das zuständige LABOR SPIEZ. Die Einsatzübung dauert bis heute Mittag, am Nachmittag finden bereits erste Übungsbesprechungen sowie Aufräumarbeiten statt.

In einer zweiten Übungsphase wird die Bearbeitung der erhobenen Proben gemäss definierten Prozessen geübt und überprüft: Das nukleare forensische Labor im LABOR SPIEZ hat den Auftrag, die Proben innerhalb von 72 Stunden umfassend zu analysieren und die Ergebnisse in einem Bericht zu dokumentieren.

Die Übung findet mit Unterstützung der Luftwaffe, der Militärpolizei, des Nachrichtendienstes des Bundes NDB sowie der Bundeskriminalpolizei BKP im Bundesamt für Polizei fedpol statt. Anwesend ist auch ein Beobachter des forensischen Instituts Zürich. Die generelle Sicherheit und die Einhaltung der gesetzlichen Strahlenschutzbestimmungen sind für die Übungsteilnehmer wie für die Öffentlichkeit jederzeit gewährleistet.

Armee beendet Einsatz im Kanton Waadt

VBS - Armee beendet Einsatz im Kanton Waadt. Trinkstelle für die Kühe vom Militär. (Symbolbild)

VBS – Armee beendet Einsatz im Kanton Waadt. Trinkstelle für die Kühe vom Militär. (Symbolbild)

Die Armee hat den Katastrophenhilfe-Einsatz im Waadtländer Jura und den Waadtländer Voralpen abgeschlossen. Zwischen dem 20. Juli und dem 19. August 2015 wurden acht militärische Wasserbecken aufgebaut und auch zahlreiche zivile Wasserstellen versorgt. Insgesamt hat die Luftwaffe zur Versorgung von Nutztieren 1840 Tonnen Wasser geliefert.