Neues Mitglied und Erneuerungswahlen in den Bankrat SNB

Neues Mitglied und Erneuerungswahlen in den Bankrat SNB. (Symbolbild)

Neues Mitglied und Erneuerungswahlen in den Bankrat SNB. (Symbolbild)

Der Bundesrat hat an seiner heutigen Sitzung den Tessiner Regierungsrat und Finanzvorsteher Christian Vitta zum neuen Mitglied des Bankrats der Schweizerischen Nationalbank (SNB) gewählt. Christian Vitta wird Nachfolger von Alfredo Gysi, der per Ende April 2016 zurücktritt. Die Ernennung erfolgt gleichzeitig mit der Wiederwahl des Präsidiums und der durch den Bundesrat zu wählenden Bankrats-Mitglieder.

Christian Vitta tritt sein Amt mit dem Beginn der neuen Amtsperiode des SNB-Bankrats am 1. Mai 2016 an. Das neue Bankrats-Mitglied ist seit April 2015 Regierungsrat und Vorsteher des Finanz- und Wirtschaftsdepartements des Kantons Tessin. Christian Vitta schloss sein Studium der Wirtschaftswissenschaften 2001 mit der Promotion zum Dr. rer. pol. ab. Beruflich war er zuletzt tätig als Direktor und Partner in einem Revisions- und Beratungsunternehmen. In der Politik war Christian Vitta von 1996 bis 2000 Mitglied des Grossen Gemeinderats und danach bis April 2015 Gemeindepräsident von S. Antonino. Ab 2001 war er zudem im Kantonsparlament aktiv, wo er 2007 die Leitung der FDP-Fraktion übernahm.

Die Wahl von Christian Vitta erfolgt aufgrund seiner beruflichen Erfahrung und fachlichen Fähigkeiten. Als Finanzvorsteher des Kantons Tessin und aufgrund seiner Ausbildung verfügt er über die notwendigen wirtschafts- und finanzpolitischen Kenntnisse. Als Vertreter der Politik verfügt Christian Vitta zudem über ausgewiesene Kenntnisse und breite Erfahrung in der Finanz- und Wirtschaftspolitik des Bundes. Mit der Wahl trägt der Bundesrat auch der angemessenen Vertretung der Landesgegenden und Sprachregionen im Bankrat Rechnung.

Erneuerungswahlen

Weiter hat der Bundesrat Jean Studer (Neuenburg) für die Zeit bis zum 30. April 2019 als Präsident des Bankrats wiedergewählt. Für Mitglieder des SNB-Bankrats besteht eine Amtszeitbeschränkung von 12 Jahren. Jean Studer beendet sein 12. Amtsjahr im April 2019, also vor Ablauf der Amtsperiode. Unter Vorbehalt seiner Wiederwahl zum Mitglied des Bankrats durch die Generalversammlung der SNB wurde zudem Olivier Steimer als Vizepräsident für die Amtsperiode 2016-2020 wiedergewählt.

Für die neue Amtsperiode 2016-2020 wiedergewählt wurden die folgenden Mitglieder des Bankrats:

– Ernst Stocker, Regierungspräsident und Vorsteher der Finanzdirektion des Kantons Zürich.

– Christoph Lengwiler, Professor und Leiter des Instituts für Finanzdienstleistungen Zug (IFZ) der Hochschule Luzern

– Shelby du Pasquier, Rechtsanwalt, Partner bei Lenz & Staehelin Genf

– Barbara Janom Steiner, Regierungsrätin und Vorsteherin des Departements für Finanzen und Gemeinden des Kantons Graubünden.

Der Bankrat der SNB setzt sich zusammen aus elf Mitgliedern, von welchen sechs durch den Bundesrat und fünf durch die Generalversammlung der SNB gewählt werden.

Bundeskanzlerin Corina Casanova kandidiert nicht für dritte Amtszeit

Bundeskanzlerin Corina Casanova kandidiert nicht für dritte Amtszeit

Bundeskanzlerin Corina Casanova kandidiert nicht für dritte Amtszeit

Bundeskanzlerin Corina Casanova kandidiert nicht für dritte Amtszeit

Bern, 29.06.2015 – Bundeskanzlerin Corina Casanova (CVP) hat den Präsidenten des Nationalrats heute informiert, dass sie sich bei den Erneuerungswahlen am 9. Dezember 2015 nicht für eine dritte Amtszeit als Bundeskanzlerin der Schweizerischen Eidgenossenschaft zur Verfügung stellt. Corina Casanova wurde im Dezember 2007 von der Vereinigten Bundesversammlung zur Bundeskanzlerin gewählt und hat ihr Amt am 1. Januar 2008 angetreten. Unter ihrer Leitung hat die Bundeskanzlei bedeutende Reformen durchgeführt, um die Regierung in ihren Tätigkeiten wirksam zu unterstützen. Auch die Digitalisierung von staatlichen Leistungen wurde in ihrer Amtszeit wesentlich ausgebaut.

Unter der Führung der Bundeskanzlerin der Schweizerischen Eidgenossenschaft, Corina Casanova, hat sich die Bundeskanzlei in den vergangenen Jahren erheblich entwickelt. Zu Gunsten einer Stärkung der Regierungsführung wurden ihr vom Parlament zusätzliche Aufgaben anvertraut, etwa der Aufbau eines Präsidialdienstes zur Beratung und Unterstützung der Bundespräsidentin oder des Bundespräsidenten, der Ausbau des Controllings der Geschäfte des Bundesrates sowie eine kontinuierliche Lage- und Umfeldanalyse zu Handen des Bundesrates.

Wichtige Schritte sind ferner auf dem Gebiet der Digitalisierung von staatlichen Dienstleistungen erfolgt. Dazu gehört u.a. die Entwicklung von Vote électronique und die Ausdehnung der elektronischen Stimmabgabe bei Abstimmungen und Wahlen auf immer mehr Kantone. Als Stabsstelle des Bundesrates ist die Bundeskanzlei für eine effiziente Abwicklung der Regierungsgeschäfte besorgt. Seit 2012 laufen alle Bundesratsgeschäfte der Departemente und der Bundeskanzlei elektronisch ab. Als Folgeauftrag leitet die Bundeskanzlei ein weiteres Digitalisierungsprojekt mit dem Ziel, die gesamte Bundesverwaltung mit einem elektronischen Geschäftsverwaltungssystem auszustatten. Im Weiteren wurde das Publikationsgesetz revidiert, das den Übergang zum Primat der elektronischen Fassung des Bundesrechts mit sich bringt.

Vor ihrer Wahl zur Bundeskanzlerin ernannte der Bundesrat Corina Casanova zur Vizekanzlerin. Davor arbeitete sie als stellvertretende Generalsekretärin im Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA, als persönliche Mitarbeiterin von Bundesrat Joseph Deiss und bei den Parlamentsdiensten.

Zwischen 1986 und 1990 war Corina Casanova als Delegierte des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) in Afrika und Lateinamerika im Einsatz. Sie stammt aus dem rätoromanischen Teil Graubündens und ist Rechtsanwältin.

Für ihr Engagement für die rätoromanische Sprache und eine viersprachige Schweiz erhielt Corina Casanova 2013 den Preis für die Zwei- und Mehrsprachigkeit vom Forum für die Zweisprachigkeit und 2015 den Premi SRG.R von der SRG SSR Svizra Rumantscha für ihr Engagement zu Gunsten des Rumantsch und des Quadrilinguismus in der Schweiz.

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