WEKO büßt Straßenbaukartell von Graubünden mit 11 Millionen Franken

Baufirmen haben sich im Kanton Graubünden jahrelang über Straßenbauarbeiten abgesprochen.

Und massiv bereichert.

Und so die öffentliche Hand (also die Steuerzahler) wie Gemeinden aber auch die den Einwohnern von Graubünden gehörende Rhätische Bahn auf kriminelle Art und Weise um viel Geld gebracht.

Sie legten die Offertpreise in gemeinsamen Absprachen fest und wer den Zuschlag erhalten soll. 

DAs größte Baukartell der Schweiz wurde später aufgedeckt.

Die WEKO büßte die Unternehmen für diese unzulässigen Submissionsabreden mit rund CHF 11 Mio.

Politik Graubündens tief in kriminelle Machenschaften verstrickt

Auch Politiker spielten zweifelhafte Doppelrollen wie Stefan Engler, welcher zeitweise bei der kantonalen Rhätischen Bahn und dann bei der in die kriminellen Bauabsprachen involvierte Lazzarini AG, welche auch heute noch ständig auf Gleisbaustellen zu sehen ist, tätig war. (RZ berichtete)

Felix war bzw. ist Leiter des Baumeisterverbands Graubünden.

Felix war bzw. ist Leiter des Baumeisterverbands Graubünden.

Andere wie der umstrittene BDP-Politiker Jon Domenic Parolini, welcher eng in den Skandal verwickelt war, wurden beinahe abgewählt.

Baumeisterverband mittedrin in den Baukartell-Absprachen

Und andere wiederum zogen sich „freiwillig“ vorbeugend aus der Politik zurück wie Andreas Felix. Bzw. vermutlich eher auf Druck ihrer Partei BDP, welche Wahlverluste fürchtete.

Felix war bzw. ist Leiter des Baumeisterverbands Graubünden.

In der Folge traten zudem Firmen aus dem Baumeisterverband Graubünden aus.

Unrühmliche Rolle von Somedia

Eine äußerst unrühmliche Rolle spielte auch Somedia, welche mit ihrer Publikation Südostschweiz den Enthüller des Baukartells, Adam Quadroni, scharf angriff (RZ berichtete) anstatt zu helfen, die kriminellen Machenschaften aufzudecken.

Dies machte schließlich eine linke, außerkantonale Publikation, „Die Republik“.

Ganze Meldung auf Rhätische Zeitung