| Die Schweizer Zeitung
Saturday November 25th 2017

Archives

Super-Puma stürzt am Gotthard ab +++ Heliunfall bei der Luftwaffe +++ 2 Tote

Heute Mittag ist im Gotthardgebiet ein Helikopter der Schweizer Luftwaffe verunglückt. Beim Unfall wurden die beiden Piloten getötet und ein Flughelfer verletzt. Laut Blattmann ist der Heli in ein Stromkabel geflogen. Die genaue Unfallursache ist aber noch unklar. 

Unfall mit Super-Puma am Gotthard +++ 2 Tote (Archivfoto: VBS)

Unfall mit Super-Puma am Gotthard +++ 2 Tote (Archivfoto: VBS)

Der Helikopter des Typs „Super-Puma“ war im Rahmen einer Inspektion der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) im Einsatz. Er transportierte eine Delegation mit vier französischen Offizieren und einigen Schweizer Begleitpersonen. Die Passagiere waren kurz vor dem Unfall aus dem Helikopter ausgestiegen. Beim Unglück kamen die beiden Piloten ums Leben und ein Flughelfer wurde verletzt.

Das Verteidigungsdepartement und die Armee sind tief erschüttert über den Unfall und sprechen den Familien und Freunden der beiden toten Piloten ihr tief empfundenes Beileid aus. Dem verletzten Flughelfer wird eine rasche Besserung gewünscht.

Zur Unfallursache wurde eine Untersuchung eingeleitet. Sie wird von der Militärjustiz geführt. Rund um die Unfallstelle wurde der Luftraum gesperrt. Als Vorsichtsmassnahme hat der Kommandant Luftwaffe, Korpskommandant Aldo C. Schellenberg, Trainingsflüge mit dem betroffenen Helikoptertyp bis auf weiteres ausgesetzt.

Hintergrund

Erst vor einigen Wochen hatten die Helikopter der Typen „Super Puma“ und Cougar die Marke von 100’000 geleisteten Flugstunden überschritten.

Die 15 Transporthelikopter Aérospatiale AS332M1 Super Puma können 2 Piloten und 18 Passagiere oder maximal 3’000 Kg Material transportieren. Vom 2. Mai 2001 bis im Sommer 2002 wurden weitere 12 Maschinen vom aus dem Super Puma weiter entwickelten Typ Eurocopter AS532UL Cougar Mk1 an die Schweizer Luftwaffe ausgeliefert (im 2011 fliegen noch 11 Cougar).