| Die Schweizer Zeitung
Friday November 24th 2017

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Staatsbesuch des finnischen Präsidenten Sauli Niinistö in Bern

Der finnische Präsident Sauli Niinistö (admin.ch)

Der finnische Präsident Sauli Niinistö (admin.ch)

Bundespräsident Ueli Maurer hat heute seinen finnischen Amtskollegen Sauli Niinistö in Bern empfangen. Der Staatsbesuch hat zum Ziel, die Wichtigkeit Finnlands für die Schweiz und das Potenzial für bilaterale Kooperation in den Leitsektoren Sicherheitspolitik, Bildung, Forschung und Innovation hervorzuheben. An den offiziellen Gesprächen unter der Leitung der zwei Präsidenten nahmen drei Bundesräte teil.

Der Präsident der Republik Finnland wurde am Dienstag vom Gesamtbundesrat mit militärischen Ehren in Bern zu einem zweitägigen Staatsbesuch in der Schweiz empfangen. Bundespräsident Ueli Maurer und sein Gast hielten anschließend eine Rede in der Wandelhalle des Parlaments. In seiner Ansprache erinnerte Ueli Maurer an die engen diplomatischen Beziehungen, die Bern und Helsinki seit der Unabhängigkeit Finnlands pflegen sowie an die zahlreichen Gemeinsamkeiten der beiden Staaten. Vom Bundespräsidenten als „Schwesterrepublik“ bezeichnet, teilt Finnland mit der Schweiz die Werte der Souveränität und Unabhängigkeit. Ueli Maurer unterstrich den hohen Stellenwert des Austauschs zwischen den beiden Ländern, verankert in einer Perspektive auf zukunftsorientierte Innovation, Kreativität und Bildung.

Den Reden folgten die offiziellen, von den beiden Präsidenten geleiteten Gespräche, an welchen auch Bundesrat Didier Burkhalter, Vorsteher des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA), Bundesrat Johann Schneider-Ammann, Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) und Bundesrätin Doris Leuthard, Vorsteherin des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) teilnahmen. Hervorgehoben wurden dabei die Qualität und das Entwicklungspotenzial der bilateralen Beziehungen zwischen der Schweiz und Finnland, vorwiegend in den Bereichen sicherheitspolitische Zusammenarbeit, Technologie, Innovation und Ausbildung. Im europäischen Umfeld ist Finnland zudem ein wichtiger Gesprächspartner für die Schweiz, insbesondere im Rahmen der aktuellen wirtschaftlichen und finanziellen Spannungen und im Hinblick auf die zukünftigen Herausforderungen in den Bereichen Umwelt und Energie.

Der Staatsbesuch wird morgen in den Kantonen Aargau, Zürich sowie in der Innerschweiz fortgeführt. Bundespräsident Maurer und sein finnischer Amtskollege werden eine Katastrophenhilfeeinheit der Schweizer Armee, ein Wasserenergieprojekt und die Abteilung Raumfahrt der RUAG SPACE besuchen.