| Die Schweizer Zeitung
Friday December 15th 2017

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Simonetta Sommaruga in Norwegen

Die wegen der ungelösten und immer massiver werdenden Asylprobleme in der Kritik stehende Bundesrätin Simonetta Sommaruag ist nach Norwegen gereist.

Dabei traf sie Grete Faremo, Ministerin für Justiz und Innere Sicherheit. Im Zentrum der Gespräche standen Themen wie der Schutz der Flüchtlinge in den Herkunftsländern und die Beschleunigung von Asylverfahren in beiden Ländern.

Im Ministerium für Kinder, Gleichstellung und soziale Eingliederung diskutierte Bundesrätin Sommaruga mit Staatssekretär Ahmad Ghanizadeh aktuelle Fragen des Familienrechts. Thematisiert wurden überdies die Gleichstellungsthemen die Förderung von Frauen in Führungspositionen und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Norwegen ist für die Schweiz als assoziierter Schengen-Staat ein wichtiger Partner in der Zusammenarbeit bei Migrations- und Polizeifragen. Die Ministerinnen besprachen Möglichkeiten einer bilateralen Zusammenarbeit zur Unterstützung von Flüchtlingen in den Herkunftsländern und tauschten sich über die Erfahrungen in der Integrationspolitik aus. Beide Länder wollen bzw. müssen außerdem die Asylverfahren markant beschleunigen.

Zur Sprache kamen weiter die Erfahrungen mit Rückübernahmeabkommen und Migrationspartnerschaften mit Herkunftsländern, insbesondere mit afrikanischen Staaten. Zudem konnte sich Bundesrätin Sommaruga über die Kontingentspolitik Norwegens bei der Aufnahme von anerkannten Flüchtlingen informieren.