Raserinitiative = Autohasser-Initiative?

Auf Polizeibericht.ch äußerte sich Nationalrätin Franziska Teuscher (Grüne) zum Thema Raserinitiative, ua. dazu, ob es sich bei der Raserinitiative um eine „Autohasser“-Initiative der Linken (Grüne und Rote) handele.

Redaktor Reimut Massat stellte kritische Fragen: Franziska Teuscher, Nationalrätin für die Grünen, äußert sich auf Polizeibericht.ch zur Raserinititive

Redaktor Reimut Massat stellte kritische Fragen: Franziska Teuscher, Nationalrätin für die Grünen, äußert sich auf Polizeibericht.ch zur Raserinititive

Die Raserinitiative wird zwar von einem äußerst breiten politischen Spektrum gestützt, auch von namhaften Politikern der direkten politischen Gegenrichtung, der rechten SVP, dennoch argwöhnen viele Autolenker, daß aufgrund der Beteiligung der Grünen und Linken die Raserinitiative in Wahrheit eine „Autohasser“-Initiative sei, welche Autolenker bloß gängeln will bzw. ihnen das Autofahren mit noch mehr Vorschriften und noch höheren Bußen verleiden will. Was entgegnen sie Leuten, die diese Meinung vertreten?

Ich habe null Toleranz für übersetzte Geschwindigkeit – denn Rasen gefährdet Menschenleben. Bei der Raserinitiative geht es nicht um die große Mehrheit, sondern um eine kleine Minderheit. Die Raserdefinition der Initiative wurde bewußt hoch angesetzt. Hier geht es nicht um leichte Vergehen, sondern um notorische Raser und damit um Wiederholungstäter, die heute in zu vielen Fällen fast ungeschoren davonkommen. Übersetzte Geschwindigkeiten, nicht nur die Raserei, sind eine der häufigsten Unfallursachen. Daher verlange ich auch mehr Mittel für die Polizei, um die Einhaltung der Höchstgeschwindigkeiten auch zu kontrollieren.

Ganzes Gespräch auf Polizeibericht.ch

Ein Kommentar

  • Wir brauchen keine Gesetze für Einzelfälle, schon gar nicht in der Bundesverfassung. Die Raserinitiative ist unnötig, die Zahl der Verkehrstoten aufgrund von Raserunfällen ist in den letzten Jahrzehnten markant zurückgegangen. Die Wiederverurteilungsrate für schwere Verkehrsregelverletzungen betrug 2005 lediglich 16.5%. Fast dreiviertel derjenigen, die einmal eine grobe Verkehrsregelverletzung begangen haben, werden also nicht nochmals verurteilt!