| Die Schweizer Zeitung
Saturday November 25th 2017

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Positive Bilanz zum offiziellen Besuch von Bundespräsident Ueli Maurer in China

Bundesrat Ueli Maurer

Bundespräsident Ueli Maurer

Bundespräsident Ueli Maurer hat gestern seinen auf außergewöhnlich hohem diplomatischem Niveau geführten offiziellen Besuch in China abgeschlossen. Anläßlich dieser Reise, deren Ziel die Stärkung der bilateralen Beziehungen und die Vertretung der Schweizer Interessen in China war, führte Bundespräsident Maurer sehr konstruktive Gespräche mit den höchsten chinesischen Würdenträgern, darunter Präsident XI Jinping, Premierminister LI Keqiang, der stellvertretende Premierminister ZHANG Gaoli und Verteidigungsminister CHANG Wanquan. Die Gespräche bestätigten das gute Image der Schweiz in China und das Interesse der beiden Länder, einen aktiven Dialog in den Bereichen Wirtschaft, Finanzen, Menschenrechte und Umweltschutz weiterzuführen.

Der offizielle Besuch des Bundespräsidenten in China wurde gestern mit einer sehr positiven Bilanz abgeschlossen und stellt einen wichtigen Schritt in den Beziehungen zwischen Bern und Peking dar. Die Reise folgte auf die Unterzeichnung des Freihandelsabkommens (FHA) zwischen der Schweiz und China am 6. Juli 2013. Die Entwicklung der bilateralen Beziehungen auf wirtschaftlicher Ebene wird vom gemeinsamen Dialog in den Bereichen Finanzen, Menschenrechte und Umweltschutz begleitet. Die während diesen fünf Tagen auf hohem diplomatischen Niveau geführten Gespräche haben die Wertschätzung der chinesischen Behörden gegenüber den Schweizer Kompetenzen und dem Fachwissen gezeigt sowie das hervorragende Image der Schweiz in China bestätigt.

Bundespräsident Maurer und sein chinesischer Amtskollege XI Jinping betonten bei einem sehr offenen Gespräch, das die ursprünglich dafür vorgesehene Zeit sogar überschritt, die aktuellen Umweltherausforderungen Chinas sowie die Vorbildrolle der Schweiz in der nachhaltigen Entwicklung. Die Präsidenten XI und Maurer hoben die Bedeutung der Schweiz als Gastgeberland für zahlreiche internationale Organisationen sowie die Vorteile einer Zusammenarbeit zwischen Bern und Peking innerhalb einiger dieser Instanzen hervor. Präsident XI sprach sich insbesondere für die Teilnahme der Schweiz am „finance track“ des G20 aus.

Das Wiedersehen mit Premierminister LI Kequiang nach seinem kürzlich erfolgten offiziellen Besuch in der Schweiz verlief in einem konstruktiven und herzlichen Klima, das der Stärkung des beim Treffen mit der Schweizer Regierung in Bern diesen Frühling gewonnenen Vertrauens diente. Premierminister LI bekräftigte gegenüber Bundespräsident Maurer Chinas Engagement, die Gespräche in Finanzthemen und Menschenrechten noch dieses Jahr weiterzuführen. Des Weiteren begrüsste LI den Schweizer Innovationsgeist, welcher als Beispiel für China diene.

Bundespräsident Ueli Maurer unterhielt sich als Verteidigungsminister auch mit seinem chinesischen Amtskollegen CHANG Wanquan. Die beiden Minister äußerten den Willen ihrer Länder, sich für ein international stabiles und florierendes Klima einzusetzen. Diesem Treffen ging der Besuch eines Ausbildungszentrums der Armee mit Simulationsanlagen in Nankou nördlich von Peking voran. Der Besuch erfolgte im Rahmen der Beziehungen, welche die Schweiz seit über zehn Jahren regelmäßig im Bereich Verteidigung mit China pflegt.

Zum Abschluß seines offiziellen Besuchs nahm Maurer an der Eröffnung des „Eco-Forum Global 2013“ in der Provinz Guizhou in Südchina teil. Bei dieser Gelegenheit erinnerte der Bundespräsident an die Bedeutung, Wachstum und Umweltschutz miteinander zu vereinbaren und an die Notwendigkeit, den Faktor Mensch ins Zentrum der nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung zu stellen.