Bodenreise.ch

Mit dem neuen Lernangebot „Bodenreise.ch – unterirdisch unterwegs“ können Kinder auf spielerische und abenteuerliche Weise die Eigenschaften und Funktionen des Bodens kennenlernen. Das Bundesamt für Umwelt BAFU und die Firma LerNetz AG bieten dieses kostenlose „Onlein„-Lernangebot für Schüler der Mittelstufe an.

In einer Hand voll Boden gibt es mehr Lebewesen als Menschen auf der Erde. Diese und andere faszinierende Besonderheiten können Schülerinnen und Schüler der 3. bis 6. Klasse mit dem Onlein-Lernangebot „Bodenreise.ch – unterirdisch unterwegs“ kennenlernen. Über sieben Lernstationen, bestehend aus Lernsequenzen und Hörbeiträgen, lernen Kinder die existentielle Bedeutung des Bodens kennen (siehe Kasten) und entwickeln ein besseres Verständnis der ökologischen Zusammenhänge.

Mutter ErdeZusätzlich zum Onlein-Angebot auf Deutsch und Französisch bieten das Bundesamt für Umwelt und die Firma LerNetz AG ab Anfang August ein Leporello zur Bodenkunde an, welches im Internet auf Bodenreise.ch bestellt werden kann. Dieser Faltprospekt liefert Anregungen und Anleitungen zu den Experimenten, welche auch im Online-Lernangebot beschrieben werden. Mit Hilfe dieser Experimente lernen die Kinder dem Boden mit verschiedenen Sinnen zu begegnen, ihn zu fühlen und zu riechen.

Durch den Boden reisen mit dem virtuellen Bodenlift

Die Kinder können im virtuellen Bodenlift selbstständig navigieren und interaktiv durch die verschiedenen Schichten bis tief in den Boden vordringen. An ausgewählten Orten treffen sie auf sogenannte heißen Punkten („Hotspots“) die sieben Lernstationen. Als „Reiseleiter“ erklärt ein Regenwurm in Hörbeiträgen, in welcher Bodenschicht sich die „Reisenden“ befinden und welche Besonderheiten hier erkennbar sind. In vertiefenden Lernsequenzen bieten Bilder, interaktive Grafiken und spielerische Übungen Einblicke in die Lebensgrundlage Boden.

In einer der sieben Stationen lernen die Schülerinnen und Schüler bspw. wie Boden entsteht. Es wird aufgezeigt, dass Bodenbildung ein fortlaufender Prozess ist, der je nach Klima unterschiedlich schnell vor sich geht. In einer anderen Station können die Kinder erkennen, wie viele Bodentiere den gesunden Boden bevölkern und werden angeregt, in einem eigenen Versuch die sonst „unsichtbaren“ Lebewesen sicht- und zählbar zu machen.

Den Boden als natürliche Lebensgrundlage kennen und schätzen lernen

Um den Boden als Lebensgrundlage von Mensch, Tier und Pflanzen zu erhalten, müssen wir über die Vorgänge im Boden Bescheid wissen. Das Lernangebot Bodenreise.ch zeigt den Schülern das komplexe System des Bodens auf. Sie werden angeregt, aus eigener Initiative den Boden zu erhalten und zu schützen. Die Nutzung des Bodens durch den Menschen und die Auswirkungen daraus werden den Schülern im Onlein-Lernangebot Bodenreise.ch auf altersgerechte Weise deutlich und praktisch erfahrbar gemacht.

Bodenschutz – Eine Existenzfrage

Neben Luft und Wasser ist der Boden unsere zentrale Lebensgrundlage. Der Boden ist eine nicht erneuerbare Ressource und dient als Lebensraum für Menschen, Tiere und Pflanzen. Zudem sichert er zahlreiche Bedürfnisse, wie bspw. die Herstellung von Nahrungsmitteln und hat eine wichtige Funktion als Wasserspeicher und Filter.

Durch die intensive Nutzung, u.a. durch die Landwirtschaft und die Verbauung, werden die Böden langfristig geschädigt. Das Zusammenpressen der porenreichen Bodenkrümel, die Versauerung durch zu viel Stickstoff sowie die Belastung mit Schadstoffen zerstören diese empfindliche Lebensgrundlage.

Noch mehr Schweizer Geld für das islamische Land Pakistan

Bis vor kurzem gab es auch noch für das reiche Libyen Schweizer Geld in Form von Entwicklungshilfe.

Fast schon täglich gibt es Meldungen aus dem EDA, daß weitere frische Schweizer Gelder in irgendein Land der Welt fließen. Anlässe gibt es zuhauf, unter anderem liefert die Natur ständig welche, ob in Haiti oder sonstwo auf der Welt.

Heute eine neue Meldung bezüglich Pakistan.

EDA: Neues Geld für das islamische Land Pakistan

EDA: Neues Geld für das islamische Land Pakistan

Die Mittel für die Soforthilfe an die Flutopfer in Pakistan sind aufgestockt worden. Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten stellt sich jedoch auf einen längerfristigen Einsatz in Pakistan ein. Vier Angehörigen des Schweizerischen Korps für Humanitäre Hilfe (SKH) werden am Wochenende in die Krisenregion aufbrechen.

Die Humanitäre Hilfe des Bundes hat auf die Appelle der UNO und des IKRK reagiert: Die Beiträge an das Welternährungsprogramm der UNO sind (um 0,5) auf eine Million CHF und an das IKRK (um zwei) auf drei Millionen CHF aufgestockt worden.

Die bereits begonnene Verteilung von Material für provisorische Unterkünfte und Haushaltsausrüstung zugunsten von 1000 Familien im Swat-Tal sowie von Nahrungsmitteln und Hygiene-Artikeln südlich von Peshawar an rund 12’000 Flutopfer läuft.

Über die Soforthilfe hinaus wird der Finanzbedarf jedoch ansteigen, denn die Zerstörungen in den pakistanischen Überflutungsgebieten sind enorm. Das Kulturland ist weggespült oder mit Geröll bedeckt, die Infrastruktur zerstört. Wiederaufbau und Instandstellung der Äcker und lebensnotwendigen Anlagen werden einen mittel- und längerfristigen Einsatz erfordern.

Am Wochenende werden vier SKH-Spezialisten zusammen mit zwei Delegierten des Schweizerischen Roten Kreuzes nach Pakistan fliegen. Der Auftrag der SKH-Spezialisten ist es, das Terrain für mittelfristige Projekte vorzubereiten. Primär geht es um Assessments in den Bereichen Wasserversorgung und Unterkünfte. Zudem werden sie die Nothilfeaktionen ausbauen. Vor Ort befinden sich bereits fünf Angestellte der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA), die die Soforthilfe koordinieren.

Kurtheater Baden: Schutzwürdigkeit von EKD bestätigt

Die Eidgenössische Kommission für Denkmalpflege (EKD) befürwortet in einem Gutachten die Erhaltung des Sachs-Foyers im Kulturtheater Baden. Der Kanton Aargau hat dieses Gutachten in Absprache mit der Stadt Baden in Auftrag gegeben, da sich im Zusammenhang mit einer umfassenden Sanierung und Erweiterung des Kurtheaters verschiedene denkmalpflegerische Fragen ergaben, die von der Stadt Baden und der kantonalen Denkmalpflege unterschiedlich beurteilt wurden.

Die EKD befürwortet die vorgesehene Umhüllung des Foyers nur, falls eine weitestgehende Substanzerhaltung aufgrund bautechnischer Gegebenheiten und zwingender Nutzungsanforderungen unmöglich ist.

Schutzwürdigkeit bestätigt: Das Kurtheater in Baden (Foto: Kurtheater Baden)

Schutzwürdigkeit bestätigt: Das Kurtheater in Baden (Foto: Kurtheater Baden)

Zur Klärung der unterschiedlichen Haltungen zwischen der kantonalen Denkmalpflege und der Stadt Baden bezüglich dem denkmalpflegerischen Umgang mit dem Sachs-Foyer beim geplanten Umbauvorhaben des Kurtheaters Baden wurde im gegenseitigen Einvernehmen die Eidgenössische Kommission für Denkmalpflege (EKD) beigezogen. Diese hat das Gebäude im März dieses Jahres besichtigt und ein fundiertes und umfassendes Gutachten zum architekturgeschichtlichen Stellenwert des Theaterbaus und zu den geplanten Eingriffen am Sachs-Foyer erstellt.

Das aus einem Wettbewerb hervorgegangene und von der Stadt Baden unterstützte Umbau- und Erweiterungsprojekt „Équilibre“ der M. & E. Boesch Architekten sieht in einem eigenständigen Ansatz vor, das nach der Architektin Lisbeth Sachs benannte Gartenfoyer mit einer neuen Hülle gegen den Park hin zu erweitern. Gleichzeitig wird dieser erweiterte Aufenthaltsraum mit einem neuen Foyer zu einer wesentlich verbesserten benutzerfreundlichen Raumfolge verbunden. Mit der Übernahme der vorgegebenen Baumaterialien soll die Stimmung des Bestehenden weitergeführt werden. Die kantonale Denkmalpflege vertritt hingegen die Auffassung, das Sachs-Foyer sei entsprechend der Vorgaben des Wettbewerbs integral zu erhalten und in seiner Feingliedrigkeit und Transparenz möglichst originalgetreu zu restaurieren.

In ihrem Bericht bestätigt die EKD die Schutzwürdigkeit des Kurtheaters, insbesondere für dessen Garderobenhalle, Gartenfoyer, Zuschauerraum und Freilichttheater. Als einer der ersten bemerkenswerten Theaterbauten der Nachkriegszeit attestiert sie dem Schutzobjekt mindestens kantonale, wenn nicht gar nationale Bedeutung. Die Kommission weist darauf hin, dass sich der Widerspruch zwischen den im Wettbewerbsprogramm definierten Nutzungsanforderungen – thermische Behaglichkeit, Erdbebensicherheit, Behindertengerechtigkeit, multifunktionale Nutzbarkeit und Energieeffizienz – und einer integralen Erhaltung der Originalsubstanz kaum vereinbaren lässt. Unter Berücksichtigung dieser unterschiedlichen Vorgaben erachtet sie beide Sichtweisen als berechtigt und legitim. Die Kommission kommt zum Schluss, dass grundsätzlich eine integrale oder weitestgehend materielle Erhaltung beziehungsweise Reparatur des Sachs-Foyers im Sinne der kantonalen Denkmalpflege zu bevorzugen sei. Voraussetzung dafür sei aber, dass die Erhaltung aufgrund der vorhandenen Bausubstanz und der Nutzungsanforderungen überhaupt möglich ist. Sie empfiehlt demzufolge, die an das Kurtheater Baden gestellten Anforderungen sowie den baulichen Zustand des Sachs-Foyers zu überprüfen. Sollten die Abklärungen zeigen, dass wegen der zahlreichen notwendigen Eingriffe die originale Substanz nur in geringstem Masse erhalten werden kann, befürwortet die Kommission die Weiterführung des von der Kommission als ausgewogen gewürdigten Projekts „Équilibre“ der Boesch Architekten.

Im Rahmen der bisherigen Projektierungsarbeiten wurden neben einem Neubau der Hinterbühne und der Foyers auch die umfassende bauliche und gebäudetechnische Sanierung der bestehenden Gebäudeteile geplant, insbesondere Theatersaal, Bühne, Eingangshalle und Garderoben. Dafür wurden umfangreiche Untersuchungen an der bestehenden Bausubstanz vorgenommen. Der grösste Teil dieser Projektierungsarbeiten kann dabei in jedem Fall weiter verwendet werden und bildet eine wesentliche Grundlage für alle Handlungsalternativen.

Auf der Grundlage des EKD-Berichtes haben Kanton und Stadt vereinbart, in einem ersten Schritt die für einen ganzjährigen Theaterbetrieb zwingenden Anforderungen an die Sicherheit und Gebrauchstauglichkeit des Sachs-Foyers festzulegen. Die Parteien sind sich dabei einig, dass auf alle Fälle die Sicherheit garantiert sowie der thermische Komfort verbessert und auf einen Winterbetrieb ausgelegt werden soll. Sodann wird durch ein erfahrenes, unabhängiges Büro eine vertiefte Untersuchung der vorhandenen Bausubstanz des Foyers vorgenommen und Sanierungslösungen ausgearbeitet. Aufgrund dieser Analysen und der aufgezeigten Lösungen wird das weitere Vorgehen bezüglich Substanzerhaltung zwischen der kantonalen Denkmalpflege und der Stadt Baden abgestimmt. Nötigenfalls konsultiert die Stadt Baden nochmals die Wettbewerbsjury, bevor sie über die weitere Projektierung entscheidet.

Erregt es Engländer, wenn an Brot geleckt wird?

Ganz schön geschmacklos scheint es zuzugehen bei den Sexvorlieben in anderen Ländern, werden sich manche Jugendliche denken, die im Zeitalter von „Back Shop“ und „Back Factory“ aufgewachsen sind, wenn sie sich Lieder herunterladen, in denen es heißt „lick my back“:

In Wahrheit ist etwas anderes wirklich geschmacklos. Die Sprachvergewaltigung von Leuten, die nicht einmal Englisch können.

Einige im Dengleutsch-Zeitalter aufgewachsene Jugendliche wundern sich vermutlich über Sexpraktiken von Engländern und Amerikanern... (Foto: Schlagwort AG)

Man kann es in der Informatik-Szene beobachten. Je weniger ein Mensch Englisch beherrscht, desto aggressiver schmeißt er mit Denglisch um sich. Offenbar, um Fachkompetenz auszustrahlen.

Das Gegenteil ist jedoch der Fall. Auch in der Mode. Wer „style“ sagt, hat keinen. So einfach ist das.

Mehr über Verwirrungen infolge von Sprach-Verirrungen in Form von Dengleutsch.

Jagd in Graubünden: Wo löse ich das Patent?

Das Amt für Jagd und Fischerei gibt Infos zur beginnenden Jagdsaison:

Bereits jetzt fiebern die Bündner Jäger der kommenden Jagdsaison entgegen, die dieses Jahr am 1. September beginnt. Sie treffen die ersten Vorkehrungen. Mit Feldstecher und Fernrohr ausgerüstet verbringen sie jede freie Minute im Jagdgebiet. Eifrig wird „gespiegelt“, das Wild und seine Gewohnheiten beobachtet.

Die Jagdsaison in Graubünden beginnt

Daheim werden die Jagdutensilien, Lebensmittel und Getränke für den Transport in die Jagdunterkunft zusammengetragen. Sind die Steuern und ist die obligatorische Haftpflichtversicherung bezahlt? Sind die wichtigsten Neuerungen im Jagdgesetz bekannt? Haben sie die Jagdwaffen persönlich eingeschossen und zwar nur an den von den Gemeinden bezeichneten Orten, wie es das Gesetz vorschreibt?

Und zu guter Letzt, wann und wo können sie die Jagdpatente beziehen, um die Vorbereitungen abzuschliessen? Im Amtsblatt des Kantons Graubünden vom 5. August 2010 sind Orte, Daten und Zeiten der Patentverkäufe veröffentlicht.

Achtung:

Das Pass- und Patentbüro gibt keine Jagdpatente mehr aus.

Ab 10. August 2010 gibt das Bündner Naturmuseum in Chur Jagdpatente aus.

Schalterdienst: Dienstag – Samstag, 10.00 Uhr – 17.00 Uhr.

Wie bisher werden alle Jagdpatente auch durch die Wildhut ausgegeben. Am Schalter des Bündner Naturmuseums bzw. bei der Wildhut ist der bargeldlose Kauf der Jagdpatente möglich. Debitkarten wie die MaestroCard oder die PostCard werden akzeptiert, bei denen der zu zahlende Betrag direkt und ohne Kommission von Ihrem Konto abgebucht wird.

Um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten werden Jäger, die bargeldlos bezahlen, gebeten, darauf zu achten, daß für die Debitkarte sowohl eine Tages- als auch eine Monatslimite besteht.

Allfällige Limiten-Erhöhungen sind rechtzeitig bei der eigenen Bank zu beantragen. Kreditkarten wie Visa oder MasterCard werden nicht als Zahlungsmittel angenommen.

Verkehrstoter auf der Hauptstraße in Möriken – Kapo AG sucht Augenzeugen

Die Schweizer Unfallstatistik ist heute leider um einen Verkehrstoten-Fall reicher geworden.

Wie Polizeibericht.ch rapportiert, ist heute morgen ein Auto außerorts von der Fahrbahn abgekommen. Der Januar prallte heftig gegen einen Baum. Der 40-jährige Lenker zog sich schwere Verletzungen zu, denen er später im Spital erlag. Die Unfallursache ist noch unklar.

Polizeibericht.ch rapportiert über einen schweren Unfall auf der Hauptstraße in Möriken (Foto: Kapo AG)

Polizeibericht.ch rapportiert über einen schweren Unfall auf der Hauptstraße in Möriken (Foto: Kapo AG)

In einem dunkelblauen Jaguar fuhr der 40-jährige Schweizer aus dem Bezirk Lenzburg am Freitag, 13. August 2010, kurz vor 5.30 Uhr auf der Hauptstraße von Brunegg her in Richtung Möriken. Im Außerortsbereich kam das Auto auf gerader Strecke von der Fahrbahn ab und prallte mit großer Wucht gegen einen Baum.

Durch die heftige Frontalkollision wurde der 40-Jährige im Auto eingeklemmt. Die Straßenrettung der Feuerwehr mußte ihn aus dem Wrack bergen. In der Folge brachte ihn eine Ambulanz ins Kantonsspital Aarau. Dort erlag er wenig später seinen schweren Verletzungen.

Die Unfallursache ist noch unklar. Die Kantonspolizei hat ihre Ermittlungen aufgenommen. Die Mobile Einsatzpolizei in Schafisheim (Telefon 062 886 88 88) sucht Augenzeugen.

Konkordanz-Gefasel

Von Nationalrat Ulrich Schlüer, Chefredaktor «Schweizerzeit»

Eigenartig: Ausgerechnet die FDP beschwört im Blick auf die September-Ersatzwahlen in den Bundesrat am nachdrücklichsten die Konkordanz. Erstaunlich ist dies, weil die tatsächliche Befolgung der Konkordanz-Regeln den FDP-Anspruch im Blick auf die Septemberwahl weit ins Abseits stellt.

Konkordanz heisst, dass der von den einzelnen Parteien in den Eidgenössischen Wahlen gesamthaft erzielte Wähleranteil den Anspruch jeder Partei auf Sitze im Bundesrat begründet. Mit 14,3 Prozent Wähleranteil ist der Anspruch auf einen Bundesrats-Sitz im Rahmen der Konkordanz also ausgewiesen.

Ausgangslage

Die Ausgangslage für den 22. September gestaltet sich wie folgt: Die SVP, die 2007 einen Wähleranteil von 28,9 Prozent errang (das ist der höchste Anteil, den eine Partei seit Einführung der Proporz-Wahlen in der Schweiz im Jahre 1919 je erreicht hat), kann also ohne Wenn und Aber zwei Sitze in der Landesregierung beanspruchen. Derzeit besetzt sie mit Ueli Maurer bekanntlich nur einen Sitz. Nichts ist klarer ausgewiesen als der Anspruch auf den zweiten SVP-Sitz.

Die SP hat mit 19.5 Prozent Wähleranteil Anspruch auf nicht einmal anderthalb Sitze in der Landesregierung. Die FDP mit 15,7 und die CVP mit 14,4 Prozent Wähleranteil haben beide sicheren Anspruch auf einen Sitz müssen sich indessen, wenn sie Ansprüche auf einen zweiten Sitz stellen wollen, mathematisch «erheblich verrenken». Die Grünen mit ihren 9,6 Prozent Wähleranteil stehen jedenfalls näher bei ihrem ersten Sitz als die FDP bei einem zweiten.

Problem Widmer-Schlumpf

BDP: Kein Anspruch auf einen Bundesratssitz, rechnerischer Anteil bis heute gleich NULL

Ein besonderes Problem für die Konkordanz ergibt sich daraus, dass mit Eveline Widmer-Schlumpf eine Bundesrätin existiert, deren Partei sich bis heute über Wähleranteil Null ausweist hat diese Partei doch noch gar nie an Eidgenössischen Wahlen teilgenommen. Ihre Exponenten liessen sich auf Wahllisten einer andern Partei, von der sie dann abfielen, ins Parlament wählen. Ihre neue Partei besitzt auf der Grundlage solider Konkordanz zweifellos auch nicht den geringsten Anspruch auf Einsitznahme in die Landesregierung.

Die Wahl vom 22. September 2010

Für die Wahl vom 22. September 2010 ist also nur ein einziger Anspruch zweifelsfrei ausgewiesen: Der SVP ist soll Konkordanz tatsächlich ernst genommen werden der zweite Sitz im Bundesrat zuzugestehen.

Alle andern angemeldeten Ansprüche stehen dagegen auf wackligem Fundament. Sie beweisen höchstens, dass trotz allen verbalen Konkordanz-Beschwörungen einmal mehr die Absicht besteht, den ausgewiesenen SVP-Anspruch konkordanzwidrig zu hintertreiben. Damit ist klar: Soll die Konkordanz diese ist mit der Abwahl Blochers 2007 zerstört worden wieder zur Geltung kommen, werden am 22. September Kampfwahlen stattfinden müssen.

Die SVP hat in dieser sich abzeichnenden Kampfwahl nur dann eine Chance, zu ihrem in der Konkordanz ausgewiesenen Recht zu kommen, wenn sie bereits in der ersten Wahl, wenn es um die Nachfolge Leuenbergers geht, zum Kampf antritt. Dabei muss sie die uneingeschränkte Unterstützung jener Bürgerlichen einfordern, die sich heute wie vielfach zu hören zu den Regeln der Konkordanz bekennen. Gelingt es der SVP, ihrem Kandidaten mit Hilfe dieser bürgerlichen Partner zum Erfolg zu verhelfen, dann wird die Konkordanz tatsächlich markant gestärkt. Und die FDP kann sich in der zweiten Wahlrunde, wenn es um die Nachfolge von Hans-Rudolf Merz geht, der vorbehaltlosen Unterstützung durch die SVP sicher sein.

Entscheiden sich FDP (und CVP) bezüglich der Nachfolge Leuenbergers aber gegen den SVP-Kandidaten, dann muss und wird die SVP der FDP bezüglich der Nachfolge Merz jegliche Unterstützung verweigern. Dann könnte die FDP will sie sich nicht vorbehaltlos in die Arme der Linken werfen ihren zweiten Sitz tatsächlich verlieren.

Konsequenzen

Gegenseitige solide Unterstützung von FDP und SVP dürfte die beiden freiwerdenden Sitze im September diesen beiden Parteien zuhalten. Die SP würde leer ausgehen. Wäre damit die Konkordanz durchbrochen? Nein! Eveline Widmer-Schlumpf  das ist zweifelsfrei belegt  ist Bundesrätin geworden als Resultat einer von der SP inszenierten Intrige. Eveline Widmer-Schlumpf war 2007 die Kandidatin der Linken. Hämmerle (SP) zog mit Levrat (SP-Präsident) die Fäden. Die vorlaute SP-Fraktionspräsidentin Ursula Wyss hat diese Tatsache in der Manier einer geschwätzigen Polit-Tussi mit leuchtenden Augen in die Öffentlichkeit posaunt. Das ist bis heute einwandfrei belegbar.

Die SP hätte, würde sie den Leuenberger-Sitz an die SVP verlieren, also noch immer zwei Bundesräte ihres Geschmacks (Calmy-Rey und Widmer-Schlumpf) in der Landesregierung  bedeutend mehr als ihr rein rechnerisch zustünde.

Dass sich die FDP, wenn sie aus angeblichen «Konkordanz-Gründen» ihren Machterhalt in der Landesregierung einfordert, auf Glatteis befindet, weiss ihre Führungsriege nur zu genau. Die dazu präsentierten Ausflüchte und Begründungen sprechen Bände. Die skurrilste Idee dazu präsentierte zweifellos FDP-Parteipräsident Fulvio Pelli: Was die FDP jetzt trotz ihres Nicht-Anspruchs beansprucht, nämlich einen zweiten Sitz im Bundesrat, würde sie, falls der Freisinn 2011 erneut Wahlverlierer der Eidgenössischen Wahlen wäre, in einem Jahr kampflos wieder preisgeben. Wer einem Parteipräsidenten solch durchtriebene Schummelei abnehmen möchte, ihm also Glauben schenkt, seine Partei würde einen Bundesrat, den sie ein Jahr zuvor in einer Kampfwahl in die Regierung gebracht hatte, ein Jahr später freiwillig wieder in die Wüste schicken, der wiese sich tatsächlich über ein mehr als nur überdurchschnittliches Ausmass an politischer Naivität aus.

Die Lage ist völlig klar: Wer der SVP deren glasklaren Anspruch auf einen zweiten Sitz in der Landesregierung heute verweigert, der will dieser SVP angemessene Einsitznahme in den Bundesrat auf Jahre hinaus verbauen. Diejenigen, die heute von «freiwilligem Verzicht» in einem Jahr flunkern, werden 2011 der SVP gönnerhaft und salbungsvoll den «Ratschlag» präsentieren, sie möge doch Widmer-Schlumpf angreifen. Als würden diejenigen, die Widmer-Schlumpf 2007 im Rahmen eines willentlich die Konkordanz zerstörenden Komplotts zu Lasten der SVP auf den Schild gehoben haben, sich 2011 in öffentlicher Reuebekundung plötzlich von der Verräterin des Jahres 2007 abwenden. Wirft sich die FDP im kommenden September zwecks Rettung ihres zweiten Sitzes im Bundesrat kopflos in die Arme der Linken, dann wird sie sich 2011 niemals dem Schwitzkasten dieser Linken entwinden können. Die Entscheidung fällt im kommenden September, nicht 2011.

Polit-Heuchler

Damit wird für alle Beobachter klar: Was im Vorfeld des 22. September 2010 von Seiten derer, die der SVP das ausgewiesene Recht auf einen zweiten Sitz im Bundesrat verweigern wollen, an Konkordanz-Beschwörungen auch immer dahergefaselt wird: Es geht an diesem 22. September 2010 um etwas ganz anderes.

Es soll einmal mehr durchgesetzt werden, dass den Gegnern eines EU-Beitritts der Schweiz angemessener Anteil in der Landesregierung verwehrt wird. Wählerwillen hin oder her! Äussert sich das Schweizer Volk noch so ablehnend gegen einen EU-Beitritt, so wollen sich die Brüssel-Devoten ihre Vormacht in der Landesregierung mit um so durchtriebeneren Mitteln absichern um jeden Preis! Darum wurde 2007 mit dem Hinauswurf Blochers die Konkordanz zerstört. Darum ist die Beschwörung der Konkordanz heute bloss Heuchelei zwecks Tarnung der Ausverkaufs-Absichten, welche Bundesrat und
(Noch-)Parlamentsmehrheit bezüglich Souveränität der Schweiz gegenüber Brüssel hegen. Sechs der heute sieben Bundesräte sind auf Brüsseler Kurs  die Linken im Schnellzug, die Mitte-Vertreter lieben eher absichtstarnende Umwege. Das Kartell der EU-Befürworter inszeniert alles, um seine Dominanz in der Landesregierung zu bewahren. Dafür legen sich Freisinnige auch einmal ganz ungeniert ins Bett mit der Linken.

Es geht um die Unabhängigkeit und Selbstbestimmung der Schweiz. Weil einzig die SVP vorbehaltlos für diese Ziele eintritt: Darum, allein darum wird ihr der zweite Sitz in der Landesregierung verwehrt.

VSPB kritisiert Urteil

Gemäß einer Meldung in der heutigen Ausgabe von „20 Minuten“ hat das Bezirksgericht Zürich einen  Winterthurer Sozialpädagogen, der einen Polizisten aufs übelste beschimpft hatte und handgreiflich wurde, teilweise freigesprochen. Die unglaubliche Begründung: Die drohenden Äußerungen des Angeklagten seien zu wenig intensiv ausgefallen. Verbale Kraftausdrücke an einem Freitagabend an der Langstraße seien notorisch. „Was bitte, müssen wir uns im Dienst eigentlich alles gefallen lassen?“ fragt sich Heinz Buttauer, Präsident des Verbandes Schweizerischer Polizei-Beamter (VSPB).

VSPB-Präsident Heinz Buttauer anläßlich der Delegiertenversammlung 2010 in Luzern (Foto: Polizeibericht.ch)

„Solche Urteile sind ein Schlag ins Gesicht jedes Polizisten!“, so Heinz Buttauer, Präsident des Verbandes Schweizerischer Polizei-Beamter (VSPB). „Verbale Attacken und Übergriffe gegen die Polizei richten sich immer auch gegen den Staat. Es darf nicht sein, daß Delikte gegen Polizeibeamte bagatellisiert werden!“

Gewalt gegen Polizisten steigt alarmierend
Bereits seit mehreren Jahren nehmen verbale Attacken und Gewalt gegen die Polizei stark zu. Die Zahlen sind beunruhigend: 2009 wurden täglich zk. 6,5 Polizistinnen und Polizisten bei ihrer Arbeit Opfer von Gewalt und Drohungen, Tendenz stark steigend! „Solche Urteile animieren geradezu zu Ausfälligkeiten, weil erfahrene Polizisten das akzeptieren müssen – dagegen wehren wir uns entschieden!“ sagt Buttauer und meint weiter „schließlich setzen sich tagtäglich rund 16’000 Polizistinnen und Polizisten dafür ein, daß sich die Einwohner sicher und beschützt fühlen können. Wir hoffen, daß die Staatsanwaltschaft des Kantons Zürich das Urteil weiter zieht, und das Obergericht es entsprechend korrigiert!“.

(Quelle: Polizeibericht.ch)

Bündner Regierung befaßt sich mit Zustandekommen der Initiative „Nachhaltige Energiepolitik“

Die Regierung hat an ihrer letzten Sitzung das Zustandekommen der Initiative „Für eine nachhaltige Energiepolitik“ festgestellt. Ausserdem hat sie die CO2-Grenzwerte für emissionsarme Motorfahrzeuge gesenkt.

Solarstrom gehört sicher zu einer nachhaltigen Energiepolitik in Graubünden

Initiative „Für eine nachhaltige Energiepolitik“ zustande gekommen
Die kantonale Initiative „Für eine nachhaltige Energiepolitik“ ist mit 3’194 gültigen Unterschriften zustande gekommen. Dies hat die Bündner Regierung festgestellt.
Die am 7. Juli 2010 eingereichte Gesetzesinitiative ist in Form einer allgemeinen Anregung abgefasst. Sie verlangt, dass der Kanton den Anteil erneuerbarer Energien aus Holz/Biomasse, Biogas, Sonne, Wind und Geothermie bis 2025 (Bezugsjahr: 2007) verdoppelt. Diese Forderung gilt für den Verbrauch von Endenergie auf dem Kantonsgebiet.
Die Initiative wird nun zur weiteren Bearbeitung im Rahmen der grundsätzlichen Beschlüsse der Regierung und unter Beachtung der gesetzlichen Fristen dem Bau-, Verkehrs- und Forstdepartement überwiesen.

Regierung reduziert CO2-Grenzwerte für emissionsarme Motorfahrzeuge
Die Regierung senkt per 1. Januar 2011 erstmals die rabattwürdigen CO2-Grenzwerte für emissionsarme Motorfahrzeuge von 160 g/km auf 140 g/km bzw. von 140 g/km auf 120 g/km. Begründet werden die Reduktionen mit dem erzielten technischen Fortschritt sowie mit den gestiegenen Anstrengungen der Automobilbauer zur Entwicklung und Herstellung emissionsärmerer Fahrzeuge.
Gemäss der aktuellen Verordnung zum Einführungsgesetz zum Bundesgesetz über den Strassenverkehr wird die Verkehrssteuer um 60 Prozent für leichte Motorfahrzeuge mit einem maximalen CO2-Ausstoss von 160 g/km sowie um 80 Prozent für leichte Motorfahrzeuge mit einem maximalen CO2-Ausstoss von 140 g/km ermässigt. Diese Grenzwerte hat nun die Regierung gesenkt. Die Werte können alle zwei Jahre angepasst werden. Grundlage dafür ist der jeweilig erzielte Fortschritt im Emissionsverhalten leichter Personenwagen.

Keine kantonalen Abstimmungsvorlagen am 26. September 2010
Die Bündner Regierung hat davon Kenntnis genommen, dass am Sonntag, 26. September 2010, die Änderung vom 19. März 2010 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeits-losenversicherung und Insolvenzentschädigung (Arbeitslosenversicherungsgesetz, AVIG) als eidgenössische Vorlage der Volksabstimmung unterbreitet wird. Kantonale Vorlagen gelangen keine zur Abstimmung.

Aus Gemeinden und Regionen

  • Ardez: Die Regierung genehmigt die Revision des Kurtaxengesetzes der Gemeinde Ardez vom 29. Juni 2010.
  • Bergün: Die am 20. Mai 2010 beschlossene Teilrevision der Verfassung der Gemeinde Bergün wird genehmigt.
  • Bergün/Bravuogn-Davos: Der Gemeindegrenzplan Bergün/Bravuogn-Davos wird genehmigt.
  • Bergün/Bravuogn-Samedan: Der Gemeindegrenzplan Bergün/Bravuogn-Samedan wird genehmigt.
  • Bergün/Bravuogn-Zuoz: Der Gemeindegrenzplan Bergün/Bravuogn-Zuoz (Enkl.) wird genehmigt.
  • Bever: Das am 30. November 2009 beschlossene Baugesetz wird im Sinne der Erwä-gungen genehmigt.
  • Bivio: Das Projekt „Lawinenschutz Crap Milan“ wird genehmigt. An die subventionsberechtigten Kosten wird ein Beitrag von maximal 584’000 Franken zugesichert.
  • Buseno: Die Regierung genehmigt das Projekt „Strada forestale Palazi-Carnac“ und sichert einen Beitrag von höchstens 120’000 Franken zu.
  • Chur: Der Stadt Chur wird für den Erweiterungsbau des Oberstufenschulhauses Quader ein kantonaler Baubeitrag von 363’190 Franken zugesichert.
  • Davos: Das Projekt für die Verbauung Guggerbach wird mit Auflagen genehmigt und mit maximal 356’500 Franken unterstützt.
  • Davos: Die Regierung genehmigt das Projekt für die Verbauung Dischmabach mit Auflagen und sichert einen Beitrag von höchstens 462’000 Franken zu.
  • Felsberg: Die am 13. Juni 2010 beschlossene Teilrevision der Verfassung der Gemeinde Felsberg wird genehmigt.
  • Ftan-Tarasp: Der Gemeindegrenzplan Ftan-Tarasp wird genehmigt.
  • Igis: Der kommunale Richtplan Energie der Gemeinde Igis vom 31. März 2010 wird von der Regierung zur Kenntnis genommen.
  • Malans: Die Teilrevision der Ortsplanung vom 18. Februar 2010 wird im Sinne der Erwägungen genehmigt.
  • Scuol-Tarasp: Der Gemeindegrenzplan Scuol-Tarasp wird genehmigt.

Kantonsbeiträge an verschiedene Institutionen

  • IG-Freizeitpark Obersaxen Mundaun: Der Interessengemeinschaft Freizeitpark Obersaxen Mundaun respektive der in Gründung stehenden Freizeitpark Obersaxen Mundaun AG wird unter dem Vorbehalt einer geregelten Gesamtfinanzierung an den Bau des Freizeitparks Obersaxen-Mundaun ein Darlehen im Rahmen der Neuen Regionalpolitik (NRP) des Bundes von 1‘540’000 Franken gewährt. Ausserdem wird ein Kantonsbeitrag von 259’000 Franken zugesichert.

Strassenprojekte
Die Regierung hat insgesamt 5’886’000 Franken für den Bau und die Sanierung der folgenden Strassenabschnitte bewilligt:
– A28 Nationalstrasse: Umfahrung Saas
– A28 Nationalstrasse: Tunnel Saas
– Furna-Bodenstrasse
– Lugnezerstrasse: Cumbel – Vella
– St. Antönierstrasse
– Schuderserstrasse: Maria – Bazolis

Warum Eveline Widmer-Schlumpf Bundesrätin für die SP ist

Bundesrat Christoph Blocher nach der 1. August-Rede 2008 im Appenzell in Urnäsch

Die SP hat 2007 Eveline Widmer-Schlumpf zur Wahl vorgeschlagen und gewählt, damit ist die Justizministerin ihre Vertreterin, stellt Christoph Blocher in einem Gespräch mit dem Tagesanzeiger fest.

Die SP ist demnach mit mehr als drei Vertretern im Bundesrat klar übervertreten.

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