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Saturday November 25th 2017

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NoBillag startet Schwarmfinanzierung

Der Abstimmungskampf zu „No Billag“ ist bereits in vollem Gang, obwohl die Abstimmung erst am 4. März stattfindet; die Initiative ist überraschend stark gestartet und erhält derzeit sehr viel Zuspruch – insbesondere von jungen Menschen.

In der jüngsten Leserumfrage von 20 Minuten sprachen sich fast 80 Prozent der Teilnehmer für „No Billag“ aus.

Zwangsgebühren-Befürworter sind milliardenschwer

Doch das Nein-Lager, hauptsächlich bestehend aus den Profitören der jährlich 1,4 Mrd. Billag-Gebühren, hat organisatorisch und finanziell einen Vorsprung.

NoBillag startet Schwarmfinanzierung

Um den Rückstand aufzuholen, starten die Initianten heute – gleichzeitig mit dem Auftritt von Olivier Keßler und Andreas Kleeb in der heutigen Arena des Schweizer Fernsehens – die größte politische Schwarmfinanzierungs-Aktion in der Schweizer Geschichte.

Die Regeln sind einfach:

Innerhalb eines Monats müssen über größere oder kleinere Spenden total 100 000 Franken zusammenkommen. Gelingt dies nicht, so erhalten alle Spender ihr Geld zurück. Kommt der Betrag zustande, so gibt es eine reelle Chance, mit einer innovativen politischen Kampagne das Vorhaben ins Ziel zu tragen.

Jede Spende hilft dabei, den aktuellen Trend umzukehren, der zu einer immer dominanteren Rolle des Staates in den Schweizer Medien führt. Eine Spende für „No Billag“ ist eine Spende für

  • eine Vergrößerung des Spielraums für nicht subventionierte, private Anbieter
  • eine Verkleinerung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft
  • mehr Wahlfreiheit für die Konsumenten: Wo wollen sie sich informieren?
  • eine weniger einseitig wirtschaftsfeindliche Medien-Berichterstattung

Unternehmer sollen geschröpft werden ab 2019

 Welcher Firmeninhaber schaut in seiner Firma während der Arbeitszeit Staatsfernsehen? Selbst die, die privat – wenn überhaupt – noch die langweiligen und einseitigen Sendungen des SRF konsumieren, schauen sicher nicht während der Arbeitszeit fern. Die Mitarbeiter sicher noch weniger.

Insbesondere für jene Personen, die unternehmerisch aktiv sind, dürfte sich ein Einsatz für No-Billag lohnen. Mit dem Systemwechsel bei der Billag per 2019 zahlen sämtliche Unternehmen in Abhängigkeit vom Jahresumsatz die folgende ​Billag-Gebühr – es sei denn, sie wird am 4. März an der Urne abgeschafft.

Webpräsenz von NoBillag

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