Löhne in der Schweiz gestiegen

Österreich wurde gerade von der EU untersagt, seine Löhne zu schützen.

In der Schweiz sind gemäß einer aktuellen Meldung des Bundesamts für Statistik in Neuenburg die Effektiv- und Mindestlöhne 2018 um 0,9% bzw. 0,5% gestiegen.

Dies nicht zuletzt, weil die nach wie vor bzw. immer mehr umstrittene EU-Personenfreizügigkeit zwar im Zuge des sogenannten Schengen-Abkommens angenommen wurde, aber seitens der Gewerkschaften damals sogenannte „flankierende Maßnahmen“ durchgesetzt werden konnten.

Gegenwärtig sind solche flankierenden Maßnahmen noch möglich, Österreich aber kann

Die unterzeichnenden Sozialpartner der wichtigsten Gesamtarbeitsverträge (GAV) in der Schweiz hatten für das Jahr 2018 eine nominale Erhöhung der Effektivlöhne (+0,9%) und der Mindestlöhne (+0,5%) beschlossen.

Von der Effektivlohnerhöhung wurden 0,3% generell und 0,6% individuell zugesichert.

Dies geht aus der Erhebung über die gesamtarbeitsvertraglichen Lohnabschlüsse hervor, die vom Bundesamt für Statistik (BFS) durchgeführt wird.

Österreich:

Der Europäischen Gerichtshof (EuGH) hat die in Österreich geltende Regelung gegen Sozialdumping gekippt. Baugewerkschaft, der Arbeiterkammer und Sozialdemokraten (SPÖ) Österreichs sind empört.

Eine in Österreich vom Auftraggeber zu zahlende Sicherheit für ausländische Dienstleister verstößt nach einem Urteil (C-33/17) des Europäischen Gerichtshofs gegen EU-Recht.

In der Schweiz gibt es solche Regelungen sogar zwischen Kantonen.

Der Kanton Tessin verlangt zum Beispiel von Baufirmen aus Graubünden Sicherheiten: Sie müssen sich registrieren lassen und ein bürokratisches Verfahren durchlaufen. Kantonale Freiheit.

Der Tagesanzeiger schreibt dazu, es ginge um Lohnschutz bzw. Schutz der Einkommen des heimischen Gewerbes des Kantons Tessin (Ticino):

„Offiziell bezweckt das Gesetz «die Förderung der Qualität der Arbeiten von Gewerbebetrieben, die Verbesserung der Sicherheit der Arbeitnehmer und die Vorbeugung von Missbräuchen bei der Wettbewerbsausübung». In erster Linie ist es aber Heimatschutz für das ­lokale Gewerbe.“

Österreich darf Ausbeutung von Arbeitnehmern gemäß einem aktuellen EU-Gerichtshofurteil nicht mehr bekämpfen.

Österreich darf Ausbeutung von Arbeitnehmern gemäß einem aktuellen EU-Gerichtshofurteil nicht mehr bekämpfen.