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Saturday November 25th 2017

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Leistungsfähigkeit der Schweizer Forschung und Innovation erwiesen

Bundespräsident Johann Schneider-Ammann präsentierte den Bericht „Forschung und Innovation in der Schweiz 2016“ (Foto: Bundeskanzlei)

Bundespräsident Johann Schneider-Ammann präsentierte den Bericht „Forschung und Innovation in der Schweiz 2016“ (Foto: Bundeskanzlei)

Bundespräsident Johann N. Schneider-Ammann, Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung WBF, stellte heute im ARTORG Center for Biomedical Engineering Research der Universität Bern den Bericht „Forschung und Innovation in der Schweiz 2016“ vor. Der rund 230 Seiten umfassende Bericht des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation SBFI untersucht erstmals die Leistungsfähigkeit der Schweizer Forschung und Innovation. Bundespräsident Johann N. Schneider-Ammann unterstrich, dass Forschung und Innovation zentrale Voraussetzungen für die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe seien. Der Bericht biete den Unternehmen und Akteuren ein Monitoring, enthalte internationale Leistungsvergleiche und zeige systemische Zusammenhänge auf.

Die Ergebnisse der verschiedenen im Rahmen des Berichtes durchgeführten Analysen zeigen, dass das Schweizer Forschungs- und Innovationssystem sowohl aus nationaler Sicht als auch im internationalen Vergleich sehr leistungsfähig ist. Stärken sind die Qualität der Rahmenbedingungen in der Schweiz insgesamt, die Exzellenz des Humankapitals entlang der gesamten Wertschöpfungskette und die Vielfalt an lokalen Wissenschaftsnetzwerken. Das Umfeld für Forschung und Innovation verändert sich jedoch laufend. Namentlich die Wahrung der Weltoffenheit ist vital für den Forschungs- und Innovationsplatz Schweiz. Beachtung ist auch der Gewinnung von Fachkräften zu schenken.

Der Bericht versteht sich als Referenzwerk für die Diskussion über Forschung und Innovation in der Schweiz. Er hat jedoch nicht zum Ziel, Steuerungsmassnahmen für das Schweizer Forschungs- und Innovationssystem vorzuschlagen oder das strategische Controlling der schweizerischen Politik in diesem Bereich zu übernehmen.

Der Bericht „Forschung und Innovation in der Schweiz 2016“ gliedert sich in drei Teile:

  1. Struktur und Funktionsweise des Schweizer Forschungs- und Innovationssystems: Dieser Teil beschreibt den generellen Kontext, Akteure und Finanzierung der Schweizer Forschung und Innovation sowie die wichtigsten nationalen und internationalen Instrumente und Massnahmen zur Förderung von Forschung und Innovation. Aus dem Bericht geht hervor, dass die Struktur und Organisation von Forschung und Innovation in der Schweiz effektiv und flexibel sind. Das Förderinstrumentarium ist im Gegensatz zu anderen Ländern schlank.
  2. Analyse der Schweizer Forschung und Innovation im internationalen Vergleich mit anderen entwickelten und aufstrebenden Volkswirtschaften über mehrere Jahre: Untersucht werden die Leistungsfähigkeit der Schweizer Forschung und Innovation anhand eines internationalen Vergleichs der wichtigsten Indikatoren. Zudem bietet dieser Teil eine Gegenüberstellung mit ausgewählten Innovationsregionen. Die Indikatoren zeigen, dass die Schweiz in Forschung und Innovation weltweit insgesamt eine starke Position einnimmt.
  3. Untersuchung von übergeordneten oder transversalen Fragestellungen mit zentraler Bedeutung für das Schweizer Forschungs- und Innovationssystem: Dieser Teil besteht aus vier Studien zu ausgewählten Themen, die durch Expertinnen und Experten der Wissenschaft durchgeführt wurden.

Der Bericht entstand unter der Leitung des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI). Eine Gruppe externer Experten hat den Bericht von seiner Konzeption bis zur redaktionellen Umsetzung begleitet. Zudem fanden regelmässige Gespräche mit Akteuren aus Forschung und Innovation statt. Vorgesehen ist, dass der Bericht alle vier Jahre neu herausgegeben wird. Die internationalen Vergleiche zur Leistungsfähigkeit sollen alle zwei Jahre aktualisiert werden.