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Krankenversicherung vergütet nicht-invasive Trisomie-Bluttests

Krankenversicherung vergütet nicht-invasive Trisomie-Bluttests

Krankenversicherung vergütet nicht-invasive Trisomie-Bluttests

Bern, 07.07.2015 – Ab dem 15. Juli 2015 vergütet die obligatorische Krankenpflegeversicherung (OKP, Grundversicherung) bei schwangeren Frauen nicht-invasive Trisomie-Tests. Bedingung für die Vergütung dieser Bluttests ist, dass ein sogenannter Ersttrimester-Test durchgeführt worden ist und dass das Risiko für die Trisomien 21, 18 oder 13 höher ist als 1:1000. Weiter werden unter anderem die Beiträge der OKP an Geburtsvorbereitungskurse erhöht.

Bisher mussten sich schwangere Frauen, deren Föten ein erhöhtes Risiko für die Trisomien 21, 18 und 13 aufweisen, einer invasiven Chorionzotten- oder Fruchtwasseruntersuchung unterziehen, wenn sie und ihr Partner eine präzise Diagnose erhalten wollten. Neuere, nicht-invasive Tests ermöglichen es nun, diese Trisomien im mütterlichen Blut festzustellen.

Weiter vergütet die OKP ab Anfang Juli neu einen Beitrag von Fr. 150.- an Geburtsvorbereitungskurse; bisher wurden lediglich Fr. 100.- übernommen. Zudem wurde die Betreuungsregelung nach der Geburt konkretisiert und administrativ vereinfacht. Insbesondere können Mütter künftig Hausbesuche von Hebammen ab dem zehnten Tag nach der Geburt neu auch ohne ärztliche Anordnung in Anspruch nehmen.

Bundesamt für Gesundheit

Eidgenössisches Departement des Innern