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Saturday November 25th 2017

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Krankenkassen-Prämien steigen nächstes Jahr um durchschnittlich vier Prozent

Krankenkassen-Prämien steigen nächtes Jahr um durchschnittlich 4%. (Symbolbild)

Krankenkassen-Prämien steigen nächtes Jahr um durchschnittlich 4%. (Symbolbild)

Die Standardprämie der obligatorischen Krankenpflegeversicherung steigt 2016 um durchschnittlich 4,0 Prozent. Pro Person bedeutet dies monatliche Mehrkosten von 16.30 Franken. Die Erhöhung der Standardprämie variiert je nach Kanton zwischen 2,2 und 8,2 Prozent. Bei den Kindern beträgt die Erhöhung im Durchschnitt 3,9 Prozent, bei den jungen Erwachsenen 3,6 Prozent.

In zehn Kantonen (AI, BE, BS, GL, OW, SG, TG, UR, ZG, ZH) liegen die durchschnittlichen Anpassungen der Standardprämie im Jahr 2016 unter 4 Prozent. In elf Kantonen (AG, BL, FR, GE, GR, LU, SH, SZ, TI, VD, VS) liegen sie zwischen 4 und 5 Prozent, in fünf Kantonen (AR, JU, NE, NW, SO) über 5 Prozent. Am stärksten steigen die Prämien im Kanton Neuenburg mit durchschnittlich 8,2 Prozent an, am wenigsten im Kanton Appenzell Innerrhoden mit 2,2 Prozent. Die Prämien für Kinder steigen im Durchschnitt um 3,9 Prozent; bei den jungen Erwachsenen zwischen 19 und 25 Jahren erhöhen sie sich um 3,6 Prozent.

Die Standardprämie erhöhte sich seit der Einführung des Krankenversicherungsgesetzes im Jahr 1996 um durchschnittlich 4,6 Prozent pro Jahr, in den letzten zehn Jahren lag der Durchschnitt bei 3,4 Prozent. Sie bezeichnet die Grundversicherung einer erwachsenen Person mit 300 Franken Franchise und Unfalldeckung.

Überdurchschnittlich steigen die Prämien für Modelle mit eingeschränkter Wahl der Leistungserbringer (z.B. HMO- oder Hausarztmodell). Bei diesen Modellen dürfen die Rabatte nur so hoch sein, wie die Kosten, welche durch die eingeschränkte Wahl eingespart werden. Die Rabatte dürfen nicht darauf beruhen, dass überdurchschnittlich viele gesunde Versicherte diese Modelle gewählt haben. Die Krankenversicherer hatten bis 2016 drei Jahre Zeit, diese Rabatte anzupassen.

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