| Die Schweizer Zeitung
Saturday November 25th 2017

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Konzentration: EDI neu mit nationaler Tuberkulosestrategie

Das Department des Innern EDI will in Absprache mit den kantonalen Gesundheitsdirektoren die Tuberkulose mit einer nationalen Strategie bekämpfen. Ziel ist, die Übertragung der Krankheit sowie die medizinischen und sozialen Folgen unter Kontrolle zu halten. Gleichzeitig sollen die Aktivitäten von Bund und Kantonen besser koordiniert und die verfügbaren Ressourcen optimal eingesetzt werden.

Röntgenbild einer Lungentuberkulose

Röntgenbild einer Lungentuberkulose

Die Nationale Strategie zur Bekämpfung der Tuberkulose 2012-2017 definiert Rollen und Zuständigkeiten aller Beteiligten klar, schafft damit mehr Transparenz und bringt einen optimaleren Ressourceneinsatz.

Sie richtet sich in erster Linie an Personen, die in der Tuberkulosebekämpfung tätig sind oder punktuell mit der Krankheit zu tun haben. Denn die Übertragung kann durch eine frühzeitige Erkennung unter Kontrolle gehalten werden.

Die Lungenliga Schweiz und das Bundesamt für Gesundheit BAG, das in diesem Rahmen dafür zuständig ist, erarbeiteten zusammen mit Partnern aus dem Gesundheitswesen ein entsprechendes nationales Referenzhandbuch. Darin sind nationale Standards in den Bereichen Erkennung, Diagnose, Meldeverfahren, Behandlung und Umgebungsuntersuchungen bei Tuberkulose festlegt.

Zahl Tuberkulose-Erkrankungen in der Schweiz konstant

In der Schweiz werden jährlich rund 550 Fälle von Tuberkulose gemeldet. Auch wenn diese Zahl seit Jahren konstant ist und es keine Hinweise auf eine starke Zunahme gibt, stellt diese Erkrankung ein Problem für die öffentliche Gesundheit dar:

Symptome tuberkulose

Tuberkulose-Symptome

Die Tuberkulose-Diagnose ist schwierig, die Behandlung lang und kostspielig, und die Erfahrung der Gesundheitsfachpersonen im Umgang mit dieser Krankheit nimmt wegen der relativ geringen Anzahl Fälle ab.