| Die Schweizer Zeitung
Friday November 24th 2017

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Gleichstellung: Frauen im Vorteil

Das Bundesamt für Statistik in Neuenburg befaßt sich wieder einmal mit dem Thema Gleichstellung und bringt heute drei neue Statistiken auf Steurzahlerkosten heraus.

Gemäß der in der Schweiz vorherrschenden Emanzipationsideologie müssen immer gleich viel Frauen wie Männer das gleiche machen, die gleiche Ausbildung haben, in den gleichen beruflichen Stellungen gleich vertreten sein usw. usf.

Also gleich viele Bauarbeiterinnen wie Bauarbeiter und gleich viele Hebammeriche wie Hebammen, gleichviele Direktorinnen wie Direktoren usw. usf.

Das BfA bringt hierzu unter anderem folgende statistische Erhebung heraus:

Graphik: Bundesamt für Statistik in Neuenburg (Vergrößern: einfach draufklicken)

Gleichstellung von Frau und Mann – Daten, Indikatoren – Bildungsstand

Der Anteil Frauen zwischen 25 und 64 Jahren ohne nachobligatorische Bildung ist deutlich höher als derjenige der Männer im selben Alter (2009: rund 16,6% gegenüber 9,7%). Besonders groß ist der Unterschied zwischen den Geschlechtern auf Tertiärstufe. Auf Hochschulebene nehmen für beide Geschlechter die Abschlußquoten kontinuierlich zu und der Unterschied zwischen Frauen und Männern verringert sich. Die Wahl der Fachrichtung ist jedoch immer noch stark geschlechtsspezifisch geprägt.

Die Bildungsunterschiede zwischen den Geschlechtern haben im Laufe der Zeit leicht abgenommen. Der Anteil Personen ohne nachobligatorische Bildung ist zurück gegangen, besonders bei den Frauen.

Letztere machen heute häufiger als früher eine höhere Berufsbildung. Bei beiden Geschlechtern hat der Anteil Personen mit Hochschulbildung deutlich zugenommen. Obwohl noch immer ein Geschlechterunterschied besteht, ist der Anteil Frauen mit einem Abschluss einer Fachhochschule oder einer universitären Hochschule stark gestiegen.

Abgeschlossene Ausbildungen

Frauen bekommen jedes Jahr Abermillionen für Gleichstellungsprogramme nachgeschmissen, dennoch gibt es keine Früchte in der Gleichmacherei von Frau und Mann: Manche Berufe wollen Frauen trotz Millionenfördergeldern einfach nicht so gerne ausüben (Graphik groß: Bitte klicken)

Auf der Sekundarstufe II qualifizieren sich die Jugendlichen nach der obligatorischen Schule zum ersten Mal. Die so erworbenen Abschlüsse öffnen ihnen einerseits den Zugang zur nächst höheren Bildungsstufe (z.B. über die Maturität zur Universität). Andererseits ermöglichen sie den Diplomierten, als qualifizierte Arbeitskräfte ins Erwerbsleben einzutreten.

Bei den Abschlüssen der Allgemeinbildung auf Sekundarstufe II sind die Frauen im Vergleich zu den Männern deutlich übervertreten. Männer hingegen weisen höhere Anteile der Berufsbildungsabschlüsse aus, sowohl auf Sekundarstufe II als auch auf Tertiärstufe. Die Frauen haben in den letzten Jahren bei den Fachhochschul- und insbesondere bei den Universitätsabschlüssen zugelegt und den Rückstand aufgeholt.