Flucht aus der EU in die Schweiz: Einwanderung bleibt auf hohem Niveau

Auswanderung Deutschland, Einwanderung in die Schweiz

Auch dieses Jahr ist die Einwanderung in die Schweiz stark.

Allein in den ersten 9 Monaten kam bildlich gesprochen eine Stadt von 100.000 Personen neu dazu.

Während in EU-Ländern, besonders in Deutschland seit 2016 die Auswanderung sprunghaft angesteigen ist, ist es in der Schweiz umgekehrt.

Nach wie vor ist die Schweiz ein Magnet für Einwanderer bzw. Leute, die aus dem EU-Raum oder Drittstaaten aus auswandern.

In den ersten neun Monaten dieses Jahres wanderten 71 248 Personen aus der EU/EFTA ein, 31 023 Personen aus Drittstaaten.

Im gleichen Zeitraum war die Auswanderung mit –1,1% rückläufig. Der Rückgang betrifft sowohl EU/EFTA-Staatsangehörige (–0,5%) als auch Drittstaatsangehörige (–3,2%).

Dies führte bei der ständigen ausländischen Wohnbevölkerung zu einem leicht geringeren Wanderungssaldo (36 883 Personen, –0,6%) als in der Vorjahresperiode.

Abstimmung mit den Füßen: Die Einwanderung aus dem Euro-Raum bleibt auf hohem Niveau.

Bei EU/EFTA-Staatsangehörigen nahm der Wanderungssaldo um 2,4 Prozent (+495 Personen) zu, bei Drittstaatsangehörigen ging er um 4,4 Prozent (–719 Personen) zurück.

Wichtigste EU-Herkunftsstaaten: Frankreich, Deutschland, Italien, Portugal

In Bezug auf die wichtigsten Herkunftsstaaten nahm der Wanderungssaldo bei Staatsangehörigen aus Frankreich zu. Bei Staatsangehörigen aus Deutschland, Italien und Portugal lag der Wanderungssaldo in den ersten neun Monaten dieses Jahres unter dem Vorjahreswert.

Hauptgrund für die Zuwanderung aus der EU/EFTA bleibt sowohl beim Kurz- als auch beim Langzeitaufenthalt die Ausübung einer Erwerbstätigkeit. 102 911 EU/EFTA-Staatsangehörige kamen in die Schweiz, um eine Stelle anzutreten, was einem Rückgang von 0,9 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode entspricht.

Familiennachzug

Im gleichen Zeitraum machte der Familiennachzug 29 Prozent der Zuwanderung zwecks Langzeitaufenthalt aus. Im Rahmen des Familiennachzugs sind 29 873 Personen eingewandert (–6,6% im Vergleich zur Vorjahresperiode), von denen 19,9 Prozent Familienangehörige einer Schweizerin bzw. eines Schweizers waren.

Hoher Ausländeranteil

Ende September 2019 lebten 2 101 915 Ausländer in der Schweiz. Davon waren 1 436 817 Staatsangehörige der EU/EFTA und 665 098 Drittstaatsangehörige.

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