Die Schweizer Zeitung
Sonntag April 22 2018

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Erste Auslandsreise führt Bundespräsident Alain Berset nach Wien

Die erste Auslandsreise des neuen Bundespräsidenten Alain Berset führt kommende Woche nach Wien. Er knüpft damit an die Tradition an, wonach die Schweiz und Österreich jeweils früh im Jahr Kontakte auf Präsidialstufe pflegen. Neben dem österreichischen Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen wird Bundespräsident Berset am Dienstag, 9. Januar 2018, auch den neuen Bundeskanzler Sebastian Kurz treffen. Am Montag sind Gespräche mit Repräsentanten der in Wien ansässigen internationalen Organisationen geplant.

Alain Berset (Bild: Bundeskanzlei)

Alain Berset (Bild: Bundeskanzlei)

Bei den separaten Treffen mit dem österreichischen Bundespräsidenten und dem Bundeskanzler werden insbesondere Fragen der bilateralen Beziehungen und der Europapolitik der Schweiz im Zentrum stehen. Österreich übernimmt in der zweiten Jahreshälfte 2018 die EU-Ratspräsidentschaft. Des Weiteren werden europäische und internationale Themen zur Sprache kommen. Am Gespräch mit Bundespräsident Van der Bellen wird auch die neue Gesundheits- und Sozialministerin Beate Hartinger-Klein teilnehmen. Ebenfalls geplant ist ein Treffen mit Kultur- und Europaminister Gernot Blümel.

Am Vorabend wird Bundespräsident Berset vier Verantwortliche der internationalen Organisationen treffen: Juri Fedotow, Generaldirektor des Wiener UNO-Sitzes und Direktor des UNO-Büros für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC), Yukiya Amano, Generaldirektor der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEO), Thomas Greminger, Generalsekretär der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), sowie Harlem Désir, OSZE-Beauftragter für Medienfreiheit.

Zum Abschluss des Präsidialbesuchs steht ein Besuch der Ausstellung über Ferdinand Hodler (1853-1918) im Leopold Museum auf dem Programm. In seiner Eigenschaft als Kulturminister übernahm Bundesrat Berset im Herbst 2017 gemeinsam mit seinem damaligen Amtskollegen Thomas Drozda das Patronat der Schau. Es handelt sich um die bisher bedeutendste Hodler-Ausstellung in der Stadt, in der dem Schweizer Künstler endgültig der internationale Durchbruch gelang.