| Die Schweizer Zeitung
Monday November 20th 2017

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Ersatz von Elektroheizungen bis 2025

Gibt es bald Fördergelder für den Ersatz von Elektroheizungen bzw. zusätzliche Fördergelder in Kantonen, die bislang nur wenig födern?

Die Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie des Nationalrates will die Elektroheizungen in Gebäuden bis 2025 ersetzen. Sie beauftragt den Bundesrat in einer Kommissionsmotion, entsprechende Rahmenbedingungen zu erarbeiten. Mit dem Ersatz durch effiziente Heizsysteme sind große Energieeinsparungen verbunden. Festinstallierte Elektroheizungen verbrauchen gleich viel Strom, wie das Kernkraftwerk Mühleberg produziert.

Mit 24 zu 0 Stimmen bei einer Enthaltung hat die Kommission beschlossen, eine Motion für den Ersatz von Elektroheizungen einzureichen (12.3340 „Rahmenbedingungen für den Ersatz von Elektroheizungen“).
Die Motion  beauftragt den Bundesrat, in Zusammenarbeit mit den Kantonen gesetzliche Rahmenbedingungen zu erarbeiten, damit Elektroheizungen bis 2025 größtenteils durch effizientere Heizsysteme ersetzt werden.

 

Die Energiekommission des Nationalrats will offenbar mehr Förderprogramme bzw. Fördergelder für den Austausch von Elektroheizungen, z. B. in Holzheizungen (energieneutral) oder Wärmepumpen (benötigen im Vergleich aber ebenfalls Strom, besonders im Winter)

Die Energiekommission des Nationalrats will offenbar mehr Förderprogramme bzw. Fördergelder für den Austausch von alten Elektroheizungen, z. B. in Holzheizungen (energieneutral) oder Wärmepumpen (benötigen im Vergleich aber ebenfalls Strom, besonders im Winter)

Bedeutende Energiesparpotentiale

Die über 250‘000 Elektroheizungen, die in der Schweiz in Betrieb sind, verbrauchen jährlich etwa 3 TWh Strom, was mindestens der Produktion des Kernkraftwerks Mühleberg entspricht.

 

Wärmepumpe oder Holzheizung im Vergleich sparsamer
Ein Ersatz mit effizienteren Heizsystemen, wie z. B. Wärmepumpen, würde zu beträchtlichen Einsparungen führen.
Die Kommission ist überzeugt, daß dieses Einsparpotential – insbesondere im Hinblick  auf die Herausforderungen verbunden mit der Energiestrategie 2050 – genutzt werden soll.
In vielen Kantonen sind bereits Bestrebungen in dieser Richtung im Gange, schließlich obliegt ihnen für Maßnahmen beim Energieverbrauch in Gebäuden die verfassungsmäßige Kompetenz.