| Die Schweizer Zeitung
Friday December 15th 2017

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Die Schweiz nimmt an der zweiten UN-Umweltversammlung teil

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Themen der Tagung sind die Verschmutzung der Meere durch Plastikabfälle usw. (Symbolbild)

Vom 23. bis zum 27. Mai 2016 findet in Nairobi (Kenia) die zweite Umweltversammlung der Vereinten Nationen (United Nations Environment Assembly, UNEA) statt. Themen der Tagung sind die Verschmutzung der Meere durch Plastikabfälle, nachhaltige Produktion- und Konsummuster sowie die Stärkung des internationalen Umweltregimes. An seiner heutigen Sitzung hat der Bundesrat das Mandat der Schweizer Delegation genehmigt. BAFU-Direktor Marc Chardonnens wird die Schweizer Delegation am Ministertreffen vom 26. und 27. Mai leiten.

Alle zwei Jahre treten die Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen (UN) zusammen, um eine Bilanz über den Zustand der Umwelt zu ziehen, internationale Strategien für deren Schutz und für die nachhaltige Nutzung der Ressourcen festzulegen und umweltpolitische Massnahmen zu beschliessen. Auch die Umweltministerinnen und -minister treffen zu Debatten über wichtige Themen zusammen. Dieses Jahr stehen die Zusammenhänge zwischen Gesundheit und Umwelt sowie die Mitwirkung des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) bei der Erreichung der UN-Ziele für die nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) auf der Agenda. Der Austausch auf Ministerebene sollte die Gelegenheit bieten, die aktive Rolle des UNEP bei der Verwirklichung der SDGs zu definieren und so eine gute Einbindung der Umweltdimension in die globale Strategie zu gewährleisten. Marc Chardonnens, Direktor des Bundesamtes für Umwelt (BAFU), wird im Rang eines Staatssekretärs am Ministertreffen teilnehmen.

Verschmutzung der Meere durch Mikroplastik

Zudem werden die Staatenvertreter Massnahmen gegen die Verschmutzung der Meere durch Mikroplastik erörtern. Plastikabfälle gelangen grösstenteils über Fliessgewässer in die Ozeane. Aus Schweizer Sicht ist es von grundlegender Bedeutung, diese Problematik mit der Chemikalien- und Abfallpolitik zu verknüpfen und die internationalen Konventionen und Organisationen in das Vorgehen des UNEP einzubinden.

Förderung nachhaltiger Konsum- und Produktionsmuster

Die Unterstützung nachhaltiger Konsum- und Produktionsmuster – ein wichtiger Aspekt der nachhaltigen Entwicklung – ist ein weiteres Thema an der UNEA. Die Schweizer Delegation wird sich dafür einsetzen, dass die effizientere Nutzung der natürlichen Ressourcen als Schlüsselelement in das Arbeitsprogramm 2018–2019 aufgenommen wird und entsprechende Praktiken im Privatsektor gefördert werden.

Stärkung des internationalen Umweltregimes

Eines der Ziele der Versammlung ist die Stärkung der Rolle des UNEP im internationalen Umweltregime. Nach Auffassung der Schweiz soll das UNEP für die zahlreichen internationalen Konventionen einen Mehrwert bieten. Insbesondere muss das UNEP die Suche nach Synergien fördern, damit Kompetenzzentren geschaffen werden können. Als Vorbild sollen die drei Konventionen über Chemikalien und gefährliche Abfälle dienen, die über ein gemeinsames Sekretariat verfügen. Zusammen mit weiteren Ländern hat die Schweiz einen Beschlussentwurf eingereicht, wonach für die Konventionen im Bereich der Biodiversität ein solcher Prozess der Suche nach Synergien eingeleitet werden soll.