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Monday December 18th 2017

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Die Schweiz an der 105. Tagung der Internationalen Arbeitskonferenz in Genf

Die Schweiz an der 105. Tagung der Internationalen Arbeitskonferenz in Genf. (Symbolbild)

Die Schweiz an der 105. Tagung der Internationalen Arbeitskonferenz in Genf. (Symbolbild)

Die Schweiz wird an der 105. Tagung der Internationalen Arbeitskonferenz (IAK) teilnehmen, die vom 30. Mai bis 11. Juni 2016 in Genf stattfindet. Der Bundesrat hat heute die Mitglieder der Delegation aus Arbeitgebern, Arbeitnehmenden und Regierung ernannt, die die Schweiz bei der IAK vertreten werden.

Bundespräsident Johann N. Schneider-Ammann wird an der Eröffnungszeremonie der Konferenz am 30. Mai 2016 als Ehrengast teilnehmen. Er wird mit Guy Ryder, Generaldirektor der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO), ein Memorandum of Understanding (MoU) im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit unterzeichnen. Mit diesem Abkommen wird die bestehende Kooperation zwischen der Schweiz und der IAO konsolidiert. Die Schweiz unterstützt zurzeit Projekte der IAO unter anderem im Bereich der Förderung der wirtschaftlichen Produktivität sowie der Sicherstellung von menschenwürdigen Arbeitsbedingungen für Migrantinnen und Migranten in Entwicklungs- und Schwellenländern.

Ein Schwerpunkt der Konferenz wird eine Aussprache zum Thema menschenwürdige Arbeit in globalen Lieferketten sein. Globale Lieferketten umfassen alle an der Herstellung von Produkten und Dienstleistungen beteiligten Organisationen von den Zulieferern bis zum Endkunden. Solche Lieferketten können zu einer nachhaltigen Entwicklung, einem inklusiven Wirtschaftswachstum, zur Beschäftigung und einer menschenwürdigen Arbeit für alle beitragen. Die Schweiz wird aufzeigen, wie sich ihre Projekte der wirtschaftlichen Entwicklungszusammenarbeit positiv auf das Wirtschaftswachstum, die Beschäftigung und die Arbeitsbedingungen in den Partnerländern auswirken. Nach Meinung der Schweiz muss die IAO ihre Expertise bezüglich der Anzahl und Qualität der in den globalen Lieferketten geschaffenen Arbeitsplätze vertiefen.

Die Schweiz ist der Ansicht, dass die IAO über eine aktualisierte Grundlage verfügen sollte, damit die menschenwürdige Arbeit für den Frieden, die Sicherheit und die Katastrophenresilienz genutzt und auf neue Krisenformen reagiert werden kann. In den Augen der Schweiz muss die IAO die Beschäftigung fördern, die staatlichen Institutionen stärken und sich für den sozialen Schutz und Dialog sowie die Einhaltung der fundamentalen Rechte am Arbeitsplatz einsetzen.

Schliesslich wird die Schweiz auch die vorgeschlagenen Änderungen am Seearbeitsübereinkommen billigen. Diese betreffen die Bestimmungen zu Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten sowie zum Seearbeitszeugnis und zur Seearbeits-Konformitätserklärung.

Die Regierungsdelegation wird von Boris Zürcher, Leiter der Direktion für Arbeit des Staatssekretariats für Wirtschaft SECO, angeführt. Für die Dauer der Konferenz wird ihm der Titel des Staatssekretärs verliehen. Die Delegation der Arbeitgeber wird von Blaise Matthey, Generaldirektor der Fédération des Entreprises Romandes, Genf, geleitet und jene der Arbeitnehmenden von Luca Cirigliano, Zentralsekretär des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB), Bern.