| Die Schweizer Zeitung
Friday November 24th 2017

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Die Beresina-Schlacht und ihr Vermächtnis +++ Rede von Bundesrat Maurer zum 1. August

Bundesrat Ueli Maurer spricht am Bundesfeiertag über die Schlacht an der Beresina von 1812 und die aktuelle politische Lage 200 Jahre später. Bundesrat Ueli Maurer hält am 31. Juli in Hinwil und St. Margrethen sowie am 1. August in Uster, Siblingen, Linden und Münsingen die Ansprache zur Bundesfeier.

Im Zentrum der Rede steht die Rolle der Schweiz im internationalen Umfeld: Der Druck des Auslandes auf die bewährte freiheitliche Ordnung und die Unabhängigkeit der Schweiz nehmen zu. Die Forderungen gehen immer klarer in Richtung Einschränkung der Souveränität. Zur Zeit wird darüber diskutiert, daß die Schweiz EU-Recht direkt zu übernehmen habe.

Damit stellt sich einmal mehr in der Geschichte unseres Landes die ganz grundsätzliche Frage: Hat die Schweiz den politischen Willen, ihre Unabhängigkeit zu bewahren? Oder gibt sie den Forderungen laufend nach und läßt sich immer mehr fremdbestimmen?

Bundesrat Ueli Maurer zeigt sich in seinen Ansprachen besorgt über die aktuelle Lage. Er stellt die momentane Situation in einen größeren historischen Zusammenhang – ausgehend von den Schicksalen von Schweizern auf Napoleons Rußlandfeldzug und bei der Schlacht an der Beresina, die sich dieses Jahr zum 200sten Mal jähren.

Gleichschaltung in Europa – heute und damals

Dafür, daß die Schweiz damals für die maßlose Machtpolitik eines gleichgeschalteten, zentral-gesteuerten Europas mit tausenden von Menschenleben bezahlen mußte, war eine mutlose Politik verantwortlich, die allen Forderungen des Auslandes sofort nachgab und so schliesslich im Verlust der Souveränität und in der Aufgabe der Unabhängigkeit endete. Für den Untergang der alten Eidgenossenschaft können insbesondere drei Gründe genannt werden: Die politische Führung mißtraute dem Volk und mißachtete den Volkswillen. Die Verblendung von mutlosen Anpassern in der Elite, die sich von großen Visionen und der Verheißung einer neuen Zeit beeindrucken lie0en und ihre Heimat geringschätzten.

Und die Hoffnung der politischen Führung, mit immer neuem Nachgeben die Gegenseite zufrieden zu stellen – bis zur Selbstaufgabe.

Dabei macht Bundesrat Ueli Maurer klar:

Die Geschichte wiederholt sich nie, aber sie entwickelt sich immer wieder nach den gleichen Mustern. Diese Tatsache belegt er mit offensichtlichen Parallelen zwischen der verhängnisvollen Politik von 1798, die schließlich zur Beteiligung der Schweiz am Rußlandfeldzug vor 200 Jahren führte, und den gegenwärtigen politischen Herausforderungen. Er wünscht der Schweiz zum Geburtstag mutige Bürger, die sich weiterhin für die bewährte und erfolgreiche Unabhängigkeit und Freiheit unseres Landes einsetzen.