Deutsche Polizei empfiehlt Frauen / Mädchen: Fensterplätze inS-Bahn meiden (um nicht „eingekesselt“ werden zu können)

„Wir lassen uns die Art, wie wir leben, nicht kaputt machen“ ist ein Angela Merkel-Zitat aus dem Jahre 2016.

Derweil die Grünen zusammen mit SPD, CDU und natürlich PDS um Ampelweibchen (sonst sind Frauen nicht „mitgemeint“ – und könnten wohl überfahren werden) und andere tolle Emanzipations-Dinge kämpfen, mehren sich die Verhaltensempfehlungen an Frauen.

Keine zu kurzen Röcke tragen. Keine aufreizende Kleidung tragen.

Eine „Armlänge Abstand“ zu Männern halten (Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker riet dies öffentlich ihren Geschlechtsgenossinen).

Nicht ohne Begleitung aus dem Hause gehen, sondern Freundin(nen) oder andere Personen als Begleitung.

Deutschland 2019

Insgesamt wird es immer schwieriger zwischen Satire und Realität zu unterscheiden.

Dinge, die man noch vor nur wenigen Jahren für undenkbar gehalten hätte, liest man nun fast im Stundentakt.

So etwa dies, was (leider) keine Satire ist.

Deutschland 2019 ist es soweit, daß die Polizei öffentlich Frauen rät, sich nicht an Fensterplätze in S-Bahnen zu setzen, damit sie „nicht eingekesselt“ werden können.

Dies ist wie gesagt kein Scherz, keine Satire, sondern Realität, Wirklichkeit.

Und wäre das für sich genommen als Ratschlag der Polizei an weibliche Personen noch nicht surreal genug, so sind diese auch eingeladen zu einem Kurs, in welchem das von der Polizei empfohlene Verhalten situativ geübt werden kann.

Frauen und Mädchen: Unter polizeilicher Anleitung S-Bahn-fahren üben

Der S-Bahn-Waggon, der am Donnerstag, 12. September, auf Gleis drei des Marbacher Bahnhofs steht, ist ein ganz besonderer: Ihn ihm können Mädchen und Frauen ab 16 Jahre lernen, wie sie mit brenzligen Situationen umgehen und wie sie sie am besten vermeiden.

Die Polizei dazu gegenüber der Leonberger Kreiszeitung:

Die Gefährdungslage ist definitiv nicht so, daß Frauen sich Sorgen machen müßten, wenn sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sind. Aber wir nehmen wahr, daß das subjektive Sicherheitsgefühl trotzdem schlecht ist. Viele Frauen möchten nicht mit der S-Bahn fahren, weil sie denken, daß sie dort in eine doofe Situation kommen könnten. Statistisch gesehen gibt es dafür keinen Anlaß, aber allein die Kriminalitätsangst ist für uns ein Grund, aktiv zu werden.“

Polizei: Keine Fensterplätze in S-Bahn nutzen als Frau / Mädchen

Die Journalistin Verena Meyer der Leonberger Kreiszeitung fragt später im Interview die Polizei:

„Kann man brenzlige Situationen ernsthaft vermeiden?“

Die Polizei bzw. eine Frau mit dem bezeichnenden und sprechenden Namen „Frau Glück“ (so wird sie im Artikel vorgestellt), antwortet:

Man sollte es auf jeden Fall versuchen. Wir empfehlen zum Beispiel, sich in einem Viererabteil nicht ans Fenster zu setzen. Damit man nicht eingekesselt werden kann. Und es schadet auch nicht, die Umgebung zu scannen.

Also Kopfhörer raus und Handy weg, damit die Aufmerksamkeit da ist.

Und, ganz wichtig: Wenn man beim Einsteigen in einen Waggon ein doofes Gefühl hat, dann geht man besser in einen anderen. Natürlich sieht man den Leuten nicht an, was sie vorhaben, aber wenn man ein schlechtes Bauchgefühl hat, gibt es meistens einen Grund dafür.

Kurs: Anmeldungen noch möglich:
Der Kurs (neudeutsch „workshop“) in Marbach beginnt um 11 und um 13 Uhr und dauert jeweils 90 Minuten, teilt die Zeitung gemeinsam mit der Polizei mit und weiter:

Eine Anmeldung ist nötig und bis zum 9. September möglich per Mail: ludwigsburg.pp.praevention@polizei.bwl.de

Wie paßt die hier fotografierte Empfehlung bzw. passen die hier wiedergegebenen Empfehlungen der Polizei zu der Einleitung, Zitat: ''Die Gefährdungslage ist definitiv nicht so, daß Frauen sich Sorgen machen müßten, wenn sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sind. Aber wir nehmen wahr, daß das subjektive Sicherheitsgefühl trotzdem schlecht ist. Viele Frauen möchten nicht mit der S-Bahn fahren, weil sie denken, daß sie dort in eine doofe Situation kommen könnten. Statistisch gesehen gibt es dafür keinen Anlaß, aber allein die Kriminalitätsangst ist für uns ein Grund, aktiv zu werden.''

Wie paßt die hier fotografierte Empfehlung bzw. passen die hier wiedergegebenen Empfehlungen der Polizei zu der Einleitung, Zitat: „Die Gefährdungslage ist definitiv nicht so, daß Frauen sich Sorgen machen müßten, wenn sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sind. Aber wir nehmen wahr, daß das subjektive Sicherheitsgefühl trotzdem schlecht ist. Viele Frauen möchten nicht mit der S-Bahn fahren, weil sie denken, daß sie dort in eine doofe Situation kommen könnten. Statistisch gesehen gibt es dafür keinen Anlaß, aber allein die Kriminalitätsangst ist für uns ein Grund, aktiv zu werden.“

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