| Die Schweizer Zeitung
Monday November 20th 2017

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Fall Hans Peter Kneubühl und das Thema Behördenarroganz

Der Fall Hans Peter Kneubühl wirft einmal mehr die Frage nach dem Umgang von Behörden mit dem Bürger auf. Zwar schweigen sich die Behörden bislang aus, um was es eigentlich bei dem jahrelang schwelenden Streit mit den Behörden überhaupt ging.

Die Schweiz wird immer bürokratischer. Behördenmitarbeiter sind nicht bürgernah, sondern oft ungerecht und arrogant

Aber fest steht: Der Staat wurde in den vergangenen zehn Jahren massivst aufgebläht. Es gibt immer mehr Gesetze und Vorschriften und damit auch immer mehr Beamte, die diese Gesetze und Vorschriften durchsetzen müssen. Ohne diese könnte die immer weiter aufgeblähte Schweizer Bürokratie nicht am Leben erhalten werden.

Als Bürger erfährt man nicht nur sachgerechte und freundliche Behandlung durch Behörden, sondern zunehmend mehr Arroganz und auch Ungerechtigkeiten.

Die Liste von Beamtenarroganz und Behördenungerechtigkeiten ließe sich lang führen. Einige Fälle, die der Redaktion von SchweizerZeitung.ch vorliegen, sind z. B.:

– Inkompetenz beim HRA SG: Schriftliche und mündliche Falschauskünfte vom Handelsregisteramt St. Gallen. Nicht, daß ein Amt nicht auch einmal Fehler machen kann, aber hier wurden die Falschauskünfte, die gleich in Serie erfolgten, eindeutig auf dem Rücken des Bürgers bzw. in diesem Falle auf dem Rücken des betreffenden Unternehmens, einer St. Galler AG ausgetragen. Diese mußte die Behördenfalschauskünfte ausbaden.

– Willkürliche Fristsetzungen beim HRA SG: Ein Unternehmen wird mit einer vollkommen willkürlichen Fristsetzung konfrontiert.

– Willkür beim Kantonalen Steueramt St. Gallen: Willkürliche Mondschätzungen (siehe separaten Bericht), die jeder Sachlichkeit und Grundlage entbehren.

– Unverschämtheit beim Betreibungsamt Chur: Ein Mitarbeiter wird am Telefon unverschämt und legt sogar den Hörer auf, nachdem der Anrufer erklärt, daß die Betreibung längst bezahlt ist.

– Arroganz beim Steueramt Chur: Ein Mitarbeiter drückt einem KMU-Unternehmer, der die Steuererklärung nicht rechtzeitung abgeben kann, einen Spruch rein: Die Großbanken würden alle ihre Steuererklärungen pünktlich einreichen (als ob eine Großbank, die massenhaft Anwälte und Revisoren beschäftigt