Rückruf von IKEA Lampen des Typs GOTHEM wegen Stromschlaggefahr

Rückruf von IKEA Lampen des Typs GOTHEM wegen Stromschlaggefahr. (Symbolbild)

Rückruf von IKEA Lampen des Typs GOTHEM wegen Stromschlaggefahr. (Symbolbild)

In freiwilliger Zusammenarbeit mit dem Eidgenössischen Starkstrominspektorat (ESTI) informiert IKEA über den Rückruf von Lampen des Typs GOTHEM wegen Stromschlaggefahr.

Wegen der Gefahr eines Stromschlags ruft IKEA alle GOTHEM Tisch- und Stehlampen zurück, nachdem bei einigen Lampen defekte Kabel gefunden worden sind. Defekte Kabel können dazu führen, dass der Metallkörper der Lampe unter Spannung gerät. Dies stellt ein Sicherheitsrisiko dar.

Alle drei Modelle der GOTHEM Lampe – zwei Tischlampen und eine Stehlampe – sind von dem Rückruf betroffen. Die GOTHEM Lampen befanden sich seit Oktober 2015 im Verkauf.

IKEA bittet alle Kunden, die eine IKEA GOTHEM Lampe haben, diese nicht länger zu verwenden und sie in einem beliebigen IKEA Einrichtungshaus zurückzugeben. Dort erhalten Kunden den vollen Kaufpreis erstattet. Ein Kaufbeleg (Kassenbon) ist nicht notwendig.

Neues Sanktionenrecht gilt ab 1. Januar 2018

Neues Sanktionenrecht gilt ab 1. Januar 2018. (Symbolbild)

Neues Sanktionenrecht gilt ab 1. Januar 2018. (Symbolbild)

Die Geldstrafe behält den Vorrang vor der Freiheitsstrafe und ist auch weiterhin in bedingter Form zugelassen. Um den Täter von der Begehung weiterer Taten abzuhalten, sind neu aber auch kurze Freiheitsstrafen möglich. Diese können auch bedingt ausgesprochen werden. Zudem wird die Vollzugsform des Electronic Monitoring gesetzlich verankert. Der Bundesrat hat diese und weitere Änderungen des Strafgesetzbuches auf den 1. Januar 2018 in Kraft gesetzt; gewisse Änderungen im Jugendstrafrecht treten bereits am 1. Juli 2016 in Kraft.

Am 19. Juni 2015 haben die eidgenössischen Räte die Änderungen des Sanktionenrechts verabschiedet. Die Referendumsfrist ist ungenutzt verstrichen. Im Zentrum der Änderungen steht die Lockerung der Voraussetzungen für die Aussprechung einer kurzen Freiheitsstrafe unter sechs Monaten. Wie heute hat in diesem Bereich zwar die Geldstrafe grundsätzlich Vorrang. Eine kurze Freiheitsstrafe soll neu aber auch dann ausgesprochen werden können, wenn sie nötig erscheint, um den Täter oder die Täterin vor weiteren Straftaten abzuhalten. Je nach Bewährungsprognose kann die kurze Freiheitsstrafe auch bedingt ausgesprochen werden. Heute sind kurze Freiheitsstrafen dagegen nur in unbedingter Form möglich, nämlich dann, wenn eine schlechte Bewährungsprognose zu stellen ist und der Vollzug einer Geldstrafe aussichtslos erscheint. Bei der Geldstrafe behält das Gesetz den Höchstbetrag des Tagessatzes von 3000 Franken bei, bestimmt aber neu, dass in der Regel ein Tagessatz von mindestens 30 Franken gilt, der in Ausnahmefällen bis auf 10 Franken reduziert werden darf.

Electronic Monitoring ist eine neue Vollzugsform

Die elektronische Überwachung des Vollzugs ausserhalb der Strafanstalt (Electronic Monitoring) wird als Vollzugsform für Freiheitsstrafen zwischen 20 Tagen und 12 Monaten gesetzlich verankert. Electronic Monitoring kann zusätzlich gegen Ende der Verbüssung langer Freiheitsstrafen als Alternative zum Arbeitsexternat und zum Arbeits- und Wohnexternat für eine Dauer von 3 bis 12 Monaten angeordnet werden.

Freiheitsstrafen bis zu sechs Monaten können auch als gemeinnützige Arbeit vollzogen werden. Bei der gemeinnützigen Arbeit handelt es sich jedoch anders als heute nicht mehr um eine eigenständige Strafe, sondern neu um eine Vollzugsform. Damit sind nicht mehr die Gerichte, sondern die Strafvollzugsbehörden für die Anordnung der gemeinnützigen Arbeit zuständig.

Änderungen im Jugendstrafrecht gelten schon ab Juli 2016

Im Jugendstrafrecht wird die Altersgrenze für die Beendigung von Massnahmen von 22 auf 25 Jahre erhöht. Jugendlichen Straftätern bleibt somit mehr Zeit, sich im Rahmen des Massnahmenvollzugs die für ein geordnetes Leben erforderlichen Grundlagen anzueignen. Die Erhöhung der Altersobergrenze wird es beispielsweise in Zukunft ermöglichen, dass Jugendliche während einer Massnahme eine Berufslehre abschliessen können. Der Bundesrat erachtet eine rasche Umsetzung dieser Vorzüge als notwendig und setzt deshalb die Änderungen im Jugendstrafgesetzbuch bereits auf den 1. Juli 2016 in Kraft.

Landesverweisung: Gesetze zur Ausschaffungsinitiative haben Vorrang

Das neue Sanktionenrecht umfasst auch die Wiedereinführung einer fakultativen Landesverweisung. Diese Bestimmung wird jedoch durch das Inkrafttreten der Änderungen des Strafgesetzbuches zur Umsetzung der Ausschaffungsinitiative auf den 1. Oktober 2016 gegenstandslos. Denn mit diesen neuen Gesetzen findet die fakultative bzw. nicht-obligatorische strafrechtliche Landesverweisung bereits Anwendung.

Komplementärmedizin soll anderen Fachrichtungen gleichgestellt werden

Komplementärmedizin soll anderen Fachrichtungen gleichgestellt werden. (Symbolbild)

Komplementärmedizin soll anderen Fachrichtungen gleichgestellt werden. (Symbolbild)

Die obligatorische Krankenpflegeversicherung soll weiterhin komplementär-medizinische Leistungen übernehmen. Das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) will die Komplementärmedizin den anderen medizinischen Fachrichtungen gleichstellen und schickt die entsprechenden Verordnungsanpassungen in die Anhörung.

Volk und Stände haben im Mai 2009 den neuen Verfassungsartikel zur Berücksichtigung der Komplementärmedizin deutlich angenommen. Seit 2012 übernimmt die obligatorische Krankenpflegeversicherung (OKP, Grundversicherung) provisorisch bis 2017 die ärztlichen Leistungen der anthroposophischen Medizin, der traditionellen chinesischen Medizin, der Homöopathie und der Phytotherapie.

Die Vergütung der Leistungen ist provisorisch und befristet, weil der Nachweis aussteht, dass die Leistungen der vier komplementärmedizinischen Fachrichtungen wirksam, zweckmässig und wirtschaftlich sind. Es hat sich nun gezeigt, dass dieser Nachweis für die Fachrichtungen als Ganzes nicht möglich sein wird. Unter Einbezug der betroffenen Kreise wurde daher ein abgestuftes Verfahren erarbeitet. Neu sollen Fachrichtungen der Komplementärmedizin den anderen von der OKP vergüteten medizinischen Fachrichtungen gleichgestellt werden. Somit sollen sie unter bestimmten Bedingungen (Anwendungs- und Forschungstradition, wissenschaftliche Evidenz und ärztliche Erfahrung, Weiterbildung) dem Vertrauensprinzip unterstellt und Leistungen grundsätzlich von der OKP vergütet werden. Analog zu den anderen medizinischen Fachrichtungen sollen lediglich einzelne, umstrittene Leistungen daraus überprüft werden.

Zur Umsetzung dieser Zielsetzungen sind Verordnungsanpassungen notwendig, um einerseits zu bestimmen, ob für Leistungen einer bestimmten Fachrichtung das Vertrauensprinzip gelten soll, und andererseits im Umstrittenheitsfall einzelne Leistungen innerhalb einer Fachrichtung nach Kriterien von Wirksamkeit, Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit beurteilen zu können.

Diese Gleichstellung soll neben den vier provisorisch vergüteten Bereichen auch die Akupunktur mit einbeziehen, welche bereits heute unbefristet von der OKP vergütet wird. Das EDI schickt die entsprechenden Verordnungsanpassungen bis am 30. Juni 2016 in die Anhörung.

Die betroffenen Kreise haben bei den Arbeiten mitgewirkt. Es ist vorgesehen, dass die Verordnungsbestimmungen am 1. Mai 2017 in Kraft treten. Damit wird eine Weiterführung ohne Unterbruch der Vergütung von komplementärmedizinischen Leistungen durch die OKP ermöglicht.

Betreibungs- und Konkursstatistik 2015 – Zahl der Konkurse steigt

Betreibungs- und Konkursstatistik 2015 – Zahl der Konkurse steigt. (Symbolbild)

Betreibungs- und Konkursstatistik 2015 – Zahl der Konkurse steigt. (Symbolbild)

Die Zahl der im Jahr 2015 eröffneten Konkursverfahren lag bei 13’016, was gegenüber 2014 einer Zunahme um 9,9 Prozent entspricht. Von dieser Entwicklung besonders stark betroffen war die Genferseeregion.

Insgesamt ist der Anstieg mehrheitlich auf die Konkurse von im Handelsregister eingetragenen Personen zurückzuführen. Die Zahl der Betreibungen stieg weniger stark an. Dies geht aus den jüngsten Ergebnissen des Bundesamtes für Statistik (BFS) zu den Betreibungen und Konkursen hervor.

Bundesrat lanciert neues Nationales Forschungsprogramm

Bundesrat lanciert neues Nationales Forschungsprogramm. (Symbolbild)

Bundesrat lanciert neues Nationales Forschungsprogramm. (Symbolbild)

Der Bundesrat hat heute das neue Nationale Forschungsprogramm (NFP) „Nachhaltiges Wirtschaften“ lanciert. Aus dem NFP werden wichtige Beiträge für eine nachhaltige Wirtschaft mit effizienterem Ressourceneinsatz und grösserer Ressourcensicherheit erwartet. Dies soll unter anderem die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Wirtschaft begünstigen und die Wohlfahrt der Bevölkerung fördern. Die Forschungsdauer des Programms beträgt fünf Jahre, das Budget beläuft sich auf insgesamt 20 Millionen Franken.

Natürliche Ressourcen haben eine begrenzte Regenerationsfähigkeit und werden zunehmend knapper. Das neue, vom Schweizerischen Nationalfonds durchgeführte NFP soll Erkenntnisse aus einer systemischen Sichtweise bringen, welche die Umwelt, die Wirtschaft und die Gesellschaft berücksichtigt, und sämtliche natürlichen Ressourcen und alle Stufen der Wertschöpfungskette betrachtet. Es lädt dazu ein, Forschungsprojekte einzureichen, die das vorhandene Wissen erweitern sowie umfassend Chancen und Risiken sowie Potenziale aufzeigen. Daraus abgeleitet sollen Massnahmen und Instrumente analysiert und allgemeine Erkenntnisse in konkrete Anwendungen überführt werden, etwa durch die Entwicklung innovativer Standards, die Konzipierung innovativer Konsum- und Produktionsmodelle sowie durch den Vertrieb „sauberer“ Technologien und Produkte.

Mit den Nationalen Forschungsprogrammen fördert der Bund Forschungsprojekte, die Orientierungs- und Handlungswissen erarbeiten und damit zur Lösung aktueller Probleme beitragen. NFP werden nach jeweils rund fünfjähriger Laufzeit abgeschlossen.

Gemäss Forschungs- und Innovationsförderungsgesetz entscheidet der Bundesrat periodisch über die Durchführung und den Finanzrahmen von Nationalen Forschungsprogrammen.

Gebäudestandards in der Praxis evaluiert

Erfolgskontrolle zum Bauen mit Minergie und gesetzlichen Baustandards. (Symbolbild)

Erfolgskontrolle zum Bauen mit Minergie und gesetzlichen Baustandards. (Symbolbild)

Das Bundesamt für Energie (BFE) führte erstmals eine breit angelegte Erfolgskontrolle zum Bauen mit Minergie und gesetzlichen Baustandards durch. Die nun vorliegende Studie ermittelte den tatsächlichen Energieverbrauch von rund 200 unterschiedlichen Gebäuden. Ergebnis: Die Planungswerte stimmen nur teilweise mit den Energieverbrauchswerten in der Praxis überein. Besonders auffällig ist diese Diskrepanz bei neuen oder umgebauten Mehrfamilienhäusern. Die Gründe dafür sind vielfältig.

Ziel der BFE-Studie war es zu prüfen, inwiefern die Planungswerte mit den tatsächlichen, gemessenen Energieverbrauchswerten übereinstimmen. Untersucht wurde der jährliche Energieverbrauch im Verhältnis zur Energiebezugsfläche von 214 Objekten, die nach Minergie, Minergie A und Minergie P oder gesetzlichen Baustandards gebaut oder saniert wurden. Die Planungswerte wurden bei Einfamilienhäusern und Umbauten, je nach Gebäudekategorie und Standard, im Betrieb unterschiedlich gut eingehalten. Mehrheitlich nicht eingehalten wurden sie bei neuen und umgebauten Mehrfamilienhäusern.

Als mögliche Gründe für die zahlreichen Überschreitungen der Planungswerte werden von den Studienautoren Funktions- und Einstellungsprobleme sowie ein tiefer Wirkungsgrad der Heizung genannt. In einzelnen Gebäude wurde hingegen weniger Energie verbraucht als die Planungswerte vorsahen. Die grossen Abweichungen der Planungswerte von tatsächlichen Energieverbrauch sind somit auch stark auf das Verhalten der Gebäudenutzer zurückzuführen.

Die Studie untersuchte zudem qualitative Aspekte von Minergie: Die Zufriedenheit der Bauherrschaften, die nach Minergie bauen, ist gross, wie eine Online-Umfrage bei Architekten und Bauherrschaften zeigt. Knapp vier von fünf Bauherrschaften würden auch heute wieder nach dem gleichen Minergie-Standard bauen. Laut der Umfrage dient das Qualitätslabel Minergie als Verkaufsargument. Gespräche mit 50 Experten haben allerdings gezeigt, dass Minergie-Gebäudestandards an Vorsprung eingebüsst haben, weil auch beim konventionellen Bauen technologische Fortschritte erzielt wurden – nicht zuletzt dank Minergie.

Nutzende von Minergie-Liegenschaften zeigten sich in einer weiteren Online-Umfrage als zufrieden, was Schallschutz, Schutz vor Zugluft und Schutz vor Kochgerüchen betrifft, aber empfanden die Luft in ihren Räumen im Winter häufig als zu trocken. Das Zusammenspiel von Energieeffizienz und Nutzerbedürfnissen ist noch genauer zu analysieren.

Aufgrund der Resultate will EnergieSchweiz gemeinsam mit der dem Schweizerischen Ingenieur- und Architektenverein (SIA), den Gebäudetechnikverbänden und weiteren Marktakteuren den Bereich Betriebsoptimierung weiterentwickeln und unterstützen.

Rücktritt von Korpskommandant André Blattmann als Chef der Armee

Guy Parmelin findet es den richtigen Zeitpunkt um sich von Andre Blattmann zu trennen. (Bild: admin.ch)

Guy Parmelin findet es den richtigen Zeitpunkt um sich von Andre Blattmann zu trennen. (Bild: admin.ch)

Der Bundesrat hat an seiner heutigen Sitzung der einvernehmlichen Auflösung des Arbeitsverhältnisses mit Korpskommandant André Blattmann auf den 31. März 2017 zugestimmt. Der 60-jährige André Blattmann, der anfangs 2018 das ordentliche Rücktrittsalter erreichen wird, ist seit dem 1. März 2009 Chef der Armee.

Nach erfolgreichem Abschluss der parlamentarischen Diskussionen um die Weiterentwicklung der Armee und mit Blick auf die anstehenden Umsetzungsarbeiten ist für den Chef VBS und den Chef der Armee der richtige Zeitpunkt für einen Wechsel an der Armeespitze gekommen. Die Nachfolge des Chefs der Armee wird dem Bundesrat zu einem späteren Zeitpunkt beantragt. Nach dem Austritt Ende März 2017 erhält André Blattmann im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen ein Jahressalär.

Bundesrat Guy Parmelin dankt dem Chef der Armee für seinen jahrelangen, engagierten und vorausschauenden Einsatz für die Armee und das VBS. André Blattmann hat die Armee in einer schwierigen Phase übernommen. Er hat rasch das Vertrauen und die Akzeptanz der Truppe, der Schweizer Wirtschaft, vieler Politiker und weiter Kreise der Bevölkerung gewonnen. Er hat in enger Zusammenarbeit mit dem Departementsvorsteher wesentlich zum guten Gelingen der WEA beigetragen. Er hat der Führungsausbildung zu zusätzlicher Akzeptanz, z.B. in der Bildungslandschaft, verholfen.

Korpskommandant André Blattmann trat 1984 nach seinem Abschluss als Betriebsökonom HWV in das Instruktionskorps der Flieger- und Fliegerabwehrtruppen ein. Nach Einsätzen in den Umschulungskursen für die Lenkwaffe Stinger kommandierte er ab 1999 die Fliegerabwehrunteroffiziers- und -rekrutenschulen 46/246 in Payerne. Auf den 1. Januar 2001 wurde er zum Stabschef Feldarmeekorps 4 ernannt. In der Armee XXI war Korpskommandant Blattmann von 2004 bis 2005 Kommandant der Zentralschule im Kommando der Höheren Kaderausbildung der Armee. Auf den 1. Januar 2006 wurde Korpskommandant Blattmann durch den Bundesrat zum Zugeteilten Höheren Stabsoffizier des Chefs der Armee und auf den 1. Januar 2008 zum Stellvertreter Chef der Armee ernannt. Am 20. August 2008 erfolgte die Ernennung zum Chef der Armee ad interim und per 1. März 2009 zum Chef der Armee.

Mehr Beschwerden

26 Beschwerden sind eingegangen. (Symbolbild)

26 Beschwerden sind eingegangen. (Symbolbild)

26 neue Beschwerden sind bei der Unabhängigen Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen (UBI) im vergangenen Jahr eingegangen. Im Rahmen der im gleichen Zeitraum erledigten 23 Verfahren hiess die UBI drei Beschwerden gut.

Nach Kenntnisnahme durch den Bundesrat veröffentlicht die UBI ihren Tätigkeitsbericht für das Jahr 2015. 26 neue Beschwerden gegen Radio- und Fernsehsendungen schweizerischer Veranstalter sind eingegangen, sechs mehr als im Vorjahr. Die der UBI vorgelagerten Ombudsstellen erhielten im gleichen Zeitraum insgesamt 237 Beanstandungen. 11 Prozent dieser Fälle mündeten damit in ein Beschwerdeverfahren vor der UBI. Die Ombudsstellen, welche zwischen Publikum und Veranstaltern zu vermitteln haben, nehmen eine wichtige Rolle in der Aufsicht über Radio- und Fernsehprogramme ein.

Die 26 neu eingegangenen Beschwerden richteten sich mit einer Ausnahme – Radio Top – gegen Sendungen aus Programmen der SRG. Gegenstand von Beschwerden bildeten im Einzelnen Sendungen von Fernsehen SRF (9), Radio SRF (7), Fernsehen RTS (5) sowie je eine von Radio RTS, Fernsehen RSI, Radio RSI und Radio Top. Eine Beschwerde betraf sowohl Sendungen von Radio als auch von Fernsehen RTS. Auffallend sind der relativ hohe Anteil von beanstandeten Radiosendungen und die weiter steigende Zahl von Beschwerden aus dem französischsprachigen Raum. Die Beschwerden verteilten sich auf 19 unterschiedliche Sendegefässe und betrafen in der grossen Mehrheit Nachrichten- und andere Informationssendungen wie Polit-, Konsumenten-, Wirtschafts-, Wissens- oder Kulturmagazine sowie Diskussionsformate. Satirische Radiobeiträge bildeten Gegenstand von zwei Beschwerden. Die beanstandeten Sendungen behandelten unterschiedliche Themen wie die eidgenössischen Wahlen, die Erbschaftssteuerinitiative, die Agrarpolitik, die Sozialhilfe, die Rasergesetzgebung, die Alterspflege, den Klimawandel, den Automobilsalon in Genf, Ostern, einen Roman oder die Konflikte in Syrien und Gaza.

Bei drei der im Berichtsjahr abgeschlossenen Beschwerdeverfahren stellte die UBI eine Rechtsverletzung, namentlich eine Verletzung des Sachgerechtigkeitsgebots fest. Gutgeheissen hat die UBI Beschwerden gegen zwei Beiträge von Radio SRF. Die Nachrichtensendung „HeuteMorgen“ vermittelte einen falschen Eindruck über die Gründe des Wegzugs von grossen Unternehmen aus der Schweiz. Im Rahmen eines kritischen Beitrags über ein Telemarketingunternehmen wurde im Konsumentenmagazin „Espresso“ ein Verkaufsgespräch in unzutreffender Weise zusammengefasst. Nicht sachgerecht erachtete die UBI schliesslich einen Beitrag des Konsumentenmagazins „Kassensturz“ von Fernsehen SRF über „Zahnarztpfusch“, weil wesentliche Fakten nicht erwähnt wurden.

Die UBI ist eine ausserparlamentarische Kommission des Bundes. Sie besteht aus neun nebenamtlichen Mitgliedern und wird seit Anfang 2016 von Vincent Augustin präsidiert. Die UBI hat auf Beschwerde hin festzustellen, ob ausgestrahlte Radio- und Fernsehsendungen Bestimmungen über den Inhalt redaktioneller Sendungen (z.B. Sachgerechtigkeits- und Vielfaltsgebot, Jugendschutz, Beachtung der Grundrechte) verletzt haben oder ob eine rechtswidrige Verweigerung des Zugangs zum Programm vorliegt. Ihre Entscheide können beim Bundesgericht angefochten werden. Die Beratungen der UBI sind grundsätzlich öffentlich und die Beschwerdeverfahren für die Beteiligten kostenlos.

„Der EZB Einhalt gebieten“

EZB

Seit Jahren missbraucht die EZB ihre Unabhängigkeit für eine historische Vermögensumverteilung.

Zur Politik der Europäischen Zentralbank (EZB) erklärt AfD-Bundesvorstandsmitglied Alice Weidel:

„Die jüngsten geldpolitischen Entscheidungen der EZB zeigen, dass ihr Chef Mario Draghi endgültig jedes Maß und seinen geldpolitischen Kompass verloren hat; den er wahrscheinlich ohnehin nie hatte. Diese Personalie für eine Zentralbank ist ein historischer Irrtum, der die Fallhöhe für alle Eurostaaten von Tag zu Tag erhöht.

Rechtswidrige Finanzierungen von Staaten und nun auch von Unternehmen gehören nicht zum Instrumentarium von Notenbanken. Gerichte können oder wollen die Gelddruckmaschine Draghi jedoch nicht stoppen.

Es ist deshalb an der Zeit, dass sich die Politik aufrafft und der EZB Einhalt gebietet. Seit Jahren missbraucht die EZB ihre Unabhängigkeit für eine historische Vermögensumverteilung. Der Hauptgeschädigte ist Deutschland. Gleichzeitig wird der Druck zu Strukturreformen von den Peripheriestaaten genommen. Die disziplinierende Wirkung des Zinses als Preis auf Kapital ist vollständig außer Kraft gesetzt worden – mit gravierenden Folgen für die Eurostaaten.

Das ist eine Schieflage, die so nicht fortgesetzt werden darf. Die Bundesregierung muss erwirken, dass rechtliche Rahmenbedingen geschaffen und auch eingehalten werden, die der EZB derartige Auswüchse unmöglich macht.“

Arbeitskosten 2014 Arbeitskosten in der Schweiz: markante Unterschiede je nach Unternehmensgrösse

Arbeitskosten in der Schweiz: markante Unterschiede je nach Unternehmensgrösse. (Symbolbild)

Arbeitskosten in der Schweiz: markante Unterschiede je nach Unternehmensgrösse. (Symbolbild)

Im Jahr 2014 beliefen sich die durchschnittlichen Arbeitskosten in der Schweiz im sekundären und tertiären Sektor gesamthaft auf 59.60 Franken pro Arbeitsstunde. Gemäss Bundesamt für Statistik (BFS) unterscheiden sich die Kosten stark je nach Branche und hängen mit der Unternehmensgrösse zusammen.

Die Arbeitskosten entsprechen der Gesamtheit aller vom Arbeitgeber im Zusammenhang mit der Beschäftigung von Arbeitnehmenden getragenen Aufwendungen. Sie umfassen die Bruttolöhne und -gehälter (80% der Gesamtkosten), die Sozialbeiträge zulasten des Arbeitgebers (16,7%) und weitere, insbesondere mit der beruflichen Bildung und Personalrekrutierung verbundene Kosten (3,3%). 2014 lagen diese Kosten pro Arbeitsstunde für die Unternehmen des sekundären und tertiären Sektors gesamthaft bei 59.60 Franken. Die Arbeitskosten machen im Allgemeinen einen grossen Anteil der Produktionskosten für Güter und Dienstleistungen aus. Zusammen mit der Produktivität stellen sie einen wichtigen Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Schweiz dar.

Arbeitskosten variieren je nach Wirtschaftsabschnitt
Der Wirtschaftsabschnitt «Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen» verzeichnete 2014 mit 89.30 Franken pro Arbeitsstunde die höchsten durchschnittlichen Kosten, gefolgt von den Abschnitten «Information und Kommunikation» (75.60 Franken) und «Öffentliche Verwaltung, Verteidigung; Sozialversicherung» (72.70 Franken). Im tertiären Sektor wurden auch die niedrigsten Arbeitskosten pro Arbeitsstunde registriert, namentlich in den Abschnitten «Handel; Instandhaltung und Reparatur von Motorfahrzeugen» (51.60 Franken), «Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen» (47.15 Franken) und «Gastgewerbe / Beherbergung und Gastronomie» (38.75 Franken). Die Unterschiede waren in diesem Sektor somit ausgeprägter als im sekundären Sektor, wo sich die Arbeitskosten pro Arbeitsstunde zwischen 52.45 Franken («Baugewerbe/Bau») und 72 Franken («Energieversorgung») bewegten.

Tiefere Arbeitskosten in kleinen Unternehmen
Die Arbeitskosten der Arbeitgeber variieren nicht nur je nach Wirtschaftsabschnitt, sondern auch nach Unternehmensgrösse. Im Jahr 2014 waren die durchschnittlichen Arbeitskosten pro Arbeitsstunde in Unternehmen mit 50 und mehr Beschäftigten (62.90 Franken) 24,9 Prozent höher als in kleinen Unternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten (50.35 Franken). Dieses Ergebnis ist hauptsächlich auf das beträchtliche Gefälle beim Arbeitsentgelt zurückzuführen, denn Löhne und Gehälter sind in kleinen Unternehmen 18,1 Prozent niedriger als in Unternehmen mit 50 und mehr Beschäftigten. Dieses Gefälle ist jedoch nicht in allen Wirtschaftsabschnitten zu beobachten. Wenig Einfluss auf die Höhe der Arbeitskosten pro Arbeitsstunde hatte die Unternehmensgrösse insbesondere in den Wirtschaftsabschnitten «Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen» (+3,4% in Unternehmen mit 50 und mehr Beschäftigten), «Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen» (+1%) und «Grundstücks- und Wohnungswesen» (+0,7%).

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