Erhebung 2012 über die Einkommen und die Lebensbedingungen (SILC)

Bauboom Schweiz hält an (Bild: PrivaterImmobilienverkauf.ch)

Eigentümer zufriedener als Mieter (Bild: PrivaterImmobilienverkauf.ch)

Eigentümer zufriedener mit ihrer Wohnung als Mieter

Neuchâtel, 09.12.2013 (BFS) – Im Jahr 2012 gaben knapp 20 Prozent der Bevölkerung an, Lärm von Nachbarn oder von der Straße ausgesetzt zu sein. Dies geht aus der Erhebung über die Einkommen und die Lebensbedingungen (SILC) des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervor. 13 Prozent gaben an, von Feuchtigkeitsproblemen in der Wohnung betroffen zu sein. Mieterinnen und Mieter waren häufiger mit Lärmbelästigungen oder Feuchtigkeit in der Wohnung konfrontiert als Eigentümerinnen und Eigentümer. Letztere waren öfter zufrieden mit ihrer Wohnung als Mieterinnen und Mieter.

Jede fünfte Person ist von Lärmbelästigung durch Nachbarn oder von der Straße betroffen

Die subjektive Einschätzung der Wohnung und des Wohnumfelds bezüglich Lärm, Kriminalität und Umweltbelastungen ist ein bedeutendes Mass für die Lebensqualität. Im Jahr 2012 gaben 18,7 Prozent der Bevölkerung an, mit Lärmbelästigungen durch Nachbarn oder von der Straße konfrontiert zu sein, 16,3 Prozent waren Gewalt oder Vandalismus im Wohnumfeld ausgesetzt und 9,8 Prozent waren von Verschmutzung und Abfällen betroffen. Insgesamt 33,1 Prozent der Bevölkerung waren 2012 mit mindestens einer dieser drei Beeinträchtigungen konfrontiert. Mieterinnen und Mieter sowie in städtischen Gebieten lebende Personen waren häufiger davon betroffen. In Bezug auf die Lärmbelästigung durch Nachbarn oder von der Straße wies die Schweiz einen ähnlichen Wert auf wie Frankreich (17,0%) und Italien (17,7%), jedoch einen tieferen als Deutschland (26,1%).

13 Prozent der Bevölkerung haben Probleme mit Feuchtigkeit in der Wohnung

Im Jahr 2012 trat bei 18,6 Prozent der Bevölkerung mindestens ein wichtiges wohnungsbezogenes Problem auf. Von den vier Problemen, die europaweit berücksichtigt werden (Feuchtigkeit, zu dunkel, keine Dusche oder Badewanne, kein WC in der Wohnung für den eigenen Gebrauch), wurde jenes der Feuchtigkeit in der Wohnung am häufigsten erwähnt (durchlaufendes Dach; Feuchtigkeit in den Wänden, in den Böden oder im Fundament; Fäulnis in den Fensterrahmen oder im Boden). Insgesamt 12,8 Prozent der Bevölkerung in der Schweiz waren von Letzterem betroffen. Dieser Wert fiel ähnlich hoch aus wie in den Nachbarländern Frankreich (12,8%) und Deutschland (13,5%), aber tiefer als in Italien (21,4%). In der Schweiz sind Mieterinnen und Mieter häufiger mit Feuchtigkeitsproblemen in der Wohnung konfrontiert (17,7%) als Eigentümerinnen und Eigentümer (6,9%). Des Weiteren gaben 7,7 Prozent der Bevölkerung in der Schweiz an, ihre Wohnung sei zu dunkel.

Eigentümer/innen zufriedener mit ihrer Wohnung als Mieter/innen

Insgesamt 80 Prozent der Bevölkerung ab 16 Jahren waren sehr zufrieden mit ihrer Wohnung. Eigentümerinnen und Eigentümer gaben dabei häufiger an, sehr zufrieden zu sein (9 von 10), als Mieterinnen und Mieter (7 von 10).

Mieter/innen leben öfter in einer als überbelegt geltenden Wohnung

In der Schweiz leben 5,9 Prozent der Bevölkerung in einer Wohnung, die gemäß der europäischen Definition als überbelegt gilt. Eine Person wird dann als in einer überbelegten Wohnung lebend erfaßt, wenn die Wohnung – unter Berücksichtigung der Haushaltsgrösse sowie des Alters und der familiären Situation der Bewohnerinnen und Bewohner – nicht über eine entsprechende Mindestzahl von Räumen verfügt (z.B. weniger als zwei Räume für Einzelpersonen und Paare ohne Kinder, weniger als drei Räume für Paare mit zwei Kindern unter 12 Jahren).
Zum Vergleich: Der Anteil der Personen, die in einer als überbelegt geltenden Wohnung leben, lag in Deutschland bei 6,6 Prozent, in Frankreich bei 8,1 Prozent und in Italien bei 26,2 Prozent. In der Schweiz waren Mieterinnen und Mieter (9,2%), Paare mit drei oder mehr Kindern (9,7%), Einelternfamilien (9,0%) und Einzelpersonen unter 65 Jahren (9,6%) häufiger davon betroffen. Eigentümerinnen und Eigentümer (1,9%), Paare ohne Kinder (1,3%) oder mit zwei Kindern (1,6%) und Einzelpersonen ab 65 Jahren (2,2%) waren seltener betroffen.

20 Prozent der Mieter/innen sind armutsgefährdet im Vergleich zu 10 Prozent der Eigentümer/innen

Eigentümerinnen und Eigentümer unterschieden sich von Mieterinnen und Mietern bezüglich ihres Einkommens. Der Median des jährlich verfügbaren Äquivalenzeinkommens der Eigentümerinnen und Eigentümer (56\’600 Äquivalenzfranken) lag höher als jener der Mieterinnen und Mieter (45\’200 Äquivalenzfranken). Über die gesamte Bevölkerung betrachtet, betrug der Median 50\’100 Äquivalenzfranken.

Mieterinnen und Mieter waren stärker armutsgefährdet als Eigentümerinnen und Eigentümer: Bei Ersteren waren 20,5 Prozent betroffen, bei Letzteren 9,5 Prozent (Gesamtbevölkerung: 15,5%). Ausserdem waren die durchschnittlichen Totalwohnkosten bei Mieterinnen und Mietern höher als bei Eigentümerinnen und Eigentümern.

Zwischenbericht zur Strategie Nachhaltige Entwicklung veröffentlicht

Unternehmenssteuerreform (Buchhaltung-und-Steuern.ch)

Zwischenbericht zur Strategie

Der Bundesrat hat an seiner heutigen Sitzung den Zwischenbericht zur «Strategie Nachhaltige Entwicklung 2012-2015» zur Kenntniß genommen. In einzelnen Bereichen des dazugehörigen Aktionsplans sind Fortschritte zu verzeichnen. Der Bericht zeigt zudem auf, daß die Schweiz die Umsetzung der Beschlüsse von Rio+20 vorantreibt.

Im Januar 2012 verabschiedete der Bundesrat die «Strategie Nachhaltige Entwicklung 2012-2015» sowie einen Aktionsplan mit Maßnahmen zu deren Umsetzung. Gleichzeitig verlangte er eine Zwischenbilanz nach zwei Jahren. Ein vom Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) erstellter Zwischenbericht gibt nun den Stand der Umsetzung wieder und legt die Bedeutung der Ergebnisse der UNO-Konferenz für Nachhaltige Entwicklung von 2012 in Rio de Janeiro (Rio+20) dar. Der Bundesrat hat an seiner heutigen Sitzung davon Kenntniß genommen.

Umsetzung des Aktionsplans auf Kurs

Die Umsetzung der rund 40 Maßnahmen des Aktionsplans der Strategie Nachhaltige Entwicklung verläuft laut dem Bericht grundsätzlich zufriedenstellend. Manche Maßnahmen werden schon länger umgesetzt, etwa die Strategien zu Freizeitverkehr und Tiergesundheit, das Programm EnergieSchweiz oder der Aktionsplan Holz. In den letzten zwei Jahren gab es in weiteren Bereichen substanzielle Fortschritte. So wurden die CO2-Emissionsvorschriften für neue Personenwagen in Kraft gesetzt, die Agrarpolitik 2014-2017 verabschiedet, die Haushaltsrisiken von Steuervergünstigungen transparenter dargelegt und das Netzwerk Nachhaltiges Bauen Schweiz gegründet. Handlungsbedarf besteht indes unter anderem beim gemeinnützigen Wohnungsbau, beim Schutz vor Naturgefahren oder im Bereich der nachhaltigen Produktion und des Konsums. Zwei Maßnahmen des Aktionsplans – Fiskalregeln für die Invalidenversicherung sowie die Verstärkung der nachhaltigen Entwicklung in der Prävention und Gesundheitsförderung – werden aufgrund von Beschlüssen des Parlaments nicht weiterverfolgt.

Beschlüsse von Rio+20 umsetzen

Die Strategie Nachhaltige Entwicklung bildete einen wichtigen Schweizer Beitrag zu Rio+20. Im Gegenzug fließen die Beschlüsse von Rio auch in die Umsetzung und Erneuerung der Schweizer Strategie ein. Hauptergebnisse der Konferenz waren der Grundsatzentscheid, bis 2015 globale Nachhaltigkeitsziele zu formulieren, sowie die Stärkung der institutionellen Rahmenbedingungen. Zudem bekräftigte die Konferenz, daß die Grüne Wirtschaft wesentlich zur nachhaltigen Entwicklung und zur Armutsbekämpfung beitragen soll. Die Schweiz ist mit ihrer Nachhaltigkeitspolitik bereits heute in allen wichtigen von Rio+20 formulierten Punkten aktiv und daher auf die Umsetzung der Beschlüsse vorbereitet.

Strategie wird erneuert

Für die Zeit ab 2016 wird die Strategie Nachhaltige Entwicklung unter der Federführung des ARE und in Zusammenarbeit mit dem Interdepartementalen Ausschuß Nachhaltige Entwicklung (IDANE) erneuert. Sie soll mit den künftigen globalen Nachhaltigkeitszielen abgestimmt werden.

Bundesrat setzt Höchstzahlen für Arbeitskräfte außerhalb der EU/EFTA fest

Höchstzahlen für Arbeiter außerhalb EU/EFTA festgelegt

Höchstzahlen für Arbeiter außerhalb EU/EFTA festgelegt

Der Bundesrat hat am Freitag entschieden, die Höchstzahlen für gut qualifizierte Arbeitskräfte aus Ländern ausserhalb der EU/EFTA und für Dienstleistungserbringer aus der EU-/EFTA für nächstes Jahr unverändert zu belassen. Zudem wird im Rahmen der Mißbrauchsbekämpfung der Datenaustausch zwischen den Vollzugsbehörden der Arbeitslosenversicherung und den Migrationsbehörden geregelt.

Ergänzend zur Personenfreizügigkeit mit der EU/EFTA soll die Schweizer Wirtschaft auch im kommenden Jahr die benötigten Fachkräfte aus Ländern ausserhalb der EU/EFTA rekrutieren können. Im Sinne einer wirtschafts- und migrationspolitischen Gesamtbetrachtung hat der Bundesrat entschieden, die Höchstzahlen 2014 unverändert auf dem Niveau von 2013 zu belassen. Schweizer Unternehmen können im kommenden Jahr insgesamt 8‘500 Spezialistinnen und Spezialisten aus Drittstaaten rekrutieren (3‘500 Aufenthaltsbewilligungen B und 5‘000 Kurzaufenthaltsbewilligungen L).

In seiner heutigen Sitzung hat der Bundesrat auch entschieden, im Rahmen einer Teilrevision der Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit (VZAE) die Höchstzahlen für Dienstleistungserbringer aus EU/EFTA-Staaten mit einer Einsatzdauer von über 90 respektive 120 Tagen pro Jahr unverändert auf dem Niveau von 2013 zu belassen. Die Höchstzahlen gelten für Dienstleistungserbringer, die sich nicht auf das Freizügigkeits-abkommen berufen können. Die Anzahl beträgt somit 3‘000 Einheiten für Kurzaufenthalter und 500 Einheiten für Aufenthalter.

Datenübermittlung zur Bekämpfung von Missbräuchen und weitere Anpassungen

Mit der Teilrevision der VZAE wird der Parlamentsentscheid vom 14. Dezember 2012 über die Datenübermittlung zwischen den Vollzugsbehörden der Arbeitslosenversicherung und den Migrationsbehörden auf Verordnungsstufe geregelt. Die Übermittlung dieser Daten ist Bestandteil des Maßnahmenpakets zur Personenfreizügigkeit vom 24. Februar 2010 des Bundesrates. Sie soll insbesondere eine stärkere Koordination zwischen Migrations- und Arbeitsmarktbehörden ermöglichen um unberechtigte oder missbräuchliche Aufenthalts- und Sozialleistungsbezüge zu verhindern. Zudem werden auf Verordnungsstufe die notwendigen finanziellen Mittel konkretisiert, über welche Rentnerinnen und Rentner aus Drittstaaten verfügen müssen, wenn sie sich in der Schweiz aufhalten möchten.

Mit dieser Revision genehmigt der Bundesrat auch die Bereitstellung von Vorauskontingenten für kroatische Staatsangehörige, die ab der Unterzeichnung des Protokolls III über die Ausdehnung des Freizügigkeitsabkommens auf Kroatien und bis zu dessen Inkraftsetzung zur Anwendung kommen werden. Die Ausdehnung des Freizügigkeitsabkommens auf Kroatien untersteht dem fakultativen Referendum. Die Kontingente werden auf 450 Kurzaufenthaltsbewilligungen (Ausweis L) und 50 Aufenthaltsbewilligungen (Ausweis B) festgelegt. Die Erteilung dieser Bewilligungen richtet sich nach den gleichen Kriterien, wie sie für Drittstaatsangehörige gelten.

Die Stiftung Klimarappen erfüllt Ziele zur Verminderung der CO2-Emissionen

Verminderung der CO2-Emissionen

Verminderung der CO2-Emissionen

Die Stiftung Klimarappen hat die Vereinbarung mit dem Bund zur Verminderung des CO2-Aussstosses im In- und Ausland erfüllt. Dies hat das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) am 18. November 2013 bestätigt. Mit einer Reduktion von 17 Millionen Tonnen CO2 leistete die Stiftung für den Zeitraum 2008 bis 2012 einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Ziele, welche sich die Schweiz mit dem Beitritt zum Kyoto-Protokoll gesetzt hat.

Die Schweiz hat sich im Rahmen der ersten Verpflichtungsperiode unter dem Kyoto-Protokoll dazu verpflichtet, ihre Treibhausgasemissionen im Durchschnitt der Jahre 2008 bis 2012 um 8 Prozent gegenüber 1990 zu senken.

Das im Jahr 2000 in Kraft getretene CO2-Gesetz bildete das Kernstück der Schweizer Klimapolitik im Zeitraum 2008-2012. Es räumte den freiwilligen Maßnahmen der Wirtschaft einen hohen Stellenwert ein. Als Alternative zur Einführung einer CO2-Abgabe auf Treibstoffe wurde im Jahr 2005 die Stiftung Klimarappen als freiwillige Maßnahme der Wirtschaft gegründet. Zwischen Oktober 2005 und August 2012 erhob sie beim Import fossiler Treibstoffe einen Aufschlag von 1,5 Rappen pro Liter. Mit den Einnahmen finanzierte sie Maßnahmen zur Reduktion der Treibhausgasemissionen im In- und Ausland.

2005 unterzeichneten das UVEK und die Stiftung Klimarappen eine Vereinbarung, die 2009 sowie 2012 erweitert wurde. Die Stiftung hat sich damit gegenüber dem Bund verpflichtet, im Zeitraum 2008 bis 2012 Emissionsreduktionen im Umfang von insgesamt 17 Mio. Tonnen CO2eq zu erbringen. Davon müssen mindestens 2 Mio. Tonnen aus inländischen Projekten zur Reduktion der Treibhausgasemissionen stammen.

Ziele erreicht

Die Stiftung Klimarappen hat in einem Bericht an das UVEK ihre Tätigkeit seit Aufnahme der Geschäftstätigkeit bilanziert. Sie weist für den Zeitraum 2008 bis 2012 anrechenbare inländische Emissionsreduktionen im Umfang von 2,7 Millionen Tonnen CO2 aus (entspricht 0.5 Mio. t CO2 pro Jahr). Hinzu kommen anrechenbare ausländische Reduktionsleistungen in der Grössenordnung von 16 Millionen Tonnen CO2eq. Damit werden die mit dem UVEK vereinbarten Emissionsreduktionen von insgesamt 17 Millionen Tonnen deutlich übertroffen.

Aufgrund der Überprüfung der ausgewiesenen Reduktionsleistungen im In- und Ausland durch die Experten der Bundesämter für Umwelt (BAFU) und Energie (BFE) hat das UVEK am 18. November 2013 die Erfüllung der zwischen der Stiftung Klimarappen und dem Bund eingegangenen Verpflichtungen von 2005, 2009 sowie 2012 bestätigt. Die Stiftung leistet damit für den Zeitraum 2008 bis 2012 einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Reduktionsziele, welche sich die Schweiz mit dem Beitritt zum Kyoto-Protokoll gesetzt hat.

Die Schweiz wird dieses Ziel voraussichtlich – insbesondere unter Berücksichtigung der durch die Stiftung Klimarappen im Ausland erbrachten Reduktionsleistungen einhalten können. Die definitive Abrechnung erfolgt im Frühling 2014.

100 Millionen Franken für Projekte nach 2013

Weil die Stiftung ihre Vereinbarungen mit dem Bund übererfüllt hat, verbleibt ihr ein Vermögen. Dieses umfasst in- und ausländische Reduktionsleistungen der ersten Kyoto-Verpflichtungsperiode sowie finanzielle Mittel. Am 9. Oktober 2013 wurde eine Vereinbarung zwischen dem UVEK und der Stiftung unterzeichnet, welche die Verwendung dieses Vermögens regelt. Demnach werden die im Stiftungsvermögen befindlichen ausländischen Reduktionsleistungen bis April 2014 an den Bund übertragen. Die inländischen Reduktionsleistungen werden für rund 50 Millionen Franken an die neue Stiftung Klimaschutz und CO2-Kompensation (KliK) verkauft (siehe Kasten 2).

Den Erlös dieses Verkaufs sowie das verbleibende Stiftungsvermögen (50 Millionen Franken) verwendet die Stiftung Klimarappen für weitere Maßnahmen zur Reduktion von Treibhausgasen im Ausland. So beabsichtigt sie, in die Entwicklung eigener Pilotprojekte und in ergänzende Initiativen auf internationaler Ebene zu investieren. Dies im Einklang mit der Schweizer Position im Verhandlungsprozess zur Weiterentwicklung des internationalen Klimaregimes. Gemäß Vereinbarung gibt die Stiftung diese ausländischen Reduktionsleistungen, welche die Qualitätsanforderungen gemäß der geltenden CO2-Verordnung erfüllen müssen, der Schweizerischen Eidgenossenschaft zur Erfüllung ihrer völkerrechtlichen Verpflichtungen für den Zeitraum 2013 bis 2020 ab. Anlässlich der Klimakonferenz in Doha 2012 hat die Schweiz ein Reduktionsziel von minus 20 Prozent im Vergleich zu 1990 angekündigt. Das Parlament muß das neue Engagement im Rahmen des Kyoto-Protokolls noch ratifizieren.

Nothilfeleistungen für abgewiesene Asylsuchende 2012

neues Steuerabkommen

Nothilfeleistungen für abgewiesene Asylsucher

Im letzten Jahr haben insgesamt 14‘290 ausreisepflichtige Personen während durchschnittlich 102 Tagen Nothilfeleistungen in Form von Obdach, Nahrung, Kleidung und medizinischer Grundversorgung bezogen. Die Nothilfebeziehenden stammten wie bereits im Vorjahr vor allem aus Nigeria, Serbien und Tunesien und waren fast zu 80 Prozent männlichen Geschlechts.

Der Bund richtete den Kantonen 2012 für Nothilfekosten eine einmalige Pauschale von 6‘111 Franken pro Person mit rechtskräftigem negativem Entscheid oder Nichteintretensentscheid (NEE) aus. 2012 machten diese Beiträge des Bundes einen Gesamtbetrag von rund 98.5 Mio. Franken aus. Den Kantonen entstanden dabei Nothilfekosten in der Höhe von rund 74 Mio. Franken. Die Differenz zwischen den Beiträgen des Bundes und den Nothilfekosten in den Kantonen fließen in die kantonalen Reserven.

Seit dem 1. Januar 2008 erhalten nicht nur Personen mit einem NEE, sondern auch Personen mit einem rechtskräftigen negativen Asylentscheid Nothilfe statt Sozialhilfe. Insgesamt wendeten die Kantone vom 1. Januar 2008 bis Ende 2012 213 Mio. Franken für Nothilfeleistungen auf. Vom Bund wurden sie für diese Aufgabe mit insgesamt 295.5 Mio. Franken abgegolten. Mit den Reserven müssen die Kantone künftige Nothilfeleistungen decken, welche Personen verursachen werden, deren Entscheid in den Jahren 2008 – 2012 rechtskräftig wurde. In der Periode 2008 – 2012 betrugen die durchschnittlichen Nothilfekosten pro Person und Tag 48 Franken, die durchschnittliche Bezugsdauer 161 Tage.

Die Energiestädte im Zentrum der neuen Energiepolitik

Energiestädte (WüTech.ch)

neue Energiepolitik (WüTech.ch)

Der traditionelle Energietag findet morgen Freitag, 6. September, in Bern statt. Organisiert wird er durch das Bundesamt für Energie im Rahmen des Programms EnergieSchweiz für Gemeinden. 44 Gemeinden wird das Label „Energiestadt“ überreicht.

Die Energiestädte setzen ihre unaufhaltsame Ausbreitung fort. Ihre Zahl übersteigt heute 350 und sie beherbergen bereits mehr als die Hälfte der schweizerischen Bevölkerung. 44 Gemeinden werden am 6. September anlässlich des Energietages 2013 im Kursaal Bern geehrt. Es handelt sich um Gemeinden, die ihr Energiestadt-Label zwischen November 2012 und Juni 2013 erworben haben oder denen es nach einem Re-Audit bestätigt wurde.

Die Energiestädte spielen im Rahmen der Energiestrategie 2050 eine Schlüsselrolle. Sie setzen die neue Energiepolitik auf lokaler Ebene um und tragen dadurch erheblich zur Energiewende bei.

Der Energietag dient jedoch nicht nur der Übergabe der Energiestadt-Label an die kürzlich zertifizierten Gemeinden. Er bietet ebenfalls Gelegenheit für viele Gespräche unter Politikern, Unternehmern, Ingenieuren und Wissenschaftern über die Energiestrategie 2050.

Neue Energiestädte

Arbedo-Castione, Arth, Gamprin, Kirchberg, Klosters, Orbe, Prilly, Richterswil, Schellenberg, Region Surses, Teufen, Triesenberg, Urnäsch.

Bestätigte Energiestädte

Aesch BL, Altstätten, Arlesheim, Biel, Brügg, Bülach, Coldrerio, Frenkendorf, Hedingen, Herzogenbuchsee, Hünenberg, Illnau-Effretikon, Lengnau, Mauren Schaanwald, Meilen, Mooseedorf, Morges, Münchenstein, Naters, Neuhausen, Oberägeri, Ossingen, Plan-les-Ouates, Rapperswil-Jona, Renens, Rheinfelden, Schwyz, Sempach, Speicher, Turgi, Wattwil.

Landwirtschaftliche Einkommen 2012 tiefer

Hauptsächlich wegen tieferen Erträgen im Pflanzenbau haben die landwirtschaftlichen Einkommen der Referenzbetriebe 2012 gegenüber dem Vorjahr um 5,9 Prozent abgenommen. Sie betrugen im Mittel 56 000 Franken je Betrieb. Demgegenüber stieg der Arbeitsverdienst je Vollzeit-Familienarbeitskraft im Vergleich zu 2011 leicht auf 43 700 Franken. Diese unterschiedliche Entwicklung ist auf den stark sinkenden Zinsanspruch für das Eigenkapital bei der Berechnung des Arbeitsverdienstes zurückzuführen.

Die mittlere Rohleistung (Umsatz) je Betrieb betrug 259 800 Franken und blieb trotz dem Flächenwachstum der Betriebe um 2,4 Prozent praktisch auf dem Niveau des Vorjahres. Die Rohleistung aus dem Pflanzenbau nahm um durchschnittlich 3 200 Franken (-8,2 %) auf knapp 35 800 Franken ab, da das weitgehend durchschnittliche Landwirtschaftsjahr 2012 nicht … weiter lesen >>>

Beherbergungsstatistik im Juli 2013 – Logiernächtezunahme im Juli

Zunahme in der Hotellerie

Logiernächtezunahme im Juli

Gemäß den provisorischen Ergebnissen des Bundesamtes für Statistik (BFS) verzeichnete die Hotellerie in der Schweiz im Juli 2013 insgesamt 4 Millionen Logiernächte, was gegenüber Juli 2012 einer Zunahme von 4,4 Prozent (+172’000 Logiernächte) entspricht.

Insgesamt 1,7 Millionen Logiernächte gingen auf das Konto der inländischen Gäste. Das ist ein Plus von 5,0 Prozent (+82’000 Logiernächte). Die ausländischen Gäste generierten 2,3 Millionen Logiernächte, was eine Zunahme von 4,1 Prozent bedeutet (+89’000 Logiernächte).

Auslandschweizerausbildungsgesetz

Die Kommission hat Anhörungen zur Revision des Bundesgesetzes über die Vermittlung schweizerischer Bildung im Ausland (Auslandschweizer-Ausbildungsgesetz, AAG) durchgeführt.

Der Bundesrat hatte den Gesetzentwurf am 7. Juni verabschiedet und ans Parlament überwiesen. Die Kommission hörte vor der Eintretensdebatte Vertreterinnen und Vertreter der betroffenen Kreise an, namentlich der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK), der Auslandschweizer Ausbildungskommission (AAK) und des Dachverbands der Schweizerschulen im Ausland (educationsuisse). Angehört wurde zudem … weiter lesen >>>

Beschäftigungsbarometer im 2. Quartal 2013 – Gesamtbeschäftigung nimmt weiter zu, jedoch erneut leichter Rückgang im sekundären Sektor

Beschäftigungsbarometer im 2. Quartal

Beschäftigungsbarometer im 2. Quartal

Gemäß Bundesamt für Statistik (BFS) zeigen die vierteljährlichen Indikatoren des Beschäftigungsbarometers im 2. Quartal 2013 im Vergleich zum Vorjahresquartal ein Beschäftigungswachstum von 1,7 Prozent.

Während die Beschäftigung im sekundären Sektor leicht rückläufig war (-0,4%), verzeichnete der tertiäre Sektor eine deutliche Zunahme (+2,3%). Die Anzahl der offenen Stellen ist leicht angestiegen (+5,4%).

Der Indikator der Beschäftigungsaussichten und die Schwierigkeiten bei der Personalrekrutierung sind gegenüber dem Vorjahresquartal zurückgegangen.

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