Eidgenössische Volksinitiative «Zur Förderung der Velo-, Fuss- und Wanderwege (Velo-Initiative)» zustande gekommen

Eidgenössische Volksinitiative «Zur Förderung der Velo-, Fuss- und Wanderwege (Velo-Initiative)» zustande gekommen. (Symbolbild)

Eidgenössische Volksinitiative «Zur Förderung der Velo-, Fuss- und Wanderwege (Velo-Initiative)» zustande gekommen. (Symbolbild)

Die am 1. März 2016 eingereichte eidgenössische Volksinitiative «Zur Förderung der Velo-, Fuss- und Wanderwege (Velo-Initiative)» ist formell zustande gekommen.

Die Prüfung der Unterschriftenlisten durch die Bundeskanzlei hat ergeben, dass von insgesamt 105 760 eingereichten Unterschriften 105 234 gültig sind.

Schweizer Filmpreis 2016: Die Nominierten stehen fest

Schweizer Filmpreis 2016: Die Nominierten stehen fest. (Symbolbild)

Schweizer Filmpreis 2016: Die Nominierten stehen fest. (Symbolbild)

Die Nominierten für den Schweizer Filmpreis 2016 wurden heute im Rahmen der Nacht der Nominationen bekannt gegeben, an der sich rund 600 Gäste aus der Filmbranche im Konzertsaal Solothurn zur feierlichen Ankündigung trafen. Die Preisverleihung des Schweizer Filmpreises findet am 18. März in Anwesenheit von Bundesrat Alain Berset zum zweiten Mal im Schiffbau in Zürich statt. Das Publikum kann während der Woche der Nominierten vom 14. bis 20. März 2016 in Zürich und Genf die nominierten Filme im Kino sehen und mit Filmschaffenden diskutieren.

Für den Schweizer Filmpreis 2016 sind insgesamt 70 Filme in 12 Kategorien angemeldet. Erstmals konnten Filme in der neuen Kategorie „Abschlussfilme“ eingereicht werden. Alle Filme wurden rund 260 Mitgliedern der Schweizer Filmakademie gesichtet und beurteilt. Die Resultate der anonymen Abstimmung dienen der Nominationskommission als Empfehlung.

Nominationen für den Schweizer Filmpreis 2016

Bester Spielfilm je Nomination CHF 25’000
AMATEUR TEENS (Niklaus Hilber)
HEIMATLAND (Jan Gassmann, Jonas Meier, Benny Jaberg, Tobias Nölle, Lionel Rupp, Lisa Blatter, Gregor Frei, Michael
Krummenacher, Carmen Jaquier, Mike Scheiwiller)
KÖPEK (Esen Isik)
LA VANITÉ (Lionel Baier)
NICHTS PASSIERT (Micha Lewinsky)

Bester Dokumentarfilm je Nomination CHF 25’000
ABOVE AND BELOW (Nicolas Steiner)
ALS DIE SONNE VOM HIMMEL FIEL (Aya Domenig)
DIRTY GOLD WAR (Daniel Schweizer)
GROZNY BLUES (Nicola Bellucci)
IMAGINE WAKING UP TOMORROW AND ALL MUSIC HAS DISAPPEARED (Stefan Schwietert)

Bester Kurzfilm je Nomination CHF 10’000
JUST ANOTHER DAY IN EGYPT (Corina Schwingruber Ilić, Nikola Ilić)
KACEY MOTTET KLEIN, NAISSANCE D’UN ACTEUR (Ursula Meier)
LE MUR ET L’EAU (Alice Fargier)
PEDRO M, 1981 (Andreas Fontana)
SUBOTIKA. LAND OF WONDERS (Peter Volkart)

Bester Animationsfilm je Nomination CHF 10’000
ERLKÖNIG (Georges Schwizgebel)
ISLANDER’S REST (Claudius Gentinetta, Frank Braun)
LUCENS (Marcel Barelli)

Bestes Drehbuch je Nomination CHF 5’000
KÖPEK (Esen Isik)
LA VANITÉ (Lionel Baier / Julien Bouissoux)
NICHTS PASSIERT (Micha Lewinsky)

Beste Darstellerin je Nomination CHF 5’000
Beren Tuna in KÖPEK
Annina Walt in AMATEUR TEENS
Annina Walt in NICHTS PASSIERT

Bester Darsteller je Nomination CHF 5’000
Wolfram Berger in RIDER JACK
Bruno Ganz in HEIDI
Patrick Lapp in LA VANITÉ

Beste Darstellung in einer Nebenrolle je Nomination CHF 5’000
Chiara Carla Bär in AMATEUR TEENS
Ivan Georgiev in LA VANITÉ
Leonardo Nigro in SCHELLEN-URSLI

Beste Filmmusik je Nomination CHF 5’000
ALS DIE SONNE VOM HIMMEL FIEL (Marcel Vaid)
HEIDI (Niki Reiser)
KÖPEK (Marcel Vaid)

Beste Kamera je Nomination CHF 5’000
GIOVANNI SEGANTINI – MAGIE DES LICHTS (Pio Corradi)
KÖPEK (Gabriel Sandru)
SCHELLEN-URSLI (Felix von Muralt)

Beste Montage je Nomination CHF 5’000
ABOVE AND BELOW (Kaya Inan)
HEIDI (Michael Schaerer)
HEIMATLAND (Kaya Inan)

Bester Abschlussfilm je Nomination CHF 2’500
PROCEDERE: (Delia Schiltknecht)
RUBEN LEAVES (Frederic Siegel)
UNE HISTOIRE SIMPLE, LA MIENNE, LA TIENNE ET CELLE DE M. (Atefeh Yarmohammadi)

Wahl der Nominierten
Das Eidgenössische Departement des Innern wählt eine fünfköpfige Kommission aus den Mitgliedern der Schweizer Filmakademie. Diese spricht die Nominationen basierend auf den Empfehlungen der rund 260 Mitglieder der Akademie aus. Die von Ivo Kummer, Leiter Sektion Film BAK, präsidierte Nominationskommission setzt sich aus folgenden Akademie-Mitgliedern zusammen: Balz Bachmann, Musiker und Komponist, Zürich; Corinna Glaus, Casting, Zürich; Pierre Monnard, Regisseur, Châtel-Saint-Denis; Marco Ettore Zucchi, Journalist, Mendrisio; Françoise Deriaz, Journalistin, Pully.

Die Woche der Nominierten
In der Woche der Preisverleihung vom 14. bis 20. März widmet sich die Woche der Nominierten in den Cinémas du Grütli in Genf und im Filmpodium in Zürich den nominierten Filmen. Die öffentlichen Verantstaltungen bilden das Rahmenprogramm zur Preisverleihung und bieten dem Publikum Gelegenheit, in einen direkten Dialog mit den Filmschaffenden zu treten.

Die Preisverleihung
Die 19. Verleihung des Schweizer Filmpreises findet am Freitag, 18. März 2016 in Anwesenheit von Bundesrat Alain Berset im Schiffbau in Zürich statt. Die Ehrung des einheimischen Filmschaffens wird vom Bundesamt für Kultur BAK mit den Partnern SRG SSR und der Association „Quartz“ Genève Zürich realisiert und in Zusammenarbeit mit Swiss Films, der Schweizer Filmakademie und den Solothurner Filmtagen organisiert.

Neue Kategorie: „Abschlussfilme“
Filme, die zum Abschluss der Ausbildung an einer Filmschule realisiert wurden, konkurrieren am Schweizer Filmpreis erstmals in einer eigenen Kategorie. Teilnahmebedingung für diese Filme ist, dass sie im Rahmen der Schule, also nicht unabhängig produziert oder koproduziert wurden. Diese neue Kategorie ermöglicht es, den Abschlussfilmen eine grössere Visibilität zu verleihen und beteiligten Regisseurinnen und Regisseuren den Einstieg ins unabhängige Filmschaffen zu erleichtern. Die Anzahl nominierbarer Filme in dieser Kategorie fällt im ersten Turnus mit 4 Filmen noch unbefriedigend aus. Für 2017 wird eine Zunahme erwartet. Abschlussfilme, die mit unabhängigen Produktionsgesellschaften gedreht wurden, können weiterhin in den anderen Kategorien teilnehmen.

Jugendliche setzen sich für nachhaltigere Ernährungssysteme ein

Jugendliche setzen sich für nachhaltigere Ernährungssysteme ein. (Symbolbild)

Jugendliche setzen sich für nachhaltigere Ernährungssysteme ein. (Symbolbild)

Mit innovativen, frischen Ideen wollen Jugendliche einen Ausweg aus komplexen Problemen wie Hunger und Fehlernährung, Food Waste oder der Umweltwirkung der Ernährungssysteme finden. Denn ihnen ist es nicht egal, wie wir Lebensmittel produzieren, verarbeiten, konsumieren und entsorgen. Um zu verstehen, wo diese jungen Menschen, die sich für nachhaltigere Ernährungssysteme einsetzen möchten, Unterstützung brauchen, wurden das Projekts Myfood30 ins Leben gerufen und fünf Handlungsachsen eruiert.

Eine überwiegende Mehrheit der Jugendlichen ist überzeugt, einen Beitrag zu nachhaltigeren Ernährungssystemen leisten zu können – sei es, indem sie bewusst konsumieren, die Politik beeinflussen oder ihr Umfeld sensibilisieren, namentlich über die sozialen Medien. Mit viel Engagement identifizierten die Jugendlichen im Rahmen des Projekts die grössten Hindernisse, die ihrem tatkräftigen Handeln im Weg stehen. Um diese zu überwinden, schlagen sie vor, Interaktionen mit Fachleuten aus dem Lebensmittelsektor zu fördern, während der Berufsbildung unternehmerische Kompetenzen zu entwickeln, die Folgegenerationen vermehrt für die Nachhaltigkeit und die internationalen Ziele für nachhaltige Entwicklung zu sensibilisieren sowie sicherzustellen, dass die Stimmen der Jugend von den Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern in Politik und Wirtschaft gehört und berücksichtigt werden.

Während die Weltausstellung von Mailand, die ganz im Zeichen der Ernährung stand, bereits Geschichte ist, liefern diese Empfehlungen junger Menschen einen konkreten Beitrag zu den UNO-Zielen für nachhaltige Entwicklung, die es bis 2030 zu erreichen gilt. Die Jugendlichen erarbeiteten ihre Ideen in mehreren Projektphasen mit einer Online-Befragung, einem Workshop in Bern, einem internationalen, interaktiven Event in Rom mit wichtigen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern sowie Gesprächen mit verschiedenen Akteurinnen und Akteurinnen aus diesem Bereich. Die Empfehlungen sind im Schlussbericht des Projekts Myfood30 einsehbar unter: http://www.myfood30.net/online-bericht/#was-wir-gehoert-haben.

Myfood30 ist ein Projekt des schweizerischen nationalen FAO-Komitees mit der Unterstützung des Bundesamtes für Landwirtschaft (BLW) und der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) und wird von Foodways Consulting GmbH gemeinsam mit YPARD umgesetzt.

Schutz vor häuslicher Gewalt soll ausgebaut werden

Elektronische Fussfessel für Täter. (Symbolbild)

Elektronische Fussfessel für Täter. (Symbolbild)

Der Bundesrat will Opfer von häuslicher Gewalt und Stalking besser schützen. Er hat dazu am Mittwoch verschiedene Änderungen im Zivil- und Strafrecht in die Vernehmlassung geschickt. Zudem hat der Bundesrat die Vernehmlassung über die Genehmigung der sogenannten Istanbul-Konvention des Europarates eröffnet. Diese soll sicherstellen, dass Gewalt gegen Frauen und häusliche Gewalt europaweit auf einem vergleichbaren Standard bekämpft werden.

Aktuelle statistische Zahlen machen deutlich, dass häusliche Gewalt nach wie vor ein grosses gesellschaftliches Problem darstellt. Der Bundesrat erachtet es deshalb als notwendig, den Schutz gewaltbetroffener Personen zu verbessern.

Elektronische Fussfessel für Täter

Das geltende Recht sieht in Art. 28b des Zivilgesetzbuches (ZGB) unter anderem vor, dass das Gericht bei häuslicher Gewalt und Stalking ein Rayon- oder Kontaktverbot aussprechen kann. Neu soll das Gericht zur Durchsetzung eines solchen Rayon- oder Kontaktverbots anordnen können, dass die potentiell gewaltausübende Person eine elektronische Fussfessel oder ein elektronisches Armband tragen muss.

Zudem schlägt der Bundesrat vor, prozessuale Hürden im zivilrechtlichen Gewaltschutz abzubauen. So sollen in diesen Fällen keine Gerichtskosten mehr gesprochen und das bisher in bestimmten Fällen vorgesehene Schlichtungsverfahren abgeschafft werden. Um Schutzmassnahmen besser durchzusetzen und die Schnittstellenproblematik zu entschärfen, soll das Zivilgericht seinen Entscheid, soweit notwendig, der kantonalen Kriseninterventionsstelle (Polizei) sowie der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) mitteilen.

Im Sinne einer Begleitmassnahme will der Bundesrat mit den Kantonen zudem abklären, ob zusätzliche Schritte innerhalb der bestehenden Kompetenzordnung unternommen werden können, um den Schutz gewaltbetroffener Personen weiter zu optimieren.

Opfer entlasten

Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts zu Art. 55a des Strafgesetzbuches müssen die Strafverfolgungsbehörden Strafverfahren wegen einfacher Körperverletzung, wiederholten Tätigkeiten, Drohung oder Nötigung in Paarbeziehungen sistieren und nach Ablauf von sechs Monaten einstellen, wenn dies dem Willen des Opfers entspricht. Der Bundesrat will nun den Entscheid über den Fortgang des Verfahrens nicht mehr alleine in die Verantwortung des Opfers stellen. Vielmehr soll die Strafverfolgungsbehörde neben dem Willen des Opfers auch weitere Umstände berücksichtigen. War die Täterin oder der Täter bereits gewalttätig, so soll das Verfahren zwingend fortgesetzt werden. Schliesslich soll das Opfer vor der Einstellung des Verfahrens noch einmal angehört werden.

Istanbul-Konvention

Weiter hat der Bundesrat am Mittwoch die Vernehmlassung über die Genehmigung der sogenannten Istanbul-Konvention des Europarates eröffnet. Das Übereinkommen ist europaweit das erste bindende Instrument, das Frauen und Mädchen umfassend vor jeglicher Form von Gewalt, inklusive der häuslichen Gewalt, schützt. So müssen psychische, physische und sexuelle Gewalt, Stalking, Zwangsheirat, die Verstümmelung weiblicher Genitalien sowie Zwangsabtreibung und Zwangssterilisierung unter Strafe gestellt sein. Die Konvention enthält zudem Bestimmungen über die Prävention und den Opferschutz. Die Schweiz hat das Übereinkommen am 13. September 2013 unterzeichnet.

Das schweizerische Recht verfügt bereits heute über die notwendigen Strafbestimmungen. Die Umsetzung der Präventions- und Schutzbestimmungen für Opfer fällt zu einem grossen Teil in den Kompetenzbereich der Kantone. Diese verfügen in der Regel ebenfalls bereits über die von der Konvention geforderten Instrumente. In einzelnen Bereichen sind noch vertiefte Abklärungen zu treffen, namentlich bei der Frage, ob genügend Schutzunterkünfte für Opfer vorhanden sind und ob das bestehende Angebot an Telefonberatungen allenfalls auszubauen ist.

Partnersuche im Internet…

… ist modern und immer mehr Menschen lernen sich über das Internet kennen.

Wer aber schonmal auf einer Partnerbörse aktiv war, stellt schnell fest, daß oftmals das Schöngetue beim Schreiben hinterher nicht der Realität entspricht.

Bildschirmfotoausriß: Chringels.ch

Bildschirmfotoausriß: Chringles.ch

So etwa, wenn man sich das erstemal trifft und die Person als eine völlig andere erscheint als die mit der man „getschättet“ hat auf dem Partnerportal.

So wundert es nicht, gibt es heute zahlreiche spezialisierte Portale. Angeblich oder tatsächlich florieren ja die Portale auf denen man eine schnelle unverbindliche Nummer kriegen kann, was wohl auch die Moral und Wertvorstellungen der heutigen Gesellschaft wiederspiegelt.

Alternativ dazu florieren aber auch Portale, auf denen Leute sich anmelden, die Beziehungen mit Werten suchen, wie etwa christliche Partnersuche für christliche Singles.

Chringles heißt die Partnerbörse und der Name ist wohl eine Zusammensetzung aus dem Wort Singels und Christ.

Das Portal wirbt: „Suchst Du einen Partner, mit dem Du Deinen Glauben teilen kannst? Dann bist Du bei Chringles.ch richtig. Finde hier christliche Singles, die auf der Suche nach einem gleichgesinnten Partner sind. Chringles.ch bietet seit 2009 die christliche Partnersuche in der Du nach verschiedenen Konfessionen suchen kannst.“

Jeder muß wohl für sich selbst entscheiden, was er will. Etwas Schnelles, Unverbindliches und Substanzloses oder was Ernstes.

Jedenfalls gibt es in der Vielfalt der Partnerbörsen für jeden etwas.

 

 

Empfangsgebühr: Keine Rückzahlung der Mehrwertsteuer

Empfangsgebühr: Keine Rückzahlung der Mehrwertsteuer. (Symbolbild)

Empfangsgebühr: Keine Rückzahlung der Mehrwertsteuer. (Symbolbild)

Die Mehrwertsteuer auf der Empfangsgebühr wird nicht rückwirkend zurückbezahlt. Zu diesem Schluss kommt das BAKOM, das gemeinsam mit der ESTV die Konsequenzen des Bundesgerichtsurteils analysiert hat, wonach die Gebührenzahlenden keine Mehrwertsteuer auf der Empfangsgebühr bezahlen müssen.

Das Bundesgericht stellte in einem Urteil vom 13. April 2015 fest, dass die Gebührenzahlenden keine Mehrwertsteuer auf die Radio- und Fernsehempfangsgebühr bezahlen müssen. Seither werden die Gebührenrechnungen ohne Mehrwertsteuer verschickt. Die Frage der Rückzahlung liess das Bundesgericht hingegen offen.

Einerseits wirkt grundsätzlich ein Urteil nur auf die am Verfahren beteiligten Personen. Aus Gründen der Rechtssicherheit wirkt sich andererseits eine Praxisänderung nur für die Zukunft aus. Deshalb wird die Mehrwertsteuer für den Empfang für Radio und Fernsehen vor April 2015 nicht zurückbezahlt. Bis zur Praxisänderung des Bundesgerichts hatte der Bund keinen Anlass, auf die Erhebung der Mehrwertsteuer auf den Empfangsgebühren zu verzichten. Dementsprechend hat der Bundesrat am 19. August 2015 zwei Vorstösse von Nationalrätin Sylvia Flückiger beantwortet (Motion 15.3416, Interpellation 15.3418).

Die Mehrwertsteuer wird seit deren Einführung im Jahr 1995 auf der Radio- und Fernsehempfangsgebühr erhoben und wurde bislang nie bestritten. Diese Frage wurde erstmals im Verfahren aufgeworfen, das nun in den Entscheid des Bundesgerichts vom 13. April 2015 mündete. Das Bundesverwaltungsgericht als Vorinstanz des Bundesgerichts hatte die Mehrwertsteuerpflicht zunächst bestätigt.

Die Schweizer Tierwelt neu entdecken

Mit Geodaten von swisstopo die Schweizer Tierwelt entdecken. (Symbolbild)

Mit Geodaten von swisstopo die Schweizer Tierwelt entdecken. (Symbolbild)

Mit Geodaten von swisstopo die Schweizer Tierwelt entdecken

Nach dem Erfolg der ersten drei Auflagen führt das Bundesamt für Landestopografie swisstopo eine neue Schatzsuche zum Thema «Schweizer Tierwelt» durch. www.schatz-karte.ch ist ein kostenloses Unterrichtsinstrument für Schulen, welches den Geografie Unterricht sinnvoll ergänzt und bereichert.

Weitere Informationen

Nationaler Gesundheitsbericht 2015

Nationaler Gesundheitsbericht 2015 – Das Gesundheitssystem richtet sich auf chronische Krankheiten aus. (Symbolbild)

Nationaler Gesundheitsbericht 2015 – Das Gesundheitssystem richtet sich auf chronische Krankheiten aus. (Symbolbild)

Das Gesundheitssystem richtet sich auf chronische Krankheiten aus.

Die Gesundheit der Schweizer Bevölkerung ist im Allgemeinen sehr gut. Dennoch steht das Gesundheitssystem inmitten grosser Herausforderungen, um sich optimal auf die stark wachsende Zahl chronisch erkrankter Menschen auszurichten. Der Nationale Gesundheitsbericht 2015 beschreibt konstruktive Optimierungen und bereits umgesetzte Schritte. Darüber hinaus vermittelt der soeben erschienene Bericht des Schweizerischen Gesundheitsobservatoriums einen aktuellen Überblick zur Gesundheit der Schweizer Bevölkerung, indem er zahlreiche gesundheitsrelevante Indikatoren über den gesamten Lebenslauf auswertet.

Diese Medienmitteilung und weitere Informationen zum Thema finden Sie hier.

Die Strategie eines Tumors: Teile und herrsche

Die Strategie eines Tumors: Teile und herrsche. (Symbolbild)

Die Strategie eines Tumors: Teile und herrsche. (Symbolbild)

Vom SNF unterstützte Forscher haben entdeckt, wie aggressive Zellen im frühesten Stadium der Tumorentwicklung in gesundes Gewebe eindringen können. Dies eröffnet neue Möglichkeiten, den Krebs an der Wurzel zu packen.

Wenn normale Körperzellen ausser Kontrolle geraten, kann sich ein Tumor bilden, was schliesslich zu Krebs führen kann. Wie genau sich diese Zellen der Kontrolle ihrer Nachbarzellen entziehen können, war bisher unklar. Das Team von Eduardo Moreno, Professor am Institut für Zellbiologie der Universität Bern, hat nun herausgefunden, dass ein aus der Frühentwicklung von Embryonen bekannter Mechanismus auch zu Beginn der Tumorentwicklung bei Erwachsenen eine Rolle spielen könnte (*).

Die Forschenden haben in ihrem vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) unterstützten Projekt, Zellen von Fruchtfliegenpuppen bei ihrer Entwicklung unter dem Mikroskop gefilmt. Die genetisch veränderten Fruchtfliegen sind Träger eines künstlich aktivierten Gens namens Myc, das in der Entstehung von Tumoren eine Rolle spielt. Die Aktivierung allein führte dazu, dass sich abnormale Zellen aktiver teilten, sich zwischen gesunden Zellen durchzwängten, diese töteten und deren Platz einnahmen. Dass dieser Mechanismus beim Befall von Gewebe im ersten Stadium der Tumorentwicklung mitspielt, ist neu und unerwartet.

Ein Modell für die meisten Krebsarten
„Die Aktivierung des Tumorgens verlieh den Zellen spezielle mechanische Eigenschaften, um sich unter die normalen Zellen zu mischen, sie einzukreisen und sie damit effizienter zu töten“, erklärt Romain Levayer, Erstautor der Studie. „Es war bekannt, dass dieser Invasionsmechanismus während der embryonalen Entwicklung aktiv ist, wenn Zellen sich neu anordnen, um den Körper zu formen. Wir haben nun gezeigt, dass Zellen in der Lage sind, dasselbe Programm zu verwenden, um in gesundes Gewebe einzudringen“, sagt Eduardo Moreno, Leiter der Forschungsgruppe. Die Forschenden beschreiben das Verhalten der aggressiven Zellen mit der bekannten militärischen Strategie „teile und herrsche“.

Der Mechanismus, der sich von den Invasionsmechanismen von Metastasen in späteren Tumorstadien unterscheidet, könnte den Beginn der Tumorentwicklung bei den meisten Krebsarten erklären. „Wir konnten den Mechanismus bei Fruchtfliegenpuppen beobachten. Die Fruchtfliege wurde als Modell gewählt, weil sie genetisch einfach verändert werden kann. Da die Puppe sich nicht bewegt und durchsichtig ist, bietet sie sich für die Beobachtung unter dem Mikroskop an“, erklärt Moreno. Rund 90 Prozent aller Krebsarten bilden sich in Deck- und Drüsengeweben (Epithelien), wie bei den gefilmten Puppen: im Darm, in der Haut oder in der Brustdrüse. Das manipulierte Myc-Gen ist das am häufigsten fehlregulierte Gen bei Tumoren. Wahrscheinlich spielt dieser entdeckte Mechanismus bei den meisten Krebsarten eine Rolle und könnte somit die Wissenschaftler dabei leiten, neue Strategien zur Verhinderung der Tumorbildung im Anfangsstadium zu finden, bevor grosser Schaden angerichtet wurde.

Alkohol in Zahlen: Durchschnittlicher Pro-Kopf-Konsum weiter rückläufig

Alkohol in Zahlen: Durchschnittlicher Pro-Kopf-Konsum weiter rückläufig. (Symbolbild)

Alkohol in Zahlen: Durchschnittlicher Pro-Kopf-Konsum weiter rückläufig. (Symbolbild)

Bern, 10.08.2015 – In den Statistiken zum Alkoholkonsum in der Schweiz ist erneut ein Abwärtstrend feststellbar. 2014 hat jede Einwohnerin und jeder Einwohner unseres Landes im Durchschnitt 8,1 Liter reinen Alkohols konsumiert, gegenüber 8,3 Liter im Vorjahr. Hauptursache ist der sinkende Weinkonsum. Allerdings bildet der statistische Durchschnitt lediglich einen Trend ab, über die tatsächliche Verteilung des Gesamtkonsums an alkoholischen Getränken unter den verschiedenen Gesellschaftsgruppen in der Schweiz sagt er nichts aus.

Der Weinkonsum ist nach einer vorübergehenden Zunahme im Jahr 2013 erneut zurückgegangen. Die Bevölkerung in der Schweiz hat im Schnitt einen Liter weniger konsumiert als im Vorjahr (2014: 35,1 Liter; 2013: 36,1 Liter). Besonders ausgeprägt ist der Rückgang bei den Schweizer Rotweinen. Einzig die Schaumweine entziehen sich diesem rückläufigen Trend. Als Folge des gleichzeitigen Rückgangs der Importe und der einheimischen Produktion war auch der Spirituosenkonsum rückläufig: 2014 fiel er von 3,8 auf 3,7 Liter. Der durchschnittliche Bierkonsum hingegen verharrt bei 55,8 Liter pro Kopf. 2014 betrug der Pro-Kopf-Konsum somit 8,1 Liter reinen Alkohols (zu Vergleichszwecken werden sämtliche alkoholischen Getränke in 100 Volumenprozente umgerechnet).

Statistischer und effektiver Konsum

Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts werden die Statistiken zum Alkoholkonsum in der Schweiz unverändert nach denselben Berechnungsmethoden erstellt. Die Berechnung des Durchschnittskonsums beruht auf den in der Schweiz verkauften beziehungsweise gekauften Mengen an Alkohol sowie auf der gesamten Schweizer Wohnbevölkerung. Dank dieser Beständigkeit können die langfristigen Trends erkannt werden. Hingegen lassen die statistischen Durchschnitte keine Rückschlüsse auf den realen Konsum der verschiedenen Bevölkerungsgruppen zu. Verlässliche Angaben liefert erst eine Gegenüberstellung des statistischen Durchschnittskonsums mit Verbraucherumfragen (z.B. Suchtmonitoring Schweiz).

Alkohol in Zahlen

Die Zahlen in dieser Medienmitteilung stammen aus der Broschüre Alkohol in Zahlen. Die Eidgenössische Alkoholverwaltung (EAV) veröffentlicht jedes Jahr einen Überblick über die wichtigsten Statistiken zum Alkohol, welche die Aspekte Herstellung, Ein- und Ausfuhr sowie Verbrauch erfassen. Alkohol in Zahlen liefert ausserdem Daten zum Ethanolmarkt, zu den Alkoholsteuersätzen in Europa sowie zu den Tätigkeiten der EAV.

Eidg. Alkoholverwaltung

1 3 4 5 6 7 14