Kurtheater Baden: Schutzwürdigkeit von EKD bestätigt

Die Eidgenössische Kommission für Denkmalpflege (EKD) befürwortet in einem Gutachten die Erhaltung des Sachs-Foyers im Kulturtheater Baden. Der Kanton Aargau hat dieses Gutachten in Absprache mit der Stadt Baden in Auftrag gegeben, da sich im Zusammenhang mit einer umfassenden Sanierung und Erweiterung des Kurtheaters verschiedene denkmalpflegerische Fragen ergaben, die von der Stadt Baden und der kantonalen Denkmalpflege unterschiedlich beurteilt wurden.

Die EKD befürwortet die vorgesehene Umhüllung des Foyers nur, falls eine weitestgehende Substanzerhaltung aufgrund bautechnischer Gegebenheiten und zwingender Nutzungsanforderungen unmöglich ist.

Schutzwürdigkeit bestätigt: Das Kurtheater in Baden (Foto: Kurtheater Baden)

Schutzwürdigkeit bestätigt: Das Kurtheater in Baden (Foto: Kurtheater Baden)

Zur Klärung der unterschiedlichen Haltungen zwischen der kantonalen Denkmalpflege und der Stadt Baden bezüglich dem denkmalpflegerischen Umgang mit dem Sachs-Foyer beim geplanten Umbauvorhaben des Kurtheaters Baden wurde im gegenseitigen Einvernehmen die Eidgenössische Kommission für Denkmalpflege (EKD) beigezogen. Diese hat das Gebäude im März dieses Jahres besichtigt und ein fundiertes und umfassendes Gutachten zum architekturgeschichtlichen Stellenwert des Theaterbaus und zu den geplanten Eingriffen am Sachs-Foyer erstellt.

Das aus einem Wettbewerb hervorgegangene und von der Stadt Baden unterstützte Umbau- und Erweiterungsprojekt „Équilibre“ der M. & E. Boesch Architekten sieht in einem eigenständigen Ansatz vor, das nach der Architektin Lisbeth Sachs benannte Gartenfoyer mit einer neuen Hülle gegen den Park hin zu erweitern. Gleichzeitig wird dieser erweiterte Aufenthaltsraum mit einem neuen Foyer zu einer wesentlich verbesserten benutzerfreundlichen Raumfolge verbunden. Mit der Übernahme der vorgegebenen Baumaterialien soll die Stimmung des Bestehenden weitergeführt werden. Die kantonale Denkmalpflege vertritt hingegen die Auffassung, das Sachs-Foyer sei entsprechend der Vorgaben des Wettbewerbs integral zu erhalten und in seiner Feingliedrigkeit und Transparenz möglichst originalgetreu zu restaurieren.

In ihrem Bericht bestätigt die EKD die Schutzwürdigkeit des Kurtheaters, insbesondere für dessen Garderobenhalle, Gartenfoyer, Zuschauerraum und Freilichttheater. Als einer der ersten bemerkenswerten Theaterbauten der Nachkriegszeit attestiert sie dem Schutzobjekt mindestens kantonale, wenn nicht gar nationale Bedeutung. Die Kommission weist darauf hin, dass sich der Widerspruch zwischen den im Wettbewerbsprogramm definierten Nutzungsanforderungen – thermische Behaglichkeit, Erdbebensicherheit, Behindertengerechtigkeit, multifunktionale Nutzbarkeit und Energieeffizienz – und einer integralen Erhaltung der Originalsubstanz kaum vereinbaren lässt. Unter Berücksichtigung dieser unterschiedlichen Vorgaben erachtet sie beide Sichtweisen als berechtigt und legitim. Die Kommission kommt zum Schluss, dass grundsätzlich eine integrale oder weitestgehend materielle Erhaltung beziehungsweise Reparatur des Sachs-Foyers im Sinne der kantonalen Denkmalpflege zu bevorzugen sei. Voraussetzung dafür sei aber, dass die Erhaltung aufgrund der vorhandenen Bausubstanz und der Nutzungsanforderungen überhaupt möglich ist. Sie empfiehlt demzufolge, die an das Kurtheater Baden gestellten Anforderungen sowie den baulichen Zustand des Sachs-Foyers zu überprüfen. Sollten die Abklärungen zeigen, dass wegen der zahlreichen notwendigen Eingriffe die originale Substanz nur in geringstem Masse erhalten werden kann, befürwortet die Kommission die Weiterführung des von der Kommission als ausgewogen gewürdigten Projekts „Équilibre“ der Boesch Architekten.

Im Rahmen der bisherigen Projektierungsarbeiten wurden neben einem Neubau der Hinterbühne und der Foyers auch die umfassende bauliche und gebäudetechnische Sanierung der bestehenden Gebäudeteile geplant, insbesondere Theatersaal, Bühne, Eingangshalle und Garderoben. Dafür wurden umfangreiche Untersuchungen an der bestehenden Bausubstanz vorgenommen. Der grösste Teil dieser Projektierungsarbeiten kann dabei in jedem Fall weiter verwendet werden und bildet eine wesentliche Grundlage für alle Handlungsalternativen.

Auf der Grundlage des EKD-Berichtes haben Kanton und Stadt vereinbart, in einem ersten Schritt die für einen ganzjährigen Theaterbetrieb zwingenden Anforderungen an die Sicherheit und Gebrauchstauglichkeit des Sachs-Foyers festzulegen. Die Parteien sind sich dabei einig, dass auf alle Fälle die Sicherheit garantiert sowie der thermische Komfort verbessert und auf einen Winterbetrieb ausgelegt werden soll. Sodann wird durch ein erfahrenes, unabhängiges Büro eine vertiefte Untersuchung der vorhandenen Bausubstanz des Foyers vorgenommen und Sanierungslösungen ausgearbeitet. Aufgrund dieser Analysen und der aufgezeigten Lösungen wird das weitere Vorgehen bezüglich Substanzerhaltung zwischen der kantonalen Denkmalpflege und der Stadt Baden abgestimmt. Nötigenfalls konsultiert die Stadt Baden nochmals die Wettbewerbsjury, bevor sie über die weitere Projektierung entscheidet.

Warum Eveline Widmer-Schlumpf Bundesrätin für die SP ist

Bundesrat Christoph Blocher nach der 1. August-Rede 2008 im Appenzell in Urnäsch

Die SP hat 2007 Eveline Widmer-Schlumpf zur Wahl vorgeschlagen und gewählt, damit ist die Justizministerin ihre Vertreterin, stellt Christoph Blocher in einem Gespräch mit dem Tagesanzeiger fest.

Die SP ist demnach mit mehr als drei Vertretern im Bundesrat klar übervertreten.

Strafanzeige gegen Widmer-Schlumpf

Die von von Linksaktivisten gestörte 1.-August-Rede von EJPD-Vorsteherin Widmer-Schlumpf in Eiken wird ein Fall für die Justiz.

Die aggressiv auftretenden Linksextremisten, die bereits für die Besetzung der Alten Schanze in Bern verantwortlich waren, wie die Redaktion von Polizeibericht.ch recherchiert hatte, traten mit Megaphonen auf den Plan und störten die 1. August-Rede massiv.

Um die aggressiven Linksaktivisten der Gruppierung „Bleiberecht für Alle“ ruhigzubekommen ohne die Linksaktivisten und die Illegalen (Sans Papiers), die ohne Ausweispapiere in das Binnenland Schweiz aus fernen Ländern eingereist sein wollen, vor den Kameras von der Polizei kontrollieren zu lassen, sagte die Justizministerin offenbar zu, nach der Rede ein persönliches Gespräch mit den Aktivisten zu führen. Und sie veranlaßte, daß die Illegalen von der Kapo Aargau nicht verhaftet werden, wie nun im Zuge der Strafanzeige des Aargauer Großrats Andreas Glarner ans Tageslicht kommt.

Der Aargauer Polizeikommandant Stephan Reinhardt (Foto: Kapo AG) - Welche mysteriösen Vorgänge trugen sich am 1. August in Eiken zu? - Die Strafanzeige gegen Widmer-Schlumpf wird es ans Tageslicht bringen...

Zur Rede in Eiken schreibt Polizeibericht.ch:

Doch was heißt das eigentlich? Heißt es, daß jede Gruppierung, die droht, eine Veranstaltung mit der EJPD-Vorsteherin Widmer-Schlumpf zu stören, ein „persönliches Gespräch“ (Wortlaut Kapo AG) erpressen kann?

Der Vorgang erscheint – zurückhaltend formuliert – äußerst zweifelhaft. Linksextremisten drohen der Schweizer Justizministerin und Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf, eine Rede zu stören, und als Belohnung gibt es dann das persönliche Gespräch mit der Bundesrätin?

Wo bleibt der Rechtsstaat, wenn man sogar die Justiziministerin persönlich so in die Enge treiben kann?

Wenn das Schule macht, muß nur jede erdenkliche Gruppierung möglichst aggressiv auftreten. Als Belohung gibt es dann ein „persönliches Gespräch“ zugesichert? Was ist das für eine Signalwirkung, die von diesem Verhalten der EJPD-Vorsteherin ausgeht?

Hätte die Vorsteherin des EJPD (Eidg. Justiz- und Polizeidepartment) nicht Konsequenz zeigen müssen?

Das Gegenteil war jedoch der Fall. Sogar die Polizei knickte ein (oder wurde eingeknickt?)

Ganze Meldung auf Polizeibericht.ch

Rücktritt von Bundesrat Hans-Rudolf Merz

Nachdem sich die FDP aus Angst, daß die SVP ihren berechtigten Anspruch auf einen Bundesratssitz geltend macht, aus taktischen Gründen nicht von Merz getrennt hat, trennt sie sich nun doch noch rechtzeitig vor den Wahlen im nächsten Jahr von Bundesrat Hans-Rudolf Merz.

Man darf gespannt sein, ob die Wähler sich nächstes Jahr noch an das Bankgeheimnisdebakel und das Libyen-Debakel, das UBS-Debakel usw. usf. erinnern werden:

Rücktritt von Hans-Rudolf Merz; wann Calmy-Rey zurücktritt ist noch nicht bekannt

Bundesrat Hans-Rudolf Merz hat Nationalratspräsidentin Pascale Bruderer zuhanden der Vereinigten Bundesversammlung und Ständeratspräsidentin Erika Forster-Vannini heute Freitag sein Demissionsschreiben eingereicht.

Er zieht sich nach 14 Jahren politischer Tätigkeit in Bern – sieben Jahre als Ständerat, sieben Jahre als Bundesrat – und nach Erfüllung seines vorrangigen Auftrages, der Stärkung der Bundesfinanzen, im Oktober 2010 aus der Bundespolitik zurück.

Hans-Rudolf Merz wurde 2003 von der Vereinigten Bundesversammlung in den Bundesrat gewählt und 2007 mit 213 Stimmen für eine weitere Legislatur bestätigt. Während seiner siebenjährigen Regierungszeit setzte sich Finanzminister Merz insbesondere für einen nachhaltigen und gesunden Staatshaushalt ein.

Über einen Rücktritt der noch wesentlich umstritteneren EDA-Vorsteherin Micheline Calmy-Rey wurde bisher noch nichts bekannt.

Bürokratie und Wirtschaftsflaute: Weniger Lust auf Neugründungen

Im Jahr 2008 wurden in der Schweiz 11’600 neue Unternehmen gegründet, 3,2 Prozent weniger als im Vorjahr.

Die Schweiz übernimmt immer mehr bürokratische EU-Gesetze und wird als Unternehmensstandort unattraktiver

Ebenfalls zurückgegangen ist die Zahl der neu geschaffenen Arbeitsplätze von 23’100 auf 21’800.

Ein neu gegründetes Unternehmen schafft im Durchschnitt 1,9 Arbeitsplätze und gehört hauptsächlich zum Dienstleistungssektor.

Dies geht aus der Statistik zu den Neugründungen 2008 des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervor.

60 % mehr ausländisches Bier

Währund Schweizer Exportöre oft an einen Export gar nicht denken können, weil sie von EU-Ländern (Zoll usw.) massiv schikaniert werden, die Schweiz hingegen viele bilateralen Vereinbarungen 1 zu 1 umsetzt, können ausländische Bierimportöre jubeln.

Es macht gar den Eindruck, die Schweizer sind nicht mehr in der Lage, selbst gutes Bier zu brauen.

Als ob die Schweizer kein Bier mehr brauen können: 60 % mehr ausländische Bierimporte allein seit dem Jahr 2000

Die Schweizer Bevölkerung stillt ihren Durst immer mehr mit importiertem Bier. Im Jahre 2009 betrugen die Einfuhren über 90 Mio. Liter – soviel wie nie zuvor.

Verglichen mit dem Jahr 2000 entspricht dies einer Zunahme von 60 %, berichtet die Eidg. Zollverwaltung.

Na dann: Prost!

ÖV-Preise steigen langsamer

Preise im öffentlichen Verkehr steigen weniger stark als angekündigt: Preisüberwacher einigt sich mit dem Verband öffentlicher Verkehr (VöV)

Die Billettpreise im öffentlichen Personenverkehr steigen weniger stark als ursprünglich angekündigt. Statt 3.4 Prozent schlagen die Preise für Einzelbillette und Streckenabonnements auf den Fahrplanwechsel im Dezember 2010 um 2.4 Prozent auf. Bei der Gemeindetageskarte wird auf die vorgesehene 9-Uhr-Regel verzichtet.

Der ÖV wird dank Preisüberwacher Meierhans nicht so rasant teurer

Darauf hat sich der Preisüberwacher mit dem VöV im Rahmen einer einvernehmlichen Regelung geeinigt. Bis Ende April 2011 muss der VöV dem Preisüberwacher ein objektiviertes System der sog. Distanzzuschläge vorlegen.

Die Einigung mit dem VöV ist nach langen und harten Verhandlungen zustande gekommen. Der Preisüberwacher hat vor allem Vorbehalte gegenüber dem System der sog. Distanzzuschläge. Verschiedene Transportunternehmungen haben in den letzten Jahren auf ihren Strecken über eine Ausdehnung von Tarifkilometern Preisanpassungen vorgenommen. Dieses System ist historisch gewachsen, aber objektiv nur schwer nachvollziehbar. Zudem werden Kunden von Einzelbilletten dadurch tariflich benachteiligt.

Der VöV hat sich in der Vereinbarung verpflichtet, dem Preisüberwacher bis Ende April 2011 einen Gesamtüberblick der bestehenden Distanzzuschläge und ein objektiviertes System namentlich mit ausgewiesenen Kostenparametern resp. Kostenorientierung der Angebotsgestaltung zur Überprüfung zu unterbreiten. Der Preisüberwacher behält sich vor, gegebenenfalls Tarifanpassungen zu verlangen.

Für den Fall dass die vom Bund per Anfang 2011 angekündigte Trassenpreiserhö-hung nicht realisiert werden sollte, haben sich die Transportunternehmungen des öffentlichen Verkehrs schliesslich verpflichtet, den entsprechenden Betrag von geschätzten 80 Mio. Franken jährlich den Konsumentinnen und Konsumenten über eine Tarifreduktion weiterzugeben.

Empa züchtet «Seeigel»-Gebilde

Empa-Forschern ist es gelungen, aus winzigen Polystyrol-Kügelchen mit einem einfachen elektrochemischen Verfahren «Seeigel» zu züchten, deren «Stacheln» aus Zinkoxid-Nanodrähten bestehen. Die strukturierte Oberfläche soll Photovoltaikanwendungen effizienter werden lassen.

Verfahren, die Werkstoffe mit neuen Eigenschaften «ausrüsten», sind in der Regel oft kompliziert und daher schwierig zu reproduzieren. Umso erstaunlicher also, wenn WissenschaftlerInnen von neuen Methoden berichten, die trotz preislich günstiger Ausgangsmaterialien und ohne teure Instrumente hervorragende Ergebnisse liefern.

Einfach ein Gerüst aus Polystyrol

Wenn die Seeigel wüßten, was die Empa macht...

Jamil Elias und Laetitia Philippe aus der Empa-Abteilung «Werkstoff- und Nanomechanik» in Thun ist genau dies gelungen: Sie benützen Polystyrol-Kügelchen als eine Art Gerüst, um dreidimensionale Strukturen von halbleitenden Zinkoxid-Nanodrähten auf Oberflächen zu erzeugen. Die ForscherInnen sind überzeugt, dass sich die so entstandenen regelmässig «rauen» Oberflächen für viele elektronische und optoelektronische Anwendungen eignen, zum Beispiel für Solarzellen, aber auch für Kurzwellenlaser, Leuchtdioden und Feldemissionsdisplays.

Die Fachwelt reagierte prompt: Das Papier (Empa Denglisch: das „paper„), im Internet im Januar 2010 in der Fachzeitschrift «Advanced Materials» veröffentlicht, zählte bereits im Erscheinungsmonat zu den am häufigsten heruntergeladenen Artikeln und wurde im April als „Inside Front Cover“ ausgewählt.

Das Prinzip ist einfach: Kügelchen aus Polystyrol von wenigen Mikrometern Durchmesser werden auf eine leitfähige Schicht aufgebracht und ordnen sich dort in regelmässigen Mustern. Polystyrol ist preisgünstig und allgegenwärtig; es taucht in Verpackungsmaterial wie Joghurtbechern auf oder – in geschäumter Variante – in Dämmstoffen wie Styropor oder Sagex.

«Stachlige» Hohlkörper für die Photovoltaik

Die derart fixierten Polystyrol-Kügelchen bilden das Gerüst für die Nanodrähte. Jamil Elias ist es mit einer eigens entwickelten elektrochemischen Methode gelungen, Leitfähigkeit und elektrolytische Eigenschaften der Polystyrol-Kügelchen so zu variieren, daß sich Zinkoxid auf der Oberfläche der Kügelchen ablagert und mit der Zeit gleichmäßige Nanodrähte darauf wachsen. Sobald die «Stacheln» gezüchtet sind, wird das Polystyrol zerstört.

Was bleibt, sind sphärische Gebilde, die aussehen wie Seeigel und innen hohl sind. Auf der Oberfläche dicht gepackt, verleihen die «Seeigel» der Schicht eine dreidimensionale Struktur; ihre Fläche hat sich um ein Mehrfaches vergrößert.

Die nanostrukturierte Oberfläche eignet sich vor allem für Photovoltaikanwendungen. Die Forscher (Empa vermeintlich geschlechtergerecht: die ForscherInnen) erwarten, daß die Oberfläche ausgezeichnete Lichtstreuungseigenschaften besitzt, deshalb deutlich mehr Sonnenlicht absorbiert und Strahlungsenergie effizienter umwandeln kann. Mit ihrem Team entwickelt Laetitia Philippe nun in einem vom Bundesamt für Energie (BFE) geförderten Projekt extrem dünne Absorber (Extreme Thin Absorber, ETA) für Solarzellen auf der Basis von Zinkoxid-Nanostrukturen.

Literaturhinweis:J. Elias, C. Lévy-Clément, M. Bechelany, J. Michler, G.-Y. Wang, Z. Wang, L. Philippe: Hollow Urchin – like ZnO thin Films by Electrochemical Deposition, Advanced Materials, Volume 22, Issue 14, Pages 1607 – 1612 (April 12, 2010) http://www3.interscience.wiley.com/journal/123240975/abstract

Jörg Kachelmann frei

Wetter-Moderator Jörg Kachelmann, der bekannteste Schweizer in Deutschland, ist wieder auf freiem Fuß. Der gemäß Medienberichten ein bizzarres Liebesleben führende (5 Frauen parallel) Kachelmann hat das Gefängnis heute verlassen.

Das zuständige Oberlandesgericht hat die über viermonatige Untersuchungshaft des TV-Wettermoderators Jörg Kachelmann beendet.

Polizeibericht.ch veröffentlicht die Erklärung des Anwalts von Kachelmann:

Der Wettermoderator Jörg Kachelmann wurde aus dem Gefängnis entlassen (Foto Kachelmann: René Mettke, GNU-Lizenz)

Gott sei Dank, es gibt noch Richter: Der 3. Strafsenat des Oberlan- desgerichts Karlsruhe hat auf die Haftbeschwerde der Verteidigung von Jörg Kachelmann mit Beschluss vom 29.07.2010 – 3 Ws 225/10 – den Haftfortdauerbeschluß der 5. großen Strafkammer des Landgerichts Mannheim vom 01.07.2010 – 5 KLs 404 Js 3608/10 – und damit den Haftbefehl des Amtsgerichts Mannheim vom 25.02.2010 – 41 Gs 208/10 – aufgehoben.
Seit heute ist der am 20.03.2010 auf dem Flughafen Frankfurt / M. festgenommene Jörg Kachelmann wieder ein freier Mann.

Wir, das sind meine Frau und ich mit dem gesamten Manschaft (Wortlaut: „team„) unserer Kanzlei und mein Mitverteidiger, Herr Kollege Johannes Latz aus Köln, wir alle freuen uns mit Jörg Kachelmann, mit seiner Mutter, seinen Kindern, den Partnern und Mitarbeitern in der Meteomedia – Gruppe und deren Geschäftspartnern.

Unser gemeinsamer Dank gilt allen, die Jörg Kachelmann und seine Verteidigung auf dieser harten Strecke der ungerechten Haft und der persönlichen Verunglimpfungen unterstützt haben, sei es in Briefen, in Emails, im Internet oder in persönlichen Gesprächen.

Sein Dank gilt auch den Mitgefangenen und den Mitarbeitern in der JVA für die faire Behandlung.

Ganze Meldung auf Polizeibericht.ch

Schweizer Armee mit vielen Einsätzen

Die Schweizer Armee hat im ersten Halbjahr 2010 in Einsätzen und Auslandseinsätzen 162’598 Diensttage geleistet. Im Vergleich zur Vorjahrsperiode gingen die Sicherheitsleistungen zurück. Zugenommen haben hingegen die Unterstützungseinsätze. Durchschnittlich standen pro Tag 898 Angehörige der Armee im Einsatz, davon 265 im Ausland.

Die Halbjahresbilanz der Armee in Einsätzen ist positiv. Es konnten alle geforderten Leistungen zur Zufriedenheit der Leistungsbezüger und ohne Zwischenfälle erbracht werden.

Superpuma, einer der Hubschrauber, die auch bei der Schweizer Armee eingesetzt werden

Von den rund 3 Millionen Diensttagen, die im ersten Halbjahr 2010 in der Schweizer Armee geleistet wurden, waren 162’598 Diensttage einsatzbezogen. Im Vergleich zur Vorjahresperiode entspricht dies einem Rückgang bei den Einsatz-Diensttagen von 33 Prozent (minus 81’825 Diensttage).

Der Hauptgrund hierfür ist der Systemwechsel beim Botschaftsschutz („AMBA CENTRO“), wo bei gleichem Leistungsumfang die aufgewendeten Diensttage von 97’039 auf 26’602 zurückgingen, seitdem statt WK-Truppen vorwiegend Berufspersonal der Militärischen Sicherheit und Durchdiener eingesetzt werden.

In der Folge sind dafür die Kosten des Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) für „AMBA CENTRO“ um über drei Millionen Schweizer Franken gestiegen, dies für Transporte, Verpflegung und Unterkünfte des Berufspersonals.

Auch bei einem anderen subsidiären Sicherungseinsatz der Armee gingen die geleisteten Diensttage im Vergleich zum Vorjahr zurück: Beim Weltwirtschaftsforum (World Economic Forum) in Davos. Dort wurden mit 61’153 Diensttagen (Vorjahr: 71’044) fast 10’000 Diensttage weniger geleistet als 2009. Die Einsparung war aufgrund von Optimierungen und Anpassung des Einsatzdispositives möglich.

Bei den Unterstützungseinsätzen haben die Leistungen hingegen zugenommen, und zwar um 58 Prozent auf 14’624 Diensttage (Vorjahr: 9‘236). Diese Zunahme ergab sich, weil im Gegensatz zum Vorjahr vier anstelle von zwei Ski-Weltcuprennen und in diesem Jahr gleich drei eidgenössische Anlässe (Trachten-, Schützen- und Schwingfest ) unterstützt werden.

Die Einsätze für das Schützenfest in Aarau und das Schwingfest in Frauenfeld laufen auch in der zweiten Jahreshälfte noch weiter. Die vier Schi-Weltmeisterschaftsrennen, die drei eidgenössischen Anlässe sowie die Tour de Suisse machen 90 Prozent aller Leistungen aus, die im Rahmen der „Verordnung über den Einsatz militärischer Mittel für zivile und außerdienstliche Tätigkeiten“ (VEMZ) erbracht wurden.

Im Rahmen der Katastrophenhilfe wurde die Armee in der ersten Jahreshälfte 2010 erst einmal zu Hilfe gerufen. Dies war nach dem verheerenden Erdbeben vom 12. Januar in Haiti. Zum Einsatz der Rettungskette Schweiz hat die Armee 166 Diensttage beigesteuert.

Im Rahmen der militärischen Friedensförderung wurden in der ersten Jahreshälfte mit 48’096 Diensttagen praktisch gleich viele Leistungen erbracht wie in der Vorjahresperiode. Durchschnittlich standen 265 Personen gleichzeitig im Ausland im Einsatz.

Die einzige Veränderung bei den Auslandeinsätzen gegenüber dem Vorjahr ist, daß sich die Schweiz seit Mai wieder in Nepal im Bereich Humanitäre Minenräumung engagiert. Neben den Einsätzen im Kosovo und in Bosnien-Herzegowina, die 88 Prozent aller in Auslandseinsätzen geleisteter Diensttage ausmachen, leisten rund 32 weitere Angehörige der Armee als Militärbeobachter, Stabsoffiziere oder Entminungsexperten weltweit ihren Dienst im Rahmen von UNO- oder OSZE-mandatierten Operationen.

Auch die Luftwaffe kann auf ein erfolgreiches Einsatz- und Trainingshalbjahr zurückblicken. Im Rahmen des Luftpolizeidienstes wurden im ersten Halbjahr 9 (Vorjahr: 8) heiße Missionen („hot missions“) geflogen. Zusätzlich wurden 134 (Vorjahr: 193) sogenannte Echtzeit-Missionen („live missions“), das sind Kontrollen von Staatsluftfahrzeugen, durchgeführt.

Die Lufttransporteinsätze im Inland erfolgten primär zur Unterstützung der Behörden, des GWK, der Polizei und der REGA. Dabei wurden rund 1‘180 Flugstunden (Vorjahr: 1‘120) geleistet. Hinzu kommen rund 230 Flugstunden (Vorjahr: 189) für PSO-Einsätze im Kosovo.

Die Luftaufklärung leistete vor allem Einsätze zu Gunsten der Polizei, Grenzwachtkorps, Personensuche für die REGA sowie die Erhebung von geografischen Grundlagendaten für militärische Zwecke. Insgesamt wurden dabei rund 216 Einsätze (Vorjahr 249) durchgeführt.

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