Verwaldung: Verstärkung der Holznutzung geplant

Während noch in den 80er- und 90er-Jahren die Grünen vor dem sogenannten Waldsterben warten, ist genau das Gegenteil eingetreten.

Die Verwaldung hat sich fortgesetzt. Und zwar pro Jahrzehnt je nach Gebiet sogar im zweistelligen Prozentbereich.

Im Schweizer Wald wird weniger Holz genutzt als nachwächst und der einheimische, erneuerbare und klimafreundliche Rohstoff Holz wird nicht optimal verwendet.

Vergandung im Domleschg: Das Gebiet in Cazis (nahe Schauenberg / Savusch) ist vor wenigen Jahren noch eine Schafweide gewesen. Heute wachsen meterhoch Brombeeren)

Vergandung im Domleschg: Das Gebiet in Cazis (nahe Schauenberg / Savusch) ist vor wenigen Jahren noch eine Schafweide gewesen. Heute wachsen meterhoch Brombeeren)

Eine Folge sind dunkle und dichte Wälder, die oft weniger stabil sind.

Der Bundesrat hat am 8. Dezember 2017 den Bericht «Optimierung der Waldnutzung» gutgeheißen. Der Bericht zeigt, mit welchen Maßnahmen mehr Holz genutzt werden kann. Er erfüllt ein Postulat von Nationalrat Beat Jans (SP, BS).

Die Nutzung und Verwendung von Schweizer Holz hat viele Vorteile:

Holz ist regional verfügbar, schont das Klima und schafft Arbeitsplätze.

Mit dem Fällen von Bäumen wird Platz geschaffen, die verbleibenden Bäume erhalten mehr Licht und werden so kräftiger und stabiler.

Zudem siedeln sich vermehrt wärmeliebende, seltener vorkommende Tier- und Pflanzenarten an.

Trotzdem werden nur rund 70% des jährlich im Schweizer Wald nachwachsenden Holzes genutzt.

Holz ist ein nachwachsender und Rohstoff, der von Schreinern und Holzbaufirmen gut verarbeitet werden kann. (Bild: Schreinermontage.ch)

Holz ist ein nachwachsender und Rohstoff, der von Schreinern und Holzbaufirmen gut verarbeitet werden kann. (Bild: Schreinermontage.ch)

Der Bundesrat hat deshalb 2011 die Waldpolitik 2020 genehmigt, die vorsieht, daß alles nachwachsende Holz genutzt werden soll.

Davon ausgenommen sind die zum Zweck der Biodiversitätsförderung ausgeschiedenen Naturwaldreservate sowie die Alt- und Totholzflächen.

Kosten sparen und Nachfrage anregen

Am 8. Dezember 2017 hat der Bundesrat den Bericht «Optimierung der Waldnutzung» gutgeheißen, der auf ein Postulat (13.3924) von Nationalrat Beat Jans (SP, BS) zurückgeht. Der Bericht zeigt, mit welchen Maßnahmen die vollständige Nutzung der Holzmengen erreicht werden kann:

Vorteile von Holz bekannter machen

Einerseits können bei Waldpflege und Holzernte Kosten reduziert werden, zum Beispiel durch effizientere Abläufe oder eine optimierte Erschließung. Andererseits kann die Nachfrage nach Holz angeregt werden, indem beispielsweise die Konsumenten für dessen Vorteile sensibilisiert werden.

Die im Bericht dargelegten Maßnahmen sind ohne gesetzliche Änderungen umsetzbar. Die waldrechtlichen Anpassungen hat das Parlament bereits 2016 beschlossen. Sie sind seit dem 1. Januar 2017 in Kraft.

WEF 2018: Einsatzvorbereitung der Armee hat begonnen

Gesamteinsatzleiter ist der Kommandant der Kantonspolizei Graubünden, Oberst Walter Schlegel

Die Vorbereitungen der Armee für den Einsatz zugunsten des Kantons Graubünden am Jahrestreffen des Weltwirtschaftsforums (WEF) 2018 in Davos haben begonnen. Derzeit arbeiten rund 341 Armeeangehörige am Aufbau des Sicherheitsdispositives.

Diese Woche hat die Armee die Arbeiten zugunsten des Kantons Graubünden für die Sicherheit des WEF-Jahrestreffens 2018 aufgenommen. Zurzeit sind rund 341 Armeeangehörige mit der Vorbereitung und dem Aufbau der Sicherheitsmassnahmen, der Logistik und der Führungsunterstützung beschäftigt.

Das Parlament hat für den Einsatz der Armee im Assistenzdienst vom 19. bis 29. Januar eine Obergrenze von maximal 5000 Armeeangehörigen festgelegt.

In Davos selbst gelangen während des Jahrestreffens Milizangehörige der Armee unter anderem für logistische Aufgaben wie zum Beispiel im Sanitätsdienst und in der Verkehrsregelung zum Einsatz, Berufssoldaten für Personenschutz und Zutrittskontrollen.

Gesamteinsatzleiter ist der Kommandant der Kantonspolizei Graubünden, Oberst Walter Schlegel

Gesamteinsatzleiter ist der Kommandant der Kantonspolizei Graubünden, Oberst Walter Schlegel (Bildquelle: Walter-Schlegel.ch)

Außerhalb Davos schützt die Armee Infrastruktureinrichtungen und erbringt Leistungen in der Logistik und in der Führungsunterstützung. Die Truppe verfügt zur Erfüllung ihrer Aufgaben über Polizeibefugnisse gemäß der „Verordnung über die Polizeibefugnisse der Armee“.

Die Gewährleistung der Sicherheit im Luftraum ist eine Bundesaufgabe. Die Luftwaffe verstärkt im Auftrag des Bundesrats während der Dauer des WEF ihren Luftpolizeidienst.

Sie sichert dabei den Luftraum über Davos rund um die Uhr und arbeitet dabei aufgrund der Grenznähe eng mit der österreichischen Luftwaffe zusammen.

Die freie Benützung des Luftraums und der Flugplätze in der Region Davos wird von Montag, 22. Januar, von 08.00 Uhr, bis spätestens am Samstag, 27. Januar, 17.00 Uhr, eingeschränkt. Zu Gunsten des Kantons Graubünden führt die Luftwaffe zudem Lufttransporte und -aufklärung durch.

WEF-Besucher mit dem Status „völkerrechtlich geschützt“ können ab dem Flughafen Kloten durch die Schweizer Armee per Helikopter nach Davos geflogen werden.

Auch dieses Jahr besteht für WEF-Besucher die Möglichkeit, direkt in Dübendorf zu landen. Der Weitertransport dieser Personen nach Davos erfolgt auf privater Basis. Maximal 40 Flugzeuge können hier zudem parkiert werden. Der Militärflugplatz Dübendorf wird vorübergehend als Schengen Außengrenze und als Zollflugplatz eingestuft.

Der Einsatz der Armee erfolgt nach dem Subsidiaritätsprinzip, die Einsatzverantwortung liegt dabei bei den zivilen Behörden. Gesamteinsatzleiter ist der Kommandant der Kantonspolizei Graubünden, Oberst Walter Schlegel. Der Chef Kommando Operationen, Korpskommandant Aldo C. Schellenberg, führt den Einsatz der Armee als Kommandant Subsidiärer Sicherungseinsatz (KSSE).

Bundesrat verabschiedet Änderung der Verordnung über die militärischen Informationssysteme

Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 10. Januar 2018 eine Änderung der Verordnung über die militärischen Informationssysteme verabschiedet. Die Verordnung tritt am 1. März 2018 in Kraft.

Mit der Revision ändern die Rechtsgrundlagen für diverse Informationssysteme, in denen innerhalb des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) sowie insbesondere in der Armee und der Militärverwaltung Personendaten bearbeitet werden.

Die Änderungen setzen einerseits die mit der Weiterentwicklung der Armee (WEA) neu geschaffenen gesetzlichen Vorgaben um und konkretisieren diese.

Andererseits werden die Bestimmungen zu den bestehenden Informationssystemen angepaßt und Bestimmungen für neue Informationssysteme geschaffen.

Rohstoffarme Schweiz? Die Schweiz exportiert Rohstoffe: Beispiel Montanstahl GmbH

Die Schweiz gilt als Land ohne Rohstoffe.

Doch ist es wirklich so?

Die Antwort ist wohl „jein“.

Einzelne Firmen beweisen durchaus das Gegenteil. Die Schweiz hat etliche Firmen, die Rohstoffe veredeln und z. T. sogar über eigene Tochterfirmen im Ausland exportieren.

Denn auch, wenn die Schweiz als rohstoffarmes Land gilt, werden in der Eidgenossenschaft viele Rohstoffe gehandelt und auch verarbeitet. Und auch exportiert.

Was zuerst als Paradoxon erscheint, hat einen guten Grund.

Die Schweizer Rohstoffverarbeitung hat einen weltweit hervorragenden Ruf in punkto Qualität.

Und viele Rohstoffe werden in die Schweiz gebracht (importiert)und verarbeitet beziehungsweise veredelt.

Beispiel Stahl

Stahlprodukte spielen in der Baubranche aber auch in vielen anderen Branchen eine im wahrsten Sinne des Wortes tragende Rolle: Auf die Qualität kommt es hierbei an

Stahlprodukte spielen in der Baubranche aber auch in vielen anderen Branchen eine im wahrsten Sinne des Wortes tragende Rolle: Auf die Qualität kommt es hierbei an

So gilt die Schweiz zwar nicht gerade als Stahlindustrie-Land. Bei Stahlindustrie denkt man zuerst an Deutschland, das Ruhrgebiet. Selbst als Schweizer assoziiert man mit dem Schlagwort Stahl eher das Ausland als die Schweiz.

Doch es täuscht.

Es gibt in der Schweiz durchaus eine stahlverarbeitende, eine stahlproduzierende und insbesondere eine stahlveredelnde Industrie.

Namhafte Firmen / Konzerne haben ihren Sitz in der Schweiz und exportieren von hier aus, was vorher als Rohstoff importiert wurde und verarbeitet wurde zu Neuem:  Zu Stahlprodukten.

Qualitativ hochwertige Stahl- und Edelstahlprodukte sind weltweit gefragt. Und werden von kaum einem anderen Land in so hoher Präzision und Qualität produziert wie im Alpenland.

Auf die Präzision und Qualität kommt es an

Neuerer Trend sind zum Beispiel Edelstahlprofile, die präzise geschweißt sind. Wobei man hier nicht mehr an herkömmliche Schweißgeräte bzw. Schweißanlagen denken darf.

Es wird per Lichtverstärker („laser“) geschweißt.

In den frühen 90er Jahren konzentrierte sich Montanstahl auf hochwertige Edelstahlprodukte und neue Fertigungstechnologien. Gegründet im Jahr 1983, hat sich das Unternehmen inzwischen von einem kleinen Stahlprofilwalzwerk zu einem weltweit lieferfähigen Poduzenten von rostfreien Edelstahlprofilen entwickelt.

Und liefert weltweit, etwa auch in das „Stahlland“ Deutschland, wo die tessiner Montanstahl mit eigener Tochtergesellschaft präsent ist, der Montanstahl GmbH.

Aber nicht nur hier, sondern auch in zahlreichen anderen Ländern der Welt ist die Firma inzwischen vertreten.

Die Bedeutung der rohstoffverarbeitenden Industrie für die Schweiz zeigt sich an diesem Beispiel eindrücklich.

Nicht der Stahl an und für sich ist gefragt, sondern Qualität und Präzision

Nicht nur in der Chirurgie wird Lichtbündelung für Präzision eingesetzt. Der "laser" ist seit langem auch in der gehobenen Stahlindustrie im Einsatz

Nicht nur in der Chirurgie wird Lichtbündelung für Präzision eingesetzt. Der „laser“ ist seit langem auch in der gehobenen Stahlindustrie im Einsatz

Wobei nicht der Rohstoff Stahl an und für sich gefragt ist.

Sondern die gute Verarbeitung.

In den Nachbarländern wie Deutschland, Frankreich oder Italien sind zwar markant niedrigere Personal-, Energie- und Transportkosten zu verzeichnen. Insofern sollte man fast annehmen, daß sich in der Schweiz kein einziger Stahlverarbeiter oder Stahlproduzent halten kann.

Doch genießt die Schweizer Präzision und Qualität Weltruf.

Und bei Stahl kommt es gerade im Bau nicht auf dessen hochwertige Verarbeitung in einer präzisen Qualität eben gerade an.

Stahlverarbeitung ist eben nicht gleich Stahlverarbeitung.

 

 

Erste Auslandsreise führt Bundespräsident Alain Berset nach Wien

Alain Berset (Bild: Bundeskanzlei)

Die erste Auslandsreise des neuen Bundespräsidenten Alain Berset führt kommende Woche nach Wien. Er knüpft damit an die Tradition an, wonach die Schweiz und Österreich jeweils früh im Jahr Kontakte auf Präsidialstufe pflegen. Neben dem österreichischen Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen wird Bundespräsident Berset am Dienstag, 9. Januar 2018, auch den neuen Bundeskanzler Sebastian Kurz treffen. Am Montag sind Gespräche mit Repräsentanten der in Wien ansässigen internationalen Organisationen geplant.

Alain Berset (Bild: Bundeskanzlei)

Alain Berset (Bild: Bundeskanzlei)

Bei den separaten Treffen mit dem österreichischen Bundespräsidenten und dem Bundeskanzler werden insbesondere Fragen der bilateralen Beziehungen und der Europapolitik der Schweiz im Zentrum stehen. Österreich übernimmt in der zweiten Jahreshälfte 2018 die EU-Ratspräsidentschaft. Des Weiteren werden europäische und internationale Themen zur Sprache kommen. Am Gespräch mit Bundespräsident Van der Bellen wird auch die neue Gesundheits- und Sozialministerin Beate Hartinger-Klein teilnehmen. Ebenfalls geplant ist ein Treffen mit Kultur- und Europaminister Gernot Blümel.

Am Vorabend wird Bundespräsident Berset vier Verantwortliche der internationalen Organisationen treffen: Juri Fedotow, Generaldirektor des Wiener UNO-Sitzes und Direktor des UNO-Büros für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC), Yukiya Amano, Generaldirektor der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEO), Thomas Greminger, Generalsekretär der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), sowie Harlem Désir, OSZE-Beauftragter für Medienfreiheit.

Zum Abschluss des Präsidialbesuchs steht ein Besuch der Ausstellung über Ferdinand Hodler (1853-1918) im Leopold Museum auf dem Programm. In seiner Eigenschaft als Kulturminister übernahm Bundesrat Berset im Herbst 2017 gemeinsam mit seinem damaligen Amtskollegen Thomas Drozda das Patronat der Schau. Es handelt sich um die bisher bedeutendste Hodler-Ausstellung in der Stadt, in der dem Schweizer Künstler endgültig der internationale Durchbruch gelang.

Playstation 4: Die erfolgreichste Spielekonsole der Welt

Mit weltweit über 70 Millionen verkauften Exemplaren, gilt die PlayStation 4 gegenwärtig als die Spielekonsole mit der größten Anwenderbasis.

Die erste Playstation kam schon 1995 auf den Markt.

Aktuell ist die PlayStation 4 gemäß Schätzungen mit einem weltweiten Marktanteil von über 50 % die kommerziell mit Abstand erfolgreichste Konsole der achten Generation.

In Europa liegt der Marktanteil der Playstation 4-Konsole sogar je nach Land zwischen 70 und 90 %.

Die aktuelle Systemsoftware-Version ist 5.01

Die PlayStation 4 erlaubt seit 2014 auch von sogenannten „Gameplay“-Videos auf YouTube und SharePlay.

Das gemeinsame Spielen ermöglicht es PlayStation-Plus-Mitgliedern, andere PlayStation-Plus-Mitglieder einzuladen und ihnen die virtuelle Kontrolle zu geben und das Spiel zu übernehmen.

Spieleralter steigt, Frauenquote von fast 50%

Das Spieleralter ist keineswegs das von nur Kindern und Jugendlichen:

Eine Studie des Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware aus dem Januar 2017 zeigt, daß das Durchschnittsalter bei 35.5 Jahren liegt.

Und: Die größte Spieler-Gruppe ist mittlerweile über 50 Jahre alt.

Außerdem ist fast jeder zweite Spieler eine Frau.

Preisentwicklung PS4

Der Erfolg der PS4-Konsole liegt wohl auch am vergleichsweise günstigen Preis.

Bei Markeinführung lag der Preis bei rund 400 Euro (399 Euro) und aktuell liegt der Preis für eine Spielstation PS4 bei 250 Euro.

Hinzu kommt, daß viele Anbieter ermöglichen, die Playstation 4 auf raten zu kaufen.

Auch das ist sicher ein Faktor, der zur Marktverbreitung des Spielekonsole beigetragen hat.

 

 

Neuschnee: Erster Schneefall ist sturzgefährlich

Neuschnee ist beliebt bei Wintersportlern und auch Name einer Internetagentur aus Graubünden.

Aber auch gefährlich.

Und ein Thema für die Unfallversicherung.

Bei Eis- und Schneeglätte registrieren die Unfallversicherer bis zu viermal mehr Sturzunfälle als an anderen Tagen.

Das zeigen aktuelle Auswertungen der Suva. Besonders tückisch ist der erste Schneefall des Jahres – vor allem wenn er auch noch auf einen Montagmorgen fällt.

Die ersten Schneeflocken des Jahres sorgen für lachende Kindergesichter, Winterzauberstimmung – und Sturzunfälle. Besonders viele Sturzunfälle registrieren die Unfallversicherungen, wenn der erste Schneefall auf einen Montagmorgen fällt.

Der Weg zur Arbeit wird dann allzu oft zu einer Schlitterpartie. «Generell ereignen sich in den Morgenstunden mehr Sturzunfälle wegen Eis und Schnee, vermutlich weil es dann kälter ist als am Abend, die Wege und Strassen noch weniger geräumt sind und Dunkelheit die Sicht einschränkt», sagt Peter Andermatt, Statistiker der Suva. Bei Eis- und Schneeglätte verzeichnen die Unfallversicherer pro Tag bis zu 2000 Sturzunfälle. Das sind viermal mehr als an anderen Tagen.

Schwerere Verletzungen wegen Eis und Schnee

Die aktuellen Auswertungen der Suva aus ihrer Serie «Unfälle in Zahlen» basieren auf den Ergebnissen aller 29 UVG-Versicherer, die Erwerbstätige obligatorisch gegen Berufs- und Freizeitunfälle sowie gegen Berufskrankheiten versichern.

Neuschnee ist besonders gefährlich für Stürze (Foto: Suva)

Neuschnee ist besonders gefährlich für Stürze (Foto: Suva)

Die Auswertungen zeigen auch, daß Sturzunfälle wegen Eis und Schnee für die Versicherer zusätzliche Kosten von rund 10 Millionen Franken an einem einzigen Tag verursachen können.

Im Durchschnitt beläuft sich ein Sturzunfall wegen Eis und Schnee auf 6700 Franken.

Das ist knapp ein Fünftel mehr als ein Sturzunfall ohne Witterungseinflu0ß kostet (5700 Franken).

«Dieser Kostenunterschied liegt in erster Linie an der Schwere der Verletzungen», so Andermatt. Die häufigsten Folgen von Sturzunfällen sind Verstauchungen, Zerrungen und Sehnenrisse.

Sind jedoch Eis und Schnee beteiligt, kommt es in mehr Fällen zu einem Bruch – und dessen Heilung ist teurer.

Wetter prüfen vor dem Verlassen der Wohnung

Was also tun, damit der Weg zur Arbeit nicht im Spital endet? Wichtig ist es, vor dem Verlassen der Wohnung die Wetterlage zu prüfen und sich dann für passendes Schuhwerk zu entscheiden. «Autofahrer, die bei winterlichen Strassenverhältnissen mit Sommerpneus unterwegs sind, gefährden sich und andere. Fussgänger mit schlechten Schuhen ebenfalls», sagt Raphael Ammann, Kampagnenleiter Stolper- und Sturzunfälle bei der Suva.

Weiter empfiehlt die Suva, sich für den Arbeitsweg genügend Zeit zu nehmen und vorsichtig zu gehen – vor allem bei Eis- und Schneeglätte.

«Es darf auf keinen Fall eine Frage des Wetters sein, ob man sicher am Arbeitsplatz ankommt», so Ammann.

Nützlich seien auch sogenannte Schuhspikes, welche direkt an die Schuhe montiert werden. Diese bieten einen Gleitschutz und verhindern so Sturzunfälle.

Sinkende Unfallzahlen bedeuten weniger Leid und weniger Kosten, was wiederum den versicherten Betrieben der Suva in Form von tieferen Prämien zugutekommt.
Sturzunfälle vermeiden – Empfehlungen der Suva:

• Informieren Sie sich frühzeitig über die aktuellen Wetterverhältnisse – z. B. mit der MeteoSchweiz-App, im Radio oder im Internet.

• Tragen Sie gut am Fuss sitzende Schuhe mit rutschfesten Profilsohlen.

• Vereiste Treppen bilden eine grosse Unfallgefahr. Halten Sie sich auf Treppen immer am Handlauf fest.

• Kalkulieren Sie genügend Zeit für die Strecke zu Fuss. Das erlaubt Ihnen langsam und vorsichtig zu gehen.

• Benutzen Sie wenn immer möglich Gehwege, die von Schnee und Eis befreit sind.

• Benutzen Sie bei winterlichen Verhältnissen einen Gleitschutz für Ihre Schuhe – für noch besseren Halt.

Bär von Graubünden jetzt in Bern: 40 Km an einem Tag

Lange Zeit hielt sich ein Bär in Graubünden auf.

Inzwischen ist er im Kanton Bern und die Volkswirtschaftsdirektion nennt ihn sogar „Berner Bär“.

Das zeigt, wie agil diese Großraubtiere sind.

Bern hat sein Wappentier zurück

Im Mai 2017 ereignete sich im Raum Emmental – Berner Oberland Historisches, berichtet die Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Bern:

Nach mehr als 190 Jahren kehrte das Wappentier in den Kanton Bern zurück. In der Zwischen-zeit konnte die Geschichte des scheuen «Berner Bären» dank Spuren, Beobachtungen und genetischen Untersuchungen nachgezeichnet werden.

Die Berner Volkswirtschaftsdirektion bezeichnet den Bären, der lange in Graubünden und auch im Domleschg (Viamala-Schlucht, Übernolla-Gebiet Thusis) unterwegs war inzwischen als  «Berner Bären» (Karte: Kora@GIS)

Die Berner Volkswirtschaftsdirektion bezeichnet den Bären, der lange in Graubünden und auch im Domleschg (Viamala-Schlucht, Übernolla-Gebiet Thusis) unterwegs war inzwischen als «Berner Bären» (Karte: Kora@GIS)

Geboren im Winter 2013 im Trentin

Der Bär mit der wissenschaftlichen Bezeichnung M29 wurde wahrscheinlich im Winter 2013 als Sohn der Bärin F09 im italienischen Naturpark Adamello-Brenta geboren. Im September 2014 wurde er erstmals genetisch identifiziert. Nach der Trennung von seiner Mutter wanderte M29 Richtung Westen und wurde im April 2016 südlich von Chiavenna erneut genetisch nachgewiesen.

Von hier an wird seine Wanderung spekulativ, da der nächste genetische Hinweis erst im Herbst 2017 im Gental (Gemeinde Innertkirchen) gelang. Bärenbeobachtungen in den Kantonen Graubünden, Uri, Schwyz und Bern ermöglichen aber Vermutungen über seine Strecke.

Mit großer Wahrscheinlichkeit überquerte M29 die Schweizer Grenze Ende April 2016 westlich des Splügenpasses. Der Bär wurde auf rund 2900 Meter von einem Berggänger beobachtet und fotografiert.

Von Thusis nach Trun

Anfang Mai wurden Bärenspuren im Val Curciusa gefunden und kurz darauf war ein Bär im Domleschg in der Region Thusis unterwegs.

Am 11. Mai 2016 tappte er in eine Fotofalle eines Wildhüters bei Trun. Zehn Tage später wurde der Bär von einem Autofahrer in der Schöllenen im Kanton Uri beobachtet. Danach kehrte er offenbar nochmals in die Surselva zurück, wo er am 24. Mai unterhalb des Oberalppasses gesehen wurde.

40 Km an 1 Tag zurückgelegt

Nur einen Tag später wurden Bärenspuren am Hoch-Ybrig, im Kanton Schwyz beobachtet.

Vermutlich hat M29 die Distanz von 40 Kilometer Luftlinie in weniger als 24 Stunden zurückgelegt.

Von Juni 2016 bis April 2017 wurde M29 mehrmals im östlichen Teil des Kantons Uri nachgewiesen. Anfang Dezember 2016 wurden im Val Maighels im Grenzgebiet Graubünden/Uri Bärenspuren dokumentiert.

Bienenhäuschen geplündert

Sicher ist, daß M29 Ende März 2017 wieder im Kanton Uri auftauchte, wo er am 17. April 2017 in ein Bienenhäuschen einbrach.

Das ist der einzige bekannte Schaden von M29 in der Schweiz. Ende April 2017 fing der Bär an, sich großräumiger zu bewegen. Er wurde im Urseren-, Göschenen- und Meiental (Kanton Uri) beobachtet.

Genetisch nachgewiesen im Gental

Am 14. Mai 2017 wurden Spuren auf dem Susten-, am 23. Mai 2017 auf dem Grünenbergpass gefunden, wo M29 am 26. Mai 2017 auch beobachtet und fotografiert werden konnte. Neben mehreren Hinweisen und einem genetischen Nachweis im Gental gelang eine spektakuläre Beobachtung, als M29 auf dem Gletscher des Sustenhorns beobachtet wurde und in der Nähe der Tierberglihütte Spuren hinterliess.

Seit dem 11. September 2017 fehlen Hinweise auf den Aufenthaltsort von M29. Ob er sich noch im Kanton Bern aufhält oder ob er sich erneut auf Wanderschaft begeben hat, ist nicht bekannt. Voraussichtlich wird er sich in den kommenden Wochen in ein Winterlager zurückziehen.

Scheuer Bär

M29 ist ein scheuer Bär.

Hinweise auf seinen Aufenthaltsort sind selten und oft wird er während mehreren Wochen nicht gesehen.

Er ist nun vier Jahre alt und gilt als erwachsen.

Terror: Bundesrat führte strategische Führungsübung durch

Am 16. und 17. November 2017 führte die Bundeskanzlei im Auftrag des Bundesrates eine Strategische Führungsübung (SFU 17) durch. Das Thema der Übung war ein Terrorangriff auf die Schweiz. Die SFU 17 wurde in enger Kooperation mit dem Kanton Genf durchgeführt.

Der Bundesrat, seine Stäbe und die Führungsorgane der Departemente und Ämter mußten sich in der Strategischen Führungsübung mit den Auswirkungen eines komplexen Terrorangriffes auf Bund, Kantone und internationale Beziehungen auseinandersetzen.

Terrorübung mit Fokus auf Genf und Mühleberg

Im Krisenszenario gab es Terroranschläge in Genf und auf das Kernkraftwerk Mühleberg sowie eine Geiselnahme im Gebäude der UNO in Genf. Hauptziele der Übung waren die Überprüfung der Führungsorganisationen, der interdepartementalen Zusammenarbeit sowie der Information und Kommunikation.

Die enge Zusammenarbeit mit dem Kanton Genf in der Vorbereitung und Durchführung der Übung erwies sich als besonders wertvoll, weil die Schnittstellen zwischen dem Kanton und dem Bund bei einem solchen Ereignis getestet werden konnten.

Ein erster Überblick zeigt, dass im Kanton Genf, den Departementen und Ämtern sowie in der Bundeskanzlei engagiert und mit viel Einsatz gearbeitet wurde.

Die Übung erfolgte in freier Führung und wurde an den verschiedenen Standorten in Bern und Genf von Beobachtern verfolgt. Die Bundeskanzlei wertet deren Feststellungen nun detailliert aus und verfaßt bis Juni 2018 einen Bericht an den Bundesrat. 2019 werden die Erkenntnisse dieser Übung nochmals in der Sicherheitsverbundsübung (SVU 19) überprüft.

Verschlüsselungstrojaner und mißbräuchliche Mails im Namen von Behörden im Vormarsch

Der am 2. November 2017 veröffentlichte 25. Halbjahresbericht der Melde- und Analysestelle Informationssicherung (MELANI) befasst sich mit den wichtigsten Cyber-Vorfällen der ersten Jahreshälfte 2017 im In- und Ausland.

Im Schwerpunktthema widmet sich der Bericht den Verschlüsselungstrojanern «Wanna Cry» und «NotPetya», die im Frühjahr 2017 weltweit für Schlagzeilen gesorgt haben.

Vom Verschlüsselungstrojaner «Wanna Cry» sollen gemäß Europol über 230’000 Opfer in 150 Staaten betroffen gewesen sein.

Darunter waren Unternehmen wie z. B. die Deutsche Bahn, die spanische Telekommunikationsfirma Telefonica und zahlreiche Spitäler in Großbritannien.

In der Schweiz war lediglich eine kleine Anzahl von Privatpersonen und KMU betroffen. Das Schwerpunkthema befaßt sich u. a. mit den Herausforderungen, die sich beim Aktualisieren von Systemen stellen, und zeigt auf, was bei der Datensicherung zu beachten ist.

Warnung vor Trojanern

Warnung vor Trojanern

Zunehmender Mißbrauch von Behörden und namhaften Unternehmen

Im ersten Halbjahr 2017 gab es eine deutliche Zunahme von E-Mails zur Verteilung schadhafter Programme, die angeblich von Bundesstellen oder von namhaften Unternehmen verschickt wurden. So stellte eine scheinbar von der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV) stammende Mail Steuerrückerstattungen in Aussicht.

In einem anderen Fall wurden Vorladungen zu Gerichtsverhandlungen versendet, die vermeintlich von einer Kantonspolizei stammten. Unternehmen wie DHL, die Post oder Swisscom werden regelmäßig mißbraucht, um eine hohe Seriosität der Mails vorzutäuschen.

Politische Ereignisse als Auslöser für Internet-Angriffe

Immer häufiger entladen sich politische Spannungen digital. Wo früher Häuserwände mit Gräffitis besprüht wurden, verunstalten heute Häcktivisten Webseiten.

So führten die Diskussionen in der Schweiz um den türkischen Präsidenten Erdogan zur Verunstaltung («Defacement») zahlreicher Schweizer Webseiten.

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