Allgemein – Seite 20 – SchweizerZeitung.ch

Anna Barbara Remund übernimmt Leitung der Abteilung Infrastruktur im BAV

Anna Barbara Remund übernimmt die Leitung Infrastruktur des Bundesamtes für Verkehr. (Symbolbild)

Anna Barbara Remund übernimmt die Leitung Infrastruktur des Bundesamtes für Verkehr. (Symbolbild)

Anna Barbara Remund wird neue Vizedirektorin und Abteilungschefin Infrastruktur im Bundesamt für Verkehr (BAV). Die 51-jährige Bernerin leitet heute den Regionalverkehr der SBB. Sie folgt auf Toni Eder, welcher per Anfang Jahr zum Generalsekretär des Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation befördert wurde.

Anna Barbara Remund wird ihr neues Amt spätestens per 1. September 2016 antreten. Sie ist eine ausgewiesene Kennerin des öffentlichen Verkehrs und schweizweit sehr gut vernetzt. Seit 2010 leitet Anna Barbara Remund bei der SBB den Regionalverkehr und ist stellvertretende Leiterin der Division Personenverkehr. Sie ist unter anderem verantwortlich für die Weiterentwicklung des Regionalverkehrs in Abstimmung mit den Kantonen und dem Bund, für Rollmaterial-Beschaffungen und für grenzüberschreitende S-Bahn-Projekte. Weiter präsidiert sie die Verwaltungsräte der SBB-Regionalverkehrs-Tochtergesellschaften Thurbo, Zentralbahn, Tilo, RegionAlps sowie SBB GmbH.

Zuvor leitete Anna Barbara Remund von 2001 bis 2010 den Bereich Personenverkehr bei der BLS. Unter anderem war sie für den Aufbau und die Weiterentwicklung der S-Bahn Bern zuständig.

Anna Barbara Remund schloss an der ETH Zürich das Diplomstudium als Forstingenieurin ab und absolvierte an der Universität St. Gallen ein Nachdiplomstudium in Unternehmensführung.

Bis zum Amtsantritt von Anna Barbara Remund wird die Abteilung Infrastruktur des BAV interimistisch von Rudolf Sperlich geführt.

Mehrsprachigkeitspolitik erfordert „Engagement, Beharrlichkeit und Ausdauer“

„Für die Schweiz, die wenige Rohstoffe hat, wirkt die Mehrsprachigkeit wie ein nationaler Zement“, führte Bundesrat Ueli Maurer aus. (Symbolbild)

„Für die Schweiz, die wenige Rohstoffe hat, wirkt die Mehrsprachigkeit wie ein nationaler Zement“, führte Bundesrat Ueli Maurer aus. (Symbolbild)

Aus Anlass des Besuchs von Graham Fraser, Kanadischer Kommissar für Amtssprachen, in Bern organisierten die Delegierte des Bundes für Mehrsprachigkeit, Nicoletta Mariolini, und die Parlamentsdienste gestern die Gesprächsrunde zur Frage „Mehrsprachigkeitspolitik – Eine öffentliche Politik wie jede andere?“. „Für die Schweiz, die wenige Rohstoffe hat, wirkt die Mehrsprachigkeit wie ein nationaler Zement“, führte Bundesrat Ueli Maurer aus.

Die Entwicklung der Mehrsprachigkeit in der Bundesverwaltung hängt stark davon ab, was im ganzen Land in allen Tätigkeitsbereichen und auf allen institutionellen Stufen zu ihrer Förderung unternommen wird. Unter der Leitung von François Grin (Universität Genf) diskutierten Peter Knoepfel (IDHEAP, Universität Lausanne) und Michele Gazzola (Humboldt-Universität zu Berlin) über die Evaluation der Mehrsprachigkeitspolitik als öffentliche Politik.

Graham Fraser, Kanadischer Kommissar für Amtssprachen, bezeichnete Leadership als einen unerlässlichen Erfolgsfaktor für die Mehrsprachigkeitspolitik: „zuerst steht die politische Leadership gefolgt von der Leadership in der Verwaltung. Wenn hohe Funktionäre in ihrer Beziehung mit den Angestellten und in ihrer Korrespondenz mit gutem Beispiel vorangehen, indem sie beide Amtssprachen verwenden, Zweisprachigkeit fördern und Dienstleistungen effektiv in beiden Sprachen erbringen, wird die Botschaft in der Organisation schnell verstanden.“

„Der Respekt gegenüber den Minderheiten ist das Fundament unseres Landes“, sagte Nationalratspräsidentin Christa Markwalder. „Sprache ist Heimat. Kenntnisse der Sprachen unserer Nachbarn erschliessen uns neue Räume und stärken unsere Identität.“ Bundesrat Ueli Maurer betonte seinerseits, dass es „Engagement, Beharrlichkeit und Ausdauer“ brauche, um die ehrgeizigen Ziele des Sprachengesetzes und der Sprachenverordnung zu erreichen: “Es ist eine Arbeit, die kontinuierlich fortgeführt werden muss. Unser Engagement muss sich laufend erneuern.“ Gleichzeitig gelte es auch bei der Mehrsprachigkeitspolitik „das Gleichgewicht zwischen unserem nationalen Zusammenhalt und den verfügbaren Ressourcen zu wahren.“

Weiter rückläufig: 5,79 Millionen Diensttage im 2015 geleistet

Weiter rückläufig: 5,79 Millionen Diensttage im 2015 geleistet. (Symbolbild)

Weiter rückläufig: 5,79 Millionen Diensttage im 2015 geleistet. (Symbolbild)

Die Angehörigen der Schweizer Armee leisteten im vergangenen Jahr 5,79 Millionen Diensttage, rund 50’000 Diensttage weniger als 2014. Diese Verringerung resultiert vor allem aus den tieferen Einrückungsbeständen bei den Fortbildungsdiensten der Truppe. 207’140 Diensttage wurden in Einsätzen und für Unterstützungsleistungen erbracht. Die Truppenaufwände beliefen sich auf 204,3 Millionen Franken. Gut die Hälfte davon, 115 Mio. Franken, betrifft Sold und Verpflegung.

Im Jahr 2015 wurden in der Schweizer Armee 5’792’623 Diensttage geleistet. Gegenüber dem Vorjahr (5’841’341) wurden damit knapp 50’000 Tage weniger absolviert. Dieser Rückgang ist darauf zurückzuführen, dass wegen rückläufiger Bestände auch weniger Armeeangehörige (AdA) in Fortbildungsdienste einrückten. Die Zahl von 5’792’623 Diensttagen liegt unter dem Durchschnitt der letzten Jahre. Die durchschnittliche Dienstdauer ging um rund einen Tag zurück von 23,44 im 2014 auf 22,39 im 2015. Pro Kalendertag waren durchschnittlich 15’870 AdA im Dienst, was gegenüber dem Vorjahr ein Minus von rund 130 Armeeangehörigen bedeutet.

Weniger Sicherungseinsätze

In Einsätzen und für Unterstützungsleistungen hat die Schweizer Armee im vergangenen Jahr 207’140 Diensttage geleistet, das sind 17 Prozent weniger als im Vorjahr (250’028). Der Rückgang ist vor allem darauf zurückzuführen, dass im Jahr 2014 zwei subsidiäre Sicherungseinsätze mehr zu leisten waren (Syrienkonferenz in Genf und OSZE-Ministerrat in Basel). Zudem hat die Armee ihren Beitrag zur Botschaftsbewachung wie von der Politik verlangt weiter reduziert, und zwar um 10’000 auf 26’400 Diensttage im letzten Jahr. In den subsidiären Sicherungseinsätzen wurden im letzten Jahr insgesamt 76’478 Diensttage geleistet (Vorjahr: 121’667). Im Rahmen der «Verordnung über die Unterstützung ziviler oder ausserdienstlicher Tätigkeiten mit militärischen Mitteln» (VUM) wurden im letzten Jahr insgesamt 23’336 Diensttage geleistet (Vorjahr 26’192).

Der Leistungsumfang bei den Friedensförderungsdiensten im Ausland liegt mit 105’849 Diensttagen leicht höher als im Vorjahr (102’169). Für die militärische Katastrophenhilfe wurden im letzten Jahr 1477 Diensttage erbracht (Vorjahr null). Im Rahmen des Luftpolizeidienstes hat die Schweizer Luftwaffe 37 (2014: 15) «Hot Missions» (Interventionen) geflogen. Zudem wurden 276 (2014: 277) «Live Missions» (Kontrolle von Staatsluftfahrzeugen) durchgeführt. Der Lufttransportdienst des Bundes absolvierte 1474 Flüge und war insgesamt während 2374 Stunden in der Luft (Vorjahr 1619 Flüge und 2079 Stunden). Pro Tag standen durchschnittlich 568 Soldatinnen und Soldaten (2014: 685) im Einsatz, etwa zur Hälfte im Inland und im Ausland.

Ein Diensttag kostet gut 35 Franken

Die Truppenaufwände schlugen 2015 mit 204,3 Millionen Franken (Vorjahr: 204,8 Mio. Franken) zu Buche. Die Durchschnittskosten pro Diensttag stiegen im Verhältnis zum Vorjahr um 22 Rappen auf 35.28 Franken pro geleisteten Diensttag. Sold und Soldzulage stiegen um 8 Rappen pro Diensttag. Grund dafür sind die tieferen Einrückungsbestände in den Fortbildungsdiensten der Truppe, was zu einer Erhöhung der Durchschnittskosten der Soldzulage führt, da diese nur in den Lehrverbänden (Rekruten- und Kaderschulen) ausbezahlt wird. Für die Belegung von nicht bundeseigenen Unterkünften wurden vergangenes Jahr 25 Millionen Franken bezahlt (2014: 25,8 Mio. Franken). Auf den Diensttag heruntergebrochen fielen die Kosten um 10 Rappen auf 4,32 Franken.

Die Verpflegungskosten blieben, auch unter der Vorgabe nur Lebensmittel aus Schweizer Produktion einzusetzen, annähernd gleich, und beliefen sich auf 9,50 Franken pro Diensttag (minus 1 Rappen gegenüber dem Vorjahr). Die Tariferhöhung bei der SBB führte bei der Rubrik Transporte zu Mehrkosten von 2,4 Mio. Franken und dadurch auf 7,89 Franken pro Diensttag. Die Kosten von Land- und Sachschäden fielen tiefer aus, da ausserordentliche Schäden ausblieben. Sie betrugen 1,9 Mio. Franken im 2015 gegenüber 2,61 Mio. Franken im 2014.

22 neue Generalstabsoffiziere für die Schweizer Armee

22 neue Generalstabsoffiziere für die Schweizer Armee. (Symbolbild)

22 neue Generalstabsoffiziere für die Schweizer Armee. (Symbolbild)

Der Kommandant der Generalstabsschule, Brigadier Daniel Lätsch, promovierte heute in der Luzerner Pauluskirche 22 Anwärter zu Generalstabsoffizieren der Schweizer Armee. Der Chef der Armee, Korpskommandant André Blattmann, begrüsste die Promovierten im Korps der Generalstabsoffiziere. An der Feier nahmen zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft und Armee teil.

 

Zum Abschluss der intensiven achtwöchigen Grundausbildung an der Generalstabsschule in Kriens setzt die Promotion zum Generalstabsoffizier ein wichtiger Markstein für die Karriere der 22 Offiziere. Die jungen Kaderleute sind nun für anspruchsvolle Planungs- und Führungsaufgaben in den höheren Stäben der Schweizer Armee vorgesehen. Die erworbenen Kompetenzen bilden auch für Wirtschaft und Gesellschaft einen anerkannten Mehrwert.

Die anforderungsreiche Generalstabsausbildung ist einer ausgesuchten Gruppe von Miliz- und Berufsoffizieren vorbehalten. Sie wurden unter vielen Anwärtern auf ihre Eignung hin beurteilt und für diesen Lehrgang empfohlen. Mit dem Bestehen des Generalstabslehrgangs II (GLG II) ist die Ausbildung jedoch nicht beendet. Nach einigen Jahren Einsatz wird die Grundausbildung mit dem Bestehen des GLG III abgeschlossen. Einige Absolventen werden mit dem Besuch der Generalstabslehrgänge IV und V ihre Ausbildung weiterführen und damit auf eine höhere Kaderfunktion vorbereitet.

Statistisches Jahrbuch der Schweiz 2016 / Taschenstatistik der Schweiz 2016 – Wo Zahlen mehr sind als Daten

Statistisches Jahrbuch der Schweiz 2016. (Symbolbild)

Statistisches Jahrbuch der Schweiz 2016. (Symbolbild)

Das «Statistische Jahrbuch der Schweiz» sowie die «Taschenstatistik der Schweiz» erscheinen heute in ihrer Ausgabe 2016.

Die beiden Publikationen des Bundesamtes für Statistik (BFS) geben einen verständlichen Überblick über sämtliche Themen des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens.

Das zusätzliche Kartenkapitel ist diesmal den eidgenössischen Wahlen gewidmet.

Weiterbildungsgesetz tritt auf 1. Januar 2017 in Kraft

Die Qualität und Transparenz von Weiterbildungsangeboten soll gefördert und die Chancengleichheit verbessert werden. (Symbolbild)

Die Qualität und Transparenz von Weiterbildungsangeboten soll gefördert und die Chancengleichheit verbessert werden. (Symbolbild)

Die Qualität und Transparenz von Weiterbildungsangeboten soll gefördert und die Chancengleichheit verbessert werden. Der Bund bezweckt dies mit dem Bundesgesetz über die Weiterbildung, welches das Parlament im Juni 2014 verabschiedet hat. Heute hat der Bundesrat die entsprechende Verordnung über die Weiterbildung gutgeheissen und die Inkraftsetzung des Weiterbildungsgesetzes auf den 1. Januar 2017 beschlossen.

Das Bundesgesetz über die Weiterbildung, das National- und Ständerat am 20. Juni 2014 verabschiedet haben, setzt den Verfassungsartikel über die Weiterbildung (Art. 64a BV) um. Es ordnet die Weiterbildung in den Bildungsraum Schweiz ein und legt Grundsätze zu Verantwortung, Qualität, Anrechnung von Bildungsleistungen an die formale Bildung, Verbesserung der Chancengleichheit sowie zum Wettbewerb fest. Diese richten sich primär an die Spezialgesetzgebung des Bundes und der Kantone. Zudem legt das Gesetz einheitliche Voraussetzungen für die Subventionierung der Weiterbildung in den Spezialgesetzen des Bundes fest.

Die Verordnung über die Weiterbildung regelt diejenigen Bereiche, für die das Weiterbildungsgesetz eine Finanzierung vorsieht und deren Kriterien es zu konkretisieren gilt. Einerseits geht es dabei um Finanzhilfen an Organisationen der Weiterbildung und andererseits um den Erwerb und Erhalt von Grundkompetenzen Erwachsener, der mit Finanzhilfen des Bundes an die Kantone gefördert werden soll.

Die Inkraftsetzung von Weiterbildungsgesetz und -verordnung erfolgt auf den 1. Januar 2017.

Bodenproben zeigen Anreicherung von Cadmium und Uran durch Mineraldüngung

Bodenproben zeigen Anreicherung von Cadmium und Uran durch Mineraldüngung. (Symbolbild)

Bodenproben zeigen Anreicherung von Cadmium und Uran durch Mineraldüngung. (Symbolbild)

Cadmium und Uran werden über phosphorhaltige Mineraldünger in Ackerböden eingetragen. Das belegt eine Studie der Universität Bern. Sie hat in Kooperation mit der Nationalen Bodenbeobachtung (NABO) für das Bundesamt für Landwirtschaft evaluiert, ob mineralisch gedüngte Böden in der Schweiz erhöhte Schadelementgehalte aufweisen. Laut Studie besteht jedoch keine akute Umwelt- und Gesundheitsgefährdung.

Die Studie untersuchte, ob Gehalte von Arsen, Cadmium, Blei und Uran in Böden von Ackerbaugebieten mit hohen phosphorhaltigen Mineraldüngergaben im Vergleich zu Böden ohne Mineraldüngung erhöht sind, wie hoch die Schadstofffrachten durch Mineraldünger sind und ob ein Anreicherungsrisiko vorliegt. Für die Studie wurden 400 Bodenproben von 228 Standorten aus dem Messnetz der NABO, des Biodiversitätsmonitorings, der Kantonalen Bodenbeobachtung (AG, BL, FR, SO) sowie des Langzeitdüngerversuchs DOK analysiert.

Die Studie liefert keine Hinweise, dass Arsen und Blei signifikant durch Mineraldüngung in Ackerböden eingetragen werden. Für Cadmium zeigen die untersuchten Ackerbaustandorte im Oberboden eine Anreicherung gegenüber dem Unterboden. Ackerbauböden zeigen durchschnittlich höhere Uran-Gehalte als Wiesen und Weiden, die ackerbaulich genutzten Oberböden höhere Gehalte als Unterböden. Die Ergebnisse der Statusuntersuchung wurden durch die Ergebnisse der Trenduntersuchungen an sechs ausgewählten NABO-Standorten bestätigt. Die Autoren schliessen mit Empfehlungen, die Anreicherung von Uran und Cadmium zu vermeiden und das Monitoring zu verbessern. Sie legen ebenso den Forschungsbedarf dar.

Auch wenn von keiner akuten Umwelt- und Gesundheitsgefährdung auszugehen ist, so gilt es dennoch, den Eintrag von Schadelementen durch Dünger im Sinne der Vorsorge möglichst zu vermeiden. So haben Anpassungen der Agrarpolitik dazu geführt, dass heute im Vergleich zu 1990 nur noch ein Viertel der Menge an mineralischem Phosphordünger ausgebracht wird.

Zur Minderung der mit der Düngung verbundenen Risiken steht das BLW in stetigem Kontakt mit anderen Bundesämtern, der Forschung, Praxis, und den Kantonen. Wichtig ist, dass der bestehende Cadmium-Grenzwert eingehalten wird. Mittelfristig stehen im Fokus der Bestrebungen die Rückgewinnung von Nährstoffen und die Nutzung von mineralischen Recyclingdüngern. Ziel ist es, die Stoffkreisläufe so weit als möglich zu schliessen, und so den Einsatz von P-haltigen Mineraldüngern auf das Minimum zu reduzieren ebenso wie ihren Einsatz effizienter zu gestalten.

Prämienausgleich 2016

Deshalb erhalten Versicherte in den Kantonen, in denen zu hohe Prämien bezahlt wurden, im Jahr 2016 erneut Rückerstattungen und Prämienabschläge von insgesamt rund 188 Millionen Franken. (Symbolbild)

Deshalb erhalten Versicherte in den Kantonen, in denen zu hohe Prämien bezahlt wurden, im Jahr 2016 erneut Rückerstattungen und Prämienabschläge von insgesamt rund 188 Millionen Franken. (Symbolbild)

Zwischen 1996 und 2013 haben die Versicherten einiger Kantone im Vergleich zu den Leistungen zu hohe, in anderen Kantonen zu tiefe Krankenversicherungsprämien bezahlt. Dieses Ungleichgewicht wird zwischen 2015 und 2017 teilweise ausgeglichen. Deshalb erhalten Versicherte in den Kantonen, in denen zu hohe Prämien bezahlt wurden, im Jahr 2016 erneut Rückerstattungen und Prämienabschläge von insgesamt rund 188 Millionen Franken. Das Bundesamt für Gesundheit BAG hat nun die Höhe des Betrags berechnet, der den einzelnen Versicherten 2016 zugute kommt.

Im Jahr 2016 werden die Krankenversicherer in den Kantonen ZH, ZG, FR, AI, GR, TG, TI, VD und GE insgesamt 188 Millionen Franken auszahlen. Die Aufteilung auf die Kantone erfolgt anteilig gemäss dem Betrag, um den ihre Prämien in der Vergangenheit zu hoch ausgefallen sind.

Die 188 Millionen Franken setzen sich aus zwei Beträgen zusammen: Der Bund leistet 2016 einen zweiten Beitrag von 88,7 Millionen Franken, der in Form einer «Prämienrückerstattung» an die Versicherten ausbezahlt wird. Die Versicherten mit Wohnsitz in den Kantonen, in denen in der Vergangenheit zu tiefe Prämien bezahlt wurden, finanzieren zusammen die restlichen 99,3 Millionen Franken; dazu wird bei ihnen im laufenden Jahr ein monatlicher Prämienzuschlag erhoben. Dieser wird in Form eines «Prämienabschlags» an die Versicherten mit Wohnsitz in jenen Kantonen ausbezahlt, in denen in der Vergangenheit zu hohe Prämien bezahlt wurden.
Die Krankenversicherer ziehen die Beträge von der Juniprämie ab oder zahlen sie separat an die Versicherten in den betreffenden Kantonen aus.

Bereits letztes Jahr haben die Versicherten derjenigen Kantone, in denen zwischen 1996 und 2013 zu hohe Prämien bezahlt wurden, Rückerstattungen und Prämienabschläge in der Höhe von insgesamt 254,7 Millionen Franken erhalten. Nächstes Jahr erhalten sie abschliessend weitere rund 363 Mio. Franken. Diese Summe setzt sich zusammen aus dem Bundesbeitrag von 88.7 Mio. Franken sowie dem Beitrag der Krankenkassen in Höhe von rund 274 Mio. Franken.

Die Versicherten haben auch dann Anspruch auf die Prämienrückerstattung und den Prämienabschlag, wenn sie nicht die ganze Prämie selbst bezahlen (z.B. im Fall einer Prämienverbilligung). Die Kantone können aber die Prämienverbilligung um den betreffenden Betrag (Prämienrückerstattung und –abschlag) kürzen. Nicht betroffen von allfälligen Kürzungen sind Bezüger/innen von Ergänzungsleistungen.

Die konkreten Beträge für die einzelnen Kantone sind im Anhang „Auszahlungen 2016“ zu finden.

Die Prämienkorrektur im Detail
Zwischen 1996 und 2013 sind in den Kantonen Ungleichgewichte zwischen den Prämien der obligatorischen Krankenpflegeversicherung und den Kosten für die medizinischen Leistungen entstanden. In gewissen Kantonen war das Verhältnis der Prämien zu den Kosten tiefer als in anderen Kantonen. Im März 2014 hat das Parlament einen Teilausgleich dieser Ungleichgewichte im Umfang von insgesamt 800 Millionen Franken beschlossen. Dieser Betrag wird zu je einem Drittel vom Bund, den Krankenkassen und den Versicherten jener Kantone finanziert, in denen zu wenig Prämien bezahlt wurde.
Die Versicherten jener Kantone, die zu wenig Prämien bezahlt haben, bezahlen ihren Anteil am Prämienausgleich mit einem Prämienzuschlag während höchstens drei Jahren. Betroffen sind die 13 Kantone BE, LU, UR, OW, NW, GL, SO, BL, SH, AR, SG, VS und JU. Der Prämienzuschlag kann je nach Kanton unterschiedlich sein, übersteigt aber den jährlich an die Bevölkerung rückverteilten Ertrag der Lenkungsabgaben nicht. Der Zuschlag wird vom Bundesamt für Gesundheit jedes Jahr festgelegt und beträgt 2016 für alle Kantone Fr. 48.-, mit Ausnahme der Kantone LU (Fr. 18.-) sowie SG und VS, welche 2016 keinen Zuschlag mehr zahlen müssen, da sie ihren Fehlbetrag bereits 2015 ausgeglichen hatten. Die Krankenkassen weisen diesen Zuschlag auf der ordentlichen Prämienrechnung gesondert aus. 2017 wird kein Prämienzuschlag mehr erhoben, da mit den Prämienzuschlägen für die Jahre 2015 und 2016 der von den Versicherten zu leistende Beitrag von maximal 266 Millionen Franken erreicht ist.

sonnendach.ch zeigt Solarenergiepotenzial von Hausdächern

sonnendach.ch zeigt Solarenergiepotenzial von Hausdächern. (Symbolbild)

sonnendach.ch zeigt Solarenergiepotenzial von Hausdächern. (Symbolbild)

Strom und Wärme auf dem eigenen Hausdach zu produzieren wird dank sinkender Preise für Solaranlagen und neuer Speichertechnologien immer interessanter. Die neue interaktive Anwendung sonnendach.ch zeigt, wie geeignet die eigene Immobilie für die Solarenergieproduktion ist. Bereits sind 50% des Gebäudebestands auf sonnendach.ch erfasst; bis Anfang 2018 werden alle Hausdächer der Schweiz verfügbar sein.

Ist mein Hausdach geeignet für eine Solaranlage? Diese Frage lässt sich schon bald ganz einfach für jedes beliebige Hausdach der Schweiz beantworten. In einem Gemeinschaftsprojekt erarbeiten das Bundesamt für Energie, das Bundesamt für Landestopografie (swisstopo) sowie das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz einen Solarkataster, der für die Öffentlichkeit auf sonnendach.ch zugänglich ist.

Auf sonnendach.ch kann abgefragt werden, ob das eigene Hausdach für die Solarenergienutzung geeignet ist und wieviel Strom und Wärme produziert werden könnte. Die Anwendung verknüpft in Zusammenarbeit mit Meteotest Daten von Swisstopo zur Grösse und Orientierung jeder einzelnen Dachfläche mit satellitenbasierten solaren Einstrahlungsdaten von MeteoSchweiz.

Heute sind auf sonnendach.ch rund 50% des Gebäudebestands abgebildet, insbesondere in der Zentral- und Nordostschweiz. Halbjährlich werden weitere Regionen hinzugefügt so dass voraussichtlich Anfang 2018 die Hausdächer der ganzen Schweiz verfügbar sein werden. Die Anwendung wird zudem monatlich mit den aktuellen solaren Einstrahlungsdaten ergänzt. Eine Übersicht über die einzelnen Projektetappen zeigt die Beilage zu dieser Medienmitteilung.

sonnendach.ch ist eng in das Beratungsangebot von EnergieSchweiz eingebunden, welches Schritt für Schritt den Weg zur eigenen Solaranlage aufzeigt (siehe Link).

Öffentliche Warnung: Verschluckungs- und Erstickungsgefahr

Das aufgenähte Plüschelement lässt sich leicht von der Socke lösen und es besteht die Gefahr, dass die kleine integrierte Rassel von Babys oder Kleinkindern verschluckt werden kann. (Symbolbild)

Das aufgenähte Plüschelement lässt sich leicht von der Socke lösen und es besteht die Gefahr, dass die kleine integrierte Rassel von Babys oder Kleinkindern verschluckt werden kann. (Symbolbild)

Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV warnt vor den bunt geringelten Babysocken mit einem aufgenähten Plüschköpfchen, verkauft bei Migros. Das aufgenähte Plüschelement lässt sich leicht von der Socke lösen und es besteht die Gefahr, dass die kleine integrierte Rassel von Babys oder Kleinkindern verschluckt werden kann. Es besteht Erstickungsgefahr. Das BLV empfiehlt, die Socken nicht zu verwenden. Das Produkt wurde umgehend vom Markt genommen.

Die kantonale Vollzugsbehörde Zürich hat das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV über folgende Erstickungsgefahr informiert: Die aufgenähten Plüschköpfe der geringelten Babysocken können leicht abgerissen werden. Dadurch wird auch die kleine integrierte Rassel problemlos entfernbar. Diese Rassel ist ein Kleinteil und kann verschluckt werden. Für Babys besteht Erstickungsgefahr. Die Migros hat umgehend eine Rücknahme der betroffenen Socken aus den Verkaufsregalen veranlasst und einen Rückruf vorgenommen.

Betroffen ist folgendes Produkt:

bunt geringelte Babysocken in den Farben Türkis, Pink und Grün mit den Plüschsujets Häschen, Frosch und Stern in verschiedenen Grössen
Artikelnummer: 8922.163
Verkaufspreis: CHF 6.90

Um eventuelle Risiken auszuschliessen und die Sicherheit von Babys und Kleinkindern zu gewährleisten, empfiehlt das BLV, die betroffenen Babysocken nicht zu verwenden.

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