Öffentliche Warnung: Nicht deklarierte Milchbestandteile in aha!-Kalbsbratwurst von Migros

Milchproteine in AHA-Bratwürsten der Migros. (Symbolbild)

Milchproteine in AHA-Bratwürsten der Migros. (Symbolbild)

Die Migros hat festgestellt, dass in Kalbsbratwürsten mit dem Allergiker–Label aha! Milchproteine enthalten sind. Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen empfiehlt Personen, die allergisch auf Milchproteine reagieren, das Produkt nicht zu konsumieren. Das Produkt wurde umgehend vom Markt genommen.

Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) wurde von den kantonalen Vollzugsbehörden Zürich informiert, dass in aha!-Kalbsbratwürsten von der Migros, Milchproteine enthalten sind. Migros hat umgehend die Rücknahme der betroffenen Produkte aus den Verkaufsregalen veranlasst und einen Rückruf vorgenommen.

Betroffen ist folgendes Produkt:

· aha!-Kalbsbratwurst

· Packung à 280 g (enthält 2 Bratwürste)

· Verbrauchsdatum: 1. Januar 2016 – 03. März 2016

· Produktnummer: 2301.103.520.10

· Verkaufspreis: CHF 5.60

· Verkauft bei: Migros

Das BLV empfiehlt Personen, die allergisch auf Milchproteine reagieren, das Produkt nicht zu konsumieren.

Für Personen, die nicht allergisch auf Milchproteine reagieren, ist das Produkt unbedenklich.

ASTRO-H auf dem Weg ins Weltall

Der Satellit ASTRO-H wurde ins All geschickt um diese Röntgenstrahlen zu messen. (Symbolbild)

Der Satellit ASTRO-H wurde ins All geschickt um diese Röntgenstrahlen zu untersuchen. (Symbolbild)

Die extremen Umgebungen des Weltalls wie Galaxienhaufen, schwarze Löcher und Gase mit Temperaturen von mehreren Millionen Grad sind wichtige astrophysische Quellen von Röntgenstrahlung. Am 12. Februar 2016 wurde der Satellit ASTRO-H gestartet, um diese Röntgenstrahlen untersuchen zu können.

Mit ASTRO-H soll das Verständnis der Hochenergieforschung im Universum bedeutende Fortschritte machen, insbesondere in Bezug auf die grossräumige Struktur des Weltalls, die extremen Bedingungen im Umfeld schwarzer Löcher sowie die thermischen und nicht-thermischen Phänomene unseres Universums.

ASTRO-H ist der sechste Satellit einer Serie astronomischer Missionen im Bereich Röntgenstrahlen, die von der japanischen Raumfahrtagentur (JAXA) lanciert wurden. ASTRO-H ist das Ergebnis einer internationalen Zusammenarbeit unter der Leitung der JAXA, an der sich über 70 Institutionen aus Japan, den USA, Kanada und Europa beteiligen, darunter auch die Universität Genf.

Copernicus beobachtet die Meere mit Sentinel-3

Die ESA st

Die ESA startet den 3. Satelliten, welche die Meere beobachtet. (Symbolbild)

Am 16. Februar 2016 startet die Europäische Weltraumorganisation ESA mit Sentinel-3A den dritten Satelliten einer Serie von Missionen, welche die Weltraumkomponente für das europäische System zur globalen Umweltbeobachtung Copernicus bilden.

Mit Sentinel-3A werden Daten für die grossräumige Beobachtung von Meeres,- und Landflächen erhoben. So können unter anderem Oberflächentemperaturen, Strömungen und Verschmutzungen bestimmt werden. Die Schweizer Beteiligung am ESA-Programm zur Entwicklung der Sentinels sichert den Zugang zu Beschaffungen, zu Daten und internationaler Zusammenarbeit in einem intergouvernementalen Umfeld, in dem die Schweiz als ESA-Mitgliedsstaat mitentscheidet. Schweizer Unternehmen trugen wesentlich zur Entwicklung von Sentinel-3A bei.

Rückruf von IKEA Deckenleuchten

Rückruf von IKEA Deckenleuchten. (Symbolbild)

Rückruf von IKEA Deckenleuchten. (Symbolbild)

In freiwilliger Zusammenarbeit mit dem Eidgenössischen Starkstrominspektorat (ESTI) informiert IKEA über den Rückruf von Deckenleuchten des Typs HYBY, LOCK und RINNA wegen des Risikos herabfallender Glasschirme.

IKEA bittet Kunden dringend, ihre Deckenleuchten des Typs HYBY, LOCK oder RINNA umgehend zu demontieren und bei der nächsten IKEA-Filiale abzugeben. Die Kosten werden vollumfänglich zurückerstattet.

IKEA hat von Kunden Rückmeldungen über herabfallende Glasschirme erhalten. Die Deckenleuchten des Typs HYBY und LOCK wurden auf allen IKEA-Märkten verkauft, LOCK seit 2002 und HYBY seit 2012. Die Deckenleuchte RINNA wurde seit 2010 in elf europäischen Ländern und China verkauft.

HYBY, LOCK und RINNA Deckenleuchten können in allen IKEA-Filialen gegen eine volle Kostenrückerstattung abgegeben werden. Das Vorweisen eines Kaufbelegs (Quittung) ist nicht nötig.

Verwandtschaftsanalyse belegt Einzigartikeit der Saaser Mutten

Verwandtschaftsanalyse belegt Einzigartikeit der Saaser Mutten. (Symbolbild)

Verwandtschaftsanalyse belegt Einzigartikeit der Saaser Mutten. (Symbolbild)

Innerhalb unserer Rettungsprojekte für alte Rassen stellen sich immer wieder auch Fragen zur Genetik der Tiere, die sich nicht mit Zuchtbuchdaten beantworten lassen. Beim jungen Projekt für die Saaser Mutten hatten wir gleich zwei zentrale Fragen.

Die erste lautete: Wie ist die abnehmende Schafpopulation im Saastal mit den italienischen Bergamaskerschafen verwandt?

Bergamasker oder eigener Schlag?
Diese Fragestellung ist zentral, denn eine mit den italienischen Bergamaskerschafen gleiche, resp. eng verwandte Genetik würde den Saaser Mutten eine Einzigartigkeit absprechen. Sie wären damit Teil einer grenzüberschreitenden Rasse, die vor allem in Italien vorkommt und auf Schweizer Boden eine Teilpopulation aufweist. Als solche von der Welternährungsorganisation (FAO) als „transboundary breed“ bezeichnete Rasse wären die Saaser-Mutten mit ihrer langen Tradition im Gebiet des Saas-Tales und des Simplongebietes zwar durchaus Teil der Rassenvielfalt der Schweiz und damit förderungswürdig. Sie hätten aber aus der Sicht der Gesamtgefährdung wie auch ihres emotionalen Wertes nicht die Bedeutung, die einer eigenständigen, lokal angepassten Genetik zukommen würde.

Um also die Einzigartigkeit der Genetik auszuloten, wurden die Proben der 47 Saaser-Mutten-Widder mit Stichproben anderer Schweizer Schafrassen sowie mit einer Stichprobe von 24 Tieren der italienischen Bergamaskerschaf-Population auf genomischer Ebene verglichen. Heraus kam, dass zwischen den Saaser Mutten und den übrigen Schweizer Rassen keine genomische Verwandtschaft besteht. Innerhalb der Vielfalt der Schweizer Rassen weisen die Saaser Mutten somit eine eigenständige Genetik auf. Aber wie steht es mit der Verwandtschaft mit den italienischen Bergamaskern aus? Hier zeigten die DNA-Analysen, dass 12 der 47, und somit ein Viertel der Saaser Mutten, eine genomische Verwandtschaft mit den Bergamaskerschafen aufweisen. Für drei Viertel der Saaser Mutten konnte keine genomische Verwandtschaft mit den im Unterschied zu den Saaser Mutten stets weissen italienischen Bergamaskerschafen aufgezeigt werden.

Die Resultate stützen unsere Auffassung, dass die Saaser Mutte ein lokaler Schafschlag darstellt, der sich zu einer eigenständigen Rasse entwickelt. Die Isolation der Bestände in den Walliser Tälern über Jahrzehnte und die optischen Unterschiede, zu denen auch der grosse Anteil farbiger Tiere zählt, spiegeln sich in der Tatsache wider, dass bei drei Vierteln der Tiere keine Verwandtschaft mit den italienischen Schafen aufgezeigt werden konnte. Auf der anderen Seite dokumentieren die 12 verwandten Tiere die vereinzelten Importe von italienischer Genetik zur Blutauffrischung der Schafzucht im Saastal. Diese Erkenntnisse bestätigen uns, das Rettungsprojekt für die Saaser Mutten unverändert weiterzuführen und damit einen Teil der genetischen Vielfalt der Schweizer Schafrassen zu erhalten.

Die zweite wichtige Frage in Bezug auf die Genetik der Saaser Mutten war, wie die heute noch lebenden Widder miteinander verwandt sind.

Die Saaser-Mutten-Familien
Da bis zum Projektstart 2013 kein zentrales Zuchtbuch geführt wurde, konnte dies nicht anhand von Zuchtbuchdaten eruiert werden. Mit einem Gesamtbestand von um die 400 Tiere ist es aber von grosser Wichtigkeit, die Inzuchtwerte klein zu halten, was bedeutet, dass nur Tiere miteinander verpaart werden sollten, die nicht zu stark miteinander verwandt sind. Ist ein Züchter auf der Suche nach einem neuen Widder, ist es daher wichtig, dass er ein Tier wählt, das mit seinem vorherigen Widder – und damit auch mit seinen in der Herde verbleibenden weiblichen Nachkommen – möglichst weit entfernt verwandt ist. Ideal wäre gewesen, alle, d.h. auch die weiblichen Tiere, zu beproben. Da dies aus Kostengründen nicht möglich war, erfolgte die Analyse ausschliesslich bei den Widdern, wo erfreulicherweise praktisch alle noch lebenden Tiere berücksichtigt werden konnten.

Die Auswertungen zeigen vier Untergruppen auf, innerhalb derer die Widder stärker verwandt sind, als mit den restlichen Tieren. Dank einer übersichtlichen Grafik können die Züchter nach Tieren Ausschau halten, die mit ihren bisher eingesetzten Vatertieren minimal verwandt sind und damit kleine Inzuchtwerte bringen. Die Analyse gibt auch Auskunft über den durchschnittlichen Inzuchtwert, der bei 4.4 % liegt. Dass nur wenige Tiere stark über diesem Durchschnitt liegen, schafft Zuversicht, dass wir mit einer guten Zuchtplanung hier keine unmittelbaren Probleme zu befürchten haben.

500.000 Frauen in Europa von Genitalverstümmelung betroffen

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500.000 Frauen in Europa von Genitalverstümmelung betroffen. (Symbolbild)

Zum Internationalen Tag gegen Genitalverstümmelung am 6. Februar haben die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini, Justizkommissarin Vĕra Jourova und Entwicklungshilfekommissar Neven Mimica zu null Toleranz gegenüber dieser massiven Menschenrechtsverletzung aufgerufen.

Auch in Europa wächst die Gefahr von weiblicher Genitalverstümmelung.

Die Politiker forderten ein geändertes Bewusstsein und stärkere Aufklärung in den lokalen Gemeinschaften, unabhängig von Kultur, Hintergrund oder Geschlecht. „Wir müssen die Aufmerksamkeit gegenüber weiblicher Genitalverstümmelung erhöhen und die Menschen in Frauenrechten bilden, ungeachtet ihrer Herkunft, Kultur oder ihre Geschlechts. Örtliche Akteure, die öffentlich dieser Praxis eine Absage erteilen, haben einen enormen Einfluss auf ihre eigenen Gemeinschaften“, so die Politiker.

Jeder Mensch, jedes Mädchen, jede Frau habe das Recht auf ein Leben frei von Gewalt und Schmerzen und frei in all seinen Bereichen. Weibliche Genitalverstümmelung verursache Schmerzen, lebenslange Gesundheitsrisiken und Leiden. Dies seien eine Verletzung der Menschenrechte, Kinderrechte und eine Bedrohung der universellen Rechte auf Würde, körperliche Unversehrtheit und Nichtdiskriminierung. Nichts könne dies rechtfertigen, ergänzten die Kommissare.

Über 200 Millionen Frauen sind schätzungsweise von Geschlechtsverstümmelung betroffen, davon 500.000 in Europa. Diese erschreckenden Zahlen trieben die Kommissare an, diese weit unterschätzte und verdeckte Form von Gewalt die mit Folter vergleichbar sein, zu beseitigen. „Wir müssen alle gemeinsam weiterarbeiten, die EU-Institutionen, nationale Regierungen, Gesundheitsexperten, Lehrer, Kinderschutzbünde, Chefs von Gemeinschaften und Familien, um die weibliche Genitalverstümmelung und alle Arten von geschlechtsspezifischer Gewalt auszulöschen. Unser Kampf ist weit von einem Sieg entfernt“, appellierten die EU-Politiker.

Gotthard-Basistunnel: 1000 Plätze für die Eröffnungszüge verlost

Gotthard-Basistunnel: 1000 Plätze für die Eröffnungszüge verlost. (Symbolbild)

Gotthard-Basistunnel: 1000 Plätze für die Eröffnungszüge verlost. (Symbolbild)

Die 1000 Plätze für die Eröffnungszüge durch den Gotthard-Basistunnel am 1. Juni 2016 sind am Mittwoch verlost worden. Die Gewinnerinnen und Gewinner kommen aus allen Kantonen der Schweiz. Darunter sind auch fünf Auslandschweizer. Der Wettbewerb lief vom 28. Dezember 2015 bis Ende Januar 2016. Über 160’000 Interessierte haben sich um die Tickets beworben.

Am 1. Juni 2016 fahren 1000 Vertreterinnen und Vertreter aus der Bevölkerung als erste durch den Gotthard-Basistunnel. Diese Fahrten sind der Dank an die Schweizer Bevölkerung, die mit ihren Entscheiden an der Urne und als Steuerzahler die Finanzierung und den Bau des Gotthard-Basistunnels ermöglicht haben. Daher sitzen sie in den zwei Zügen, die an der offiziellen Feier vom 1. Juni 2016 den längsten Eisenbahn-Tunnel der Welt eröffnen. Insgesamt wurden 500 Gewinnerinnen und Gewinner ermittelt, die jeweils ein Ticket für sich und für eine Begleitperson erhalten. Die Gewinnerinnen und Gewinner werden bis Mitte Februar über ihr Losglück informiert.

Mit über 160‘000 Anmeldungen hat der Wettbewerb für die 1000 Plätze in den Eröffnungszügen ein grosses Echo ausgelöst. Rund 80% der Anmeldungen stammten aus der Deutschschweiz. Die Organisatoren der Feierlichkeiten Gottardo 2016 freuen sich über das grosse Interesse. Am 1. Juni 2016 fährt ein Eröffnungszug von Nord nach Süd und der zweite in die umgekehrte Richtung. Neben den 1000 Vertreterinnen und Vertreter der Schweizer Bevölkerung sind auch zwei Schulklassen mit dabei. Sie werden ausgewählt aus denjenigen Klassen, die Anfang 2016 den Schul- und Erlebniszug der SBB besuchen.

Wer im Wettbewerb keine Durchfahrt gewonnen hat, erhält am Publikumsanlass vom 4. und 5. Juni 2016 eine Gelegenheit, durch den Gotthard-Basistunnel zu fahren. Die SBB startet den Verkauf der Tickets im April 2016.

Mehrtägige Feierlichkeiten

Die Feierlichkeiten zur Eröffnung des Gotthard-Basistunnels beginnen am 1. Juni 2016 mit dem offiziellen Eröffnungsanlass. An diesem Tag übergibt die Erbauerin des Tunnels, die Alptransit Gotthard AG, das Jahrhundertbauwerk offiziell dem Bund. Der Bund als Besteller des Tunnels übergibt ihn anschliessend der SBB, die den längsten Bahntunnel der Welt künftig betreiben wird. Bis zur Inbetriebnahme des Gotthard-Basistunnels im Dezember 2016 wird die SBB noch zahlreiche Testfahrten durchführen.

Am Publikumsanlass vom Wochenende 4. und 5. Juni 2016 ist es für das breite Publikum erstmals möglich, durch den Gotthard-Basistunnel zu fahren. Shuttle-Züge werden die Gäste durch den Basistunnel bringen. In Erstfeld und im Raum Pollegio/Biasca wird auf insgesamt 4 Festplätzen ein vielfältiges Rahmenprogramm geboten.

Details zu den Eröffnungsfeierlichkeiten werden an einer Medienorientierung am 10. Mai 2016 bekannt gegeben. Zudem sind auf www.gottardo2016.ch weitere Informationen zu den Festivitäten und Hintergründe zum Gotthard-Basistunnel verfügbar.

„Augen auf beim Hundekauf“: Broschüre warnt vor voreiligem Hundekauf

„Augen auf beim Hundekauf“: Broschüre warnt vor voreiligem Hundekauf. Man weiss nie woher der Hund kommt. (Symbolbild)

„Augen auf beim Hundekauf“: Broschüre warnt vor voreiligem Hundekauf. Man weiss nie woher der Hund kommt. (Symbolbild)

Eine neue Informationskampagne macht zukünftige Hundebesitzer darauf aufmerksam, dass ein Hundekauf kein Spontanentscheid sein darf und worauf zu achten ist, um böse Überraschungen zu vermeiden. Den Auftakt zur Kampagne, die das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen gemeinsam mit dem Schweizer Tierschutz STS lanciert, macht die Publikation der Broschüre „Augen auf beim Hundekauf“.

Im Internet finden sich tausende verlockende Inserate, wenn es um den Kauf eines Hundes geht. Angeboten werden zumeist Welpen mit unklarer Herkunft, aber auch ehemalige Strassenhunde aus diversen Ländern. In der Zwischenzeit kommt fast jeder zweite Hund aus dem Ausland. Dagegen ist nichts einzuwenden, soweit die Hunde aus guten Zuchten oder seriös betriebenen Tierheimen stammen. Das Problem: Der europaweite Handel mit Hunden ist meist illegal und fast immer mit grossem Tierleid verbunden. Häufig werden viel zu junge Welpen ohne oder mit gefälschten Dokumenten auf Parkplätzen aus dem Kofferraum heraus an ihre neuen Besitzer übergeben. Viele dieser Welpen, die meist aus Massenproduktionen mit qualvollen Bedingungen stammen und immer öfter mit falschen Altersangaben gehandelt werden, sind durch lange Reisen bereits bei der Übergabe stark geschwächt oder sogar krank. Nicht selten enden Käufe dieser Art mit dem frühzeitigen Tod des Hundes.

Obwohl Tierschutzorganisationen, Medien und Behörden vom unsäglichen Tierleid berichten und eindringlich davor warnen, unbekannten Anbietern Hunde abzukaufen, passieren gemäss ANIS-Statistik 2014 wöchentlich durchschnittlich 440 Hunde die Landesgrenzen, wovon mindestens ein Teil aus Welpen-Fabriken stammt. Eine neue, umfangreiche Recherche des Schweizer Tierschutz STS zeigt die kriminellen Strukturen hinter der Massenproduktion von Welpen und dem internationalen Handel mit Hunden auf.

Hundekauf im Internet birgt hohe Risiken

Der Kauf von Hunden mit unklarer Herkunft birgt hohe Risiken. Tollwut beispielsweise, eine auf den Menschen übertragbare Krankheit, verläuft ohne Behandlung für Mensch und Tier immer tödlich. Andere Erkrankungen können schnell teure Behandlungen notwendig machen. Beim Import eines Hundes sind auch aus diesem Grund zwingend die Einfuhrbedingungen zu erfüllen. Dazu gehört ein Heimtierausweis, eine Kennzeichnung in Form eines Mikrochips und eine gültige Tollwutimpfung. Ausserdem muss jeder Hund beim Import am Zoll angemeldet und die Mehrwertsteuer entrichtet werden.

Ein Hundekauf darf kein Spontanentscheid sein

Die gesetzlichen Vorgaben in der Schweiz, die dazu beitragen, illegale Importe von Hunden einzuschränken, reichen alleine nicht aus, um das Problem zu lösen. Gefordert sind insbesondere die künftigen Hundebesitzer. Sie können durch eine informierte und seriöse Auswahl eines Hundes bzw. eines Verkäufers dazu beitragen, dass weniger Welpen unter tierschutzwidrigen Bedingungen produziert und Strassenhunde nicht aus reiner Gewinnsucht quer durch Europa transportiert werden.

Die neue Informationskampagne ist eine gemeinsame Massnahme des BLV und des STS zur Bekämpfung von illegalen Hundeimporten in die Schweiz. Erarbeitet wurde die Kampagne auf Empfehlung einer Arbeitsgruppe bestehend aus kantonalen Vertretern, der Oberzolldirektion, dem STS und dem BLV. Das BLV hat die Arbeitsgruppe im Nachgang auf eine Interpellation von Nationalrätin Maya Graf im Mai 2014 eingesetzt. Neben der vorliegenden Broschüre wurde neu eine Webseite (www.hundekauf.ch) aufgeschaltet, die viele hilfreiche Informationen für interessierte Käuferinnen und Käufer beinhaltet. In den kommenden Wochen machen zudem Banner auf Online-Verkaufsplattformen mit Tierinseraten und ein Informationsstand auf der Messe „Hund“ in Winterthur auf das Problem aufmerksam. „Wir sind überzeugt, dass der illegale Hundeimport eingeschränkt werden kann, wenn der Bund, der STS und die Kantone weiter eng zusammenarbeiten“, zeigen sich Kaspar Jörger, Leiter der Abteilung Tierschutz beim BLV, und STS-Präsident Heinz Lienhard überzeugt.

Sirenentest: 98 Prozent der Sirenen funktionieren einwandfrei

Sirenentests erfolgreich. (Symbolbild)

Sirenentests erfolgreich. (Symbolbild)

Heute ist in der gesamten Schweiz der jährliche Sirenentest durchgeführt worden. Dank dem neuen Steuerungssystem POLYALERT sind die Ergebnisse bereits gesamtschweizerisch bekannt. Mehr als 98 Prozent der Sirenen funktionieren einwandfrei. Bei den fehlerhaften Sirenen werden die Mängel nun behoben. Die Alarmierung der Bevölkerung bei einer Katastrophe bleibt sichergestellt.

In der Schweiz gibt es zum Schutz der Bevölkerung rund 7‘800 Sirenen für den Allgemeinen Alarm; davon sind ca. 5‘000 Sirenen stationär und ca. 2‘800 Sirenen mobil eingesetzt. Von den stationären Sirenen werden ca. 570 als „Kombisirenen“ gleichzeitig für den Allgemeinen Alarm und den Wasseralarm eingesetzt. Dank dem neuen Steuerungssystem POLYALERT können die Ergebnisse des heutigen Sirenentests erstmals vollständig, einheitlich und zentral erhoben werden.

Die erste Auswertung des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz BABS zeigt, dass 98.3 % der getesteten stationären Sirenen einwandfrei funktioniert haben. Bei insgesamt 81 Sirenen sind Fehler festgestellt worden. Dieses Ergebnis liegt im Bereich der Vorjahresergebnisse. Damit steht fest, dass die Migration auf das neue Steuerungssystem POLYALERT erfolgreich umgesetzt worden ist.

Die Kantone und Gemeinden sind nun gehalten, die defekten Anlagen umgehend zu reparieren bzw. zu ersetzen. Da die Sirenen jedes Jahr getestet und festgestellte Mängel im Anschluss behoben werden, kann die Funktionssicherheit auf sehr hohem Niveau gehalten werden.

Schneesportkarten jetzt auch online verfügbar

Schneesportkarten jetzt auch online verfügbar. (Symbolbild)

Schneesportkarten jetzt auch online verfügbar. (Symbolbild)

Die Schneeschuh- und Skitourenkarten von swisstopo können ab sofort auch online genutzt werden. Unter map.schneesport.admin.ch steht Wintersportlern damit ein neues Planungsinstrument für ihre Freizeitaktivitäten zur Verfügung.

Die Karten zeigen nebst den Schneeschuh-, Ski- und Snowboardrouten auch Bergbahnen und Skilifte. Ebenfalls enthalten sind Informationen über Hangneigungen, Wildruhezonen und Wildtierschutzgebiete sowie Unterkünfte.

Damit der Wintersport wildtierverträglich ist, sind die von den Kantonen festgelegten erlaubten Routen in den Wildruhezonen und den eidgenössischen Wildtierschutzgebieten aufgeführt. Zudem sind die Karten auf der Website der Kampagne „Respektiere deine Grenzen“ zu finden. Die Routen sind auch auf die neusten Schneeschuh- und Skitourenführer des Schweizer Alpen-Club SAC abgestimmt.

Für die Planung stehen alle Hilfsmittel des Kartenviewers des Bundesgeodatenportals zur Verfügung. Nebst den Funktionen Offline, einbinden in eine Website oder Zeichnen und Messen, können die Karten auch ausgedruckt werden. Für die Verwendung draussen im Gelände sind jene Blätter der Schneeschuh- und Skitourenkarten von swisstopo, die ab 2015 gedruckt vorliegen, neu auf wasserfestem Papier erhältlich.

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