„Raumfahrtnation“ Schweiz

Der Forschungssatellit «CHEOPS» wurde unter der Leitung der Universität Bern und der Europäischen Weltraumorganisation ESA entwickelt.

Der an der Universität Bern entwickelte Planetenspäher Cheops wird aktuell bei Ruag Weltraum (Ruag „space“) in Zürich getestet.

Im Rahmen einer Veranstaltung bei der RUAG in Zürich konnte der Satellit am 27. August 2018 von Vertretern der am Bau beteiligten Institutionen besichtigt werden.

Unter den Referenten und Gästen befanden sich neben Bundesrat Johann Schneider-Ammann auch Jan Wörner, Generaldirektor der ESA, und Prof. Willy Benz von der Universität Bern, seines Zeichens wissenschaftlicher Leiter der «CHEOPS»-Mission.

«CHEOPS» (CHaracterising ExOPlanet Satellite), der im ersten Halbjahr 2019 ins All starten soll, befindet sich derzeit für eine Serie von Tests in der Schweiz.

Anläßlich der Präsentation des Satelliten in Zürich hob Bundesrat Johann Schneider-Ammann die hohe Bedeutung des Raumfahrtsektors für den Forschungs-, Innovations- und Wirtschaftsstandort Schweiz hervor.

Angesichts der Tatsache, daß «CHEOPS» unter der gemeinsamen Projektleitung der ESA und der Universität Bern zusammen mit einem internationalen Industriekonsortium entwickelt wurde, stellte der Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschunger fest: «Die Schweiz ist eine Raumfahrtnation!»

Er verwies weiter auf den Bedarf an Nachwuchsförderung in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik und entsprechender Initiativen.

Schweiz schickt Kinderzeichnungen ins All

In diesem Kontext enthüllte er zwei Titanplaketten, die mit «CHEOPS» ins All fliegen werden.

Auf ihnen sind mehr als zweitausend miniaturisierte Weltraum-Zeichnungen von Kindern aus ganz Europa, darunter auch aus der Schweiz, eingraviert.

Exoplanten: Planeten außerhalb des bisher bekannten Sonnensystem

«CHEOPS» ist die erste der neu geschaffenen «Small-class missions» der ESA. Sie widmet sich der Charakterisierung von Exoplaneten-Transiten.

Zwei Schweizer Forschern, den Genfer Astronomen Michel Mayor und Didier Quelloz, gelang 1995 erstmals der Nachweis der Existenz eines Planeten außerhalb des uns bisher bekannten Sonnensystems.

Später wurden bereits 3000 weitere Exoplaneten entdeckt worden.

Am Bau des Satelliten und dessen Hauptinstrument, einem Teleskop, war ein Konsortium mit mehr als hundert Wissenschaftlern und Ingenieuren aus elf europäischen Nationen beteiligt.

Schweiz und Libanon vertiefen traditionell gute Beziehungen

Die Schweiz und Libanon wollen ihre traditionell engen Beziehungen weiter vertiefen.

Bundespräsident Alain Berset hat am Montag, 27. August 2018, in Beirut die Solidarität der Schweiz mit dem von der Syrienkrise stark betroffenen Land zum Ausdruck gebracht.

Mit dem libanesischen Staatspräsidenten Michel Aoun, mit Premierminister Saad Hariri und mit Parlamentspräsident Nabih Berri besprach der Bundespräsident, wie die Zusammenarbeit in Fragen der Migration und der humanitären Hilfe sowie in wirtschaftlicher Hinsicht verbessert werden könnte.

Während des Präsidialbesuchs wurde von Repräsentanten beider Länder ein Abkommen zur Visaliberalisierung bei Diplomatenpässen unterzeichnet.

Dieses Abkommen ist ein Resultat des Migrationsdialogs, der seit Frühling 2018 im Gange ist. Einen regelmässigen politischen Dialog gibt es bereits seit 2016.

Beide Seiten würdigten am Montag die traditionsreichen Beziehungen und die zahlreichen Parallelen zwischen den multikulturellen und multikonfessionellen Staaten.

Bundespräsident Berset betonte zugleich, daß der Schweiz die großen Herausforderungen bewusst seien, vor denen Libanon als Land mit der weltweit höchsten Flüchtlingsdichte stehe.

hDie Aufnahme von 1,3 Millionen Kriegsvertriebenen aus Syrien sei Ausdruck großer Solidarität der libanesischen Bevölkerung und der Behörden.

Die Schweiz unterstützt das Land in dieser Situation und setzt sich unter anderem im Rahmen einer regionalen Kooperationsstrategie für den Schutz und die Grundversorgung von Flüchtlingen und Bedürftigen in Libanon ein. Bundespräsident Berset erklärte, daß die Schweiz Libanon weiterhin unterstützen werde und die Zusammenarbeit in Fragen der Migration fortsetzen wolle. Die Bedingungen für eine sichere Rückkehr der Kriegsvertriebenen nach Syrien sind aus Sicht der Schweiz derzeit nicht gegeben.

Beide Seiten diskutierten zudem über Fortschritte und Herausforderungen in Menschenrechtsfragen und über den interreligiösen Dialog, wie er in der Schweiz und in Libanon geführt wird. Die Schweizer Delegation bot an, den Erfahrungsaustausch bei Fragen der Dezentralisierung und der Neutralitätspolitik künftig zu intensivieren.

Des Weiteren kamen die Wirtschaftsbeziehungen zur Sprache. Libanon ist der sechstwichtigste Handelspartner der Schweiz im Nahen und Mittleren Osten, das Handelsvolumen war in den vergangenen Jahren jedoch rückläufig. Die Schweizer Delegation betonte den hohen Wert der Rechtssicherheit für die Investitionsentscheide von Schweizer Unternehmen.

Zweiter Tag im Norden des Landes

Bundespräsident Berset traf in Beirut auch Repräsentanten der internationalen Gemeinschaft und der libanesischen Zivilgesellschaft, Kulturschaffende und Vertreter von in Libanon tätigen Schweizer Unternehmen. Zum Programm gehörte zudem die Niederlegung eines Blumengebindes auf dem Platz der Märtyrer, wo an die Opfer eines gewaltsam beendeten Aufstands der Nationalbewegung im Jahre 1916 erinnert wird.

Am Dienstag, 28. August, wird der Bundespräsident ein Zeltlager syrischer Flüchtlinge im Norden des Landes besuchen. Geplant ist ausserdem ein Treffen mit den wichtigsten religiösen Würdenträgern des Landes auf Einladung des maronitischen Patriarchen Béchara Pierre Kardinal Raï. Zum Abschluss der Reise steht in Bischarri, dem Hauptort des UNESCO-Weltkulturerbes Wadi Qadischa im Libanongebirge, ein Besuch im Museum zu Ehren des libanesischen Nationaldichters Khalil Gibran auf dem Programm.

Landschaftstheater Ballenberg: „Steibruch“ begeisterte

Letzten Samstag ging die Saison des Landschaftstheaters Ballenberg erfolgreich zu Ende. „Steibruch – zrugg us Amerika“ vermochte die fast 19‘000 Besucher zu begeistern.

„Praktisch ausverkauft und überall zufriedene Gesichter und sehr viel Lob. Was kann man sich von einem Theatersommer auf dem Ballenberg schöneres wünschen?“ freut sich Lorenz Heß, Präsident des Vereins Landschaftstheater Ballenberg.

Bereits nach einer Spielwoche konnten die Organisatoren vermelden, daß das Theater bis auf den letzten Platz besetzt ist. Die fast 40 Spieler traten also praktisch immer vor vollen Rängen auf.

Die Geschichte rund um den Außenseiter Murer und seine beiden unehelichen Kinder zog die Zuschauer in den Bann.

„Steibruch – zrugg us Amerika“ überzeugte als tiefsinnige, mitreißende und oft auch humorvolle Inszenierung.

Wichtige Elemente spielten der eigens geschaffene Steinbruch (Ausstattung Anna Maria Glaudemans) sowie die stimmungsvollen und eingängigen Gesänge (Komponist Till Löffler, Texte Hanspeter Müller-Drossaart, musikalische Leitung Brigit Beetschen).

Der Hauptdarsteller Hanspeter Müller-Drossaart hatte die Textvorlage von Albert J. Welti (1894-1965) aktualisiert und mit vielen Rollen und Szenen wunderbar ergänzt.

Der Regisseur Livio Andreina verstand es meisterhaft, mit den Spielern eine große Dichte und Intensität auf der Bühne zu schaffen.

Das Publikum verdankte die Leistungen auf der Bühne an jedem der 26 Abende mit langem Applaus und klatschte zuweilen auch im Stehen.

2019 mit „Romeo und Julia auf dem Dorfe“
Im nächsten Sommer spielt das Landschaftstheater Ballenberg „Romeo und Julia auf dem Dorfe“ von Gottfried Keller, in einer Bearbeitung von Heinz Stalder. Bereits 1991, bei der ersten Freilichtinszenierung auf dem Ballenberg, wurde dieser Klassiker gespielt.

Inspektion militärischer Aktivitäten der Schweizer Armee durch Luxemburg

Auf Ersuchen von Luxemburg und nach erfolgter Zustimmung der Schweiz wird am 23. Juli 2018 eine vierköpfige Inspektionsgruppe aus Luxemburg, Belgien und den Niederlanden zur Durchführung einer Inspektion im Rahmen der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) in der Schweiz eintreffen.

Die Inspektion ist eine Überprüfungsmöglichkeit gemäß den Bestimmungen des Wiener Dokumentes 2011 und erlaubt jedem OSZE-Teilnehmerstaat, sich hinsichtlich Einhaltung der vereinbarten vertrauens- und sicherheitsbildenden Maßnahmen vor Ort Informationen zu beschaffen.

Die Inspektion unter der Leitung von Luxemburg sowie Beteiligung von Belgien und den Niederlanden findet in der Region Zentral-/Ostschweiz und im Kanton Graubünden statt.

Sie dauert maximal 48 Stunden und wird am 25. Juli 2018 beendet.

Die Inspektoren werden über militärische Aktivitäten (Kurse, Schulen und Übungen), die während dieser Zeit in den erwähnten Gebieten durchgeführt werden, informiert und können Truppen und Schulen besuchen. Die Inspektion wird zu Land und aus der Luft durchgeführt.

Die Inspektionsgruppe kann sich im erwähnten Raum in Begleitung schweizerischer Armeeangehöriger frei bewegen. Sensitive Objekte sind von den Inspektionen ausgenommen.

Foto: Waffenplatz Chur (Remo Maßat)

Foto: Waffenplatz Chur (Remo Maßat)

Bundesrat Ueli Maurer fordert am G20-Finanzministertreffen mehr Fokussierung auf digitale Entwicklungen in der Finanzbranche

Am dritten Treffen der G20 Finanzminister in diesem Jahr unterstrich Bundesrat Ueli Maurer in Buenos Aires die Position der Schweiz zu Kryptowährungen.

Ausserdem schloss sich die Schweiz der Forderung nach offenen Märkten für Güter und Dienstleistungen an.

Im Bereich der Besteuerung der digitalen Wirtschaft will auch die Schweiz eine sorgfältige Abklärung der Ausgangslage und darauf aufbauend einen international geltenden Standard.

Der Schweizer Finanzminister Ueli Maurer weilt in diesem Jahr zum dritten Mal an einem Treffen der G20 Finanzminister.

Besonderen Wert legte er auf die Digitalisierung. Gerade im Finanzbereich sei es wichtig, der Innovation die nötigen Rahmenbedingungen zu schaffen. Gleichzeitig seien hohe Standards anzulegen im Bereich der Integrität der Märkte.

Im Umgang mit Kryptowährungen wird anerkannt, dass die Distributed Ledger-Technologie (DLT), zu der die Blockchain-Technologie gehört, über ein großes Potential auch bei Finanzdienstleistungen verfügt. Bundesrat Maurer unterstrich zudem in seiner Intervention vor den Finanzministern, dass bei der Regulierung von Fintech generell und DLT im Speziellen technologieneutrale Ansätze wichtig sind.

Die Integrität des Finanzmarktes muss ausserdem gewahrt werden, indem die Gesetzgebung zur Bekämpfung von Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung voll und ganz auch für Krypto-Währungen gilt, was in der Schweiz der Fall ist. Es komme, so Bundesrat Maurer, der Financial Action Task Force, FATF, die wichtige Rolle zu, die in diesem Bereich global anwendbaren Standards rasch zu klären.
Besteuerung der digitalen Wirtschaft soll dort geschehen, wo der Mehrwert geschaffen wird

Die Schweiz will den Grundsatz, Steuern dort zu erheben, wo die Wertschöpfung erzielt wird, auch auf digitale Dienstleistungen anwenden. Nur ein einheitliches internationales Vorgehen schafft Verlässlichkeit für Unternehmen und vermeidet Doppelbesteuerungen. Die Schweiz teilt die Haltung, dass eine substantielle Diskussion bis Ende 2019 in einen Bericht der OECD 2020 münden soll.
Die Schweiz immer mehr als relevanter Partner in der G20

Auf Einladung Argentiniens nimmt die Schweiz in diesem Jahr bereits zum dritten Mal in Folge und seit 2008 zum vierten Mal insgesamt am sogenannten Finance Track der G20 teil. An einem bilateralen Treffen mit dem argentinischen Finanzminister Nicolas Dujovne bedankte sich Bundesrat Maurer für die sehr durchdachte und vorwärtsschauende diesjährige Agenda.

Darüber hinaus betonte Bundesrat Maurer, dass die Schweiz die Reformbemühungen der aktuellen Regierung Argentiniens sehr unterstützt.

Das nächste Treffen der G20 Finanzminister findet am Rande der Jahrestagung der Bretton Woods Institutionen im Oktober in Bali statt.

Jährliches trilaterales Treffen der Armeechefs von Deutschland, Österreich und der Schweiz

Bild: Chef der Armee (Quelle: Armeestab)

Der Chef der Armee, Korpskommandant Philippe Rebord, reist vom 23. – 25. Juli 2018 zum Treffen mit dem Generalinspekteur der deutschen Bundeswehr und dem interimistischen Chef des Generalstabes des österreichischen Bundesheeres in die Region Bodensee.

Der Chef der Armee, Korpskommandant Philippe Rebord, trifft den Generalinspekteur der Deutschen Bundeswehr, General Eberhard Zorn, und den interimistischen Generalstabschef des österreichischen Bundesheeres, General-Leutnant Johann Luif, im Rahmen der traditionellen D-A-CH Gespräche in Deutschland.

Während des Treffens sind neben dem Besuch der Deutschen Bundeswehr unter anderem Delegationsgespräche zur aktuellen sicherheitspolitischen Lage, zur trilateralen Zusammenarbeit sowie den Herausforderungen im Bereich der Streitkräfteentwicklung vorgesehen.

Bild: Chef der Armee (Quelle: Armeestab)

Bild: Chef der Armee (Quelle: Armeestab)

Lebende Pflanzen als Feriensouvenir? Besser nicht!

 Die Sommerferien stehen vor der Tür, die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Pässe, Visa, ausländische Währung – an alles muss man denken. Aber Achtung:

Bei der Einreise in gewisse Länder werden die Reisenden streng kontrolliert, damit sie keine pflanzlichen Produkte einführen.

Tatsächlich darf Obst und Gemüse oft nicht über die Grenze gebracht werden und wird konfisziert. Auch auf der Heimreise sollten Sie Ihre Ferienandenken sorgfältig aussuchen.

Bringen Sie in Ihren Koffern keine Pflanzen, Samen oder andere Pflanzenteile mit nach Hause!

Es kann passieren, daß Sie Ihr Erinnerungsstück an der Schweizer Grenze lassen müssen.

Die Einfuhr von Pflanzen aus einem Drittland unterliegt strengen Pflanzenschutzbestimmungen. Das bedeutet eine obligatorische Kontrolle durch den Pflanzenschutzdienst bei der Einfuhr oder ein gänzliches Verbot der Einfuhr.

Mit diesen Maßnahmen soll verhindert werden, daß Pflanzenkrankheiten oder ­schädlinge (Quarantäneorganismen) in die Schweiz eingeschleppt werden.

Deshalb empfiehlt der Eidgenössische Pflanzenschutzdienst, ganz darauf zu verzichten, Pflanzen als Reisesouvenirs mit nach Hause zu nehmen.

Zunahme der Verstöße und engmaschige Kontrollen

Der Eidgenössische Pflanzenschutzdienst ist die für die Einfuhrkontrolle zuständige Behörde. Er verfügt über Büros an den beiden wichtigsten Flughäfen der Schweiz: in Zürich und Genf. Die Inspektoren des Eidgenössischen Pflanzenschutzdienstes arbeiten im Frachtbereich der Flughäfen, wo sie jedes Jahr rund 9000 Einfuhren von kontrollpflichtigen Waren kontrollieren. Deshalb übernimmt das Grenzwachtkorps die Kontrollen der Reisenden bei deren Ankunft in der Schweiz.

Seit 2016 zeigen die Statistiken nach oben: Bei der Einreise in die Schweiz werden an den beiden großen Flughäfen immer mehr Verstösse verzeichnet, insbesondere hinsichtlich der Einfuhr von Pflanzen, Samen, Obst und Schnittblumen. Während 2015 noch 213 solcher Fälle verzeichnet wurden, waren es 2017 bereits 233 Fälle.

Und 2018 ist zwar erst zur Hälfte um und die Ferienzeit hat noch nicht begonnen, dennoch wurden schon 202 Fälle registriert.

Was kann ich tun, wenn ich dennoch eine Pflanze möchte?

Souvenirpflanzen, nein danke! Wenn Sie für Ihre Ferien oder eine Geschäftsreise in ein Drittland (ausserhalb der Europäischen Gemeinschaft) reisen, sehen Sie davon ab, lebendes Pflanzenmaterial als Andenken mit nach Hause zu nehmen!

Wer dennoch ein pflanzliches Andenken mitbringen möchte, muss sich vor der Reise unter www.pflanzenschutzdienst.ch über die geltenden Rechtsvorschriften informieren. Ausserdem unterliegen zahlreiche Pflanzen (insgesamt über 25 000 Arten) den Weisungen des Übereinkommens über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen (CITES).

Sie dürfen nur mit einer Bewilligung des Exportlandes in die Schweiz gebracht werden, siehe www.Cites.ch.

Neben einem gültigen CITES-Zeugnis ist oftmals auch eine Einfuhrbewilligung der zuständigen Schweizer Behörden erforderlich.

5G: Vergabe neuer Mobilfunkfrequenzen

Die Eidgenössische Kommunikationskommission (ComCom) eröffnet die Ausschreibung für die Vergabe neuer Mobilfunkfrequenzen.

Diese Frequenzen sind von großer Bedeutung für die Einführung der nächsten Mobilfunktechnologie 5G in der Schweiz.

Die neuen Mobilfunkfrequenzen werden im Rahmen einer Auktion vergeben, die voraussichtlich im Januar 2019 stattfindet.

Die Auktion wurde so ausgestaltet, dass alle interessierten Firmen teilnehmen und die heutigen Betreiber Frequenzen für den 5G-Start ersteigern können. Die Frequenzen werden für 15 Jahre vergeben, was den Mobilfunkbetreiberinnen langfristige Planungssicherheit gibt.

Eine öffentliche Konsultation hat ein grosses Interesse an den neuen Mobilfunkfrequenzen in den Bereichen 700 MHz, 1400 MHz, 2600 MHz und 3,5 GHz ergeben. Diese ermöglichen die frühzeitige Einführung der viel leistungsfähigeren Mobilfunktechnologie 5G und fördern die Digitalisierung der Schweiz.

Die bisher für andere Zwecke genutzten Frequenzen dürften zunächst zur Qualitätsverbesserung in den bestehenden LTE-Netzen eingesetzt werden, bis die Sendeanlagen und die Endgeräte für 5G zur Verfügung stehen.

Die ComCom hat das Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) mit der Durchführung der heute eröffneten Ausschreibung betraut. Die Ausschreibung wird im Bundesblatt vom 10. Juli 2018 publiziert, und die Unterlagen stehen auf der BAKOM-Website zur Verfügung (siehe Link unten).

Vergabe in einem einfachen Auktionsverfahren
Im Sinne der Transparenz und der Gleichbehandlung erfolgt die Vergabe im Rahmen einer sogenannten Clock-Auktion (CA). Es handelt sich dabei um ein einfaches Auktionsformat, bei dem gleichzeitig für alle Frequenzkategorien geboten werden kann. Die heutigen Netzbetreiberinnen und alle weiteren interessierten Firmen können zu gleichen Bedingungen an der Auktion teilnehmen. Das Auktionsformat ist so ausgestaltet, dass weder die Anzahl der Konzessionen noch die Frequenzausstattung durch die ComCom vorgegeben werden, sondern grundsätzlich offen sind.

Die ComCom hat Bietbeschränkungen («spectrum caps») in die Auktionsregeln aufgenommen. Damit soll sichergestellt werden, dass insbesondere die drei bisherigen Betreiberinnen 5G-Frequenzen im 700 MHz und 3,5 GHz Band erwerben können. Alle Marktteilnehmer erhalten damit die Möglichkeit, eine Frequenzausstattung zu erwerben, die ihren Geschäftsmodellen entspricht.

Die Auktion wird über ein elektronisches Auktionssystem der englischen Firma DotEcon Ltd. durchgeführt. Dieses System erlaubt das sichere Bieten über das Internet und kam bereits in mehreren Ländern zum Einsatz.

Ziele des Auktionsverfahrens
Den Konsumentinnen und Konsumenten in der Schweiz sollen auch in Zukunft qualitativ hochstehende, innovative und kostengünstige Mobilfunkangebote zur Verfügung stehen. Die ComCom will deshalb eine effiziente Frequenzvergabe an alle Anbieterinnen sicherstellen und gleichzeitig den Wettbewerb und die technologische Innovation fördern.

Die Frequenzen werden technologieneutral vergeben und können somit auch mit den neuesten Mobilfunktechnologien wie LTE-Advanced (LTE-A) oder – in naher Zukunft – 5G genutzt werden. Dank der frühzeitigen Frequenzvergabe und einer Nutzungsdauer bis Ende 2033 werden die Konzessionärinnen in der Lage sein, langfristig zu planen und ihre Investitionen auf einer gefestigten Grundlage zu tätigen. Mit zusätzlichen Frequenzen können die Netzbetreiberinnen zudem die ständig wachsende Nachfrage nach mobilen Breitbanddiensten abdecken.

Frequenzen sind ein knappes, öffentliches Gut. Wer Frequenzen nutzen will, muss dafür Gebühren bezahlen. Im Falle einer Auktion werden die Mindestpreise für die Frequenzblöcke gemäss den gesetzlichen Vorgaben so festgelegt, dass ein angemessener Auktionserlös sichergestellt ist. Bei den besonders attraktiven FDD-Frequenzen im 700 MHz Band hat die ComCom den Mindestpreis pro Block – im Vergleich zum vom Bundesrat vorgegebenen Minimum – doppelt so hoch angesetzt. Die Auktionserlöse werden in die allgemeine Bundeskasse fliessen. Es ist jedoch nicht das Ziel der ComCom, einen möglichst hohen Auktionserlös zu erzielen. Im Vordergrund steht eine gute Frequenzausstattung der Betreiberinnen und eine gute Versorgung des Landes mit qualitativ hochstehenden Telecom-Dienstleistungen.

Bewerbungen
Sowohl die bestehenden Mobilfunkkonzessionärinnen (Salt, Sunrise und Swisscom) wie auch allfällige neue Betreiber, welche an der Auktion teilnehmen wollen, können bis am 5. Oktober 2018 ein Bewerbungsdossier beim BAKOM einreichen. Darin müssen sie angeben, welchen maximalen Umfang an Frequenzen sie in den einzelnen Bändern erwerben wollen. Ferner müssen sie eine Bankgarantie in der Höhe der aufsummierten Mindestgebote für die beantragten Frequenzen vorlegen. Zudem müssen sie nachweisen, dass sie die gesetzlichen Konzessionsvoraussetzungen sowie die spezifischen Verpflichtungen der Ausschreibung erfüllen können. Erfüllt eine Bewerberin die Voraussetzungen, wird sie von der ComCom zur Auktion zugelassen. Es ist geplant, die Auktion im Januar 2019 durchzuführen und im Anschluss daran die Konzessionen zu erteilen.

Um mögliche Kollusion und Absprachen zwischen den Bietern zu verhindern, wird die ComCom die Namen und die Anzahl der Bewerber nicht bekannt geben. Erst nach Abschluss der Auktion werden die Namen der Bewerber, die Gewinner, die erworbene Frequenzausstattung und der Zuschlagspreis veröffentlicht.

Natur und Geschichte: Landesregierung besucht Vogelparadies und Mont Vully

Am Tag nach der letzten ordentlichen Sitzung des Bundesrates brechen die Bundesräte zu ihrem traditionellen, zweitägigen Jahresausflug auf. Mit dabei sind auch die Bundeskanzlerin und die beiden Vizekanzler.

Seit 1957 wird die Reise des Bundesrats jedes Jahr durchgeführt  Seit 1961 führt sie in den Heimatkanton der amtierenden Bundespräsidentin oder des amtierenden Bundespräsidenten.

Die Vogelkunde und die keltischen Wurzeln im Norden des Kantons Freiburg haben den zweiten Teil der Bundesratsreise 2018 geprägt. Mit einer Exkursion im Vogel-Leben-Naturzentrum La Sauge (bird life natur centre) am Südostufer des Neuenburgersees startete die Landesregierung unter der Leitung von Bundespräsident Alain Berset in den Tag.

Nach der morgendlichen Führung durch das Vogelparadies von La Sauge begaben sich die Mitglieder des Bundesrates und der Bundeskanzler am Freitag, 6. Juli 2018, in Begleitung eines Experten auf die Spuren der Helvetier auf dem Mont Vully.

Am Standort einer Siedlung, die von dem keltischen Stamm ca. 120 Jahre v.Chr. angelegt worden war, lassen sich heute vereinzelte Überreste und Rekonstruktionen besichtigen.

Die Beschäftigung des Bundesrates mit der frühzeitlichen Baukultur passt zum Europäischen Jahr des Kulturerbes, dessen Schweizer Programm unter dem Patronat von Bundespräsident Berset steht.

Ein Treffen mit der Bevölkerung in der Halle des Elektrizitätswerks Ölberg in der Stadt Freiburg bildete den Abschluß der Bundesratsreise 2018. Am Donnerstag hatte die Landesregierung den Greyerz-Bezirk im Süden des Kantons Freiburg besucht. Die Mitglieder des Bundesrates und der Bundeskanzler nutzten während ihrer Reise zahlreiche Gelegenheiten, um sich mit der Bevölkerung auszutauschen.

Übernachtet hatte der Bundesrat in der Nähe des Neuenburgersees bei der Uferlandschaft Grande Cariçaie. Rund um La Sauge, im Grenzbereich der Kantone Freiburg, Waadt und Bern, befinden sich mehrere Naturschutzgebiete, denen wegen ihres Vogelreichtums internationale Bedeutung zukommt.

Bescheurter kann man einen Namen kaum wählen: 3 Sprachen von Denglisch, Deutsch bis hin zu Französisch. Wenn man Vogel-Leben verdenglischt und daraus "bird life" macht, warum dann nicht auch Naturzentrum auf Englisch?

Bescheurter kann man einen Namen kaum wählen: 3 Sprachen von Denglisch, Deutsch bis hin zu Französisch. Wenn man Vogel-Leben verdenglischt und daraus „bird life“ macht, warum dann nicht auch Naturzentrum auf Englisch?

 

Volksinitiative «Schweiz ohne synthetische Pestizide» gültig:

Die Volksinitiative «Für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide» ist gültig zustande-gekommen.

Dies teilt die Bundeskanzlei mit.

Die am 25. Mai 2018 eingereichte eidgenössische Volksinitiative «Für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide» ist formell zustande gekommen.

Die Prüfung der Unterschriftenlisten durch die Bundeskanzlei hat ergeben, daß von insgesamt 121 620 eingereichten Unterschriften 121 307 gültig sind.

Hintergrund

Damit eine Volksinitiative auf Bundesebene zustande kommt, müssen innerhalb von 18 Monaten 100’000 Unterschriften von Stimmberechtigten gesammelt werden.

1 2 3 77