Die Schweiz vermittelt ein Treffen zwischen Georgien und der Russischen Föderation

Die NATO ist in Georgien hoch-aktiv und hält den Konfliktherd unter anderem mit Militäraktionen an der russischen Grenze aktiv.

Im Rahmen ihrer sogenannten „guten Dienste“ hat aktuell die Schweiz ein Treffen zwischen dem georgischen Außenminister David Zalkaliani und dem russischen Außenminister Sergei Lawrow initiiert und vermittelt.

Das Treffen fand am 26. September 2019 am Rande der UNO-Generalversammlung in New York statt.

Die Schweiz engagiert sich seit Langem in der Dialogförderung.

Sie vertritt seit März 2009 die Interessen Rußlands in Tiflis und die Interessen Georgiens in Moskau.

Listen mit geografischen Angaben veröffentlicht: EFTA will Mercusor-Angaben anerkennen

Das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) hat am 26. September 2019 im Schweizerischen Handelsamtsblatt (SHAB) Listen von rund 260 geografischen Angaben aus den Mercosur-Staaten (Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay) publiziert.

Die Schweiz prüft deren möglichen Schutz im Rahmen des Freihandelsabkommens EFTA-Mercosur.

Gleichzeitig werden die schweizerischen und liechtensteinischen geografischen Angaben in den Mercosur-Staaten veröffentlicht.

Mit dieser Veröffentlichung haben namentlich die Schweizer Kantone, alle betroffenen natürlichen oder juristischen Personen sowie jeder Drittstaat die Möglichkeit, bis am 26. Oktober 2019 begründete Bemerkungen zu den auf der Liste aufgeführten Bezeichnungen vorzulegen.

Nach einer Prüfung dieser Eingaben werden die Gespräche zwischen der Schweiz und den Mercosur-Staaten wiederaufgenommen und die Listen der zu schützenden Bezeichnungen inkl. allfälliger Übergangs- und Sonderbestimmungen fertiggestellt.

Die Listen der Bezeichnungen, die gegenseitig anerkannt werden sollen, sollen in das Freihandelsabkommen EFTA-Mercosur integriert werden, das am 23. August 2019 in der Substanz abgeschlossen wurde. Die Schweiz und die Mercosur-Staaten haben sich im Rahmen dieser Verhandlungen im Rahmen eines separaten Anhangs bereits auf die Prinzipien der gegenseitigen Anerkennung geeinigt.

25 Professoren an den beiden ETH ernannt

Der ETH-Rat hat an seiner Sitzung vom 25./26. September 2019 auf Antrag des Präsidenten der ETH Zürich, Prof. Dr. Joël Mesot, und des Präsidenten der EPFL, Prof. Dr. Martin Vetterli, insgesamt 25 Professorinnen und Professoren ernannt, 5 Professorentitel verliehen und den Rücktritt von 6 Professoren mit Verdankung zur Kenntnis genommen.

Ernennungen ETH Zürich

Prof. Dr. André Bardow (*1974), zurzeit Professor an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen, Deutschland, zum ordentlichen Professor für Energie- und Prozesssystemtechnik. André Bardow ist ein internationaler renommierter Wissenschaftler. Sein Forschungsschwerpunkt liegt an der Schnittstelle zwischen Energie- und Verfahrenstechnik und zielt auf die Entwicklung nachhaltiger Energie- und Materialumwandungstechnologien ab. Damit leistet er Beiträge zur Entwicklung erneuerbarer Energiesysteme, etwa durch die Nutzbarmachung von Kohlenstoff aus Biomasse und Kohlendioxid. Mit der Berufung von André Bardow stärkt die ETH Zürich strategische Bereiche der Energiewissenschaften und -technologie sowie der Verfahrenstechnik und die Lehre von Schlüsseldisziplinen.

Prof. Dr. Laura De Lorenzis (*1974), zurzeit Professorin an der Technischen Universität Braunschweig, Deutschland, zur ordentlichen Professorin für Numerische Mechanik. Laura De Lorenzis ist eine anerkannte Expertin für computergestützte Simulationsmethoden. Diese wendet sie über Längen- und Zeitskalen hinweg an, um komplexes Materialverhalten vorhersagen zu können. Ihre Forschung, die unter anderem mit einem ERC Starting Grant ausgezeichnet wurde, ist ausgesprochen interdisziplinär und beschäftigt sich zum Beispiel mit Versagensmechanismen einer breiten Palette von Materialien. Mit der Berufung von Laura De Lorenzis kann die ETH Zürich ihre Kompetenzen im den Bereichen Festkörpermechanik, moderne Simulationsmethoden sowie Bruch- und Versagensanalyse ausbauen.

Prof. Teresa Galí-Izard (*1968), zurzeit ausserordentliche Professorin an der Harvard Graduate School, Cambridge, USA, zur ordentlichen Professorin für Landschaftsarchitektur. Teresa Galí-Izards Forschung fokussiert auf die Schnittstelle zwischen Landschafsarchitektur und Agronomie und auf die regenerativen Interaktionen zwischen Menschen, Tieren und Landschaft. Ihr besonderes Interesse gilt dabei Fragen der Nachhaltigkeit. Ihre Resultate tragen dazu bei, den biologischen Wert und die Struktur von Landschaften zu erhalten und liefert so Ansätze gegen den rasanten Verlust an Biodiversität. Mit der Berufung von Teresa Galí-Izard verstärkt die ETH Zürich die Verbindungen zwischen dem landschaftsarchitektonischen Entwurf und den Gebieten Bodenkunde, Pflanzenphysiologie und Ökologie.

Prof. Dr. Dennis Hofheinz (*1979), zurzeit ordentlicher Professor am Karlsruher Institut für Technologie, Karlsruhe, Deutschland, zum ordentlichen Professor für Informatik. Dennis Hofheinz ist ein in der internationalen Forschungsgemeinschaft breit verankerter Spezialist für Kryptographie. Sein Forschungsschwerpunkt liegt auf mathematischen Sicherheitsdefinitionen für verschiedene Typen kryptografischer Verfahren und auf der Entwicklung neuer Methoden für Sicherheitsbeweise. Mit seinen Resultaten leistet er wichtige Beiträge zu Themen wie E-Voting, Blockchain-Systemen und digitalem Geld. Mit der Berufung von Dennis Hofheinz stärkt die ETH Zürich den stark an Bedeutung gewinnenden Bereich der Cybersecurity. 

Prof. Dr. Gabriela Hug (*1979), zurzeit ausserordentliche Professorin an der ETH Zürich, zur ordentlichen Professorin für Elektrische Energieübertragung. Gabriela Hug ist eine international viel beachtete und preisgekrönte Wissenschaftlerin. Ihr Arbeitsgebiet liegt im Entwurf und in der Optimierung von zukünftigen Energienetzen. Ihre Stossrichtung ist, erneuerbare Energien in die Energienetze zu integrieren und damit den schrittweisen Ausstieg aus der fossilen Energieversorgung zu unterstützen. Die optimale Regelung der Netzführung strebt sie mit Hilfe von verteilten, dezentralen Reglerkonzepten an. Ihr starker Praxisbezug wird durch namhafte Industriepartnerschaften dokumentiert. Mit der Ernennung von Gabriela Hug zur ordentlichen Professorin sichert sich die ETH Zürich eine überaus innovative und produktive Wissenschaftlerin mit grossem Potential.

Prof. Dr. Giacomo Indiveri (*1967), zurzeit ausserordentlicher Professor an der Universität Zürich, zum ausserordentlichen Professor für Neuromorphische Kognitive Systeme. Giacomo Indiveri erforscht die natürlichen neuronalen Strukturen und Prozesse im Gehirn, um sie künstlich nachzubilden und in den Computerwissenschaften einzusetzen. Sein Ziel ist, anhand neuromorpher Prinzipien sogenannte autonome kognitive Systeme aufzubauen, wie beispielsweise ein Cochlea-Implantat, also eine Hörprothese für Gehörlose. Giacomo Indiveris Beiträge wurden bereits zweimal mit ERC Grants gewürdigt. Mit seiner Berufung zum Doppelprofessor stärkt die ETH Zürich ihre Kompetenzen auf dem Gebiet des Neuromorphic Engineering und vertieft die Zusammenarbeit mit der Universität Zürich.

Prof. Dr. Christoph Müller (*1978), zurzeit ausserordentlicher Professor an der ETH Zürich, zum ordentlichen Professor für Energiewissenschaft und Engineering. Christoph Müller ist ein international sichtbarer und sowohl in der Fachwelt als auch innerhalb der ETH Zürich sehr gut vernetzter Wissenschaftler, der 2018 einen ERC Consolidator Grant erhalten hat. Er beschäftigt sich mit Forschungsproblemen an der Schnittstelle zwischen Maschinen- und Chemieingenieurwissenschaften mit dem Ziel, neue Verfahren der Energieumwandlung mit massiv reduziertem CO2-Ausstoss zu entwickeln. Dabei hat er sowohl numerische als auch experimentelle Methoden erfolgreich weiterentwickelt. Mit der Ernennung von Christoph Müller zum ordentlichen Professor sichert sich die ETH Zürich einen brillanten Wissenschaftler mit hohem Engagement für die Entwicklung der Hochschule.

Prof. Dr. Romain Quidant (*1975), zurzeit Professor am Institute of Photonic Sciences in Barcelona, Spanien, zum ordentlichen Professor für Nanophotonik. Romain Quidant beschäftigt sich mit nanophotonischen Prinzipien und Geräten und ist weltweit führend in mehreren Schlüsselthemen. So entwickelte er beispielsweise die plasmonische Nanopinzette, mit deren Hilfe Proben von Biomolekülen und kleinen Viren bis hinab zu einer Grösse von 10 Nanometern gehandhabt werden können. Weiter gilt er als einer der Begründer der Nano-Optomechanik, in der Nanopartikel durch Laserstrahlen zum Schweben gebracht und untersucht werden. Die Forschung von Romain Quidant erweitert die Aktivitäten der ETH Zürich in den Bereichen Biomaterialien, Biomechanik und Robotik um eine wichtige Dimension.

Prof. Dr. Konrad Tiefenbacher (*1980), zurzeit Tenure-Track-Assistenzprofessor an der Universität Basel und am Departement Biosysteme der ETH Zürich, zum ausserordentlichen Professor für Synthese von Funktionellen Modulen (Doppelprofessur mit der Universität Basel). Konrad Tiefenbachers Forschungsfokus im Bereich selbstorganisierter katalytisch aktiver molekularer Kapseln befasst sich mit einem sehr anspruchsvollen supramolekularen Thema an der Schnittstelle zwischen organischer Chemie und Biochemie. Die hervorragende Qualität und Originalität seiner Forschung hat Konrad Tiefenbacher unter anderem durch das Einwerben eines ERC Starting Grants unter Beweis gestellt. Mit seiner Ernennung zum ausserordentlichen Professor stärkt die ETH Zürich ihr Profil in einem zukunftsweisenden Bereich.

Ernennungen EPFL

Prof. Dr. Andrea Ablasser (*1983), zurzeit Tenure-Track-Assistenzprofessorin an der EPFL, zur ausserordentlichen Professorin für Life Sciences. Andrea Ablasser ist eine vielversprechende Nachwuchsforscherin. Sie untersucht, wie sich Zellen gegen virale und bakterielle Angriffe wehren und speziell, wie Mikroben von Immunzellen erkannten werden. Dabei fokussiert sie auf die Funktionsweise des angeborenen Immunsystems und arbeitet daran, neue Therapien im Bereich der Immunologie zu entwickeln. Für ihre Forschungsresultate hat Andrea Ablasser bereits einen ERC Starting Grant eingeworben und 2018 den nationalen Latsis-Preis erhalten. Mit ihrer Beförderung stärkt die EPFL ihre internationale Positionierung im Bereich der Biomedizin.

Dr. Mitali Banerjee (*1980), zurzeit assoziierte Forscherin an der Columbia University, New York, USA, zur Tenure-Track-Assistenzprofessorin für Physik. Mitali Banerjee ist eine Wissenschaftlerin mit aussergewöhnlichem Potenzial. Internationale Beachtung fand sie insbesondere mit einer selbst entworfenen und realisierten experimentellen Installation zur Messung der Wärmeleitfähigkeit in zweidimensionalen Materialien. Sie bewegte sich dabei im höchsten Schwierigkeitsgrad – viele Experten hatten einen solchen Schritt für unmöglich gehalten. Ihre Resultate konnte Mitali Banerjee in renommierten Fachzeitschriften publizieren. Mit ihrer Berufung holt die EPFL eine Wissenschaftlerin an die Hochschule, die sowohl in der Forschung als auch in der Lehre wichtige Beiträge leisten wird.

Dr. Anne-Florence Bitbol (*1986), zurzeit Forscherin an der Sorbonne Université, Paris, Frankreich, zur Tenure-Track-Assistenzprofessorin für Life Sciences. Anne-Florence Bitbol ist eine aufstrebende Biophysikerin mit solider Verankerung in Physik, Mathematik und Computerwissenschaften sowie mit einem starken methodischen Bezug zur Biologie. Ihr Hauptthema ist die Modellierung von Protein-Protein-Interaktionen. Dabei setzt sie selbst entwickelte Methoden ein, um die Form von Interaktionsstellen aus phylogenetischen Daten von Proteinsequenzen vorherzusagen. Mit ihrem Profil passt Anne-Florence Bitbol hervorragend zur Strategie der EPFL, den Zukunftsbereich der computergestützten und quantitativen Biologie zu verstärken.

Prof. Dr. Anne-Clémence Corminboeuf (*1977), zurzeit ausserordentliche Professorin an der EPFL, zur ordentlichen Professorin für Theoretische und Rechnergestützte Chemie. Anne-Clémence Corminboeuf hat grundlegende und international weit beachtete Beiträge zur theoretischen und rechnergestützten Chemie geleistet, insbesondere bei der Berechnung der elektronischen Struktur für die organische Elektronik. Ihre Arbeit in diesen Bereichen ist auf nicht-kovalente Wechselwirkungen, homogene Katalyse und Methodenentwicklung fokussiert und wurde bereits zweimal mit einem ERC Grant gewürdigt. Mit der Beförderung von Anne-Clémence Corminboeuf stärkt die EPFL ihre Positionierung in einem zukunftsweisenden Gebiet.

Prof. Dr. Beat Fierz (*1978), zurzeit Tenure-Track-Assistenzprofessor an der EPFL, zum ausserordentlichen Professor für Biophysikalische Chemie. Beat Fierz gilt weltweit als einer der besten Spezialisten für die Struktur, Regulierung und Dynamik von Chromatin – dem Material, aus dem die Chromosomen bestehen. Sein Forschungsansatz kombiniert Biophysik und chemische Biologie auf einzigartige Weise und wurde bereits mit einem ERC Consolidator Grant und Publikationen in renommierten Fachzeitschriften gewürdigt. Beat Fierz verfügt über die immer wichtiger werdende Fähigkeit, in einem multidisziplinären Kontext erfolgreich zu arbeiten. Seine Dynamik und sein grosses Potenzial werden die internationale Wahrnehmung der EPFL weiter stärken.

Prof. Dr. Anna Fontcuberta i Morral (*1975), zurzeit ausserordentliche Professorin der EPFL, zur ordentlichen Professorin für Materialwissenschaften. Anna Fontcuberta i Morral ist eine international renommierte Wissenschaftlerin. Ihr Spezialgebiet ist die Synthese von Nanostrukturen in Halbleitern, wobei sie auf die kristallinen Wachstumsmechanismen von Nanodrähten fokussiert. Ihre Resultate erlauben, Materialen mit neuartigen physikalischen und chemischen Eigenschaften zu entwickeln und finden zum Beispiel in der Effizienzsteigerung von Solarzellen und in der Quanteninformatik Anwendung. Mit der Beförderung von Anna Fontcuberta i Morral unterstreicht die EPFL ihre starke Position im Bereich der Materialwissenschaften.

Dr. Mika Göös (*1987), zurzeit Postdoktorand am Institute for Advanced Study, Princeton, USA, zum Tenure-Track-Assistenzprofessor für Informatik und Kommunikationssysteme. Mika Göös konzentriert sich in seiner wissenschaftlichen Arbeit auf die Lösung grundlegender theoretischer Probleme in den Computerwissenschaften und in der Mathematik. Sein Ansatz basiert darauf, die Probleme zuerst in einfacheren Modellen zu untersuchen und die Resultate dann in komplexeren Systemen zu bestätigen. Für sein junges Alter hat er bereits sehr viele Publikationen veröffentlicht oder mitverfasst, darunter wichtige Beiträge zur Kommunikationskomplexität und Schaltungskomplexität. Mika Göös ist ein äusserst produktiver Forscher, der die Position der EPFL in einem zukunftsweisenden Gebiet stärkt.

Dr. Charlotte Grossiord (*1986), zurzeit Postdoktorandin an der Eidgenössischen Forschungsanstalt WSL, Birmensdorf, zur Tenure-Track-Assistenzprofessorin für terrestrische Ökologie. Charlotte Grossiord ist eine hoch innovative Nachwuchsforscherin. Internationale Beachtung erlangte sie mit Arbeiten über den Beitrag der Artenvielfalt zur Widerstandsfähigkeit von Wäldern gegen den Klimawandel. In den letzten Jahren fokussierte sie auf das Überlebenspotenzial und die Akklimatisierung von Pflanzen bei steigenden Temperaturen. Dabei untersuchte sie unter anderem mit Heizkammern die Auswirkungen von Dürre auf Bäume unter realen Bedingungen. Charlotte Grossiord wird eng mit der WSL zusammenarbeiten, welche ihre Professur gemeinsam mit der EPFL finanziert.

Prof. Dr. Frédéric Kaplan (*1974), zurzeit Tenure-Track-Assistenzprofessor an der EPFL, zum ausserordentlichen Professor für Digitale Humanwissenschaften. Frédéric Kaplan ist ein talentierter und international beachteter Wissenschaftler. Mit seinen Arbeiten trägt er wesentlich dazu bei, die EPFL als eine führende Institution im Bereich der digitalen Humanwissenschaften zu positionieren, die Informationstechnologie, Big Data und methodische Praxis in den Human- und Sozialwissenschaften miteinander kombinieren. Ein Beispiel für die wegweisenden Ansätze von Frédéric Kaplan ist das Projekt «Venice Time Machine», das sich mit der räumlichen Visualisierung von Geschichte und historischen Dokumenten aus den Archiven des Staates Venedig beschäftigt.

Prof. Dr. Adam Marcus (*1979), zurzeit Assistenzprofessor an der Princeton University, New Jersey, USA, zum Tenure-Track-Assistenzprofessor für Mathematik. Adam Marcus gilt als einer der talentiertesten Mathematiker seiner Generation. Weltweites Aufsehen erregte er 2013, als er zusammen mit anderen Wissenschaftlern das Kadison-Singer-Problem löste, ein 1959 aufgestelltes Problem in der Theorie der Operatoralgebren und der Funktionsanalyse. An der EPFL wird Adam Marcus eine starke Forschungsgruppe in der Kombinatorik aufbauen, um die langjährige Tradition der EPFL in diesem Bereich fortzusetzen. Es wird zudem dazu beitragen, die Verbindungen zwischen Mathematik und theoretischer Informatik zu stärken

Dr. Alexander Mathis (*1983), zurzeit Postdoktorand an der Harvard University, Cambridge, USA, und an der Eberhard Karls Universität, Tübingen, Deutschland, zum Tenure-Track-Assistenzprofessor für Life Sciences. Alexander Mathis ist ein international bereits starke beachteter Wissenschaftler. Er beschäftigt sich mit der Verarbeitung neuronaler Informationen und den Mechanismen der Kodierung adaptiven Verhaltens im Gehirn. Unter anderem entwickelte er eine starke beachtete Theorie über die koordinierte Aktivität von Gitterzellen. Weitere Resultate betrafen die Kodierung von Geruchsreizen und des adaptiven Verhaltens bei der Bewegungskontrolle. Mit der Berufung von Alexander Mathis sichert sich die EPFL wichtiges Know-how an der Schnittstelle von Theorie und experimentellen Methoden.

Dr. Mackenzie Mathis (*1984), zurzeit wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Harvard University, Cambridge, USA, zur Tenure-Track-Assistenzprofessorin für Life Sciences. Mackenzie Mathis hat trotz ihres jungen Alters bereits wesentliche Beiträge zum Verständnis der neuronalen Mechanismen geleistet, welche es erlauben, die Bewegungen des Körpers kontinuierlich zu rekalibrieren. Unter anderem entwickelte sie das erste Verhaltensmodell zur Untersuchung der motorischen Anpassungen in den Bewegungsabläufen von Mäusen und entdeckte, dass dabei die somatosensorische Großhirnrinde eine Schlüsselrolle spielt. Mit ihren Forschungsansätzen passt Mackenzie Mathis hervorragend in bestehende Forschungsstossrichtungen an der EPFL.

Dr. Christoph Merten (*1976), zurzeit Gruppenleiter am European Molecular Biology Laboratory in Heidelberg, Deutschland, zum ausserordentlichen Professor für Bioengineering. Christoph Mertens Forschung konzentriert sich auf den Einsatz der Mikrofluidik in komplexen biomedizinischen Fragestellungen. Zu seinen viel beachteten Arbeiten zählen mikrofluidische Plattformen für zelluläre und biochemische Analysen, welche die Entwicklung neuer Medikamente und Antikörper unterstützen. Christoph Mertens Resultate erlauben unter anderem Fortschritte bei personalisierten Krebstherapien. Durch seine kombinierten Qualitäten als transdisziplinärer Forscher und als Unternehmer und Gründer von Start-ups wird er der EPFL im Gebiet des Bioengineerings wichtige Impulse vermitteln.

Dr. Julia Schmale (*1981), zurzeit Gruppenleiterin am Paul Scherrer Institut, Villigen, zur Tenure-Track-Assistenzprofessorin für Extreme Environments. Julia Schmale ist eine international viel beachtete Atmosphärenwissenschaftlerin. Sie ist als Vertreterin der Schweiz aktiv an internationalen und multidisziplinären Forschungsarbeiten in der Arktis beteiligt. Unter anderem wirkt sie in der Arbeitsgruppe Atmosphäre des Internationalen Wissenschaftlichen Komitees für die Arktis. Mit ihrer wissenschaftlichen und methodischen Innovationsfähigkeit wird Julia Schmale die Wahrnehmung der EPFL in für die Zukunft der Gesellschaft wichtigen Fragestellungen verstärken und die Ausbildung von Umweltingenieuren an der Hochschule vorantreiben.

Prof. Dr. Mahsa Shoaran (*1986), zurzeit Assistenzprofessorin an der Cornell University, Ithaca, USA, zur Tenure-Track-Assistenzprofessorin für Elektrotechnik. Mahsa Shoaran ist eine vielversprechende und international beachtete Nachwuchswissenschaftlerin im transdisziplinären Bereich von Schaltungsdesign, Machine Learning und Neurowissenschaften. Ihre in enger Kooperation mit Klinikern durchgeführten Arbeiten sind insbesondere darauf ausgerichtet, neue Diagnose- und Therapiegeräte für arzneimittelresistente neurologische Erkrankungen zu entwickeln. Die Forschung von Mahsa Shoaran passt perfekt in die Stossrichtung der EPFL zur Entwicklung der nächsten Generation von Hirn-Maschine-Schnittstellen.

Dr. Amir Zamir (*1986), zurzeit Postdoktorand an der Stanford University, Kalifornien, USA, und an der University of California, Berkeley, USA, zum Tenure-Track-Assistenzprofessor für Informatik und Kommunikationssysteme. Amir Zamir ist ein brillanter Forscher in den Bereichen Computer Vision, Machine Learning, Künstliche Intelligenz und Wahrnehmung für Robotik. Sein anspruchsvolles Ziel ist es, eine digitale visuelle Wahrnehmungsmethode zu entwickeln, die als Teil eines grösseren intelligenten Systems funktioniert. Mit der Berufung von Amir Zamir sichert sich die EPFL ein aufstrebendes Talent, das mit seiner breiten systemischen Vision und seinem transdisziplinären Ansatz hervorragend in die Strategie der Hochschule passt.


Verleihung des Titels «Professor» ETH Zürich

Dr. Jürg Schweizer (*1960), zurzeit Leiter des WSL-Instituts für Schnee- und Lawinenforschung SLF in Davos, und Lehrbeauftragter an der ETH Zürich, zum Titularprofessor der ETH Zürich. Jürg Schweizer ist einer der weltweit führenden Forscher im Bereich der Schneemechanik, der Lawinenkunde und der Lawinenrettung. Er ist national und international bestens vernetzt und engagiert sich stark in verschiedenen wissenschaftlichen internationalen und nationalen Gremien. Seine Lehrtätigkeit an der ETH Zürich wird von den Studierenden konstant als sehr gut bewertet. 


Verleihung des Titels «Professor» EPFL

Prof. Dr. Jocelyne Bloch (*1968), zurzeit ausserordentliche Professorin an der Universität Lausanne, zur Titularprofessorin der EPFL. Jocelyne Bloch ist eine international renommierte Neurochirurgin und Neurowissenschaftlerin. Sie arbeitet in verschiedenen Projekten eng mit der EPFL zusammen. Mit ihrer formellen Einbindung in die Hochschule wird die Bedeutung der klinischen Forschung gestärkt.

Prof. Dr. Jacques Duparc (*1962), zurzeit ordentlicher Professor an der Universität Lausanne, zum Titularprofessor der EPFL. Jacques Duparc ist ein weltweit renommierter Experte für deskriptive Mengenlehre, Spieltheorie und ihre Anwendungen in der theoretischen Informatik. Er engagiert sich seit mehr als zehn Jahren erfolgreich in der Lehre an der EPFL.

Dr. François Fleuret (*1972), zurzeit leitender wissenschaftlicher Mitarbeiter am IDIAP, Martigny, zum Titularprofessor der EPFL. François Fleuret wirkt an der unabhängigen Forschungsstiftung IDIAP, die mit der EPFL affiliert ist. Sein Forschungsschwerpunkt liegt auf dem maschinellen Lernen mit besonderem Fokus auf rechnerischen Aspekten und auf Anwendungen in der Computer-Vision.

Dr. Graham Knott (*1967), zurzeit leitender wissenschaftlicher Mitarbeiter an der EPFL, zum Titularprofessor der EPFL. Graham Knott leitet an der Fakultät Life Sciences eine Technologieplattform für den Einsatz von Elektronenmikroskopen in der biologischen Forschung. Als Forscher hat er wesentliche Beiträge zum Verständnis der Struktur von neuronalen Synapsen im Hirn geleistet.

Verabschiedungen ETH Zürich

Prof. Dr. Marc Angélil (*1954), zurzeit ordentlicher Professor für Architektur und Entwurf, trat Ende Juli 2019 in den Ruhestand. Marc Angélil kam 1994 an die ETH Zürich und wurde 1997 auf seine heutige Stelle berufen. Sein Forschungsinteresse gilt den Entwicklungen im Städtebau und sozial-räumlichen Strukturen, die er in grossstädtische Regionen in Europa, Asien und den USA untersucht. Die Erarbeitung von Strategien zur Unterstützung nachhaltiger Stadtentwicklungsprozesse steht dabei im Vordergrund. Für die ETH Zürich wie auch sein Departement hat er sich immer mit grossem Engagement eingesetzt und prägend in unterschiedlichen Rollen und Funktionen agiert. Neben seiner erfolgreichen akademischen Tätigkeit arbeitet er als Architekt und führt zusammen mit zwei Partnern ein Architekturbüro mit Sitzen in Los Angeles und Zürich.

Prof. Dr. Hans Rudolf Heinimann (*1954), zurzeit ordentlicher Professor für Forstliches Ingenieurwesen, wird am 1. Februar 2020 in den Ruhestand treten. Hans Rudolf Heinimann wurde 1991 an die ETH Zürich berufen und 1997 auf seine heutige Position befördert. Im Verlauf seiner erfolgreichen Karriere hat er sich ein umfangreiches internationales Netzwerk aufgebaut. Bis vor kurzem hat er als Direktor des Forschungsprogramms Future Resilient Systems am Singapore-ETH Centre gewirkt. Seine aktuellen Forschungsinteressen werden davon geleitet, wie sich komplexe, technisch-soziale Systeme robuster und widerstandsfähiger gestalten lassen. Hans Rudolf Heinimann hat sich in überdurchschnittlichem Mass für die Belange der ETH Zürich eingesetzt, sowohl in Lehre und Forschung als auch in der akademischen Selbstverwaltung.

Prof. Dr. Karin Würtz (*1978), zurzeit Assistenzprofessorin für Immunoengineering und Regenerative Medizin, wird die ETH Zürich Ende September 2019 verlassen. Karin Würtz ist eine international anerkannte Expertin für Entzündungsprozesse in Geweben des Bewegungsapparats. Ihr Ziel ist, die Entzündung mittels natürlicher und synthetischer Wirkstoffe so zu steuern, dass eine Degeneration verhindert werden kann bzw. eine Regeneration begünstigt wird. Karin Würtz verlässt die ETH Zürich, um dem Ruf an eine andere Hochschule zu folgen.

Verabschiedungen EPFL

Prof. Kersten Geers (*1975), zurzeit ausserordentlicher Professor für Architektur, wird die EPFL per 1. Februar verlassen. Kersten Geers ist ein international anerkannter Architekt und Architekturtheoretiker. Er wurde 2013 an die EPFL berufen und engagierte sich in der Lehre sowohl für den Entwurf als auch in Theoriefragen. Zudem baute er wichtige Kontakte mit anderen Hochschulen auf, darunter die ETH Zürich. Kersten Geers verlässt die EPFL, um seinen akademischen Weg an einer anderen Institution fortzusetzen.

Prof. Dr. François Avellan (*1955), zurzeit ordentlicher Professor für hydraulische Maschinen, wird am 1. April 2020 in den Ruhestand treten. François Avellan wirkt seit 1980 an der EPFL, seit 2004 in seiner heutigen Funktion. Im Bereich der Hydrodynamik von Turbinen zur Stromproduktion hat er eine einzigartige Expertise entwickelt und viele Projekte in der Schweiz und weltweit geleitet. Dabei stützte er sich sowohl auf theoretische Modellierungen als auch auf numerische Simulationen und experimentelle Verfahren. François Avellans Beiträge zu Forschung und Lehre sowie die von ihm gegründeten industriellen Kooperationen haben wesentlich zur Entwicklung und zur Reputation der EPFL in seinem Forschungsgebiet beitragen.

Prof. Dr. Tatsuya Nakada (*1955), zurzeit ordentlicher Professor für Elementarteilchenphysik, wird am 1. März 2020 in den Ruhestand treten. Tatsuya Nakada forschte seit den 1980er-Jahren an verschiedenen wissenschaftlichen Institutionen für Experimente am CERN. Unter anderem war er über mehr als ein Jahrzehnt entscheidend an der Entwicklung des 2008 erfolgreich in Betrieb genommenen «Large Hadron Colliders b» beteiligt. 2003 wurde er zum ordentlichen Professor der EPFL ernannt und setzte sich engagiert für eine enge Beziehung zwischen der Hochschule und dem CERN ein. Tatsuya Nakada geniesst weltweit in Fachkreisen hohes Ansehen und übernahm immer wieder führende Positionen in internationalen Institutionen, Kommissionen und Beiräten.

Mehrsprachigkeit fördern: Lernende des EJPD verbringen eine Woche im Tessin


Die Lernenden des Eidgenössischen Polizei- und Justizdepartements (EJPD) beschäftigen sich in einem sechstägigen Lager mit der Sprache und Kultur der italienischen Schweiz. Das diesjährige Lernendenlager in Bellinzona vom 22.- 27. September steht unter dem Motto „Vielsprachigkeit in der Schweiz“.

Beim Lernendenlager im Tessin handelt es sich um ein Pilotprojekt, das in enger Zusammenarbeit mit dem Kanton Tessin und der Mehrsprachigkeitsdelegierten des Bundes erarbeitet wurde.

Alle 96 Lernenden aus insgesamt 8 Verwaltungseinheiten des EJPD nehmen am Lager in Bellinzona teil. Ziel ist es, ihnen die Sprache und Kultur der italienischen Schweiz näherzubringen.

Neben kulturellen und sportlichen Aktivitäten besuchen die Jugendlichen täglich einen italienischen Sprachkurs. Mit dem Projekt will das EJPD die Mehrsprachigkeit fördern und Lernende entsprechend sensibilisieren.

Das EJPD organisiert seit 2006 jedes Jahr ein für alle Lernenden obligatorisches Lager. Themen waren bisher beispielsweise gemeinnützige Arbeit in strukturschwachen Regionen der Schweiz oder Lager mit den Schwerpunkten Sport, Gesundheit und Ernährung. Ziel des EJPD ist es, künftig auch Lernendenlager zum Thema Mehrsprachigkeit zu veranstalten.

Im gleichen Zeitraum findet am 26. September der Europäische Sprachentag statt. Die Mitarbeitenden der Bundesverwaltung sind aufgerufen, an diesem „Tag der Mehrsprachigkeit“ in einer anderen Amtssprache zu kommunizieren. Ziel ist es, den Austausch und das Verständnis zwischen Mitarbeitenden verschiedener Sprachgemeinschaften zur fördern.

Bei Auslandsreisen auch im Krisen- oder Katastrophenfall erreichbar: Neue Äpp für Reisen

Die weltpolitische Situation hat sich zwar seit die USA von Trump regiert werden, welcher sogar mit Nordkorea Gespräche aufgenommen hatte, beruhigt, aber dennoch ist es gut, weltweit im Krisenfall erreichbar zu sein:

Das EDA hat diese Woche seine neue Äpp (App) für Schweizer, die ins Ausland reisen oder dort leben, lanciert.

Bundesrat Ignazio Cassis nahm am Flughafen Zürich an der öffentlichen Präsentation der Äpp «Travel Admin» teil und testete deren Verwendung, bevor er in die USA flog.

Die Äpp wurde entwickelt, um Schweizern die Vorbereitung eines Auslandsaufenthaltes zu erleichtern und sie im Krisen- oder Katastrophenfall erreichen zu können.

Nicht nur für den Krisen- und Katastrophenfall hilfreich

Wer ist während einer Auslandsreise nicht schon einmal in Schwierigkeiten geraten?

Was tun, wenn im Ausland plötzlich der Paß verloren geht?

Ist das Aufenthaltsland sicher?

An wen kann man sich bei einem Unfall wenden?

Solche und andere Fragen stellen sich vor oder während einer Reise.

Internationale Schweiz – reisefreudige Schweizer

Es gibt 8,5 Millionen Einwohner in der Schweiz und davon sind ein Viertel Ausländer. Die Ausländer rausgerechnet unternehmen die verbleibenden zirka 6 Millionen Schweizer jedes Jahr 16 Millionen Auslandsreisen.

Über 16 Millionen Reisen ins Ausland (mit mindestens einer Übernachtung) unternehmen die Schweizerinnen und Schweizer jedes Jahr. Zudem leben rund 760’000 Schweizer in einem Land außerhalb der Schweizer Grenzen. Ihnen allen bietet das EDA eine breite Palette an Dienstleistungen an.

So ist die Helpline EDA an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr erreichbar. Außerdem werden die Reisehinweise für alle Länder stets aktuell gehalten und können problemlos digital konsultiert werden.

Diese und weitere nützliche Informationen finden sich auch auf der neuen Äpp «Travel Admin», die das EDA am 21. September 2019 am Flughafen Zürich lanciert hat.

Zusammen mit Johannes Matyassy, Direktor der Konsularischen Direktion des EDA, testete Bundesrat Ignazio Cassis, Vorsteher des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten EDA, im Rahmen einer öffentlichen Präsentation die App «Travel Admin» in Echtzeit für seine Reise in die USA.

«Die Unterstützung unserer Bürger, die ins Ausland reisen oder dort leben, ist eine sehr wichtige Aufgabe des EDA, die mir am Herzen liegt. Wir wollen ihnen mit den neuen technischen Möglichkeiten zuverlässige und leicht zugängliche Dienstleistungen bieten», sagte Ignazio Cassis, bevor er ins Flugzeug in Richtung USA stieg. «Die neue App ist eine gute Lösung, um den Kontakt der Schweizerinnen und Schweizer zum EDA und zum Bund herzustellen. Sie können stolz auf ihr Land sein», fügte er hinzu.

Die Äpp «Travel Admin» wurde entwickelt, um den Schweizern die Vorbereitung eines Auslandaufenthaltes zu erleichtern und sie im Krisen- oder Katastrophenfall erreichen zu können. Informieren Sie sich vor der Abreise über aktuelle Ereignisse und die Situation vor Ort.

Erstellen Sie Ihre persönliche Checkliste mit allem, was Sie mitnehmen oder vor der Reise erledigen müssen, registrieren Sie Ihre wichtigen Dokumente wie Versicherungspolice oder Führerausweis, finden Sie die Adressen der Schweizer Vertretungen in der ganzen Welt.

Weitere Reisetipps: Reisekasse.ch

Die Äpp kann bei den Konzernen Apple oder Google via (Apple-Store / Google-Play) kostenlos heruntergeladen werden und auf Smartfons installiert werden.

Damit reisewillige oder im Ausland lebende Schweizer leichter an Informationen des EDA gelangen, paßt das Departement auch die Einstiegsseite seines Web-Auftritts an. Sie wird am 23. September 2019 in neuer Form erscheinen.

Weltweites Vertretungsnetz im Dienste der Schweizer

Unterstützung leistet das EDA auch über sein Vertretungsnetz.

So stellten die Schweizer Vertretungen im vergangenen Jahr mehr als 60’000 Identitätspapiere, 1700 provisorische Pässe und 1000 Laissez-passer (bei Verlust oder Diebstahl) aus.

Und das EDA bearbeitete rund 55’000 Zivilstandsangelegenheiten (z. B. Heirat, Geburt, Tod und Beglaubigungen) sowie über 1800 konsularische Anliegen (z. B. Unfall, Krankheit oder Hilfeleistungen bei Krisen).

Das EDA wünscht Ihnen eine gute und sichere Reise und einen guten Aufenthalt im Ausland!

1. HJ 2019: Weniger Getötete und Schwerverletzte im Straßenverkehr

Tanklastwagen in Birmenstorf an der Fislisbacher Straße verunfallt (Polizeifoto: Kapo Aargau)

Die Straßenverkehrsunfallstatistik des ersten Halbjahrs 2019 verzeichnet übers Ganze gesehen einen markanten Rückgang bei den Getöteten und Schwerverletzten.

Damit setzt sich ein langjähriger Trend fort. Abgenommen haben insbesondere die Zahlen der Getöteten bei Personenwagen und Motorrädern.

Bei den E-Velo-Lenkern sowie den Fußängern sind hingegen mehr Personen tödlich verunfallt.

Im Straßenverkehr wurden in der ersten Hälfte 2019 insgesamt 27 Personen weniger getötet als in der vergleichbaren Vorjahresperiode (2019: 75 Personen, 2018: 102).

Dies bedeutet einen neuen Tiefststand.

Erfreulicherweise gab es auch weniger Schwerverletzte zu verzeichnen – nämlich 1553 (2018: 1778 Schwerverletzte).

Personenwagen

Besonders groß war der Rückgang bei den Personen, die bei Unfällen mit Personenwagen tödlich verunfallten.

Deren Zahl sank von 42 auf 22. Rückläufige Zahlen sind insbesondere bei den Getöteten bei Selbst- und Schleuderunfälle (2019: 12, 2018: 28) und Frontalkollisionen (2019: 2, 2018: 7) festzustellen. Die Zahl der Schwerverletzten ging von 367 auf 312 zurück.

Zweiräder

Bei den Motorradfahrenden verunfallten 11 Personen tödlich (2018: 21); bei den Mofafahrern blieb die Zahl mit je 2 konstant.

Die Zahl der schwerverletzten Motorradfahrern sank von 470 auf 408, bei den Mofafahrern von 30 auf 25. Grund dafür dürfte unter anderem das durchzogene Wetter im Frühling gewesen sein; bei schönem Wetter sind mehr Motorradfahrer unterwegs.

Während die Zahl der Schwerverunfallten bei den Velofahrern sank (2019: 3 getötete, 340 Schwerverletzte, 2018: 9 getötete, 423 Schwerverletzte), stieg die Zahl der getöteten E-Rad-Fahrern von 4 auf 7 Personen an. Die Zahl der schwerverletzten E-Velo-Fahrenden nahm von 147 auf 140 Personen ab.

Um die Sicherheit zu verbessern, prüft das ASTRA verschiedene Maßnahmen, so die Einführung eines Licht-Obligatoriums und eine Tachopflicht für schnelle E-Bikes.

Fußgänger

17 Fußgänger verunfallten im ersten Halbjahr dieses Jahres tödlich, das sind 2 mehr als in der vergleichbaren Vorjahresperiode. 7 davon wurden auf Fußgängerstreifen getötet. Die Zahl der schwerverletzten Fußgänger sank von 243 auf 231. Davon verunfallten 98 auf Fußgängerstreifen (2018: 116).

Gute Sichtbarkeit bringt Sicherheit

Insgesamt schneidet die Schweiz im internationalen Vergleich gut ab. Alle können einen Beitrag dazu leisten, damit dies weiter so bleibt. In Herbst und Winter kann mit einfachen Mitteln die Sichtbarkeit und damit die Sicherheit erhöht werden.

Für Velofahrer sowie Fußgänger empfiehlt es sich, helle lichtreflektierende Kleider zu tragen. Velofahrer sollten mit gutem Licht fahren und genügend Reflektoren am Velo montieren.

Autofahrer sollten ihre Fahrweise den Sicht- und Witterungsverhältnissen anpassen und auf gute Fahrzeugbeleuchtung achten.

Die Halbjahresstatistik der Straßenverkehrsunfälle basiert auf dem Informationssystem Straßenverkehrsunfälle des ASTRA.

Darin werden die von der Polizei gemeldeten Unfälle auf öffentlichen Straßen oder Plätzen erfaßt, in die mindestens ein motorisiertes oder nicht motorisiertes Fahrzeug oder ein fahrzeugähnliches Gerät verwickelt ist.

Die Ergebnisse der Halbjahresstatistik sind provisorisch. Die definitiven Zahlen werden im Frühjahr 2020 publiziert.


Bilaterales Rüstungstreffen Schweiz-Schweden

Rüstungschef Martin Sonderegger besucht vom 24. bis 25. September 2019 mit einer Delegation den schwedischen Rüstungschef Göran Mårtensson. Im Zentrum des bilateralen Treffens stehen Gespräche über aktuelle Projekte.

Der Schweizer Rüstungschef Martin Sonderegger und der schwedische Rüstungsdirektor, Göran Martensson, treffen sich vom 24. bis 25. September 2019 in Örnsköldsvik. Neben bilateralen Gesprächen steht ein Besuch bei der Firma BAE Hägglunds auf dem Programm.

Inhalt der Gespräche sind Entwicklungen in der Sicherheits- und Verteidigungspolitik sowie ausgewählte Projekte, wie bspw. der Schützenpanzer 2000 und das Taktische Aufklärungssystem TASYS.

Von Seiten der Schweiz nehmen neben dem Rüstungschef Martin Sonderegger der Leiter Kompetenzbereich Landsysteme, sowie der schweizerische Verteidigungsattaché in Schweden teil. Das letzte bilaterale Treffen der Rüstungschefs fand am 12. bis 13. Februar 2018 in Bern/Thun statt.

Krankenversicherungskosten: Die mittlere Prämie steigt 2020 um 0,2 Prozent

Die mittlere Prämie der obligatorischen Krankenpflegeversicherung steigt im nächsten Jahr um 0,2 Prozent. Die Entwicklung variiert je nach Kanton zwischen -1,5 und 2,9 Prozent.

Der Anstieg fällt im Vergleich zu den Vorjahren moderat aus, was auch auf die bereits getroffenen Maßnahmen zur Kostendämpfung zurückzuführen ist. Es sind jedoch weitere Maßnahmen erforderlich, damit die Kosten nur in dem Umfang steigen, welcher medizinisch begründbar ist.

Die mittlere Prämie beläuft sich 2020 auf 315,40 Franken. Seit Inkrafttreten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung 1996 ist sie jährlich um durchschnittlich 3,8 Prozent gestiegen.

Die mittlere Prämie berücksichtigt alle in der Schweiz bezahlten Prämien und entspricht der durchschnittlichen Prämienbelastung pro Person.

Die Prognosen zeigen: In zehn Kantonen (AG, BE, BS, LU, SH, SO, SZ, VD, ZG, ZH) liegen die durchschnittlichen Anpassungen der mittleren Prämie unter 0 Prozent, in fünf Kantonen (AR, GR, NE, TI, VS) über 1,5%. In den übrigen elf Kantonen (AI, BL, FR, GE, GL, JU, NW, OW, SG, TG, UR) liegt der Anstieg zwischen 0 und 1,5 Prozent.

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat alle Prämien für ein ganzes Jahr genehmigt.

Exorbitante Krankenkassen-Kosten: hohe Arzteinnahmen, hohe Phamareinnahmen

Die mittlere Prämie für Erwachsene beläuft sich auf 374,40 Franken. Sie steigt gegenüber dem Jahr 2019 um 0.3%. Die Prämie für Kinder beträgt 98,70 Franken und bleibt damit gleich hoch wie 2019.

Diejenige der jungen Erwachsenen zwischen 19 und 25 Jahren beläuft sich 2020 auf 265,30 Franken, was einer Reduktion von 2 Prozent gegenüber dem letzten Jahr entspricht. 2019 waren die Prämien der jungen Erwachsenen aufgrund einer Anpassung des Risikoausgleichs bereits um 15,6 Prozent gesunken.

Moderater Anstieg im Vergleich zu den Vorjahren

Die Prämien widerspiegeln die Kosten in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung. Aufgrund der demographischen Entwicklung und des medizinisch-technischen Fortschritts steigen die Kosten im Gesundheitswesen und damit die Prämien der Krankenkassen weiter an. Ziel des Bundesrates ist, dass die Kosten nur in einem medizinisch begründbaren Umfang steigen.

Nach einem Anstieg von 1,1 Prozent im Jahr 2019 fällt die für 2020 angekündigte Erhöhung von 0,2 Prozent moderat aus. Die in den letzten Jahren getroffenen Maßnahmen zur Dämpfung der Kosten zeigen Wirkung. So ermöglichte die 2018 erfolgte Anpassung des TARMED eine Einsparung von rund 500 Millionen Franken. Die regelmässigen Senkungen der Arzneimittelpreise seit 2012 bewirkten Einsparungen von etwa 1 Milliarde Franken.

Der Bundesrat ist jedoch der Ansicht, dass zusätzliche Maßnahmen für die weitere Eindämmung des Kostenanstiegs erforderlich sind. Ohne zusätzliche Maßnahmen werden die Kosten und dadurch auch die Prämien in Zukunft wieder stärker steigen.

Am 21. August 2019 hat der Bundesrat dem Parlament ein Paket mit neun Maßnahmen überwiesen, das alle Gesundheitsakteure in die Verantwortung nimmt. Ein zweites Maßnahmenpaket ist für den Anfang des nächsten Jahres vorgesehen.  

Wechsel der Grundversicherung
Bis Ende Oktober müssen die Krankenversicherer ihre Versicherten individuell über die für nächstes Jahr geltenden Prämien informieren. Die Versicherten können anschließend bis Ende November ihre Versicherung kündigen oder eine andere Versicherungsform wählen.

Versicherungspflicht

Die Krankenversicherer müssen jede Person in die obligatorische Krankenpflegeversicherung aufnehmen; es gilt die Versicherungspflicht. Damit die Kündigung gültig ist, muß der Nachweis einer anderen Versicherung eingereicht werden.

Krankenversicherungsvergleich
Auf www.priminfo.ch steht der Bevölkerung ein Prämienrechner zur Verfügung. Grundlage sind die vom BAG genehmigten Prämien der obligatorischen Krankenpflegeversicherung aller Krankenversicherer für 2020. Die Versicherten finden auf www.priminfo.ch die Versicherungsangebote aller Krankenversicherer. Sie können die Prämien nach ihrer Höhe sortieren und damit ihr Einsparpotential berechnen. Dazu genügt die Angabe von Wohnort, Alter, Versicherungsmodell, Franchise und aktuellem Krankenversicherer. Wer ein passendes Angebot gefunden hat, kann beim Krankenversicherer online eine Offerte für die obligatorische Krankenpflegeversicherung einholen oder ein entsprechendes Formular ausdrucken und an den Krankenversicherer senden.

Prämienberatung
Die Dokumentation „Prämienberatung“ liefert Informationen zur Krankenversicherung, Tipps zum Prämiensparen und Musterbriefe. Diese Dokumentation ist auf dem Internet unter www.priminfo.ch zu finden. Das BAG stellt auf www.priminfo.ch überdies Prämienübersichten zur Verfügung. Diese können auch in Papierform beim Bundesamt für Gesundheit bestellt werden.

Heiße Leitung
Das BAG hat eine Infoleitung eingerichtet, an die sich die Versicherten mit ihren Fragen wenden können. Unter folgenden Telefonnummern erhalten sie Auskunft in drei Landessprachen:
Deutsch: 058 464 88 01; Französisch: 058 464 88 02; Italienisch: 058 464 88 03

Unter Obama geschlossen, unter TRUMP wiedereröffnet: Die Schweiz hat wieder ein Generalkonsulat in Chicago

Die Schweiz ist im wichtigen Wirtschaftsraum im Mittleren Westen der USA wieder mit einem Generalkonsulat vertreten.

Bei der (Wieder)-Eröffnung der Vertretung in Chicago verwies Bundesrat Cassis auf das Potential, das sich damit für die Zusammenarbeit unter anderem im Bereich der Innovation ergibt.

Mit dem Generalkonsulat, mit dem das EDA auch einen Wunsch des Parlaments umsetzt, können Schweizer Unternehmen in der Großregion Chicago noch besser unterstützt werden.

Es ist auch ein weiteres Beispiel für die wieder vertieften Beziehungen zwischen der Schweiz und den USA.

Die Schweiz war das erste Land, das 1864 ein Konsulat eröffnete. Viele Schweizer emigrierten schon im 19. Jahrhundert in die heute drittgrößte Stadt in den USA.

Im US-Bundesstaat Illinois mit dem urbanen Zentrum Chicago leben heute 35’000 Menschen mit Schweizer Wurzeln.

Nach 140 Jahren Tätigkeit wurde das Generalkonsulat 2014 geschlossen – aufgrund der Bemühungen um Effizienzsteigerung und der Ansicht, daß die entsprechenden konsularischen Dienstleistungen von den Vertretungen in Washington und New York erbracht werden konnten, so die offizielle Version.

USA und Schweiz haben wieder besseres Verhältnis

Nach den Erpressungen in punkto nachrichtenlose Vermögen und den anschließendenAttacken auf den Bankenplatz Schweiz, der sogar zur Schließung von ältestens Banken führte hatte sich das Verhältnis zu den USA dramatisch verschlechtert.

Und stets neue Tiefpunkte erreicht.

Doppelzüngigkeiten wie die, daß wirkliche Steuerparadiese, wo man heute noch mit gänzlich verschleierter Identität Konten eröffnen und Firmen gründen und führen kann (US-Bundesstaat Delaware) sorgten für Dissonanzen wie auch die Absurdität, daß man heute als Schweizer oder Ausländer in der Schweiz mehr US-Formulare bei der Eröffnung eines (Inlands)-Kontos ausfüllen muß.

Die USA hatten einfach in imperialer Manier ihr Recht der Schweiz übergestülpt in erpresserischer Kolonialherren-Manier.

Unter Obama wurde das Regime gegen die Schweiz noch aggressiver in der Tonalität als schon zuvor.

Inzwischen wurde das Doppelbesteuerungsabkommen mit automatischem Informationsaustausch, welches die USA wünschten und dessen Unterzeichnung unter Obama fast ein Jahrzehnt verweigert wurde, abgeschlossen und insgesamt hat sich das Verhältnis verbessert. Oder wie es offiziell heißt:

Die lebhaften und mannigfaltigen wirtschaftlichen, wissenschaftlichen, kulturellen und menschlichen Kontakte entwickelten sich weiter, so daß sich nur 5 Jahre später die Meinung änderte, so die – wiederum offizielle – Version der Schweizer Regierung bzw. des Schweizer Bundesrats.

Weiterdessen wurde die Schließung 2018 auch im Parlament diskutiert.

USA wichtiger Partner für die Schweiz

Die USA sind für die Schweiz ein in jeder Hinsicht wichtiger Partner. Die Beziehungen zwischen den beiden Ländern blicken nicht nur auf eine lange Tradition zurück. In diesem Jahr hat sich das Verhältnis zwischen der Schweiz und den USA weiter intensiviert. Auf Bundesebene haben 2019 verschiedene präsidentielle und ministerielle Treffen  stattgefunden.

Mit der Wiedereröffnung des neuen Generalkonsulats in Chicago werden die Verbindungen nun auch auf regionaler Ebene ausgebaut:

Über 100 Schweizer Firmen in und um Schikago bzw. Chicago

In der Großregion Chicago, einer der dynamischsten Wirtschaftsregion der USA, sind heute über 100 Schweizer Firmen ansässig. Sie schaffen bis zu 30’000 Arbeitsplätze und sind damit der sechstgrößte ausländische Arbeitgeber in der Region.

1,3 Mrd. CHF umfaßt dort das Volumen der Exporte aus der Schweiz. Die «Chicago Metropolitan Area» ist damit eine der Topdestinationen von Schweizer Unternehmen in den USA. In den letzten Jahren ist – namentlich bei Schweizer KMU – die Nachfrage nach Dienstleistungen des Swiss Business Hubs im Mittleren Westen der USA stark gestiegen. Die Eröffnung des Generalkonsulats schliesst somit eine wichtige Lücke zwischen der Ost- und Westküste.

Neue vertiefte Forschungskooperationen

Auch in den Bereichen Bildung, Forschung und Innovation vertieft sich die Zusammenarbeit.

So entwickelt sich zum Beispiel im Bereich der Neutronenphysik eine enge Zusammenarbeit zwischen der Schweiz und den USA, in die unter anderem die ETH Zürich sowie die Universitäten Genf und Basel eingebunden sind. «Chicago hat eine Schlüsselposition bei der bilateralen Zusammenarbeit im Bereich Innovation», sagte Bundesrat Cassis bei der Eröffnung des Generalkonsulats. Er verwies dabei auch auf die zahlreichen Schweizerinnen und Schweizer, die in den Mittleren Westen ausgewandert sind und dort die Entwicklung aktiv mitgestaltet haben.

Auch in den Bereichen Bildung, Forschung und Innovation vertieft sich die Zusammenarbeit. So entwickelt sich zum Be

Viele Schweizer im Raum Schikago

Mit dem neuen Generalkonsulat haben die Schweizer Unternehmen und Institutionen künftig einen direkten Ansprechpartner für ihre Bedürfnisse.

Daneben steht das Generalkonsulat im Kontakt mit der großen Auslandschweizerkolonie in der Region Chicago.

Generalkonsul Bruno Ryff hat sein Amt in Chicago am 1. September 2019 angetreten. Die konsularischen Dienstleistungen für die Region allerdings werden weiterhin von Washington und New York aus betreut.


Hausdurchsuchungen bei Pharmazulieferern von Scopolaminbutylbromid

Die Wettbewerbskommission (WEKO) hat am 16. September 2019 eine Untersuchung gegen verschiedene in der Herstellung und im Vertrieb von pharmazeutischen Wirkstoffen tätige Unternehmen eröffnet.

Sie führte bei mehreren der Unternehmen Hausdurchsuchungen durch.

Die WEKO hat den Verdacht, daß Hersteller und Vertreiber des pharmazeutischen Wirkstoffs Scopolaminbutylbromid (Butylscopolaminiumbromid) Preis- und Gebietsabreden getroffen haben.

Scopolaminbutylbromid ist ein krampflösender Wirkstoff der Parasympatholytika.

Konkret liegen Hinweise vor, daß die Unternehmen die Verkaufspreise dieses Wirkstoffes hochhielten und sich die Märkte nach Gebieten aufteilten.

Im Rahmen der Untersuchung ist zu prüfen, ob tatsächlich unzulässige Wettbewerbsbeschränkungen vorliegen.

Der Wirkstoff wird für Medikamente gegen krampfartige Bauchschmerzen, Nierenkoliken und Blasenkrämpfe genutzt. Die Hersteller und Vertreiber von Scopolaminbutylbromid verkaufen diesen an Medikamentenhersteller weiter.

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