Aufrüstung der Luftverteidigung: Start der Sensor-Erprobungen mit größerer Reichweite

Die Schweiz will ihre Luftverteidigung stärken.

An einer Medienkonferenz in Bern haben die Fachspezialisten des VBS über den Ablauf der Sensor-Erprobungen für ein neues bodengestütztes Luftverteidigungssystem größerer Reichweite informiert.

Die Medienkonferenz ist der Auftakt der Erprobungen, die am 19. August in Menzingen beginnen.

Die Erprobungen der beiden Systeme dauern bis Ende September 2019.

Verschiedene Fachspezialisten des VBS informierten an der Medienkonferenz vom 7. August 2019 über die bevorstehenden Sensor-Erprobungen in Menzingen.

Während der Delegierte der Chefin VBS für die Erneuerung der Mittel zum Schutz des Luftraums, Dr. Christian Catrina, kurz in das Programm Air2030 und das Projekt Bodluv einführte, erläuterten der Projektleiter Bodluv, Markus Graf und der Erprobungsverantwortliche Bodluv, Marc Dürr (beide Armasuisse) den Evaluationsprozess und den Umfang der Erprobungen.

Der Teilprojektleiter Bodluv der Luftwaffe, Oberst i Gst Marco Forrer, sprach über die Aufgaben der Luftwaffe und den Bedarf für ein neues bodengestütztes Luftverteidigungssystem größerer Reichweite.

Erprobungsprogramm der Luftabwehrsysteme

Die Erprobungen auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz «Gubel» in Menzingen ZG umfassen zehn Missionen mit spezifischen Aufgaben.

Dabei werden Messungen am Boden durchgeführt und der Luftraum nach Flugzeugen der Luftwaffe abgesucht.

Ziel der Missionen ist es, die Fähigkeiten der Sensoren der Radar-Systeme sowie die Angaben aus den eingereichten Offerten zu überprüfen.

An Feiertagen und am Wochenende werden keine Erprobungen durchgeführt.

Luftabwehr-System-Bilder: Hersteller Eurosam

Keine Schießversuche

Schießversuche sind nicht teil der Erprobungen.

Die Sensor-Systeme der beiden Kandidaten werden nacheinander an den folgenden Daten erprobt:

 Raytheon, USA Patriot 19. bis 30. August 2019
 Eurosam, Frankreich SAMP/T 16. bis 27. September 2019