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Saturday November 25th 2017

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Antibiotikaresistenzen: EDI und WBF geben Startschuss zur Erarbeitung eines nationalen Programms

Symbolbild: Antibiotika

Symbolbild: Antibiotika

Die Bundesräte Alain Berset und Johann Schneider-Ammann wollen die Maßnahmen gegen Antibiotikaresistenzen bündeln und ein breit abgestütztes, nationales Programm lancieren. Sie haben das Bundesamt für Gesundheit BAG beauftragt, gemeinsam mit den Bundesämtern für Veterinärwesen BVET und Landwirtschaft BLW bis 2015 eine Strategie und darauf aufbauend ein Programm zu Antibiotikaresistenzen zu erarbeiten. Dies soll unter Einbezug des Bundesamtes für Umwelt BAFU, der Kantone und der betroffenen Kreise geschehen.

Antibiotika sind unverzichtbare Medikamente im Einsatz gegen bakterielle Infektionen, sowohl in der Human-, als auch in der Veterinärmedizin. Ohne sie wären die moderne Medizin undenkbar und gefährliche Krankheiten wie Lungenentzündungen oder Blutvergiftungen kaum heilbar. Mit der Zunahme des Antibiotikaeinsatzes nimmt indes auch die Zahl antibiotikaresistenter Bakterien zu. Es gehört deshalb zu den großen Herausforderungen der öffentlichen Gesundheit, der Lebensmittelsicherheit und der Tiergesundheit, die Entstehung und Verbreitung solcher Resistenzen einzudämmen und die Wirksamkeit von Antibiotika zu erhalten.

Der Bundesrat hat die Bekämpfung von Resistenzen denn auch in die gesundheitspolitischen Prioritäten der „Gesundheit 2020“ aufgenommen. Grundsätzlich ist die Resistenzbildung ein natürlicher Anpassungsmechanismus der Bakterien. Die Ausbreitung solcher Resistenzen wird jedoch durch einen zu häufigen und teilweise unsachgemäßen Einsatz von Antibiotika in der Medizin begünstigt.

In der Humanmedizin liegt der schweizerische Pro Kopf-Verbrauch von Antibiotika unter dem europäischen Durchschnitt. In der Veterinärmedizin bewegt sich die Schweiz bei der Menge eingesetzter Antibiotika im europäischen Mittelfeld.

ganzer Artikel: Antibiotika.li