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Friday December 15th 2017

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Abstimmung zum EWZ-Glasfasernetz Zürich

Die Aargauer Zeitung schreibt zu der Glasfasernetz-Abstimmung in Zürich:

Das Glasfasernetz sei wichtig für den Finanzplatz, die gesamte IT- Industrie, innovative Startups und alle anderen Betriebe, die auf eine leistungsfähige Kommunikationstechnologie angewiesen sind, teilten die Parteien (Anm. d. Red.: die das Projekt unterstüzten) mit.

Für sie ist klar, dass eine solche Schlüsselinfrastruktur in staatliche Hände gehört, wie auch die Wasserversorgung, das Stromnetz, Straßen und Schienen.

Komisch ist doch, daß sonst überall nach Privatisierung gerufen wird. Sowohl werden die Strommärkte in ganz Europa privatisiert als auch der Telekommunikations- und Internetbereich (also Glasfaserbereich).

Der Artikel ist äußerst lückenhaft. Sowohl wird verschwiegen, daß die Jungpartei der FDP im Gegenkomitee sitzt als auch wird mit keinem einzigen Wort erwähnt, daß der Gewerbeverband Zürich offen dagegen. Und auch private Konzerne wie Cablecom, welche sich staatlich konkurrenziert sehen, sind dagegen. Und auch private Konzerne wie Cablecom, welche sich staatlich konkurrenziert sehen, sind dagegen.

Und daß sämtliche Experten im In- und Ausland die Zahlen der Finanzierung (auf 30 Jahre gerechnet) der EWZ anzweifeln, wird ebenfalls nicht geschrieben.

Einen sachlicheren Artikel hat die NZZ geschrieben zum EWZ-Glasfasernetz-Vorhaben in Zürich.

Auch, daß der Konsumentenschutz das Vorhaben schon vor Jahren kritisiert hat (damals ging es „nur“ um 200 Mio, nicht um 1.200 Mio wie jetzt), verschweigt der „Journalist“ in der Aargauer Zeitung. Daher hier der Verweis zur Haltung des Konsumentenschutzes zum EWZ-Glasfasernetz-Experiment in Zürich.