59% der Frauen und 18% der Männer arbeiten Teilzeit

Wer wissen will, warum Frauen länger leben als Männer, muß sich die Teilzeiterwerbstätigkeit in der Schweiz ansehen.

59% der Frauen, jedoch nur 18% der Männer arbeiten in bequemer Teilzeit.

Im 2. Quartal 2017 arbeiteten 36,7% in Teilzeitjobs, was gegenüber zwanzig Jahren zuvor einer Zunahme von +8,4 Prozentpunkten entspricht.

Bei Müttern mit kleinen Kindern und bei Erwerbstätigen im Dienstleistungssektor ist die Teilzeiterwerbstätigkeit stark verbreitet.

In Europa liegt die Schweiz beim Teilzeitanteil an zweiter Stelle hinter den Niederlanden. Die neue Publikation «Teilzeiterwerbstätigkeit in der Schweiz 2017», die sich auf die Schweizerische Arbeitskräfteerhebung (SAKE) stützt, zeigt die vielseitigen Facetten der Teilzeiterwerbstätigkeit.

Teilzeit am meisten in Frauenberufen

Teilzeitformen sind im Dienstleistungssektor und in Frauenberufen (Video dazu) am stärksten verbreitet: In den Wirtschaftsbranchen «Kunst, Unterhaltung, private Haushalte, sonstige Dienstleistungen» (62,8%), «Erziehung und Unterricht» (59,1%) sowie «Gesundheits- und Sozialwesen» (55,2%) ist mehr als jede zweite Person teilzeiterwerbstätig.

Wenig überraschend: Teilzeit bei Führungspersonen schwächer verbreitet

Sowohl Männer als auch Frauen in Führungsposition arbeiten deutlich seltener Teilzeit als Personen ohne Führungsfunktion:

Lediglich 22,8% der Erwerbstätigen mit Führungsfunktion (Arbeitnehmer in Unternehmensleitung oder mit Vorgesetztenfunktion) sind teilzeiterwerbstätig.

Bei Arbeitnehmern ohne Führungsfunktion belief sich dieser Anteil im Jahr 2017 auf 45,3%.