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Thursday November 23rd 2017

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“CLEVER – spielend intelligent einkaufen”

Renzo Blumenthal eröffnet die CLEVER-Ausstellung am Plantahof in Landquart zusammen mit Barbara Bättig (Bereichsleiterin Tagungszentrum Plantahof, links), und Sabine Lerch (Projektleiterin CLEVER Biovision, rechts).

Renzo Blumenthal eröffnet die CLEVER-Ausstellung am Plantahof in Landquart zusammen mit Barbara Bättig (Bereichsleiterin Tagungszentrum Plantahof, links), und Sabine Lerch (Projektleiterin CLEVER Biovision, rechts).

Der Bündner Biobauer Renzo Blumenthal hat am Plantahof in Landquart die Ausstellung “CLEVER – spielend intelligent einkaufen” eröffnet. Unser Konsumverhalten beeinflusst den Zustand der Umwelt oder das Wohlergehen der am Produktionsprozess beteiligten Menschen entscheidend. Aber wie handle ich als Konsumentin und als Konsument nachhaltig? Welche Produkte muss ich wählen, um mich möglichst umweltfreundlich und fair zu verhalten? Hier hilft CLEVER. Die Ausstellung vermittelt Tipps für „ein gutes Gefühl“ beim Einkaufen.

 

Produkte mit Faustregelhinweis.

Produkte mit Faustregelhinweis.

Aus über 100 Produkten, manche nachhaltig, manche weniger, tätigt der Ausstellungsbesucher seinen Einkauf. Bio, aber nicht fair? Ohne Chemie, aber mit grauer Energie? Saisonal, aber gespritzt? Kann man auf alles gleichzeitig achten – und dann noch mit einem begrenzten Budget? Jeder Einzelne hat es tatsächlich in der Hand, wesentlich zu einem nachhaltigen Umgang mit den natürlichen Ressourcen beizutragen oder für eine gerechtere Welt einzutreten: Mit dem richtigen Kaufentscheid im Supermarkt zum Beispiel. Aber das ist angesichts der Produktefülle, undurchsichtiger Produktedeklarationen oder des grassierenden Label-Dschungels gar nicht so einfach. Bei der Qual der Wahl helfen ein paar Faustregeln für den nachhaltigen und fairen Einkauf weiter. Diese werden in der Wanderausstellung CLEVER lustvoll und spielerisch vermittelt.

Wer in diesem Supermarkt einkauft, kann sich mit prominenten Persönlichkeiten messen. Matthias Wiesmann, (Gemeinderatspräsident), Ursus & Nadeschkin (Komiker), Simone Niggli-Luder (OL-Weltmeisterin), Adrian Stern (Sänger) und weitere prominente Persönlichkeiten aus Kultur, Sport, Medien und Politik haben anhand einer fiktiven Geschichte, die einen Budget-Rahmen und eine Einkaufsliste vorgibt, im CLEVER „eingekauft“. Diese Resultate gilt es zu schlagen.

Die Spinne ist das Messinstrument für alle Produkte.

Die Spinne ist das Messinstrument für alle Produkte.

Renzo Blumenthal: ” Bei mir und meiner Familie kommt selbst Produziertes aus dem Garten oder von unserem Bio-Bauernhof auf dem Tisch. Das ist mir sehr wichtig, das weiss man einfach was man hat. Weiter achten wir beim Einkaufen auf Bio oder in der Schweiz produzierte Produkte.”

Fünf goldene Einkaufsregeln

Die Ausstellung CLEVER der Stiftung Biovision ist vom 23. Oktober bis 4. Dezember am Plantahof
Landquart zu sehen. Sie ist wie ein kleiner Supermarkt gestaltet und hilft, einen guten Weg zum verantwortungsvollen Konsum zu finden. Im Zentrum stehen die fünf goldenen Regeln für den nachhaltigen Einkauf: 1) Weniger ist mehr! Kaufen Sie, was Sie wirklich brauchen. 2) Essen Sie regelmässig vegetarisch (viel weniger Fleisch und Fisch). 3) Kaufen Sie saisongerecht und regional ein. 4) Wählen Sie Produkte mit Label (Bio-Landbau, fairer Handel, nachhaltige Fischerei, artgemässe Tierhaltung). 5) Meiden Sie Produkte mit Palmöl (oft deklariert als pflanzliche Fette).

Renzo Blumenthal präsentiert wie nachhaltig er eingekauft hat.

Renzo Blumenthal präsentiert wie nachhaltig er eingekauft hat.

Das Ladensortiment umfasst Produkte aus den Bereichen Grundnahrungsmittel, Getränke, Haushalt, Elektronik, Lifestyle, Bekleidung und Garten. Sämtliche Artikel sind nach sechs ökologischen und sozialen Kriterien bewertet: Klimawandel, Verschmutzung, Ressourcenverbrauch, Biodiversität, soziale Verantwortung gegenüber Mensch und Tier, Lebensgrundlage und Gesundheit der lokalen Bevölkerung. An der Kasse wird abgerechnet, und die AusstellungsbesucherInnen erhalten die Quittung für ihr Einkaufsverhalten in Form eines Spinnendiagramms. Dabei werden ihnen die positiven oder negativen Folgen ihrer Wahl bildhaft vor Augen geführt.