Stellvertreter-Krieg in der Ukraine: Schweiz liefert 2’500 Tonnen Hilfsgüter in das Kriegsgebiet

Im Stellvertreterkrieg zwischen USA / EU (Nato) und Rußland in der Ukraine setzt die Schweiz ihre humanitäre Hilfe für den Osten der Ukraine fort.

Mit dem 10. Hilfsgütertransport in das Konfliktgebiet seit 2015 liefert die Humanitäre Hilfe der DEZA erneut lebenswichtige Güter für die Zivilbevölkerung beidseits der Kontaktlinie.

Im Einklang mit den humanitären Prinzipien unterstützt die Schweiz mit ihren Direktaktionen die Menschen unabhängig davon, auf welcher Seite der Kontaktlinie sie leben.

Der erste von sechs Teiltransporten hat seinen Bestimmungsort Donetsk am 27. Mai 2019 erreicht. Er besteht aus 21 Lastwagen, beladen mit Aluminiumsulfat.

Insgesamt hat die Humanitäre Hilfe der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) 2.500 Tonnen Hilfsmaterial mit 130 Lastwagen ins Kriegsgebiet entsandt.

Trinkwasseraufbereitung im Fokus

Die Lieferungen enthalten Güter zur medizinischen Versorgung und Chemikalien zur Trinkwasseraufbereitung.

Der Gesamtwert des Hilfsgütertransports beträgt CHF 2,7 Mio.

Die medizinischen Geräte und das dringend benötigte Ersatz- und Verbrauchsmaterial für neun Krankenhäuser in den Regionen Donetsk und Luhansk sollen den vom Konflikt betroffenen Menschen einen besseren Zugang zu lebensrettender Behandlung ermöglichen.

Wasserwerke Donetsk können mit den Chemikalien Trinkwasser ermöglichen

Mit den Chemikalien zur Trinkwasseraufbereitung können die Donetsker Wasserwerke Vodadonbasa bis zu vier Millionen Menschen in der gesamten Region Donetsk, also auf beiden Seiten der Kontaktlinie, für ein weiteres Jahr mit Trinkwasser in ausreichender Qualität versorgen.

Bereits zuvor 9.500 Tonnen Hilfsgüter

In Absprache mit der ukrainischen Regierung und in Koordination mit internationalen humanitären Organisationen hat die Schweiz zwischen April 2015 und Oktober 2018 bereits 9500 Tonnen Hilfsmaterial ins Konfliktgebiet transportiert.

Die aktuelle Aktion ist die zehnte Hilfsgüterlieferung.

Die Transporte trugen wesentlich dazu bei, daß in dieser Zeit keine durch Wasser übertragene Krankheiten ausbrachen und dank der Anhebung des Spitalstandards hunderte von Menschenleben gerettet werden konnten, so das EDA.

Bild: Ostukraine, im Krieg zerstörtes Wohnhaus in Lyssytschansk im August 2016, Fotograf: Ліонкінг