| Die Schweizer Zeitung
Sunday September 24th 2017

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1. Mai in Zwickau: Zur (Un)-Glaubwürdigkeit von Heiko Maas

Der deutsche Justizminster Heiko Maas wurde in Zwickau vom Publikum ausgebuht und verließ schließlich fluchtartig den Ort.

In seiner Rede beschimpfte er sein Publikum und beklagte, daß ihm die Meinungsfreiheit nicht gewährt würde.

Weil er ausgepfiffen und ausgebuht wurde.

Ob komisches Demokratieverständnis oder ob er recht liegt, daß man nicht bei Reden demonstrieren darf in der Form, daß man buht und pfeift: Die Aussage aus seinem Munde ist unglaubwürdig.

Wenn dem deutsche Justizminister etwas an der Meinungsfreiheit liegt:

Wo waren seine Worte und wo war seine Empörung an den viel häufiger in letzter Zeit aufgetretenen und vielen teils von Staats wegen bezahlten Störer von AfD-Reden auftraten?

Insofern vielleicht einmal für das Demokratieverständnis und heilsam für Heiko Maas´Rechtsbewußtsein, wenn er selbst einmal am eigenen Leibe erfährt, wie es ist, wenn man nicht reden kann.

Komisch, daß er als Linker (SPD) erst jetzt sich empört, wenn es ihn persönlich betrifft. Aber nicht als Justizminister und angeblicher Demokrat, wenn es Rechte (AfD, Pediga) betrifft, die eine Rede halten wollen.

Wenn er es so empörend findet, was geschah bei ihm, warum hat er früher nie den Mund aufgemacht, als es bei anderen geschah?

Und:

Er kann von Glück sagen, daß seine Gegendemonstranten so friedlich waren und nicht so gewalttätig wie Gegendemonstranten, wie sie organisiert auftreten, wenn AfD-Politiker sprechen.

Denn:

Der Protest war laut aber auch friedlich.

Remo Maßat